Rüdiger Heescher

Rüdiger Heescher ist Gründungsmitglied von attac und hat von 2006-2010 für die Bundestagsfraktion und Parteivorstand der Partei Die Linke gearbeitet.
Rüdiger Heescher
RE: Überblick und Stand der Dinge im Juli 2020 | 19.07.2020 | 09:25

Ich wollte keine lange biochemische Ausführung voranstellen. Dann würde es keiner lesen. Ich kann gesondert nochmal die Ausführungen hier in Kommentaren leichter verständlich reinschreiben, aber es wird dann nicht so Kika mässig beschrieben sein wie die RNA Auto blend und hup Aktion durch ein Nucleosid Analogon.

Was Folgeschäden angeht: Es sollte reichen, dass Lauterbach recht hat und ich das gleiche denke wie er. Dazu muss man einfach zu viel Biochemie ausführen gerade auch bei den Folgeschäden im Gehirn. Übrigens eine gute Nachricht gibt es trotzdem. Die Lunge ist das geringste Problem und wird sich erholen wie bei einer Grippe. Aber wenn Leber und Nieren betroffen sind wird es irreversibel bleiben.

Was die zu testenden RNA angeht so sind sie ja jetzt gerade erst in Testphase 2 und 3 und für Langzeitfolgen braucht man Jahre um sicher zu sein, dass es kein Krebs oder Autoimmunkrankheiten verursacht. Es gibt sie ja erst seit 2 Monaten in Testphasen.

Aber ich werde gesondert noch mehr ausführen im Laufe der Diskussion hier und noch einen extra Artikel posten zur Biochemie des Virus, was aber keiner unserer Soziologen je lesen wird.

RE: Überblick und Stand der Dinge im Juli 2020 | 18.07.2020 | 22:52

Tja

Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht was wirklich geschieht. Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht. – Noam Chomsky

RE: Nicht spalten, einen | 18.07.2020 | 18:30

Lieber Christoph

sicher nicht, aber wie z.B. Karl Marx oder Paul Feyerabend erlaubt naturwissenschaftliches Denken auch gesellschaftliche Dinge zu betrachten ohne Kategorienfehler zu begehen oder sogar sie absichtlich mit hermeneutischen Tricks für die Ideologie zu benutzen.

Das gehört heute für Feministen zum guten Ton und wundern sich wieso man auf Kategorienfehler hinweist, wo sie doch nur Gutes wollen.

Gut gewollt ist nicht gut gekonnt.

Da sollte man sich bei Adorno ohne konstruktuvistische Brille eher mal seine originäre Kant/Hegel auseinandersetzung anschauen, denn Konstruktivismus gab es zu seiner Zeit noch nicht.

Insofern immer lieber original bleiben und Adorno ist ganzes Gegenteil von Tiefflieger gewesen. Nur wenn man Adorno Konstruktivismus Gehirngewaschen liest, dann kommt halt eine Judith Butler bei raus.

Ist ja nett. Aber daraus eine Ideologie zu basteln ist schon Megatieffliegerei.

Dann halte ich mich doch lieber ab klares (naturwissenschaftliches) Denen von Karl Marx und Paul Feyerabend. Dort findet man wenigstens keine Kategorienfehler. Da finden bei der Wurzel Analyse statt.

RE: Nicht spalten, einen | 18.07.2020 | 17:58

Mit Hermeneutik stehe ich auf Kriegsfuss, schon alleine weil es der Prädikatenlogik widerspricht. Das überlasse ich gerne den Literaten unter den Soziologen. So gewichtig schwafeln können nur sie und glauben mit Worten die Wirklicheit verändern zu können. Steht ja sogar in diesem Artikel, dass es ihr Thema ist:

"Begriffe und Sprache so zu erweitern, dass komplexe Lebensrealitäten und Unterdrückungssituationen besser verstanden werden können, erlaubt zum Beispiel Unterschiede in der Diskriminierung von cis und trans Frauen zu berücksichtigen und zugleich zu sehen, dass sie sich aus derselben patriarchalen Gewalt speisen."

Nun denn. Ich komme aus den Naturwissenschaften und orientiere mich lieber an dem was ist. Nicht wie ich mir Begriffe zusammenzimmere, dass es für eine Ideologie passt.

Physikalische Begriffsbildung ist mir dann doch näher als hohles Geblubber mit intelligentem Antlitz, was gutmeinend erscheint aber keine Substanz hat.

Struktur im Denken ist wichtig. Das will der poststrukturalismus ja überwinden. Wer keine Struktur mehr erkennt wird beliebig. Es ist also sogar Intellektfeindlich.

