Als T seine Schreibmaschine verpfändete

New Orleans Tennessee Williams, Capri Bonaparte & Bunk Johnson Literatur Stuff mit Sarah Liebkind /Endstation Sehnsucht
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Capri Bonaparte kam zur selben Zeit wie Tennessee Williams nach New Orleans.

Sie wohnte in einem schmierigen Apartmenthaus im armen Negerviertel. 9 th ward.

Die Miete war billig. Und es war Untermieter. Die Vermieterin Miss Lilly stopfte sie mit Soul Food voll. Hühner frittiert, paniert, Kale, Süßkartoffel, Schweineklauen- und Schwänzchen. Und natürlich Catfisch, ein Süßwasser Wels.

Schöne Pampe und Stampf. Fett. Lilly wog zwei Zentner. Capri war Tänzerin. Sie achtete auf sich.

Die schwarzen Jungs lachten wenn Capri auf Stöckelschuh und in Frauenkleidern durchs Viertel stolzierte, wie ein Pfau.

Sie stammte von französischen Einwanderer ab, war in Baton Rouge aufgewachsen.

Die erste Stelle fand sie in einem französischen Restaurant, im Escargot, im French Quarter,

Sie durfte Geschirr waschen.

Ihm kochte das Wasser im Arsch. Pipi. Die Blasen schwoll an.

„Habt ihr keine Frauentoilette?“

„Wieso, du bist ein Mann.“

„Nein, ich bin eine Frau.“

„Fuck. Ich brauche Töpfen und Pfannen, Süße! Beweg deinen Arsch.“

„Sir! Wie reden Sie mit einer Dame?“

„Du Schwuchtel, der Laden ist voll, halt deine Klappe.“

Sie war den rauen Umgangston in der Küche nicht gewohnt. Sie weinte.

Capri schwitzte, wie ein Schwein. Die Kellner warfen ihre Bons auf den Pass.

Die Kacke war am Dampfen.

Ihr Leben in der großen Stadt hatte sie sich anders vorgestellt.

Großer Gott. Sie lernte im Cafe du Mond T. kennen, einen abgebrannten Schriftsteller. Er war ein amüsanter witziger aber schüchterner Bursche.

Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Nach der Arbeit im Escargot traf sie sich im Absinth

mit dem Dichter. Keiner ahnte, dass dieser später berühmt werden sollte.

Als er nicht angriff, fragte Capri: „Gefall ich dir nicht?“

Er zögerte, er sah zur Bühne, ein Trio groovte. Bunk Johnson spielte Kornett.

Das ging in die Beine.

Capri legte ihre Hand auf, seinen Oberschenkel, T. zuckte zusammen.

„Was ist Tennessee?“

„Ich hab mich noch nicht gefunden.“

„Bitte?“

„Ich weiß nicht, ob ich auf Männer oder Frauen stehe.“

„Ich bin beides“, flüsterte Capri.

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Ein paar Wochen später traf T Capri auf der Bourbon Street.

„Mensch du hast mir die Fliegen gegeben!“

„Was?“

„Ich hab die Seuche.“

„Komm Capri mit viel Kerlen hast du nach mir gepennt.“

„Ich hab se nicht gezählt. Wo gehst du hin?“

„Zum Busbahnhof.“

„Wieso?“

„Ich fahr nach Florida.“

„Echt, wiedermal auf der Flucht?“

„Ich konnte meine Miete nicht bezahlen, ich musste meine Schreibmaschine verpfänden.“

T. Williams Stücke wurden verfilmt, er lebte lange in New Orleans. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Dramatiker ging tatsächlich nach Florida für eine Weile. Er pfiff auf dem letzten Loch, hatte Mietrückstände, war ziemlich abgebrannt und erfolglos als er die Affäre mit Capri hatte.

2

Southern Gotic:

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Endstation Sehnsucht:

New Orleans in früheren Zeiten: Blanche Du Bois flüchtet vor ihrem eigenen verpfuschten Leben zu ihrer Schwester Stella in die Stadt. Das gemeinsame Erbe, eine altehrwürdige Baumwollplantage, ist verkauft, das Geld längst verspielt, Blanches Schönheit an den Alkohol verloren. Aus ihrer Vergangenheit, in die sie sich verzweifelt zurück träumt, vermag sie nicht viel mehr als ihre gute Erziehung und ihre Garderobe zu retten. Sie und Stella finden nicht mehr zueinander. Für Stanley Kowalski, den Mann ihrer Schwester, einen polnischen Einwanderer und harten Mannsbrocken, ist das bloß vornehmes, affiges Getue. Brutal konfrontiert er die Lebenslüge der Blanche mit ihrer wahren, rohen und schmerzlichen Wirklichkeit.
„A Streetcar Named Desire“ ist nicht nur zum Welterfolg für Tennessee Williams geworden, es ist ein wahrhaftiges Stück geblieben.

