Rudolf Krause

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RE: Eine Ökonomie ohne Brennstoff | 11.10.2015 | 19:16

Sehr geehrter Herr Dr. Simon,

komme eben erst dazu, Ihre Antwort zu lesen. Ich kann Ihnen leider nicht folgen. Ihre Argumentation geht grob gesagt davon aus, dass es unnötig ist, die Grundlagen der Klimawandelhypothesen zu diskutieren, da alles schon ausreichend erörtert und belegt sei. Sollten Sie Ihre eigene Forschung so betreiben, dass Sie zu irgend einem Zeitpunkt keine Zweifel mehr am Erreichten haben, dann gute Nacht.

Solide Wissenschaft sieht anders aus. Erst wenn sich eine These nicht mehr falsifizieren lässt, könnte man sie als "wahr" annehmen. Das ist in Bezug auf die Ergebnisse der Klimaforschung, die die politischen Klimawandel-Reaktionsszenarien stützen - sie sollten es zumindest bemerkt haben - deutlich nicht der Fall.

Einen schönen Tag noch

RE: Eine Ökonomie ohne Brennstoff | 02.10.2015 | 00:01

Lieber Herr Kollege, das mit der Verkürzung meiner Aussage war interessant. Meinte aber "angeblich schädlich" und zielte damit in eine andere Richtung.

Es ist sicher auch hier nicht das Forum für einen wissenschaftlichen Disput. Ich bestreite ebenso wenig wie Sie den Einfluss der CO2 Konzentration auf die Temperatur in einem entsprechenden Gasgemisch. Würde aber eine ausschließliche Anbindung an die Theorie von Arrhenius in den Modellen zur Vorhersage der Temperaturentwicklung in der Atmosphäre für unzureichend halten (und das ist ja tatsächlich auch nicht der Fall), da es weitaus mehr Faktoren gibt, die unter Umständen eine größere Wirkung haben. Die Forschung ist bis heute wegen der Komplexität des Problems mitnichten in der Lage, eine umfassende und gültige Theorie auch nur annähernd zu formulieren und liefert Modelle, die nicht zu dem passen, was wir beobachten können. Was im Moment politisch, und ich befürchte auch ideologisch, aus den Modellinterpretationen gemacht wird, ist das eigentliche Problem.

Arrhenius hatte übrigens mit einem Anstieg der Temperaturen in der Atmosphäre damals kein Problem, er meinte sinngemäß, dass spätere Generationen es bei einem Anstieg des CO2 wärmer hätten. Finde ich bei einer Jahresdurchschnittstemperatur für Dresden von 9°C eigentlich auch.

RE: Eine Ökonomie ohne Brennstoff | 29.09.2015 | 23:35

Danke für das Angebot, aber ich kann mir selber ganz gut helfen. Wenn es um Debatten geht, die nicht nur das Selbstverständnis befördern sollen, dann hätte ich doch gerne mal gewußt, wer festlegt, was sinnvoll ist und was nicht.

Sie können sich auch gerne lustig machen. Das ist auf jeden Fall einfacher, als tatsächlich in die Materie einzusteigen und sich mit dem Gegenstand, über den sich so trefflich oberflächlich, zeitgeistig und mainstreamschlank in nur einer Richtung diskutieren lässt, etwas genauer zu befassen.

Aufklärung brauche ich wahrscheinlich kaum, dafür bin ich einfach zu alt und auf dem Gebiet viel zu weit herumgekommen.

Andererseits ist das hier kein wissenschaftliches Kolloquium und so will ich auch niemanden mit unangepassten Äußerungen zum Lachen bringen oder zum Gähnen. Gute Nacht.

RE: Eine Ökonomie ohne Brennstoff | 29.09.2015 | 18:32

Direkte Antwort. Weder fanatisiert, noch bezahlt. Ich habe meine eigene Meinung, die ich mir erarbeitet habe und die lasse ich mir auch nicht verbieten.

Was mir gar nicht behagt, ist der Ton: "Klimaleugner" klingt fast wie "Holocaustleugner". Es gab schon Vorschläge, "Klimaleugner" mit der Todesstrafe zu belegen. Wenn es so steht, scheinen die Argumente der Propagandisten eines menschengemachten Klimawandels nicht besonders stark zu sein. Sagen Sie mal ehrlich, halten Sie das für einen guten Stil?

