Rüdiger Heescher
11.09.2013 | 15:53 42

Ein Postzionistisches Verständnis

Israel Palästina Ein Postzionistisches Verständnis eines israelischen Verfassungsstaates ist heute mehr denn je notwendig, wenn man den Nahost Konflikt beilegen möchte.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Rüdiger Heescher

Israel steht vor einer Zäsur. Die Zäsur ist die Identität und richtige historische Beschreibung eines Staates, welcher nach dem 2. Weltkrieg als Zuflucht aller Juden in der Welt gegründet wurde. Es gab noch nie in der Geschichte einen Staat Israel und es gab auch noch nie in der Geschichte ein “jüdisches Volk”, welches einen Anspruch auf einen Staat als Nation verkörperte. Was es gab, war eine Religion. Eine Religionsgemeinschaft wurde von den Nazis im 3. Reich vernichtet. Hitler hat aus einer Religionsgemeinschaft eine eigene Rasse gemacht und sie damit ethnisiert. Doch zumindest heute wissen wir, dass es nie eine Ethnie oder sogar Rasse gab, die man als eine jüdisches Volk bezeichnen konnte. Im 19. Jahrhundert war ein Nationalismus ein Fortschritt zu Feudalstrukturen und Aristokratischen Herrschaftsansprüchen über Land und Menschen und schaffte eine republikanische Identität durch einen Nationalstaat mit Bürgern gleicher Rechte durch ihre Zugehörigkeit. Doch aus diesem Nationalismus wurde wiederum eine Gewaltherrschaft durch eine Blut und Boden Ideologie, die aus einem Verständnis von Nation und dem dazu gehörigen Volk bestand. Ein Volk gründete sich in Abgrenzung zu anderen Völkern und entsprechend hatten sie eine eigene ethnisch kulturelle Gesellschaftsordnung gebildet, die sich aus ihrer Abstammung heraus begründete.

Heute stellt Israels Regierung genau den gleichen Anspruch indem sie von einem “jüdischen Staat” spricht und glaubt ein jüdisches Volk zu stellen, welches begründet wird durch eine nationalistische Blut und Boden Ideologie, wie in Europa im 19. Jahrhundert alle Nationalstaaten ihre eigene Legitimation begründeten. Im 19. Jahrhundert als Fortschritt gedacht ist heute eine aus Erfahrung schlechte Entwicklung gewesen, welche im 1. und 2. Weltkrieg mündete.
Europäische Staaten haben sich nach dem 2. Weltkrieg zumeist als Verfassungsstaaten entwickelt und legten den ursprünglichen Nationalstaatsbegriff ab. In Teilen ist sicherlich immer noch ein altes Nationalstaatsgebilde der Vorzeit vorhanden, besonders wenn man sich Staaten mit repräsentativen Königshäusern anschaut, aber im Grunde haben sich die meisten Staaten dafür entschieden einem Verfassungskodex den Vorrang vor einer völkischen Idee zu geben. In Israel hat es sich genau anders herum entwickelt, denn aus der ursprünglich zionistischen Idee einen eigenen Staat als Zufluchtsstätte vor Religionsverfolgung zu begründen, ist nun ein Nationalismus erwachsen, der einer Religion und ihren Anhängern als völkische Identifikation dient. Begründet wird dieses biblisch, auch wenn es der wissenschaftlichen Betrachtung nicht standhalten kann, so erzeugte man sich den Mythos einer Stammeszugehörigkeit einer völkischen Begründung. Wie Shlomo Sand, israelischer Historiker, sehr schön darstellt, existiert aber nur eine Religionsgemeinschaft welche nicht begründet ist durch Blut sondern im wesentlichen durch Konvertiten. Denn wie auch im Christentum wurden damals auch religiöse Überzeugungen in Regionen weiter getragen durch Überzeugungen und Missionieren. Machtansprüche oder Handelswege haben es ermöglicht, dass sich Religionen verbreiten konnten und so war es auch mit dem Judentum noch zu Mohammeds Zeiten.