Tennessee Williams (* 26. März 1911 in Columbus, Bundesstaat Mississippi; † 25. Februar 1983 in New York City, eigentlich Thomas Lanier Williams III) Den Spitznamen „Tennessee“ erhielt er von Collegefreunden an der University of Missouri, weil er den Akzent, der im Bundesstaat Tennessee gesprochen wird, sprach. Seine Großeltern, bei denen er oft und gern zu Besuch war, lebten immer noch dort, was für seinen Akzent prägend war. Das in Hollywood zunächst abgelehnte Script für Die Glasmenagerie markierte 1944 in Chicago Williams’ ersten Bühnenerfolg. Das Stück Die tätowierte Rose (seinem Lebensgefährten Frank Merlo gewidmet) erhielt den Tony Award als bestes Schauspiel. Es wurde 1950 ebenfalls in Chicago uraufgeführt. Kritiker definieren den Stil seiner Schauspiele als „Southern Gothic“ („Südstaatengotik“). 1948 und 1955 wurde Williams für seine Stücke Endstation Sehnsucht („A Streetcar Named Desire“) und Die Katze auf dem heißen Blechdach („Cat On a Hot Tin Roof“) mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

3 Alle reden von Louis Armstrong. Das harte Leben von Bunk

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William Geary „Bunk“ Johnson (* 27. Dezember 1879in New Orleans, † 7. Juli 1949 in New Iberia in Louisiana), war US-amerikanischer Kornettist und Trompeter des traditionellen Jazz Er gilt als die Zentralfigur des New Orleans-Revivals.[2]

Johnson gehörte zur ersten Generation der Jazzkornettisten um Buddy Bolden, Freddie Keppard und King Oliver. Es wird vermutet, dass er aus bislang ungeklärten Gründen sein Geburtsjahr um 10 Jahre vorverlegt hat und tatsächlich 1889 geboren wurde. Um die Jahrhundertwende trat er angeblich in die Band von Adam Olivier ein, die er aber aufgrund seiner mangelnden Notenkenntnisse verließ, um u.a. bei Buddy Bolden zu spielen. Er spielte um 1910 in New Orleans im Superior Orchestra von Billy Marrero, wechselte im gleichen Jahr zu Dusens Eagle Band, um dann bei Clarence Williams zu spielen. 1916 spielte er mit dem Royal Orchestra in Lake Charles, 1917 in Baton Rouge; dann tourte er mit einer Vaudeville-Minstrel Show und mit einem Zirkus.

Nach 1920er Jahren war er Mitglied der Black Eagle Band, tourte aber auch mit der Banner Band. 1931 kam es zu einem folgenschweren Vorfall, als die Black Eagle Band während eines Konzerts in eine Auseinandersetzung verwickelt war, in dessen Folge ein Bandmitglied getötet und nahezu sämtliche Instrumente der Band zerstört wurden. Bunk Johnson büßte neben seinen Instrumenten einen Großteil seiner Zähne ein und ließ sich 1932 in New Iberia nieder. Mit Einsetzen der Swing-Ära war er gezwungen, seinen Lebensunterhalt u. a. als Lastwagenfahrer, Arbeiter und nebenberuflicher Musiklehrer für Kinder zu verdienen und geriet in Vergessenheit.

1937 setzten sich dann aber die Autoren des Buches „Jazzmen“, William „Bill“ Russell und Frederick Ramsey jr., mit Bunk Johnson in Verbindung und verschafften ihm ein neues Gebiss – durch den als Zahnarzt tätigen Bruder von Sidney Bechet – sowie ein neues Instrument. Noch bis 1942 arbeitete er auf Plantagen in Louisiana, bevor er dann aber auf Veranlassung von Bill Russel am 11. Juni 1942 in New Orleans mit George Lewis (Klarinette), Jim Robinson (Posaune), Walter Decou (Piano), Lawrence Marrero (Banjo), Austin Young (Bass) und Ernest Rogers (Schlagzeug) Schallplatten aufnahm und ein fulminantes Comeback erlebte. 1943 spielte er mit Lu Watters’ Yerba Blues Band, konzertierte 1945 in Boston mit Sidney Bechet und anschließend bis 1947 mit Baby Dodds und George Lewis in New York. Er war maßgeblich am Revival des New Orleans Jazz beteiligt und in diesen Jahren an einer Vielzahl von Schallplattenaufnahmen in New Orleans, San Francisco, Boston, New York und Minneapolis beteiligt, bevor er sich nach einem ersten Schlaganfall 1948 zurückzog und am 7. Juli 1949 verstarb.

  • Bunk Johnson in San Francisco (American Music, 1943-44)
  • Bunk Johnson 1944 (American Music, 1944)
  • Bunk's Brass Band and dance Band 1945 (American Music, 1945)
  • Last Testament (Delmark, 1947)

Sarah Liebkind alias Billy Gutman

Seemann, Musiker, Chansoneur, Chef.

Der Mann mit der Ibanez Joe Pass Serie Gitarre

Immigrant in Kanada & USA

Zur Zeit: Waldschratt:

Micanopy, Florida, next to Gainseville, Gators, Uni Stadt.

Meist im Publix. Oder whole foods.

Schürfen nach Food Produkten.

Hawai Salz

Oder

nach

Chinesischem Pfeffer

oder

Asiatische runde Auberginen

Lebt in Ajiic, Mexiko

Meist auf der Plaza vor der Kathedrale

Oder am See Chapala

Oder auf der Sierra Wandern

Part Time Stuttgart

Meist im Bix oder Cafe im Kunstmuseum

Der Nacked Chef Zyklus oder

Nacked Trout

Momentan empfohlen Chefs Toronto Chef Mafia:

Michael Stadtländer

www.earthday.ca/gala/chef-stadtlander.php - 7k

Sugar Lee

http://www.citytv.com/toronto/citynews/life/family/article/212203--renowned-chef-susur-lee-offers-camping-cooking-tips

Wikepedia
10:03 24.09.2012
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