RE: Eine Ökonomie ohne Brennstoff | 29.09.2015 | 13:32

Zum Thema Klima und zum Thema "Klimaschutz" habe ich eine begründete Position, die man ja auch hier lesen kann.

Zum Thema Kernenergie, um das auchmal in die Debatte zu werden, habe ich auch eine begründete Position, dass man sie ausbauen und weiter entwickeln sollte, da es die aus derzeitiger Sicht am längsten kontinuierlich verfügbare Primärenergie ist, die zudem (lachen Sie ruhig, ich kenne das) sicher zu beherrschen ist und soweit ich weiß, keine Umweltverschmutzung verursacht. Zudem ist es möglich, die abgebrannten Kernbrennstoffe wieder zu verwerten, bis die Halbwertzeiten in überschaubaren Bereichen liegen. Das kann die Endlagerzeiten dramatisch verkürzen und die Suche nach einem Endlager, das in der Tat viele Generationen auf unabsehbare Zeit gefährden würde, könnte man aufgeben. Was es dazu an Gegenargumenten gibt, ist mir bekannt. Man sollte, wenn man so strikt dagegen ist, aber auch mal die Pro-Argumente genau in Augenschein nehmen, was ich bei den Contra-Argumenten immer wieder vermisse. Erfordert aber Mühe und auch etwas naturwissenschaftliche Bildung und eine Abkehr von Gut-Böse / Schwarz-Weiß.

Was das Thema "Umweltsauerein" anbelangt, da bin ich bei Ihnen. Dafür lohnt es sich, bei den Verursachern anzusetzen. Dafür müsste der eine oder andere die gefärbte Sehhilfe abnehmen und auch die in die Pflicht nehmen, die sich in Erwartung üppiger Almosen gerne als Opfer hinstellen.

Eines der Beispiele wäre das befürchtete Absinken von Inseln (z.B. die Malediven). Diese Inseln bauen auf lebenden Korallen auf, die Schwankungen im Meeresspiegel, wie sie immer schon auftraten, ganz gut ausgleichen können. Kippt man dort den Müll direkt ins Meer, muss man sich nicht wundern, wenn das Ökosystem unter der Insel kolabiert und die Insel auf Tauchstation geht. Das könnte Ihr Taucherfreund sicher bestätigen.

Ich brauche keine kosmische Sicht, obwohl die auch was hat. Mir reicht fundierte Beobachtung auf der Erde, das Erforschen und Begreifen von Vorgängen und Zusammenhängen schon aus.

RE: Eine Ökonomie ohne Brennstoff | 28.09.2015 | 18:10

Ich kann keine Aussage zur Waldmasse vor 150 Jahren machen, weil ich sie nicht kenne. Vor kurzem wurden alle Bäume auf dem Planeten gezählt, und siehe da, es waren weit mehr da, als gedacht. 3 Billionen, statt der erwarteten 400 Milliarden. Beide Zahlen entspringen Modellen.

Keinem Modell, sondern der Messung am Vulkan Mauno Loa auf Hawai ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre entsprungen, der global nun 400 ppm (Parts per Million) beträgt. Seit Beginn menschlicher Aktivitäten auf der Erde beträgt der dadurch erzeugte Anteil etwa 1/4 bis 1/3 des derzeitigen CO2-Gehaltes der Atmosphäre, also zwischen 100 und 150 ppm. Sicher lässt sich das, wie bei der Zahl der Bäume nicht sagen. Auf einem Blatt Papier von 1 m x 1m kann man sich diese 400 ppm als 2 cm x 2 cm großes Kästchen vorstellen. Nicht eben viel. Auch wenn alles verbrannt wird, was derzeit bekannt ist, steigt der CO2 Gehalt in der Atmosphäre nicht unendlich an, sondern wird sich etwa verdoppeln. Pflanzen können CO2-Gehalte bis 4.000 ppm in der Atmosphäre gut verarbeiten. Mit bis zu 2.000 ppm sind sie in früheren Zeiten bestens zurecht gekommen. Unter 250 ppm CO2 bekommen Pflanzen Streß. Arbeiten ist bei 1.500 ppm CO2 Gehalt in der Luft ohne Probleme möglich. Es gibt keinen Grund, eine Überdosis zu befürchten.

Nur, wenn man CO2 von vorn herein als Schadstoff und nicht als wichtiges Spurengas betrachtet, ist alles schädlich, was dessen Gehalt in der Atmosphäre erhöht.

