SandraMeisner

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Härter, härter! | 03.11.2013 | 14:05

Das ist es auch, zynisch. Sasha Grey kann ihre ihr Sexualität ja gern so leben wie sie will. Nur sie als öffentliche Begründung zu nehmen, eine Pornoindustrie zu unterstützen, die Frauen ganz klar vorschreibt, wie ihre Sexualität zu sein hat: nämlich masochistisch, erregt durch die eigene Erniedrigung, durch Schmerz, das ist eine sehr oberflächliche Analyse, die Machtverhältnisse voll ausblendet. Sasha Grey unterstützt Mainstream, was genau ist am Gruppenzwang des Mainstreams befreit?

Was hat das denn mit Befreiung zu tun, wenn man die alte Norm neu verteidigt? Was ist das für eine Botschaft? "Frauen, ihr dürft sexuell befreit sein, aber nur dann, wenn ihr euch wünscht, erniedrigt zu werden! Nur so, wie die gute alte Pornoindustrie das auch will."

RE: Härter, härter! | 03.11.2013 | 12:47

Sie sprechen mir aus der Seele. Sasha Grey ist ein Alibi.

Für die Frauen, die an inneren Blutungen oder der nächsten Kokaindosis sterben. Und die Frauen, die Teenies, von denen verlangt wird, es nachzumachen. Denn der Mann hat mit solchen Pornos oft erst erlernt, Lust an Erniedrigung mit Lust an Sex zu verbinden.

"Male leaders have an enormous task, because their work will be done in a cultural context that has constructed their manhood around the pornification of human sexuality.


The fusion of erotic pleasure with the domination of females is a very dangerous place to have reached."

(Catwinternational)

___

Das Nicht-Hinterfragen von Herrschaftsstrukturen, von den Wahlmöglichkeiten, die der Frau zur Verfügung stehen, ist nicht liberal, sondern konservativ.

Sich in Ausweglosigkeit vom Opfer zum Menschen umzudefinieren, der ja noch "Agency" hat, ist keine Macht. Das ist nur der letzte Spielraum der Machtlosen.

RE: Härter, härter! | 03.11.2013 | 12:31

Ja, als Beispiel werden nicht Frauen genannt, die es nicht ertragen, sondern aus irgendeinem Grund gepolt sind, Erniedrigung so genießen. Redet irgendwer darüber, wie kalt und traumatisiert Sasha Greys Gesicht wirkt? Oh Freitag, quo vadis? Wie immer ist es die (deutsche) Linke (und der Freitag), der die Frauen im Stich lässt. Der einzige Fortschritt, der in diesem Land für Frauen kam, kam immer mit der Union. Für deutsche Linke sind Frauen "gedöns"

Deshalb macht ihr auch auf Spaltung: "Es gibt gute und schlechte Feministinnen, die guten machen nur, was wir Männer sagen." Sie sind natürlich pro Porno und pro Prostitution.

Sasha Grey ist kein Popstar. Sasha Grey ist ein Alibi, zum Gewissen reinwaschen, das für all die Frauen herhalten muss, die an den inneren Verletzungen sterben, an den Drogenüberdosen, an der PBTS verenden. "Heey wir haben eine einzige gefunden, ders gut geht damit! Druck die ab! Druckt die ab! Sie ist der Beweis, wie cool, dass es diese Exotin gibt! Unser Gewissen ist rein ab jetzt!"

Schade, dass hier nicht abgedruckt wird, was Wissenschaftler in der HuffPo sagen durften: Dass der Zusammenhang zwischen Gewaltneigung und Pornokonsum bei Männern SO evident ist, dass Ehtik-Kommissionen an Unis meist bis auf weitere Zeit keine Studien erlauben. Der Sozialpsychologe Ed Donnerstein sagt:

"Good colleagues of mine would argue that the relationship between... [pornography] and subsequent aggression and changes in... attitudes toward women is much stronger statistically than the relationship between smoking and [lung] cancer."

Die Gang-Vergewaltigungen überall auf der Welt haben natürlich keine Vorbilder in den Gang Bang Videos, neiiiin.