Wenn heute aus der ganzen Welt verstreut Menschen jüdischen Glaubens nach Israel kommen und dort ihre neue Heimat sehen, dann haben sie nicht dieses getan, weil sie gemeinsame Wurzeln aus einer ethnischen Herkunft sehen, sondern weil sie sich einer hebräischen Kultur aus dem jüdischen Glauben heraus nahe stehen. Es ist also das gleiche, als wenn Kopten, Orthodoxe und evangelische wie katholische Christen sich zusammen finden aufgrund eines Glaubens, der sie verbindet, weil sie Weihnachten und Ostern zusammen feiern können. Doch Kopten, Orthodoxe, Katholiken und Protestanten verbindet keine Ethnie, nicht mal die gleiche Musik oder Filme, oder auch das gleiche Essen, welches sie bevorzugen. Es ist letztlich nur ein Glaube an Jesus als Gott, der ihnen Erlösung durch seine Kreuzigung verspricht. Diesen Glauben kann man teilen oder nicht, doch ist diese Verbindung eine metaphysische und keine irdische, die irgend welche weltlichen Ansprüche geltend machen kann.
Das Judentum als jüdisches Volk – nach zionistischer Auffassung – wird begründet durch das Buch Exodus von Moses, welches auch in der Bibel überliefert wird und wie ein Geschichtsbuch aufgefasst wird. Doch wie man wissenschaftlich feststellen kann entstand im heutigen Israel und damaligen Palästina nicht eine jüdische Diaspora durch Vertreibung, sondern durch Konversion. Auch alle weiteren Gemeinden wie im Kaukasus bis hin in die abgelegensten Orte der Welt sind durch Konversion und nicht durch “Blut” entstanden. Es ist also ein Mythos, den sich heute Juden geben, dass sie alle von König David abstammen. Man kann heute davon sprechen, dass ein Staat Israel es geschafft hat eine gemeinsame hebräische Kultur zu entwickeln, welche eine Identität schafft als Staatsbürger Israels, aber in keinster Weise kann ein Staat Israel von einem jüdischen Volk sprechen, welche sich begründet auf einen Mythos von Stammesabstammung.

Israel hat also in kürzester Zeit geschafft eine Kultur zu entwickeln aufgrund des Judentums als Religion, welche Identität bildet für eine Gesellschaft, aber hat es verpasst sich als ein Verfassungsstaat zu begreifen in Abgrenzung zu einem Nationalstaat mit einer völkischen Identität, welche Zionisten erfunden haben.

Eine völkische Nationalitätsidentität führt aber zu einer Abgrenzung zu anderen Völkern, die sich in der Vergangenheit schon lange abgewendet hatten hin zu einer übernationalen Grundwerte Identität, gerade in der Nachbarschaft Israels, denn panarabische Bestrebungen waren eine Gegenbewegung zu nationalistischen Vorstellungen einer völkischen Gemeinschaft.

Alle Zukunft eines Staates Israel liegt also aus geschichtlicher Erfahrung darin sich von einer nationalistischen Identität des 19ten Jahrhunderts aus Europa kommend, sich zu einen Verfassungsstaat zu entwickeln, welche hebräische Kultur als Identität versteht, aber die völkische Identität ablehnt und somit ihrem eigenen Anspruch auf demokratisch neuzeitliche Legitimation eines staatlichen Gebildes durch Verfassung begründet und nicht völkisch begründet gerecht wird.

Erst dann wird es gelingen, auch im Streit mit seinen Nachbarn, eine Interkulturalität zu begründen, die nicht auf Hass und Ausgrenzung basiert, sondern sich behaupten kann durch den Anspruch eines Vielvölkerverfassungsstaates ein Einwanderungsland zu sein, welches mit hebräisches Kultur einen Zufluchtsort garantiert für alle Menschen mit jüdischem Glauben. Denn genau das war der UN Gedanke bei seiner Gründung.

Aufgabe wird es in den folgenden Jahren für Israel sein, schon alleine um einen Frieden in der Region zu ermöglichen, den Zionismus zu überwinden, welcher bisher mythisch völkisch begründet wurde. Nur ein postzionistisches Staatsgebilde Israel wird Zukunft haben um für eine Verständigung in der Region auch zwischen den Menschen sorgen zu können. Auch die BRD hat es nach dem 2. Weltkrieg geschafft sich von einem nationalistischen Staat hin zu einem Verfassungsstaat zu entwickeln, welcher in Frieden mit den Nachbarländern leben konnte. Hätte Deutschland nicht das Selbstverständnis eine Verfassungspatriotismus entwickelt, sondern weiterhin eine nationalistische Idee eines Blut und Boden Volkes verfolgt, wäre ein Frieden und sogar Freundschaft mit Frankreich nie möglich gewesen.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (42)

ebertus 11.09.2013 | 17:52

Eine gute Zusammenfassung, die gerade den internationalen Fokus, was Israel betrifft sehr deutlich benennt, hierzulande immer noch geltende Tabus, sprich Sprachregelungen überwindet.

