Hintergrundinfo zum Abriss der Berliner Mauer

Abriss Berlin Die Berliner Mauer war ein Wahrzeichen für Unterdrückung. Vom Jahr 1961 bis 1989 hinderte sie in Berlin die Ostberliner an einer Flucht nach Westberlin.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Heute noch befinden sich nach dem Abriss der Mauer Reststücke am Potsdamer Platz und an der East Side Gallery. Aber auch dieses Denkmal, welches heute noch in der Nähe der S-Bahn-Station Warschauer Straße steht, soll abgerissen werden. Der Abriss Berlin soll für die Zukunft den Bau von Wohnungen ermöglichen.

Eingebetteter Medieninhalt

Die Russen rissen die Macht an sich

Die Machtergreifung der Russen erfolgt bald nach dem Krieg. Als die Verwaltungsbereiche auf deutschem Boden an die Besatzungsmächte verteilt wurden, hatte Russland die Chance ergriffen und Ostdeutschland in eine Diktatur geführt. Die Russen hatten immerhin Berlin im Krieg befreit und zunächst folgten nach der Machtergreifung Plünderungen, Vergewaltigungen und Erschießungen. Russland wurde von Deutschland großes Leid zugefügt und so sann Russland nach Rache. Russland oder vielmehr die UDSSR stand in seinem neuen Verwaltungsgebiet nun einem neuen Konflikt zwischen Kapitalismus und Kommunismus gegenüber. In der 1950er Jahren spitzte sich dieser Konflikt zu einem kalten Krieg zu und führt im Jahr 1961 zum Bau der Mauer und zur Machtergreifung. Die SED errichtete unter Erich Honecker ein Überwachungsregime.

Die Mauer als trauriges Stück Geschichte

Der gesamte Grenzstreifen und der Sperrstreifen um die Mauer herum führte zu zahlreichen Opfern. Bis heute sind mindestens 138 Tote bekannt. Niemand konnte es wagen, der Mauer näher zu kommen. Ein Sperrstreifen um die Mauer herum war Tag und Nacht bewacht. In regelmäßigen Abständen standen Wachtürme, in denen bewaffnete Männer, die Mauer bewachten. Jede Bewegung wurde präzise überwacht. Der Abriss Berlin hat bis heute einen Großteil der Mauer abgerissen und auch nahezu alle Wachtürme sind entfernt worden.

Erinnerungen an die Mauer

In der heutigen Zeit erinnern zahlreiche Filme an die Mauer und an die Zeit, in der die Mauer Angst und Schrecken verbreitet hat. Bekannte Areale, in denen die Mauer in Berlin verlief, waren etwa die Sonnenallee oder der Checkpoint Charlie. Der Abriss Berlin hinterließ nur noch wenige Posten und Stellen, die als Sehenswürdigkeit für Touristen blieben. Heute noch erinnern Schauspieler vor Ort an die Situation am Checkpoint Charlie und verdienen sich in historischen Uniformen ein wenig Geld.

Der Abriss der Mauer

Die Verkündung der Wiedervereinigung und des Ende des Regimes ermöglichten den Abriss Berlin. Am 9.November 1989 verkündete die ehemalige Sowjetunion das Ende der kommunistischen Herrschaft. ZK-Sekretär Günter Schabowski verkündete am frühen Abend eine neue Reiseregelung und somit eine Öffnung der Grenzen. Noch am gleichen Abend drängten mehr, als 20 000 Menschen an der Grenze in den Westen. Im Jahr 1990 war die Wiedervereinigung am 03.Oktober endgültig offiziell. Der Abriss Berlin erfolgte zwischen Juni bis November 1990 und die Mauer fiel sehr schnell.

Abriss in Berlin

Die letzten Stücke der Berliner Mauer sind heute eine Erinnerung und wurden von Künstlern oder Sprayern teils als Fläche genutzt. Auch heute noch wird die Mauer abgerissen und ein Teil der East Side Gallery ist bereits Bauarbeiten zum Opfer gefallen. Im Rahmen einer Modernisierung der Stadt, arbeitet der Abriss Berlin kontinuierlich an Erneuerungen.

05:47 25.08.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Sabine Jennemann

Ich habe eine Meinung! Gerne debattiere ich diese auch!
Avatar

Kommentare