RE: Nicht spalten, einen | 18.07.2020 | 17:04

Liebe Magda

Wie es der Zufall will habe ich sogar gestern noch ein paar alte Artikel von mir aus den 90ern gelesen. Gerade auch meine surreale Determinismus Reihe. Ich muss sagen, dass ich heute letztlich das gleiche schreiben würde in der Grundaussage, nur da ich heute wesentlich mehr weiß als damals und die Erkenntnisse heute wesentlich genauer und detailierter sind würde ich die Argumente noch weiter ausführen.

Insofern kann ich sogar heute sagen, dass mein Denken ein Grundlinie hat seit 30 Jahren, die ich nie verlassen habe.

Wahrscheinlich hast du gerne etwas in meine Sätze interpretiert. Das gleiche Schicksal hatten viele Denker immer aus dem Zusammenhang interpretiert zu werden. Nietzsche kann ja auch für das eine und sein Gegenteil misbraucht werden. Oder man denke generell an Dialektiker. Oder wenn du es religiös willst der Talmud insgesamt.

Dialektik ist für viele ein rotes Tuch wenn man gerade jakobinischer Reinheitsfundamentalist ist. Differenzieren verträgt sich nicht mit Absolutheitsanspruch

RE: Nicht spalten, einen | 18.07.2020 | 14:17

Da ist ein Fehler im Artikel. Es steht LGBTQI* . Es muss LSBTTIQ+*$ heissen nach neustem soziologisch wissenschaftlichen Stand. Dabei wird aber ein weisser hetero cis Mann nicht erwähnt. Ich kämpfe seit Jahren auch dafür, dass endlich rothaarige hetero cis Männer mit aufgenommen werden. Schließlich setzt sich Boris Becker vehement für weibliche "people of color" ein, die auch eine Minderheit als Gender Identität sind.

Früher gab es nur LGB. Das war rein auf sexuelle Ausrichtung bezogen. Wir sind doch heute viel weiter und sollten die Identität auch an Haarfarbe und Nasengröße festlegen. Oder?

<ironie off>

Ein zweiter Fehler:

Im übrigen, wenn man von Hormonen, Anatomie, Evolution und Psyche spricht, ist das schlicht Biologie und nicht biologistisch. Wer Biologie negiert ist ein Theologe und kann sich zu Religioten gesellen. Soziologie hat heute nichts mehr mit Wissenschaft oder Analyse zu tun. Es ist Theologie mit einem festgelegten Erkenntnisergebnis, was aus der Prämisse heraus sich selbst bestätigt. Es gibt einen Gott und in der Theologie beweist man die Existenz Gottes. Das sind "Genderstudies" und hat mit Wissenschaft nix zu tun. Da finde ich Astrologie Ergebnis offener als älteste logisch empirische "Wissenschaft".

Wer auf Butler abfährt ist ein intellektueller Tiefflieger und kann sich Adorno Sozialpädagoge Nennen. Vom intellektuellen Gehalt her rangiert es wohl aus wissenschaftstheoretischer Sicht hinter der Astrologie. Aber Frauen lieben ja Esoterik. =D

Ansonsten stimme ich Richard vollumfänglich zu.

Da ist ein Fehler im Artikel. Es steht LGBTQI* . Es muss LSBTTIQ+*$ heissen nach neustem soziologisch wissenschaftlichen Stand. Dabei wird aber ein weisser hetero cis Mann nicht erwähnt. Ich kämpfe seit Jahren auch dafür, dass endlich rothaarige hetero cis Männer mit aufgenommen werden. Schließlich setzt sich Boris Becker vehement für weibliche "people of color" ein, die auch eine Minderheit als Gender Identität sind.

Früher gab es nur LGB. Das war rein auf sexuelle Ausrichtung bezogen. Wir sind doch heute viel weiter und sollten die Identität auch an Haarfarbe und Nasengröße festlegen. Oder?

<ironie off>

Ein zweiter Fehler:

Im übrigen, wenn man von Hormonen, Anatomie, Evolution und Psyche spricht, ist das schlicht Biologie und nicht biologistisch. Wer Biologie negiert ist ein Theologe und kann sich zu Religioten gesellen. Soziologie hat heute nichts mehr mit Wissenschaft oder Analyse zu tun. Es ist Theologie mit einem festgelegten Erkenntnisergebnis, was aus der Prämisse heraus sich selbst bestätigt. Es gibt einen Gott und in der Theologie beweist man die Existenz Gottes. Das sind "Genderstudies" und hat mit Wissenschaft nix zu tun. Da finde ich Astrologie Ergebnis offener als älteste logisch empirische "Wissenschaft".