Gerade in der (jüngeren) jüdischen Diaspora von Nordamerika ist diese tabufreie, Historie eben nicht ausschließlich als Gruselfetisch instrumentalisierende Sicht auf Israel und das Judentum insgesamt in verschiedenen Ausprägungen und Intensitäten zu erkennen. Judith Butler mag da für den bedingungslosen Israelsupport noch ein rotes Tuch sein, aber einen Peter Beinart beispielsweise kann man da hochoffiziell bestenfalls noch totschweigen, von dessen Thesen hierzulande eher durch den sog. SZ-Karikaturenstreit ablenken. Für Shlomo Sand gilt da wohl Ähnliches, sprich ist zumindest hierzulande und unter den "best friends" Ignorieren angesagt. Drüben in den USA und unter jüngeren Juden klingt dies ganz anders, wie der empfehlenswerte Blog namens Mondoweiss immer wieder zeigt.

"Coming out of these experiences, I recommitted myself to Judaism while rejecting Zionism. I learned how to be a Jew without Israel."

Möglicherweise nicht ganz im Sinne von Peter Beinart, der sich als bekennender Zionist eines Israel des 1948er Gründermythos und dann in den Grenzen bis eben 1967 sich verpflichtet fühlt.

Nur diese Illusion namens "Zweistaatenlösung" ist durch die forcierte und anhaltende Siedlungspolitik in Richtung Groß-Israel längst zum Fetisch verkommen. No way out...

Daniel Domeinski 11.09.2013 | 21:31

Danke für den Beitrag. Der Kritik am Zionismus würde ich zustimmen. Darüber hinaus, denke ich, neigen Sie dazu, die Entwicklung in Deutschland und Europa zu verklären. Das Deutsche Reich wurde nach dem WKII besetzt, aufgeteilt und in eine geostrategische Konstellation eingegliedert, die sich heute weitensgehend verflüchtigt hat. Es hatte gar keine andere Möglichkeit, als sich mit seinen Nachbarn "auszusöhnen". Das Abstammungsprinzip, eine wichtige Voraussetzung "völkischer Nationalitätsidentität" ist nur etwas abgeschwächt worden. Zudem hat die Geschichte gezeigt, dass auch republikanische Nationsentwürfe nicht gegen Chauvinismus und Imperialismus gefeit sind. Auf den nationalen Identitätsdiskurs der DDR gehen Sie leider nicht ein.

Angesichts des europäischen Grenzregimes, der massiven Ausbeutung von Mensch und Natur, der verbalen Gewalt, die verschiedene europäische Politiker immer wieder bemühen und nicht zu letzt den vielfältigen Verflechtungen zwischen der EU, den einzelnen Mitgliedsstaaten und Israel in den Bereichen "Flüchtlingsabwehr", Sicherheits- und Wirtschaftspolitik, halte ich es für verfehlt, anzunehmen, dass die Entwicklung Europa und Deutschland besser als in Israel/Palästina wäre.

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Ehemaliger Nutzer 12.09.2013 | 07:14

Das Judentum als jüdisches Volk – nach zionistischer Auffassung – wird begründet durch das Buch Exodus von Moses, welches auch in der Bibel überliefert wird und wie ein Geschichtsbuch aufgefasst wird.“

Das ist so nicht ganz richtig.

Diese Moses-Story wird in weiten Teilen des Judentums als Mythos angesehen. Moses ist so sehr der Begründer des „jüdischen Volkes“ wie er der Begründer des Christentums oder des Islams war.

Der Begründer des heutigen Judentums war Esra (um 440 v. Chr.). Dieser verbot die Ehe zwischen Juden und Nichtjuden und ließ bestehende Ehen auflösen.

Dies ist auch der Grund, warum deutsche Zionisten im 3.Reich quer durch die Bank bis 1939 verlautbarteten, dass die Nürnberger Rassegesetze zwar „möglicherweise schmerzhafte Einzelschicksale verursachen würden aber für das jüdische Volk insgesamt eine großartige Gelegenheit“ seien.

Genau in dieser Denke wurde das israelische Rückkehrrecht verfasst und mit den Jahren immer wieder angepasst (aktuell stört man sich an den vielen jüdischen Russen).

JR's China Blog 12.09.2013 | 08:05

Ich finde es falsch, anderen sagen zu wollen, wer, was oder wie sie sein sollen, oder wie ihr Selbstverständnis aussehen sollte. Das geht weit - zu weit - darüber hinaus, eine Handlungsweise oder eine Politik zu kritisieren oder ihre Korrektur zu verlangen.