Ich kann auf Wohlstand durchaus verzichten, aber nicht für solche Ideen. Wer in der dritten Welt soll das verstehen, was hier passiert, wenn er zum einfachsten Leben auf billige Energie angewiesen ist?

RE: Eine Ökonomie ohne Brennstoff | 28.09.2015 | 14:35

Diesen Beitrag zu replizieren, würde ein ganzes Buch erfordern. Und wer wird das schon lesen. Knackiges ist gefragt, in jugendlich frischen Farben. Wir stehen noch am Anfang, aber es sieht schon gut aus ... am besten so komplex, das keiner mehr durchblickt und ergeben alles über sich ergehen lässt.

Grundlegend ist m.E. folgendes: Wer Naturgesetze und natürliche Prozesse, generell und für alle anderen bindend ändern möchte, soll das gerne tun, soweit er über ausreichend naturwissenschaftliche Kenntnisse und entsprechend ehrlich erworbene Abschlüsse dafür verfügt. Er müsste die Kosten und die Strafe für die Folgen dann jedoch selber tragen und zwar für die Gesamtdauer seines Experimentes und auch nach Abschluss. Da das nicht geht, versuchen Menschen, deren naturwissenschaftliches Minimalwissen im Stolz auf dem Ignorieren entsprechender Fächer zu ihren Schulzeiten besteht, die große Transformation allen Betroffenen schmackhaft zu machen und sie mit hineinzuziehen. Ich halte aus vielerlei Gründen Widerstand dagegen für angebracht, da ich mich weder zum willigen Helfer machen lasse noch hilfloses Opfer sein werde.

Kohlenstoff ist ein Grundbaustein des Lebens auf der Erde. Grundlegende Stoffwechselreaktionen, die Leben, wie wir es kennen, erst ermöglichen, benötigen diesen wichtigen Baustein. Aufgehängt wird der Decarbonatisierungswahn - ich nenne es einfach mal politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Unfug - am angeblich schädlichen Einfluss des CO2 auf das Klima. Es gibt aber keinen tatsächlichen Beweis für die Schädlichkeit des CO2. Man findet nur Modelle, Modelle und immer wieder Modelle. Keines kann auch nur annähernd etwas beschreiben, das in der Zukunft wie in der Vergangenheit von chaotischen Einflüssen abhängig war und ist.

Beweise gibt es genug - gegen die Gültigkeit der Modelle. Das beginnt bei den realen Temperaturverläufen der Vergangenheit bis heute, geht über die tatsächliche Entwicklung von Meeresspiegelhöhen und die aufgezeichneten Unwetter bis hin zu Themen, die mit den sehr angreifbaren Methoden der Erhebung und Auswertung von Daten für die Fütterung der Modelle einhergehen.

Nur weil die Klimakatastrophe gebetsmühlenartig immer wiederholt wird, ist sie lange noch nicht wahr. Mancher sollte einfach mal den Blick vom Bildschirm seines Computers weg wenden und die Realität der Welt zur Kenntnis nehmen.

RE: Schluss mit schmutzig | 23.09.2015 | 08:34

Es geht nicht um die Rettung des Klimas, es geht noch nicht einmal um Umwelt- und Naturschutz. Es geht um eine neue Umverteilung von Vermögen und dafür werden Ängste an allen Fronten geschürt. Bill McKibben sollte man durchaus mal einer Google Tiefenprüfung mit anschließendem Literaturstudium unterziehen. Es ist interessant, auf wen man sich einlässt, wenn man ihm folgt. Verkäufer sind immer dann besonders gut, wenn sie vom Produkt, das die bewerben sollen, keine Ahnung haben, hat mir mal ein Marketing Experte gesagt. Scheint was dran zu sein.

Selbst der Papst nimmt in seiner letzten Enzyklika zum Klimawandel Stellung. Überraschend ist der Kommentar der Päpstlichen Beraterin Naomi Klein zum Thema: „Unser ökonomisches Modell steht im Krieg mit der Erde“, schreibt Klein. „Wir können die Naturgesetze nicht ändern. Aber wir können unsere Ökonomie ändern. Klimawandel ist unsere beste Chance, dies zu tun und eine bessere Welt zu schaffen“. Klingt ja rührend.

