Toussaint Louverture: Der Freiheitskämper aus der Karibik

Koloninalismus Toussaint Louverture inspirierte Anna Seghers zu einer Novelle. Trotzdem kennt man ihn hierzulande heute kaum. Die Monographie „Black Spartacus“ sollte das ändern. Annäherung an einen Vorkämpfer der Demokratie
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 38/2022
Von der Karibik über Afrika bis hin zu Black Lives Matter gilt Toussaint Louverture als Lichtgestalt
Von der Karibik über Afrika bis hin zu Black Lives Matter gilt Toussaint Louverture als Lichtgestalt

Foto: United Archives International/Imago Images

Durch die Wucht der Trauerbekundungen zum Tod von Elizabeth II. gehen die Stimmen unter, die daran erinnern, dass die Queen hinter Kräften stand, welche die Entkolonisierung des Empire nur zögerlich hinnahmen. Charles III. wird sich weiter mit den Unabhängigkeitsbestrebungen Nordirlands auseinandersetzen müssen. Ähnlich geht es Frankreich, dessen überseeische Departements in der Karibik und im Pazifik immer wieder Unabhängigkeitsreferenden anstreben. Deutschland ist mit den Reparationsforderungen lange verlorener Kolonien befasst und mit Rassismus, dem Migranten aus dem Süden ausgesetzt sind.

Die koloniale Ideologie wirft also einen langen Schatten. Welche Barbarei hinter ihr steht, sei allerdings schon von einem Denker wie Hegel klar erkannt, aber