Sowohl viele Israelis als auch viele Palästinenser haben eine Sicht ihrer Identität, an der sie nicht rütteln lassen wollen. Wer sich daran versucht, überhebt sich.

watchdog 12.09.2013 | 11:38

Das mag Ihre Meinung sein. Ich hätte hinsichtlich Es gab noch nie in der Geschichte einen Staat Israel und es gab auch noch nie in der Geschichte ein “jüdisches Volk”, welches einen Anspruch auf einen Staat als Nation verkörperte. Was es gab, war eine Religion. Eine Religionsgemeinschaft wurde von den Nazis im 3. Reich vernichtet. wesentlich drastischer formuliert, als Broder es tat. Hab aber keine Lust dazu, Heeschers idelogisch aufgeladene Hetzschrift weiter zu kommentieren. Er ist und bleibt ein Israelhasser , wie es viele im links - und rechtsextremem Spektrum Ihrer BRD gibt und passt sehr gut zur FC. Mehr nicht!

Georg von Grote 12.09.2013 | 12:47

Tut mir ja leid, aber wenn ich so einen nick, wie "Watchdog" lese, der grundsätzlich nur dann auftaucht, wenn es um dieses Thema Israel geht, dann muss ich nicht nur unwillkürlich an Hitlers Schäferhund denken, sondern auch an die Zeitgenossen, die ständig auf der Fensterbank lehnen und jeden notieren und verpfeifen, der sich nicht so verhält, wie sie es sich in ihrem kleinkarierten Universum vorstellen.

Nicht alles, was Heescher schreibt, bzw. schon geschrieben hat ist bar jeglicher Kritik. Er langt schon auch mal kräftig daneben, keine Frage. Aber bei diesem Text jetzt gleich von Hetzschrift zu faseln, dem Autor Israelhass zu unterstellen, ist derart billig und und platt und passt so wunderbar in das Bild des selbstgefälligen "Guten Deutschen", der vor lauter Schuldgefühlen gar nicht mehr weiß, wo er hin soll. Manchmal hab ich echt Lust, denen zu sagen, wenn es so schlimm ist, dann werft Euch endlich vor nen Zug, ich kanns nämlich langsam nicht mehr hören.

Heescher hätte jetzt auch nicht mit dem Begriff "Rasse" operieren müssen. Der ist auch völlig überflüssig in diesem Zusammenhang. Zumal er schon auch hätte wissen müssen, wie dieser Begriff gerade hier in Deutschland verstanden wird und besetzt ist. Was aber den braven Watchdog nicht daran hindern würde, bei der Einreise in die USA oder Israel ohne Murren bei der Frage nach "seiner" Rassenzugehörigkeit, caucasian oder sonst was anzukreuzen. Würde ihm wahrscheinlich nicht einmal negativ aufstoßen.

Letztlich ist die Frage, ob Volk oder nicht in Bezug auf Israel höchstens noch akademischer Natur. Für die Realität ist es gehupft wie gesprungen.

Die Frage ist doch vielmehr, was aus diesem Begriff abgeleitet wird und das hat Heescher in diesem Artikel schon sehr genau auf den Punkt gebracht.

Israel erhebt den Anspruch eine Demokratie zu sein und zwar eine Demokratie nach sogenanntem westlichen Vorbild. Das klappt auch im Großen und Ganzen ganz gut, nur in den Punkten Menschenrechte, Integration, hält man noch an einem quasi vorsintflutlichen Anspruch fest, nach dem Motto, alles was wir unter unseren "Volksbegriff" subsumieren, darf bleiben, der Rest muss verschwinden. Und das möglichst schnell.

Und wen wir nicht rausschmeißen können, weil er aus Versehen einen israelischen Pass hat, unserer Ideologie nicht zustimmt, der muss sich eben an ein Leben 2. Klasse gewöhnen. Vielleicht geht er ja dann freiwillig.

Sorry - und jetzt verwende ich mal so einen Begriff, bei dem manche dann wieder aufjaulen werden - das ist ein typisches "Herrenmenschen"-Verhalten, das in der heutigen Zeit keinen Platz mehr haben dürfte und sollte, schon gar nicht, wenn man es mit dem Gedanken, irgendwann einmal Frieden im eigenen Land zu haben, wirklich ernst meint. Was man Angesichts der derzeitigen israelischen Politik leider zu oft bezweifeln muss.

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Ehemaliger Nutzer 12.09.2013 | 12:52

Sie äußern sich zu der Person des Verfassers, haben aber keine Lust sich argumentativ mit seinen Thesen auseinaderzusetzen, sie gegebenenfalls zu widerlegen.

Ja oder nein? Eventuell dazu noch eine kurze Begründung?

1. Es gab noch nie in der Geschichte einen Staat Israel.

2. Es gab auch noch nie in der Geschichte ein “jüdisches Volk”, welches einen Anspruch auf einen Staat als Nation verkörperte.