Das Mitglied des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und IPCC Funktionär Prof. Otmar Edenhofer lässt die Katze aus dem Sack. Er schrieb schon 2010:

„Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, dass Klimapolitik Umweltpolitik ist. Stattdessen geht es in der Klimawandel-Politik darum, dass wir de facto das Weltvermögen umverteilen“.

Wenn z.B. der Rockefeller Clan aus dem Geschäft mit fossilen Energien aussteigen will, hat das nichts damit zu tun, dass er die Welt vor weiterer Verschmutzung retten will, sondern dass er andere Felder gefunden hat, auf denen sich das Kapital mit größeren Gewinnmargen und vor allem risikoloser vermehren lässt. Z.B. dort, wo der Staat mit üppigen Subventionen winkt, die man nur geschickt in die eigenen Kassen umleiten muss. Oder, wo per Gesetz die Bürger verpflichtet werden, Ausgaben für Dinge zu tätigen, auf die sie sonst nicht im Traum kommen würden. Da braucht man den Umweg über Wettbewerb, Risiko und Verkauf nicht. Daran wird schon lange gearbeitet und die Saat scheint jetzt langsam aufzugehen.

Mal sehen, wann es den ersten dämmert, dass sie der falschen Fährte gefolgt sind. Altruismus ist bei Rockefellers nur dann angesagt, wenn die Dame des Hauses auf einer Charity-Veranstaltung kleine Beträge für Bedürftige mit großem Trara, das mehr kostet als die Spende, ankündigt.

Man kann mit politischen Mitteln Unternehmen in die Insolvenz treiben. Das passiert im Moment bei EOn , RWE und anderen. Das hat weder mit dem Geschäftsmodell noch mit der angegriffenen Umweltverträglichkeit des Produktes elektrische Energie zu tun, das dort auf konventionelle Weise erzeugt wird. Das hat etwas mit dem von Edenhofer propagierten Satz zu tun.

50 Prozent des Weltvermögens gehören, wenn ich das richtig verstanden habe, im Moment 50 Leuten auf diesem Planeten, vor 10 Jahren waren es wohl noch 90. Der Rockefeller Clan immer mittendrin. Die Weltbevölkerung wächst weiter und die Eigentümer der 50 % des Weltvermögens werden wahrscheinlich immer weniger. Dank Umverteilung.

RE: Kohle ist "out", Wind ist "in" | 10.09.2015 | 16:22

Hier ein paar Zitate des dänischen Statistikers und Ökonomen Björn Lomborg zur Klimapolitik, die ganz interessant sind, da es sich um eine Sicht auf Deutschland von außen handelt:

"Deutschland hat 2013 rund 2 Milliarden Euro für Klimaprojekte im Ausland zugesagt. Entsprechend einem Standard-Klimamodell würde dies die Temperaturen bis zum Jahr 2100 in so unbedeutendem Maße senken, dass es zu einer Hinauszögerung der Erderwärmung um 80 Minuten am Ende des Jahrhunderts entspricht."

"Die Ärmsten der Welt wollen die von Deutschland für Klimaprojekte zugesagten 2 Milliarden Euro lieber für Medizin, Nahrungsmittel und Wasser, nicht für die Senkung der CO2-Emissionen. Das kann man ihnen nicht übel nehmen."

"Subventionen schaffen keine Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien, denn für Unternehmer ist es viel sicherer, weiterhin auf stark subventionierte Windräder, Solar- und Biogasanlagen zu setzen, als bestehende Technologien weiterzuentwickeln und neue, praktikable Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu erfinden."

Kleiner Nachtrag von mir:

Wie der Chefökonom des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und IPCC-Funktionär Prof. Otmar Edenhofer bereits 2010 schrieb: „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, dass Klimapolitik Umweltpolitik ist. Stattdessen geht es in der Klimawandel-Politik darum, dass wir de facto das Weltvermögen umverteilen“.

Was nun die überwiegende Abneigung gegen Kohle als Energieträger anbelangt, hat die Gehirnwäsche mit Bildern rauchender Kühltürme aus denen Wasserdampf in die Atmosphäre entweicht und kein CO2, ihre Wirkung bei den immer weniger naturwissenschaftlich gebildeten Schichten - auch wenn die ansonsten einen höheren Bildungsgrad haben mögen, der nichts über die Qualität und die tatsächliche Bildung noch über das Denkvermögen im Zusammenhängen aussagt - getan.