Wer auf Butler abfährt ist ein intellektueller Tiefflieger und kann sich Adorno Sozialpädagoge Nennen. Vom intellektuellen Gehalt her rangiert es wohl aus wissenschaftstheoretischer Sicht hinter der Astrologie. Aber Frauen lieben ja Esoterik. =D

RE: Ohne Sahra wird alles … | 15.03.2019 | 09:20

Die Beerdigungsrede eines Protestanten. Amen

Zu früh gefreut

RE: „Es geht nicht um die Nation“ | 22.10.2018 | 11:00

Es ist doch sowieso ein Witz schlechthin, dass ausgerechnet Deutsche die EU jetzt angeblich toll finden.

Deutsche sind nach wie vor Untertane. Das einzige Land in der EU, wo es kein Referendum gab zum Lissabon Vertrag und kein Bürger drüber abstimmen durfte, im Gegensatz zu allen anderen Ländern, scheint jetzt das Land mit der höchsten Zustimmung zur EU laut einer Studie zu sein. In Frankreich, Irland und Holland musste sogar noch ein zweites mal gewählt werden damit das Ergebnis stimmte und diese Länder zustimmen zu einem totalitär Neoliberalen System, was per Verfassung nicht mehr geändert werden kann. Deutsche wurden nie gefragt, ob sie das wollen und jubeln jetzt. Mediale Gehirnwäsche funktioniert wunderbar. Orwell lässt grüssen.

Was die MAcht der EU angeht, so kann man sie nicht in Haushaltsbudget beziffern, denn Neoliberale wollen ja einen schwachen Supranationalstaat. Darum geht es ja. Umverteilung durch einen Steuerstaat bedeutet für Neoliberale "soziale Wohltaten" zu verteilen und Polizei oder Bildung soll ruhig in den Händen der Länder liegen wie bei uns im föderalen System auch.

Worauf kommt es an?

In Brüssel und Strassburg wohnen mehr Lobbyisten als Politiker. Das ist ähnlich wie in Washington, wo jede Party immer auch Netzwerk knüpfen bedeutet und wenn man nicht eingeladen wird, dann weiß man dass man unwichtig ist.

Wenn eine NAtionalregierung etwas durchsetzen will, dann tut sie so, als wenn sie dagegen wäre und bringt es über die EU ein und kann dann später sagen, dass sie es umsetzen muss, denn schliesslich ist es eine Richtlinie der EU und da hatten sie keine Mehrheiten es zu verhindern.

Und worum geht es bei den EU Richtlinien? Knallharte neoliberale Gesetze.

Was man mit der DOha Runde nicht mit GATS durchsetzen konnten, das wurde auf EU Ebene mit der Bolkestein Richtlinie umgesetzt und keine Sau weiß in Wikklichkeit worum es geht.

Es ist unser nationales Entsendegesetz und das sogar noch bevor es überhaupt einen Mindestlohn gab mit vielen Ausnahmen, die nach meiner rechtsauffassung alle rechtswidrig sind. Wer Lust hat kann ja mal bei Wiki nachlesen, was das Entsendegesetz beinhaltet.

Ich habe damals mit Münte drüber gesprochen, der alle und mich beschwichtigen wollte, dass es ganz sicher nicht gegen die deutschen Arbeiter gerichtet wäre. Heute wissen wir, dass es genau das tat und Münte tat so als wenn er doch alles tun würde um die deutschen Arbeiter vor Lohndumping zu schützen. Genau das Gegenteil war der Fall.

Münte war tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes der Arbeiterverräter aber trotzdem jubelten sie ihm zu. Genauso wie Schulz. lol Da packt man sich wirklich an den Kopf.

RE: „Es geht nicht um die Nation“ | 21.10.2018 | 16:50

Bei den "Vereinigten Staaten von Europa", was ein Supranationalstaat wäre, ist der Lissabon Vertrag die Verfassung. Es ist die neoliberale DNA. Da lässt sich nix mehr transformieren und reformieren. Nach SPD Taktik wären Reformen nur Euphemismen. Man kann aus einem Gorilla keinen Menschen im Nachhinein machen. Oder haben sie einen Retrovirus parat, der die DNA an den ganzen Machtzentren vorbei umschreiben könnte wie im SciFi? Den gibt es nicht.

Mit den Vereinigten Staaten von Europa hätten wir den totalitären Neoliberalismus als Faschismus.

»Faschismus sollte man besser Korporativismus nennen, weil es die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht darstellt.« – Benito Mussolini

RE: „Es geht nicht um die Nation“ | 21.10.2018 | 16:10

Sahra hat völlig recht. Sie ist mit Oskar wohl die einzige führende Politikerin, die überhaupt nich geradeaus denken kann.

