S.Witt-Stahl

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RE: Zeit zum Handeln | 13.04.2009 | 13:57

Da ich ebenso wie Herr Gatter Wert darauf lege, dass die Vorsitzende des Kölner Schriftstellerverbandes Frau Margit Hähner ausführlich zu Wort kommt und ihre Position unverzerrt dargestellt wird, möchte ich ein aufschlussreiches Zitat aus ihrem in dem ver.di-Magazin „Kunst + Kultur“ (K+K) veröffentlichten Beitrag unter dem Titel „Wer sind wir und wenn ja, warum?“ ergänzen: „Gesinnung zu prüfen, auf diese absurde Idee ist bisher – zum Glück! – niemand verfallen“, hielt Frau Hähner all jenen VS-Mitgliedern entgegen, die an dem antifaschistischen Konsens der Gewerkschaften festhalten wollen: Fremdenhass, Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus sind keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Der vollständige Artikel kann in der K+K-Ausgabe 4/08 eingesehen werden. Ferner möchte ich die Leser darüber informieren, dass ich im Zuge meiner Recherchen zum Fall Rolf Stolz sowohl Herrn Gatter als auch Frau Hähner mehrmals die Möglichkeit eingeräumt habe, ihre Sicht der Dinge darzulegen, indem ich sie um eine Stellungnahme gebeten habe. Vergeblich.
In den vergangenen Wochen hatten mir antifaschistische Gewerkschafter immer wieder berichtet, dass ihre Kritik an der Untätigkeit des Kölner VS-Vorstands und der Verantwortlichen bei ver.di mit haltlosen Unterstellungen, persönlichen Beleidigungen und teils sehr aggressiven Verbalinjurien abgeschmettert worden sei. Nicht nur die Reaktionen der Sympathisanten von Rolf Stolz außerhalb des VS – von wüsten Beschimpfungen wie „Rotfront-Pack“ bis zu offenen Drohungen – auf kritische Berichterstattung, sondern auch die gemäßigter formulierten Attacken der Stolz-Apologeten innerhalb des VS bestätigen die Aussagen und Vermutungen der Antifas: Es wird offenbar vor allem ein Ziel verfolgt: Die Vernebelung der äußerst unappetitlichen Tatsachen, dass sich in dem Verband von Heinrich Böll rechte Gesinnung Bahn bricht und dass durch ihre eigene Satzung zum Handeln verpflichtete Funktionsträger des VS und der Vereinten Dienstleister nichts dagegen unternehmen.
Ein anschauliches Beispiel sind die Kommentare von Herrn Dr. Gatter: Sie enthalten vorwiegend unsachliche Angriffe auf die von ihm so verschmähten linken VS-Mitglieder (folgt der Leser der „Argumentation“ von Herrn Gatter, so besteht eine ihrer großen Verfehlungen darin, dass sie auf den Mitgliederversammlungen nach Abhandlung „’ihres’ Tagesordnungspunktes wieder abrauschten, ohne die Gläser wegzuräumen“). Der Rest seiner Ausführungen besteht vorwiegend aus falschen Behauptungen (angefangen damit, dass mein Kollege Volker Stahl mein „Ehemann“ sei, bis hin zu der, mein Artikel enthalte „gröbere Schnitzer“ – Herr Gatter konnte bislang keinen einzigen nachweisen), die, selbst wenn sie nicht falsch wären, nichts zur Sache tun. Herrn Gatters Beiträge sind lediglich dazu geeignet, von dem faktum brutum abzulenken.