Noch eins: wer Wind- und Solarenergie haben will, muss entweder effiziente und kostengünstige Speicher zur Verfügung haben (gibt es nicht und wird es so schnell nicht geben und was es an Ideen dazu gibt ist lächerlich bis weltfremd) oder bei Dunkelheit und Windstille eine kostengünstige Alternative, die den Wind- und Sonnenstrom ersetzt. Das bedeutet im Klartext: Man benötigt dann eine komplette 2. Infrastruktur zur Energieerzeugung. Wie bitte soll die denn aussehen, wenn Kohlekraftwerke nicht mehr gewollt sind und es keine Kernkraftwerke mehr gibt und Öl- und Gas als strategisch problematisch anzusehen sind? Power to Gas? Mit einem unterirdischen Wirkungsgrad und noch einem Speicherproblem?

Man sollte bei allem Wunschdenken auch mal die Folgen betrachten. Und wenn 90 % der Deutschen gegen Kohle, Gas, Öl und Kernkraft sind. Momentan decken diese Energieträger fast 90 % des Weltenergiebedarfes ab. Und die 87 % aller Deutschen, die Greenpeace als Gegner der Kohle annimmt (Vermutlich sind auch Kleinkinder dabei) machen rd. 0,009 Promille der Weltbevölkerung aus, die andere Sorgen hat.

RE: Die Zukunft schmilzt | 08.09.2015 | 08:36

Das Bild zum Artikel hat was. Laut Jürgen Trittin sollte die Energiewende einen deutschen Haushalt so viel wie eine Kugel Eis im Jahr kosten. Momentan kostet die Energiewende einen deutschen Haushalt jeden Tag so viel wie eine Kugel Eis. Es gibt Stimmen, die meinen, dass das egal sei, Hauptsache, man tue etwas für die Rettung des Klimas.

Es gibt Menschen, denen ist das aus verschiedenen Gründen nicht egal und sie können auch die Begründung nicht nachvollziehen, auf deren Basis die Energiewende durchgeführt wird. Analog sind die Argumente zum Ausstieg aus der Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen und der Begriff der Dekarbonatisierung nicht nachvollziehbar.

Es geht schlicht nicht um die Rettung des Klimas, es geht noch nicht einmal um Umwelt- und Naturschutz. Es geht um eine neue Umverteilung von Vermögen und dafür werden Ängste an allen Fronten geschürt. Selbst der Papst nimmt in seiner letzten Enzyklika zum Klimawandel Stellung. Überraschend ist jedoch der Kommentar der Päpstlichen Beraterin Naomi Klein zum Thema: „Unser ökonomisches Modell steht im Krieg mit der Erde“, schreibt Klein. „Wir können die Naturgesetze nicht ändern. Aber wir können unsere Ökonomie ändern. Klimawandel ist unsere beste Chance, dies zu tun und eine bessere Welt zu schaffen“. Das Mitglied des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und IPCC Funktionär Prof. Otmar Edenhofer schrieb schon 2010: „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, dass Klimapolitik Umweltpolitik ist. Stattdessen geht es in der Klimawandel-Politik darum, dass wir de facto das Weltvermögen umverteilen“.

Es geht und ging also im Kern noch nie um eine Beeinflussung des Klimawandels, da sich das Klima immer und überall auf der Welt stetig ändert und dabei in der Hauptsache von der Sonne und unvorhersehbaren chaotischen Prozessen in der Atmosphäre abhängig ist.

Fragt sich also, wer wird von all den "Maßnahmen zum Klimaschutz" tatsächlich profitieren und gibt es einen messbaren Nutzen für die Weltbevölkerung? Wird eine wachsende Weltbevölkerung nicht eher ihre Grundbedürfnisse nach Nahrung und Schutz vor Kälte anmelden, wenn die Reduzierung des CO2 in der Atmosphäre den Pflanzen ihre Hauptnahrung nimmt und die Energieerzeugung nur noch von zufälligem Wind- und Sonnenstrom und Biomassekraftwerken, die der Nahrungsmittelproduktion die Ackerflächen entziehen, abhängig ist?

Utopien beflügeln das Denken der Menschen und es ist gut, wenn über die Verbesserung der Lebensverhältnisse für alle nachgedacht wird. Es ist aber ein alter und nunmehr geschichtlich auch mehrfach widerlegter Irrglaube, dass man von der hohen Warte der Politik oder der Philosophie herunter Änderungen der Lebensweise verordnen kann und dabei dem Grunde nach auch noch mit Betrug arbeitet.