Olivenbaum Strategie kann nicht mehr funktionieren, wenn die Identität von Rothaarigen, die nicht mit Menschen mit große Nasen und Magersüchtigen zusammen passt, weil es keine gemeinsame Wirklichkeit mehr gibt. Identität ist wichtiger und entsprechend gibt es andere Wirklichkeiten die konstruiert wurden. Das ist der Erfolg des Poststrukturalismus der letzten 20 Jahre.

Erkenntnis wird nur noch aus Mengenlehre und Statistik gewonnen und nicht aus Analyse und Logik. Wenn man sich Wirklichkeiten konstruieren kann, dann braucht es nur noch die richtige Hermeneutik. Und voila! Wir haben alle wunderbar "diversifiziert". Dann braucht nur jemand Alpha sagen und im Umkehrschluss sagt der andere Omega. Dabei gibt das griechische Alphabet noch soviele andere Buchstaben her. In der Hermeneutik ist die Binärdenke strategie und Umkehrschlüsse erlaubt. Aber nicht in der Prädikatenlogik. Da ist ein Umkehrschluss falsch. Die meisten linken haben durch Poststrukturalismus verlernt logisch zu denken.

Es gibt für Linke nur das Kerngeschäft von Frieden und Soziales (Eigentumsfrage) und alles was damit sozioökonomisch zusammenhängt. Alles andere ist Gedöns.

Die Vereinigten Staaten von Europa würde den Lissabon Vertrag als Verfassung haben und damit wäre es die DNA eines solchen Supranationalen Staates. Es gibt ein paar kosmetische Euphemismen, wie Scholz Vorschlag einer europäischen Arbeitslosenversicherung und etwas mehr Demokratie für das Parlament. Aber ändern am neoliberalen System wird es nix und ginge auch nicht, weil es die Verträge nicht erlauben. Jede Träumerei man könnte dann diesen Supranationalen Staat transformieren von einem neoliberalen Staat in einen sozialistischen Staat sind nicht mal Utopie sondern schlicht Dummheit. Im Nachhinein kann man nicht die DNA verändern. Kann man im nachhinein aus einem Gorilla einen Menschen machen?

Das geht nicht.

1. Es sind Verträge als Verfassung und alle Staaten müssen es verändern wollen - nicht eine Mehrheit. Und Deutschland wird ganz sicher nicht die Verträge ändern wollen, denn wir haben sie gemacht.

2. Die Macht von Konzernpolitik ist viel zu groß, dass keiner mehr gegen an kommt, wenn es eingetütet ist.

»Faschismus sollte man besser Korporativismus nennen, weil es die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht darstellt.« – Benito Mussolini

Das wäre dann mit den Vereinigten Staaten von Europa vollendet.

Linke lassen sich von einer Faschismusgefahr in einzelnen Ländern in die Arme der wahren Faschisten treiben und merken es nicht mal. Sie stehen zahnlos da und beschwichtigen, aber können letztlich nix anderes als Lösung anbieten sich dem anderen Faschismus zu ergeben, der sich nicht so offensichtlich als Faschismus darstellt. Schliesslich bekommen Frauen dann auch 50 % der Aufsichtsratsposten und ein böser konservativer Nationalismus will schliesslich die Frau hinterm Herd. Man schaue sich nur mal die Wahlplakate von der AfD an. Sie haben in ihrem "Alternative für D EU tschland" das EU mit Sternchen umkreist auf blauem Grund. Ich bin mittlerweile völlig überzeugt davon, dass die AfD nur geschaffen wurde um Linke endgültig platt zu machen und in die Arme der neoliberalen Faschisten zu treiben. Wieso hat die AfD eine Goldmann Sachs Tussi und einen neoliberalen Ökonom als Vorsitzende? .

Es gibt eigentlich nur eine einzige Lösung. Da es für Länder wie Griechenland nicht möglich war aus der EU auszutreten, was uns ja sehr deutlich gemacht wurde, dass Griechenland nur überleben darf, wenn es geknebelt wird als Protektorat der EU (besser gesagt von Deutschland, denn wir sind diejenigen, die Griechenland bluten lassen und dabei jede Menge verdienen.) muss das Land was die EU dominiert und letztlich auch die Führung hat in allen wirtschaftlichen Fragen, aus der EU austreten, damit andere Länder auch aus der EU unbeschadet austreten können. Erst wenn es keine EU mehr gibt, dann können sich alle Länder wieder zusammen finden und neue Verträge machen. Aber dann keine neoliberalen mehr. Nur so geht es. Nur dann haben wieder alle Angst von Faschismus und Nationalismus und die EU wäre doch die große Friedensdividende. Mit der EU gibt es keinen Frieden. Wie lange glaubt ihr denn dass sich die Griechen und Italiener das gefallen lassen?

Das Problem ist Deutschland und die Konzernmacht. Am deutschen Menschenrechtswesen wird die Welt sicher nicht genesen.