3. Was es gab, war eine [jüdische] Religion.

4. Eine Religionsgemeinschaft wurde von den Nazis im 3. Reich vernichtet.

5. Hitler hat aus einer Religionsgemeinschaft eine eigene Rasse gemacht und sie damit ethnisiert.

[Thesen aus dem Beitrag aufgelistet.]

thinktankgirl 12.09.2013 | 12:55

Statt starker Ausdrücke wie Ausfälle, Machwerk, ideologisch aufgeladen, Hetzschrift, Israelhasser, könnten Sie vielleicht mal einfach erklären und argumentativ untermauern , was konkret an Heeschers Artikel nicht stimmt. Andere haben über Nationalstaatsbildung (+ geschichtlichem, religiösen, geistesgeschichtlichem Kontext)schon dicke Wälzer geschrieben, Sie könnten sich einfach da statt bei Broder bedienen.

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Ehemaliger Nutzer 12.09.2013 | 13:13

Ich habe gerade erst den Artikel von Broder gelesen und das darin enthaltene Zitat von Herrn Heescher.

„Unser kollektives Bewusstsein sagt, dass wir Verantwortung tragen für das was jetzt Juden machen und ob sie klarkommen macht uns zu Kümmerer. Nur wegen uns wurde ja überhaupt erst Israel gegründet. Das nehmen wir sehr genau und fragen uns sicherlich, ob das alles wirklich so gut war oder ob man es nicht hätte anders lösen können um Schuld abzutragen, denn so wie es sich jetzt darstellt, erzeugen wir ja durch den Nahost Konflikt nur ständig neue Probleme. Denn die Kollektivschuldfrage beschäftigt ja auch selbst heute noch die Nachgeborenen… Denn gerade wir haben die Antennen, um Unrecht zu sehen, da wir wirklich sehr gründlich unsere Geschichte aufgearbeitet haben und die Mechanismen über bürokratische Diskriminierungen bis hin zu offenen Rassismus kennen. Es geht gar nicht so sehr um Israel als Staat oder Juden, oder Religion. Es geht mehr um ein moralischen Empfinden, welches wir seit der Aufarbeitung der Nazizeit mit einem Humanismus begründen, der generell Unrecht an Menschen scharf verurteilt…“http://www.ngo-online.de/2012/02/3/israel-antisemitismus/

Ich möchte mich dazu nicht äußern.

Meinen vorigen Kommentar bitte ich zu ignorieren.

watchdog 12.09.2013 | 21:54

Sie könnten sich einfach da statt bei Broder bedienen.

Primär bediene ich mich im Zusammenhang mit Heeschers "Text" bei megilat ha atzma'ut, seiner Bedeutung und seiner bindenden Wirkung, welche die Basis für den Staat Israel darstellt. Wer die wie Heescher in Frage stellt, wird von mir so bezeichnet, ob Ihnen das nun passt oder nicht. Oder anders: Heescher soll sich abarbeiten an was er will, aber nicht an Israels Existenz!

@ Georg von Grote: Hitlers Schäferhund ist an einem Austausch mit Ihnen nicht interessiert! Wuff, wuff und ab ins Körbchen... ;-)

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Ehemaliger Nutzer 12.09.2013 | 23:54

#WATCHDOG

"Primär bediene ich mich im Zusammenhang mit Heeschers "Text" bei megilat ha atzma'ut, seiner Bedeutung und seiner bindenden Wirkung, welche die Basis für den Staat Israel darstellt. Wer die wie Heescher in Frage stellt, wird von mir so bezeichnet, ob Ihnen das nun passt oder nicht."

Heescher schreibt, dass "Alle Zukunft eines Staates Israel darin liegt, dass es sich zu einen Verfassungsstaat entwickelt" und Sie "argumentieren" mit der israelischen Unabhängigkeitserklärung (eine Verfassung gibt es ja nicht) um suggerieren zu können, dass Heescher das Existenzrecht Israels in Frage stellt. Also nur wieder das bekannte Muster.

Dann nehmen wir doch mal die israelische Unabhängigkeitserklärung als Beispiel:

DER STAAT ISRAEL wird für die jüdische Einwanderung und die Sammlung der zerstreuten Volksglieder geöffnet sein;“

Stimmt nicht, denn aktuell diskutiert man in Israel darüber ob man das Rückkehrrecht nicht wieder ändern sollte, da sich jüdische Russen nicht ausreichend integrieren und man unterstellt, dass viele von ihnen jediglich jüdische Vorfahren erfunden haben oder jediglich aus wirtschaftlichen Gründen zum Judentum konvertiert sind.

Dasselbe gilt für die Beta Israel aus Afrika, die man erst medienwirksam ins Land holte um dann „zufällig“ ein staatliches Sterilisationsprogramm an ihnen durchzuführen.

