Antifaschismus auf Container-Format

VERBOTSDEBATTE Die Politik hätte weit bessere Möglichkeiten, die NPD schnell und wirksam auszutrocknen. Das hieße aber, eigene Privilegien zu beschneiden
Exklusiv für Abonnent:innen

Parteien kann man sich wie Kandidaten in einem Container vorstellen: Sie buhlen in einem medial überwachten Paralleluniversum um die Gunst des Publikums. Jetzt hat die Mehrheit der Parteien eine andere nominiert, weil diese, die NPD, sich nicht an die Spielregeln hält. Das Bundesverfassungsgericht darf entscheiden. So einfach ist das mit dem NPD-Verbot. FDP-Generalanimateur Guido Westerwelle jedenfalls konnte sich der Zustimmung sicher sein, als er bei einer Big-Brother-Visite den Antifaschismus auf RTL-Format brachte. Und siehe da: Laut Politbarometer befürworten zwei Drittel der Deutschen ein Verbot der Rechtspartei.

Vielleicht ist aber die Debatte, ob die NPD verboten gehört, etwas komplizierter, als es dem durchschnittlichen Container-Bewohner im Plauderton vermittel