VW Deal und patriotische Grüne

Elektroautos Die Grünen fallen wieder einmal auf die Versprechen des Kapitalismus rein. Seit ein paar Jahren glauben sie mit einem "grünen Kapitalismus" die Welt retten zu können.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Grüne sind so leicht zu manipulieren und bleiben letztlich nur Sozialpädagogen ohne auch nur Ahnung zu haben. Mit besten Absichten und Wünschen glauben sie etwas Gutes zu tun, aber sind naiv und unfähig. Das beste Beispiel zeigt mal wieder die letzte BDK vom Wochenende, als man nun der deutschen Autoindustrie huldigt mit ihrem Versprechen, die Welt grün zu machen mit Elektroautos.

Doch was ist wirklich dran an dem Versprechen der deutschen Autoindustrie?

Nichts. Die deutsche Autoindustrie verarscht die Grünen mit den gleichen Tricks wie schon 1998 zum Wahlkampf und die Grünen lernen nix dazu. Wir erinnern uns noch an das Versprechen von 3 Liter Autos? Der Genosse der Bosse bekam von VW sein Wahlkampfgeschenk, aber vom 3 Liter Auto sind wir weiter entfernt als je zuvor. Im Gegenteil, wie Tests jetzt zeigen, aber auch im direkten Test schon vor einem Jahr gezeigt haben, verbraucht ein heutiger Golf im Realtest sogar 1 Liter mehr als ein Golf 2 von vor 30 Jahren.

So läuft es auch genauso mit den Elektroautos von unserer deutschen Autoindustrie.

Ich will es hier mal erklären wieso.

Nur TESLA gibt echte reale und konservative Reichweiten an. Alle anderen mogeln. Wenn Nissan, BMW oder VW eine Reichweite von 300 km angeben, dann fährt man 90 km/h ohne Klimaanlage, ohne Berge, ohne Stadtverkehr, ohne alles unter Laborbedingungen. Das heisst das Auto fährt in der Praxis nur 200 km weit, wenn überhaupt.
Der TESLA Model 3 ist Passatklasse, kostet 31000 Euro, wird mit realen 350 km Reichweite angegeben, was dann eine Mindestangabe ist als Reichweite unter normalen Fahrbedingungen in der Praxis.
Es ist also eine Mindestangabe unter realen Praxisbedingungen! Keine Laborangabe!

Man darf also nicht den Tricksereien der deutschen Autobauer trauen. Das ist nur gemogelt, weil sie meilenweit TESLA technologisch hinterherhinken.

Es liegt nicht nur an den Batterien! TESLA hat auch bessere Software, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Und hier kommen wir zu einem perfiden Trick, wie VW und Co die Grünen begeistern konnte für diesen Patriotismus. Es liegt an ihrem Sozialpädagogen Gen.

VW und andere Autobauer bauen nur Elektroautos, die nicht schneller als 140-160 km/h fahren können und schlecht beschleunigen. Es sind also alles lahme Enten.
Bei TESLA fahren die Autos alle locker über 200 und beschleunigen mindestens von 0-100 in 5 Sekunden.
Wir haben gelernt, seit wir ökologisch denken, dass Autos die schnell fahren und viel PS haben Umweltschleudern sind. Das macht sich die deutsche Autoindustrie zu nutze.
Doch bei Elektroautos ist es umgekehrt als bei Verbrennungsmotoren.
Bei TESLA ist die Effizienz einfach wesentlich höher. Man muss also bei Elektroautos genau andersherum denken als bei Benzinern. Je schneller die Elektroautos fahren, je besser sie beschleunigen, desto effizienter sind die Elektromotoren und verbrauchen weniger Strom beim normalen Fahren. Je langsamer die Elektroautos fahren in der Höchstgeschwindigkeit und je weniger sie aus dem Quark kommen, desto mehr Strom verbrauchen sie und haben entsprechend auch nur geringere Reichweite. Sie sind schlicht und einfach Ineffizient.