Vor den Beta Israel wurden die jemenitischen Juden Opfer des Zionismus in dem man ihnen die Kinder wegnahm, diese in staatliche Heime steckte und die Eltern nichtmals im Todesfall der eigenen Kinder informierte.

Wäre Israel ein Verfassungsstaat, dann wären viele dieser Probleme zumindest nicht in dieser Form entstanden.

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Ehemaliger Nutzer 13.09.2013 | 16:31

"watchdog 13.09.2013 | 10:39@Daniel Schneider

Wieder am lügen, "SCHNEIDER"? Sie sollten endlich damit aufhören und hier nicht permanent ihre widerlegte EA-Propaganda einstellen sowie Quellen fälschen, wie nachgewiesen!"

@WATCHDOG

Zu dieser angeblichen Quellenfälschung steht bis heute (nach Ihrer Behauptung Sie würden die Quelle genau kennnen!) im anderen Thread aus.

Was stört Sie konkrekt an meinen Aussagen zu den jüdischen Opfern des israelischen Rückkehrgesetzes? Sind Sie Antisemit oder warum unterstellen Sie mir und den genannten jüdischen Opfer, dass Sie lügen? Warum unterstellen Sie dem Staat Israel, das er lügt wenn es doch der Staat Israel war, der zu den von mir genannten Punkten Kommissionen eingerichtet hat, welche diese Angaben bestätigten und der es war, der sich offiziell für diese Praktiken entschuldigte?

Dann belegen Sie doch mal bitte, dass der israelische Gesundheitsminister NICHT gesagt hat, dass er israelische Gesundheistbehörden angewiesen hat zukünftig Beta Israel (schwarze Juden aus Äthiopien) nicht mehr mit dem von der WHO geächteten Sterilisationsmittel Depo Provera zu sterilisieren.

Depo Provera (hier bekannt als Dreimonatssprize) löst bei Schwarzen nachweislich (daher die Ächtung der WHO) verstärkt Osteoporose aus und sollte daher laut WHO unter keinen Umständen Afrikanern verabreicht werden.
Das hinderte die israelischen Gesundheitsbehörden nicht daran Beta Israel noch vor deren Abreise nach Israel zu erzählen, dass diese Spritzen notwendig seien und im Falle einer Weigerung dürften diese jüdischen Frauen nicht nach Israel kommen.

In Israel selbst wurde den Frauen gesagt, dass sie diese Spritzen nicht ablehnen dürften, da sie sonst nicht in Israel bleiben dürften.

Möchten Sie nun diesen Frauen und den israelischen Behörden (welche sich für dieses Verhalten entschuldigten) unterstellen, dass das alles so nicht war?

UN-Konvention gegen Völkermord

Die Konvention definiert Völkermord in Artikel II als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören:

d) die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung

e) die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe“

Punkt D trifft eindeutigt auf die Beta Israel zu und Punkt E trifft eindeutig auf die jeministischen Juden bzw. deren Kinder zu. Alles durch israelische Behörden bzw. Kommissionen bestätigt. Wer hier also lügt ist offensichtlich.

Kann es sein, dass Sie fürchten, dass man auf die "abwägige Idee" kommen könnte, dass Zionisten (politische wie religiöse) die jüdische Diaspora auslöschen politischen und/oder religiösen Zielen opfern wollen?

watchdog 14.09.2013 | 08:54

In Israel selbst wurde den Frauen gesagt, dass sie diese Spritzen nicht ablehnen dürften, da sie sonst nicht in Israel bleiben dürften.

Sie verbreiten hier also den Vacuum-Hoax ? Sie sind ja noch schlechter, als ich je annahm... ;-)

@ thinktankgirl/@watchdog

Hören Sie einfach mal auf, die Leute in der FC anzupieseln

Negativ! Beantragen Sie doch ne Sperre... Garantiere Ihnen dafür schon jetzt die Schlagzeile For shame! The German newspaper "Der Freitag" spread anti-Israel-propaganda and vetoes critics.;-)

miauxx 14.09.2013 | 18:22

Ich möchte mich weitgehend JR'S CHINA BLOG anschließen. Was an diesem Text gar nicht geht, ist der Duktus von Sätzen wie "Aufgabe wird es in den folgenden Jahren für Israel sein (...)" oder "Alle Zukunft eines Staates Israel liegt also aus geschichtlicher Erfahrung darin (...)". So etwas ist arrogant und gefährlich. Es erstaunt mich umso mehr, dass jemand, der attac mitbegründet habe und für DieLinke arbeitete, solche Sätze mit sich führt!

Und:

"(...) denn panarabische Bestrebungen waren eine Gegenbewegung zu nationalistischen Vorstellungen einer völkischen Gemeinschaft."

