Dr. Roland Wagner

... promovierte mit einer interdisziplinären, ideologiekritischen Schrift, lebt & arbeitet als Freiberufler in Frankfurt/Main.
Dr. Roland Wagner
RE: (Wagen-)Knecht’sche Politik der Ressentiments | 06.11.2018 | 10:07

Und weiter gehts... "In dem Artikel vom 25. Juni hatte Wagenknecht die Ehe für alle als Ablenkungsmanöver kapitalistischer Politik dargestellt und in einem Satz mit dem sozialen Aufstieg von wenigen verknüpft. "Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label, um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten", hieß es u.a. im Text der Fraktionschefin. Der LSVD hatte die "falsche wie gefährliche Diagnose" ebenso kritisiert wie queer.de-Geschäftsführer Micha Schulze, der Wagenknecht vorwarf, Homophobie zu schüren und den jahrzehntelangen Kampf von LGBTI-Aktivist*innen zu verhöhnen."Klassenzugehörigkeit steht nicht im Widerspruch zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität", heißt es nun auch in der "Erklärung zur Situation in der Partei", die die Bundesdelegiertenkonferenz von DIE LINKE.queer am 3. November verabschiedet hat."

[https://www.queer.de/detail.php?article_id=32282&fbclid=IwAR017wxDpJhfZ0eI0-s2OGlIwSlZzmJN8SICFI3QFIVMBNQFom8DO5U-ANs]

RE: Zurück an den Rand | 05.11.2018 | 19:19

"Auch im Diskurs um die verlorenen Zielgruppen der Linken häufen sich Stimmen, die davon ausgehen, dass die klassischen Ideale der Linken, nämlich die Stärkung der sozial Schwachen, zugunsten einer Identitätspolitik für Splittergruppen aufgegeben worden sind. Gemeint sind die individuellen Kämpfe von Schwarzen, queeren Menschen und anderen Minderheiten.

Fukuyama könnte recht haben, wenn er schreibt, dass die Linke wieder vermehrt als Einheit auftreten sollte. Gerade die individuellen Erfahrungen der jeweiligen Minoritäten müssen dabei aber mitgedacht werden. Noch wichtiger ist, dass einmal erkämpfte Rechte für Minderheiten von allen gemeinsam geschützt und bewahrt werden."Eben. Minderheitenrechte dürfen eben nicht außen vor bleiben oder geradezu von 'links' bekämpft und Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Vgl. https://www.freitag.de/autoren/rwagner/wagen-knecht2019sche-politik-der-ressentiments.

RE: (Wagen-)Knecht’sche Politik der Ressentiments | 05.11.2018 | 19:14

Nachtrag: "Auch im Diskurs um die verlorenen Zielgruppen der Linken häufen sich Stimmen, die davon ausgehen, dass die klassischen Ideale der Linken, nämlich die Stärkung der sozial Schwachen, zugunsten einer Identitätspolitik für Splittergruppen aufgegeben worden sind. Gemeint sind die individuellen Kämpfe von Schwarzen, queeren Menschen und anderen Minderheiten.

Fukuyama könnte recht haben, wenn er schreibt, dass die Linke wieder vermehrt als Einheit auftreten sollte. Gerade die individuellen Erfahrungen der jeweiligen Minoritäten müssen dabei aber mitgedacht werden. Noch wichtiger ist, dass einmal erkämpfte Rechte für Minderheiten von allen gemeinsam geschützt und bewahrt werden." [https://www.freitag.de/autoren/milan-ziebula/zurueck-an-den-rand]

RE: (Wagen-)Knecht’sche Politik der Ressentiments | 05.11.2018 | 09:54

Nachtrag: Noch eine Neuerscheinung zum Thema 'Klassenkampf' vs. 'Identitätspolitik'-

"Identitätspolitik schade dem Klassenkampf, so die Argumentation. Denn die Kämpfe um Anerkennung kultureller Differenzen würden vom zentralen und universell zu führenden Kampf gegen soziale Ungleichheit nur ablenken.

Doch bereits in der frühen Arbeiter*innenbewegung wurde um die Identifizierung der Arbeiter*innen gerungen. Und im Feminismus und in den Black-Liberation-Bewegungen seit den 1960er Jahren spielt die Kategorie sogar eine noch größere Rolle. Dabei wurden auch die vielen Fallstricke einer positiven Bezugnahme auf kollektive Identität – die Ausschlüsse und Vereinheitlichungen – bewegungsintern kritisiert und diskutiert."