Die Grünen werden denken, dass man sowieso nicht schneller als 130 km/h fahren sollte und es daher gut wäre, wenn VW dann auch nur Autos baut die nicht schneller als 140 km/h fahren. Aber genau das ist der Trick mit dem die Autoindustrie die (vor allem grünen) Kunden wieder nur hinters Licht führen. Ineffizienz wird so zu einem Verkaufsvorteil für die deutsche Autoindustrie, wenn man ökologisch denkt. Vermeintlich ökologisch denkt!
Es sind die ineffektivsten Elektromotoren, wenn ein Auto nicht schneller als 140 km/h fahren kann und 10 Sekunden braucht um von 0-100 zu beschleunigen. Sie verbrauchen also unglaublich viel Strom, weil man ja ständig alles aus den Elektromotoren heraus holen muss, was dann nicht mehr reicht das ganze rein mit regenerativer Energie zu decken, denn dann werden diese ganzen ineffektiven Autos den Strombedarf unglaublich hochtreiben und wir brauchen auf einmal wieder Atomenergie.
Das ist der Trick, wie Autohersteller in Deutschland so die Grünen wieder einmal hinters Licht führen. (Kennen wir schon vom Wahlkampf 1998 mit dem 3 Liter Auto und die Grünen haben nix dazu gelernt)
Bisher gibt es also nur Elektroautos von TESLA, die man richtige Autos nennen kann und damit wirklicher Ersatz zu herkömmlichen Benzinern sind. Alle anderen bauen nur Seifenkisten (sehen aus wie normale Autos, aber sind untermotorisiert für das Gewicht, was jetzt durch die Batterien bestimmt wird) und betrügen wieder nur die Verbraucher, wie sie es jetzt ja auch schon andauernd machen mit Benzinverbrauch usw. Hier heisst es dann, dass man vermeintlich ökologisch denkt, wenn man besonders ineffiziente Autos kauft. Wir müssen daher umdenken, wenn wir in Kategorien von Elektroautos denken.


Wer also ökologisch denken will, der muss sich ein Elektroauto kaufen, was 250 km/h fährt und 3,5 Sekunden braucht in der Beschleunigung von 0-100 km/h. Diese Autos verbrauchen dann wesentlich weniger Strom auf der Autobahn, wenn man mit 130 km/h fährt, als Autos, die sowieso nur 140 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren. Das muss der Grüne Wähler erst noch lernen. Leider sitzt die ökologische Sozialisierung so tief, dass es wahrscheinlich erst 20 Jahre wieder dauern wird bis die Grünen das begriffen haben.

Wer also auf deutsche Autobauer hofft, der wird wieder betrogen und belogen werden und wird sogar als Grüner dann erleben, dass man wieder Atomkraftwerke fordern wird, um die ganzen ineffizienten deutschen Elektroautos betanken zu können mit Strom. Denn unsere deutschen Elektroautos werden mindestens doppelt soviel Strom verbrauchen als wenn man TESLA Autos fahren lässt.

Norwegen ist da weiter und denkt auch effizient. Gerade Tesla wird dort gefördert und eben nicht alle schlechten Imitate, die ineffizient sind. Die Schnellladestromsäulen sind für Tesla ausgelegt und man folgt dem Gesamtkonzept von Tesla, dass man jedem Tesla Besitzer auch das Solarpaneldach auf der Garage wie auch dem Gesamtstromverbrauch durch Batterien für das ganze Haus für Autarkie empfehlt.
Tesla hat eine Energieautarkie Vision. Das will man in Deutschland verhindern. Und die Grünen machen fleissig mit und wurden wieder hinter die Fichte geführt.

Grüne sind nunmal nur Sozialpädagogen und werden es anscheinend auch bleiben. Jetzt werden sie auch noch Patrioten und werden Wahlkampf für die deutsche Autoindustrie machen.

Ich hoffe es hat nicht zu sehr weh getan ;-)


16:50 19.11.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Rüdiger Heescher

Rüdiger Heescher ist Gründungsmitglied von attac und hat von 2006-2010 für die Bundestagsfraktion und Parteivorstand der Partei Die Linke gearbeitet.
Rüdiger Heescher

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