Ist das so? Auf die Argumentation dieser Behautpung wäre ich gespannt!

Ferner ist mir im Text der letzendliche Umgang mit der Bezeichnung "Volk" nicht deutlich; also was der Begriff von "Volk" nun für Sie, Hr. Heescher, sei. Einerseits argumentieren Sie recht deutlich - und richtig -, dass es eigentlich "das Volk"gar nicht gebe, andererseits fällt das dann wieder unter den Tisch, wenn von "anderen Völkern" die Rede ist, zu denen sich "ein Volk", i.d.F. das vermeintlich israelische, nur abzugrenzen versuche.

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Ehemaliger Nutzer 14.09.2013 | 19:04

"watchdog 14.09.2013 | 08:54@Daniel Schneider

"In Israel selbst wurde den Frauen gesagt, dass sie diese Spritzen nicht ablehnen dürften, da sie sonst nicht in Israel bleiben dürften."

Sie verbreiten hier also den Vacuum-Hoax ? Sie sind ja noch schlechter, als ich je annahm... ;-)"

@WATCHDOG

Das witzige an der Sache ist, dass Sie hier ja nun diesen angeblichen "Hoax" verbreiten indem Sie Teil 2 der Reportage (lief im israelischen Bildungsfernsehen) zu diesem Thema verlinken.

Wollten Sie und damit nun zeigen, dass Sie die Reportage gesehen haben oder haben Sie schlicht nicht verstanden, was Sie da verlinken?

Wieso bezichtigen Sie eigentlich diese israelischen Jüdinnen der Lüge? Sind Sie Antisemit oder stört Sie nur die Hautfarbe?

Rüdiger Heescher 14.09.2013 | 22:53

@Miauxx

Ich beschreibe ein postzionistisches Verständnis als Ausweg aus dem Nahost Konflikt. Denn darum muss es gehen. Was das Volk angeht, so habe ich es klar beschrieben als eine völkische Idee, die wir in Europa eben nicht mehr haben. Genau davon handelt ja dieser Artikel. Die zionistische Idee ist heute eine völkische Idee, welche erstens nicht angemessen ist und zweitens aus unserer eigenen Erfahrung immer nur zu Kriegen geführt hat. Wir sehen ja das Ergebnis und entsprechend wäre es ein gutes auch unserer Entwicklung in Europa etwas abzuschauen. Ein Verfassungspatriotismus a la Habermas wäre sicherlich gesünder. Uns hat es jedenfalls nicht geschadet im Gegenteil. Ohne ihn hätte es nie eine Freundschaft mit Frankreich geben können. Aber jetzt wiederhole ich mich. Es steht eigentlich alles klipp und klar im Artikel.

Georg von Grote 14.09.2013 | 23:12

Legen Sie es einfach zu den Akten. Es lohnt nicht, mit dem zu diskutieren.

Watchdog ist ein kleiner, ich befürchte sogar ein wenig gestörter Wichtigtuer, der hier und woanders ständig unter neuen Namen auftritt. Diskutieren, vor allem vernünftig kann man mit ihm schon gar nicht. Sein letzter nick hier war, glaube ich, Heron. gelöscht wurde er hier schon ein paar Mal, bei facebook haben sie ihm eines seiner Profile auch schon gelöscht, nachdem er andere Profile kopierte und versuchte, deren Inhaber in Mißkredit zu bringen.

Es bringt nichts.

watchdog 15.09.2013 | 02:06

Hören Sie auf Georg von Grote 14.09.2013 | 23:12 ! Er wird zwar gerade wieder beleidigend und liegt mit seinen Anschuldigungen voll daneben, aber sein Es bringt nichts. sollten Sie wirklich ernstnehmen! ;-)

Ich freue mich aber über GEBE 15.09.2013 | 00:20@watchdog

Irgendwie würde ich gerne schreiben: so argumentiert ein Lump, aber ich lasse es.

Warum? Sie dürfen sogar schäbiger Lump gebrauchen, wie es doch schon Tradition war! Fühlen Sie sich frei, GvG hat es doch bereits vorgemacht und die Richtung vorgegeben. :-O

Heron 15.09.2013 | 10:29

Nur kurz: Ich finde es milde ausgedrückt unanständig und unter Bezug auf die Community-Richtlinien mittlerweile grenzwertig, was Sie mit Ihrem nun beantworteten - nein ich benutze explizit nicht die "Kommentar- melden-Schaltfläche" - Beitrag, hier insbesondere Sein letzter nick hier war, glaube ich, Heron. gelöscht wurde er hier schon ein paar Mal, bei facebook haben sie ihm eines seiner Profile auch schon gelöscht, wahrheitswidrig behaupten. Bitte nehmen Sie das zur Kenntnis und unterlassen solche Unterstellungen zukünftig. Ich bin mir zwar nicht schlüssig, was Sie mit diesen Aussagen bezwecken, meine aber, dass diese weder hier her gehören noch sonst etwas mit meiner Person zu tun haben. Ich bitte Sie deshalb, den Sachverhalt mit dem Betroffenen direkt zu klären und die Kommentarfunktion nicht für Ihre persönliche Darstellung zu nutzen. Danke für Ihr Verständnis!

