Beherzt im Harz

Interview Barbara Ehrt ist Autorin, Malerin, Stadtführerin und Aktivistin. In der uralten Bergbauregion hat sie sich als Heimatdichterin einen Namen gemacht
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 03/2017
„Die Mitschüler nannten mich rote Ostzone“
„Die Mitschüler nannten mich rote Ostzone“

Foto: Frank Schinski für der Freitag

Im schönen Harz, im beschaulichen Goslar wohnt diese interessante Frau. Sie schreibt dort so etwas wie „linke Heimatliteratur“ und ist damit nicht ganz erfolglos: Barbara Ehrt. Sie hat eigentlich in Berlin Malerei studiert, wohin sie als sehr jugendliche 68erin ausgebüchst war, sie lebte lange Jahre in den Niederlanden und hat schließlich in Goslar als Sozialarbeiterin für Flüchtlinge gearbeitet. Vor über zehn Jahren fing Ehrt an, über die Geschichte der Bergarbeiterfrauen im Harz zu forschen. Daraus entstand zuerst eine kleine Publikation. Später wurden es dann profund recherchierte (Historien-)Romane. Ihre Heimat, der Harz, ist eine Herzensangelegenheit. Ehrt war die Tochter eines der wenigen „Millionäre“ in der DDR. Si