Sägerei

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RE: Beim Image packen | 01.11.2018 | 14:44

Wo genau in Kreuzberg ist das?

RE: Abgang und Andrang | 01.11.2018 | 14:36

Dem Millionär erscheint die Welt wie eine große Spielwiese; dem Milliardär wie ein Experimentierfeld.

RE: Das große Klammern | 01.11.2018 | 14:26

Das war also ein Koalitionswechsel der F.D.P.; und davor (68/69) ebenso. Kohl ist dann ausnahmsweise mal abgewählt worden und Schröder auch. Zuletzt war es die CDU, die die Koalitionäre nach gewechselt hat. In diesem Land wird immer nur nach rechts abgebogen und zwischendurch, quasi als unabänderliches Zugeständnis an den Zeitgeist, darf dann auch mal ein möglichst rechter Sozi ran. Mit Heinemann/Brandt wäre das fast mal entglitten.

RE: Abgang und Andrang | 30.10.2018 | 23:13

Den libertären Herrn Merz, den hamwa uns sowas von verdient. Da wird die AfD aber die Ohren anlegen und zur reinen Nationalistenpartei schrumpfen. Dem Merz dem erzählt keiner was von echter Freiheit, schon gar nicht die Weidel Alice.

RE: Mordor, mein Mordor | 30.10.2018 | 20:52

Es gibt Literatur und Dokufiction-Filme, die ziemlich plausibel darstellen, was passiert wenn in einer mitteleuropäischen Region für eine Woche der Strom wegbleibt. Es würde Tote geben, sehr viele Tote aus den unterschiedlichsten Gründen. Das gleiche Szenario in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts würde einen ganz normalen Nachkriegsalltag ergeben. Unsere Fallhöhe ist immens, unsere Lebenstüchtigkeit gering.

RE: Mordor, mein Mordor | 30.10.2018 | 20:33

Es ist weit mehr als die Angst vor dem zahlreicheren Mob. Es ist naturwissenschaftlich begründete Gewissheit, dass in naher Zukunft an verschiedenen Orten ganz essentielle Ressourcen nicht mehr verfügbar sein werden. Die einen werden um Wasser kämpfen, die anderen um Phosphat, wieder andere werden ihren Energiehunger nicht mehr decken können, und damit nicht mehr "einfach so" Industriegüter gegen Schürfrechte tauschen können.

Authoritäre Regime (jetzt grade auch in Brasilien) setzen darauf, dass durch Auflösung aller Beschränkungen und das Ausschöpfen der allerletzten Reserven die Leute noch ein Weilchen unter ihrer Kontrolle bleiben. Jegliche öko-sozialistische Opposition wird im Keim erstickt weil man die Staatsgewalt innehat und den einfachen Leuten das attraktivere Angebot macht. Der Mob wird sich gegen uns richten, nicht gegen die.

RE: Ein Gag, der keiner war | 27.10.2018 | 17:08

Böhmermann ist kein Akademikersohn. Er hat auch keinen hochtrabenden ethischen Anspruch. Sein Stilmittel ist die drastische Überhöhung gerade auch von Dingen, die er überhaupt nicht selber vertritt, entweder um sie ad absurdum zu führen oder in einem zweiten Schritt als komplett konstruiert zu entlarven.

Das mag auch manchmal voll in die Hose gehen, aber nach unten treten ist nun überhaupt nicht sein Ding. Er ist einer der wenigen Promis, die stets auf der Seite der einfachen Leute stehen.

RE: Zündprobleme | 09.09.2018 | 20:48

Erfolgreiche linke Politik lebte immer von guten Rhetorikern und Führungspersönlichkeiten. Ich habe kein Problem damit, mich in den Dienst einer Sarah Wagenknecht zu stellen. Als weiblicher Aspi hat sie jedenfalls keine Profilneurose.

RE: Im Reich der Gier | 05.09.2018 | 21:52

Als meine Tochter vor ein paar Jahren nach Neuseeland gereist ist habe ich ihr unmissverständlich klargemacht, dass ich es sehr begrüßen würde wenn sie dort bleiben würde. Sie hat einen guten Beruf und das richtige Alter. Sie hat leider nicht den erhofften Schäfer fürs Leben getroffen. Jetzt ist sie wieder hier und will schwanger werden. Reden Sie das mal ihrer eigenen Tochter aus. Es bricht mir das Herz.

RE: Im Reich der Gier | 05.09.2018 | 16:28

Geschichtsschreibung, Schuldzuweisung, Erklärungen, die nicht an den Herrschaftsstrukturen kratzen. Keine Zinsen mehr zu bekommen ist für die deutsche Mittelschicht die schmerzhafteste Folge von 2018, wie Mr. Varufakis ausführte. Das bleibt so bis zur nächsten Nachkriegszeit. Kapital ist jetzt wieder etwas für professionelle Kapitalisten. Für Kleinbürger auf der Suche nach dem finanziellen Perpetuum Mobile ist das Thema verbrannt. Wir sollen gefälligst arbeiten, unsere privaten Versicherungspolicen und Konsumentenkredite bezahlen. Mit dem erwirtschafteten Mehrwert sollen wir die Realwirtschaft am Laufen halten, uns aber aus dem Kapitalmarkt weitgehend heraushalten. Selbstständig machen? Nur wenn Du über Sicherheiten verfügst, die Deinen Investitionskredit doppelt und dreifach absichern. Komm, geh arbeiten und überlass die Investitionslenkung anderen.

Zu der Regulierungskrise, die Mr. Varufakis beschreibt kommt ja noch die ökologische Krise und die massive Überbevölkerung (jedenfals gemessen an unserem Lebenswandel). Auch hier punkten die Faschisten. Einerseits leugnen sie das alles aus machtstrategischen Gründen komplett, andrerseits bereiten sich die radikalsten unter ihnen auf den Tag vor, an dem die Supermärkte nicht mehr beliefert werden (sog. Prepper). Seit 40 Jahren raunt die ur-grüne Weissagung der Hopi in unseren Schädeln ("wenn der letzte Fisch gefangen..."), und es spricht wirklich sehr viel dafür, dass wir mit China und Indien im selben Boot einen Punkt ohne Widerkehr überschritten haben. Für diejenigen, die individuell überleben wollen ist das Preppen ein sinnvolles Hobby. Für diejenigen, die kollektiv überleben wollen ist die Aufrechterhaltung von Ordnung das entscheidende Argument pro Faschismus. Ich glaube, dass Geheimdienste ganz ähnliche Perspektiven aus ihren Erkenntnissen ableiten. Anarchie unter Millionen von lebensuntüchtigen Wohlstandszombies (mich eingeschlossen) mag ich mir auch nicht ausmalen.

Die liberale Fraktion scheint das Thema ebenfalls aus machtstrategischen Gründen auszublenden. Bei deren federführenden Vertretern habe ich den Eindruck, dass sie komplett der US-Ostküstenelite folgen, einerseits wegen des unbeschränkten Kapitals (s. Artikel), andererseits weil dort die größte Expertise in modernem Zivilisationsmanagment zu finden ist. Diese "progressiven" Kräfte wollen alles tun was technisch und kulturell möglich ist, um ohne Zivilisationsbruch so viele Menschen wie möglich durchzubringen (aber wohin?). Mit Trump und Co. bricht ihnen sowohl das Kapital als auch die Regulierungsfähigkeit weg. Der Neofeudalismus, der da auf uns zurollt braucht keine Lösungen für irgendwas zu entwickeln. Er muss nur seine Gefolgschaft unter Kontrolle halten und alle anderen ihrem Schicksal zu überlassen.