Zum Artikel von Rüdiger Heescher werde ich mich, soweit es meine Zeit erlaubt, noch inhaltlich äußern. Er ist zwar im Wesentlichen eine Rezession zu Shlomo Sand’s polarisierendem "The Invention of the Jewish People" mit den bekannten Fehlschlüssen, aber einige Anmerkungen ergänzend zu den sehr sachlichen Beiträgen von #JR'S CHINA BLOG wie auch #Miauxx dazu werde ich mir trotz Ihrer persönlichen Angriffe nicht nehmen lassen.

Ich wünsche Ihnen einstweilen noch einen schönen Sonntag, Herr v. Grote!

watchdog 15.09.2013 | 15:45

Man merkt, dass Sie sich zu wenig bei "den deutschen" hier eingelesen haben! Nette Ansprache bringt bei dem Psychopathen nix... Der is einfach so! DIE sind so und wenn wer meint, hier beim kleinen Streicher von nebenan mal so für Israel einzutreten, bekommt es richtig ab. Seien Sie gespannt! Die haben den Heescher nich umsonst angeheuert... ;-)

Bin aber mal neugierig, wie Sie die "Freitags Avantgarde" überzeugen wollen, ohne wie üblich volgepöbelt zu werden. Wünsche aber maximale Erfolge.. ;-)

PS : Beste Grüße vom rassistischen und antisemitischen watchdog an die FC!

watchdog 15.09.2013 | 23:34

Das nennt man Paranoid.

Das war jetz nich nett, Baron Heescher! Mit Begriffen, die ICD-10-Relevanz haben, sollte man sorgsam umgehen. Aber immerhin haben Sie es geschafft, von den Guten gefunden zu werden. Und die sind wirklich der Feind, Baron Heescher! Nochmals: Herzlichen Glückwunsch!

@v.Grote: Schluss jetzt! Sie sind ja noch langweiliger als "SCHNEIDER". Überraschen Sie mich doch einmal mit etwas Neuem. Die Sache mit den angebl. Selbstgesprächen ist doch nu wirklich abgedroschen. Zumal ihr "SCHNEIDER" ohnehin von einer Trinität ausgeht... Und "SCHNEIDER" weiß alles ganz genau. ^^

Georg von Grote 16.09.2013 | 00:00

Ich find es ja bezeichnend für Sie, Quatchdog und ihre alter egos, dass Sie nichts anderes zu tun haben, als sich ständig auf so einen dahergelaufenen Schmierlappen wie den Broder zu beziehen, der nichts anderes kann, als sich auf Kosten von Millionen unschuldiger Opfer zu profilieren, die sich nicht mehr dagegen wehren können, für seine Zwecke mißbraucht zu werden.

Und wie heißt es so schön? Wie der Herr, so's Gscherr!

Wobei immer noch nicht geklärt ist, ob nun der Pinscher seinem Herrchen ähnlicher wird, oder umgekehrt. Aber in dem Fall ist das gehupft, wie gesprungen :-)

watchdog 16.09.2013 | 00:39

Exzellent, v.Grote und so zeitnah und subtil formuliert! Für den dahergelaufenen Schmierlappen wie den Broder und auf Kosten von Millionen unschuldiger Opfer zu profilieren wird der prämierte kleine Streicher von nebenan Ihnen sicher mindestens 20 Liter Super+ spendieren, damit Sie mal so richtig GAS geben können.

Und zu Und wie heißt es so schön? Wie der Herr, so's Gscherr! nur eins:

Glashaus-> Steine! Aber langsam werden Sie richtig unterhaltsam, v.Grote! Weitermachen, weil lustig... ^^

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Ehemaliger Nutzer 16.09.2013 | 11:55

#20Watchdog13

"Die Sache mit den angebl. Selbstgesprächen ist doch nu wirklich abgedroschen. Zumal ihr "SCHNEIDER" ohnehin von einer Trinität ausgeht... Und "SCHNEIDER" weiß alles ganz genau. ^^"

@20Watchdog13

Wird jetzt unter 20WATCHDOG13 noch mal richtig auf die Kacke gehauen um dann beim Pseudonym 20HERON13 zu bleiben?