[https://www.unrast-verlag.de/identitaetspolitiken-detail?fbclid=IwAR3za26UmM6Pi-Ssh2EsuKHJ7TkgSyBoKFxJWgzA6ADCpbVU5aMKLzmIuB8]

RE: Die den Schrotflinten trotzt | 26.10.2018 | 12:47

Ei, ei, ei, Wahlkapfwerbung getarnt als Journalismus. Der Text collagiert doch lediglich Linke-Pressemitteilungen, Wissler'sche mediale Selbstdarstellung und urbane Legenden. Wer über Wissler schreibt, muss auch sprechen über ihre reaktionäre und antiemanzipatorische Grundhaltung, die autoritären Strukturen in denen und für die sie steht, ihr völliges Verfehlen des 21. Jahrhunderts und ihre politische Schlichtheit.

Vgl. weiterführend: https://www.freitag.de/autoren/rwagner/oktoberrevolution-reaktion-linke-zukunft

RE: „Hier wird Deutsch gesprochen!“ | 04.09.2018 | 09:24

Wir wär es mal mit etwas Deeskalation? Wenn schon die Zahlen so krass manipuliert sind & die 4000 Gegendemonstranten einfach zu den Wutbürgern gezählt werden...Die, die Öl ins Chemnitzer Feuer gießen...https://www.freitag.de/autoren/rwagner/die-die-oel-ins-chemnitzer-feuer-giessen

RE: Die, die Öl ins Chemnitzer Feuer gießen | 03.09.2018 | 18:07

Nachtrag. Der Schriftsteller Lukas Rietzschel im Interview:

"Am Montag wird es in Chemnitz ein großes Konzert mit Musikern wie den Toten Hosen geben. Wie finden Sie das?

Ich fürchte, das trägt noch zur Spaltung bei. So ein solidarisches Zeichen der Zivilgesellschaft ist fantastisch. Allerdings bestätigt es den Eindruck der Enttäuschten, dass die Künstler nur das System unterstützen. [...] Zudem bezweifle ich leider, dass der Slogan der Veranstalter „Wir sind mehr“ stimmt, wenn ich mir einige Landstriche in Sachsen so ansehe."

[http://www.lvz.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-Weltweit/Autor-Lukas-Rietzschel-Das-Konzert-in-Chemnitz-traegt-noch-zur-Spaltung-bei]

RE: Zum Stand der Flüchtlingspolitik in Europa | 12.07.2018 | 09:02

Danke für den Beitrag, der kurzgefasst das Wichtigste sagt. Mir selbst gelang am Wochenende ds Kurzfassen weniger; wer also tieder drüber nachenken will: https://www.freitag.de/autoren/rwagner/erzaehlungen-aus-der-zukunft-vi

RE: Erzählungen aus der Zukunft VI | 11.07.2018 | 19:20

[https://science.apa.at/rubrik/kultur_und_gesellschaft/Migration_-_Intellektuelle_fordern_Paradigmenwechsel/SCI_20180702_SCI39351351643124058]

RE: Erzählungen aus der Zukunft VI | 11.07.2018 | 19:17

Nachtrag: "Während in der Europäischen Union derzeit mitunter sehr polemisch über die Einwanderungspolitik diskutiert wird, haben rund 500 führende Intellektuelle in einem offenen Brief für eine nüchternere und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Debatte geworben. /

"Wir fordern einen radikalen Paradigmenwechsel im Umgang mit Migration und Asyl, basierend auf einem rationalen, wissenschaftlich fundierten und humanistischen Ansatz", heißt es in dem Brief, den die britische Zeitung "The Guardian" veröffentlichte. /

"Einheitsgrößen und Ideologie-basierte Politik funktionieren nicht", warnten die Akademiker zahlreicher europäischer Forschungseinrichtungen. Die derzeitige Einwanderungspolitik der reichen Länder in der Welt würde "weder Menschen davon abhalten, ihr Land zu verlassen, noch die bestimmenden Faktoren der Migration langfristig beeinflussen". Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem der Leiter des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen, Steven Vertovec, sowie der französische Wirtschaftswissenschafter Thomas Piketty. [...]/

Die Intellektuellen forderten die Aufnahmeländer auf, den Migranten schnell Zugang zu Wohnungen, Bildung und zum Arbeitsmarkt zu verschaffen, um ihre Integration zu erleichtern."

[https://science.apa.at/rubrik/kultur]_und_gesellschaft/Migration_-_Intellektuelle_fordern_Paradigmenwechsel/SCI_20180702_SCI39351351643124058]