Curry Time

Essen & Liebe Curry's & Siddhartha /Food Stuff mit Sarah Liebkind/ Curry die Quelle der Seele
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In der Geschichte über Siddhartha stellt Hermann Hesse einen Menschen dar, der sich aus familiären und gesellschaftlichen Konventionen befreit, aber auch jedes Dogma ablehnt und seinen eigenen Weg findet. Der führt vom gelehrten Vater weg und am Ende in die Natur -- zum Fluss als dem Sinnbild für Dauer und Wandel. Das Buch ist ein Plädoyer gegen Unfreiheit und Anpassung, von dem Henry Miller einmal sagte: "Siddhartha ist für mich eine wirksamere Medizin als das Neue Testament."

Trotz des erbaulichen Inhalts ist diese Geschichte einer Selbstfindung unglaublich spannend zu lesen. Vielleicht liegt das auch an der zwar altmodisch klingenden, dabei jedoch klaren, uneitlen, gewissermaßen asketischen Sprache und Gedankenführung Hermann Hesses.

Gedankensprung, Glasperlenspiel, Curry up dein Leben:

Curry

Ist ein aus Indien stammendes Eintopfgericht, Basis ist eine Soße. Es wird zu Reis und Brot serviert, Fladen aus Linsenmehl.

Unverzichtbar für Currys: die vielen verschiedenen Gewürze.

Die in indischen Currys enthaltenen Gewürze sind von Region zu Region unterschiedlich. Folgende Zutaten werden aber zu verschiedenen Anteilen in den meisten Currygerichten verwendet, weshalb sie grob als typische Gewürze bezeichnet werden können:

Cumin (Kreuzkümmel), Schwarzkümmel, Kurkuma, Chilis (frisch und/oder getrocknet), Koriandersamen, Frischer Ingwer, Garam Masala, Bockshornklee, Asafoetida, Senfkörner, Kardamom (grün oder schwarz), Sternanis, Anis, Fenchel, Zimt, Nelken, Mangopulver (Amchoor), Pfeffer, Sesam. In Indien werden beim Kochen eher Gewürzsamen anstatt frische Kräuter verwendet, bis auf Korianderblätter, die in fast jedem Gericht wie Petersilie verwendet werden. Außerdem werden häufig Minze und Kaffir-Limettenblätter bei der Zubereitung eingesetzt.

Jeder kann sein eigenes Curry herstellen, es gibt auch Gewürzmanufakturen, die vorzügliche Gewürzmischungen herstellen.

In Indien gibt es verschiedene Richtungen, je nach Region wird dann anders gewürzt. In Goa wird scharf gewürzt. Im Punjap kommen Masalas zum Einsatz, das man fertig kaufen kann.Im Punjap wird Ghee verwendet, kein Öl.

Desi-Methode/die Methode in indischen Haushalten: Makkhan (= Butter) wird gesammelt, bis soviel beisammen ist, dass sich die Gheeherstellung lohnt. Während dieser Sammel- und Lagerzeit wird die Butter säuerlich. Dann wird sie in einem Eisentopf über Feuer erhitzt (Feuer aus Kuhdung oder Holz). Milchfett nimmt Aroma leicht auf, weshalb das daraus gewonnene Ghee leicht rauchig schmeckt. Der Schaum wird mit einer Kelle abgeschöpft. In Nordindien wird mit niedrigeren Temperaturen gearbeitet als im Süden, weshalb das Nord-Ghee mehr Restfeuchtigkeit hat als das aus dem Süden. Grundsätzlich ist die verwendete Temperatur nicht fixiert sondern regional sehr unterschiedlich, weil sich dadurch auch unterschiedliche Geschmacksrichtungen herausarbeiten lassen, was auch erwünscht ist. Der Fettgehalt des fertigen Ghees liegt bei 85–88 %. Die Haltbarkeit ist jedoch begrenzt.

Es gibt mildere Currys, wo oft Linsen verwendet werden. In der bengalischen Küche gibt es viel Fisch und Meeresfrüchte. Indien ist ein riesiges Land. Und neben Goldkauf ist die Leidenschaft der Inder die Beschäftigung mit Gewürzen und Gewürzmischungen.

Garnelen Masala Punjabi:

Etwas Öl

1 EL Kreuzkümmel Samen

2 trockene Chilis

2 mittlere Zwiebel, Streifen, Julienne

1 Esslöffel Koriander Pulver

2 EL pürierter Ingwer

1 El zerdrückter Knoblauch

½ Teelöffel Kurkuma, Gelbwurz

½ Teelöffel Cayenne

6 Tomaten gewürfelt

1 Tasse Joghurt

Zubereitung

Öl erhitzen, Kreuzkümmel Samen und Chili, kurz glasieren, knacken lassen, Zwiebel, schön bräunen, karamellisieren, Koriander, Ingwer zufügen, einkochen, Tomaten zugeben, Cayenne Pfeffer, Salz, Pfeffer, simmern.

Garnelen in separaten Pfanne nur anschwitzen, durchziehen , knackig belassen. In die warmen Soße legen, Joghurt einmischen, mit Koriandergrün bestreuen.

Das Rezept kann man auch vereinfachen, ein gutes Curry Pulver benützen: Ersetzt Gelbwurz und Korianderpulver. In vielen Rezepten werden 3 Esslöffel Korianderpulver verwendet. Wichtig sind Zwiebel, Ingwer, Knoblauch, Tomaten.

Geht auch mit Huhn.

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Gelbe Linsen au Curry

4 Tassen gelbe Linsen

4 Tassen gewürfelte Kartoffel

2 Tassen gewürfelte Tomaten

2 Tassen Joghurt

1 Tasse Weißwein

Brise brauner Zucker

1 Tasse gewürfelte Zwiebel

1 El Ingwer gehackt

2 Knoblauchzehen zerdrückt

1 El Curry Pulver

1 EL Koriandergrün gehackt

Öl erhitzen, Zwiebel, Ingwer, Knoblauch anschwitzen, Zucker zugeben, kurz blubbern lassen, mit Weißwein ablöschen, Tomaten, Linsen und Kartoffel zugeben, mit Wasser oder Gemüsebrühe kochen, bis Kartoffel, Linsen weich. Vor dem Servieren Joghurt zugeben.

Joghurt Gurken Siddhartha Minze

4 Tassen Joghurt

2 Tassen Gurke

1 El Minze

1 Knoblauch Zehe zerrieben mit Salz

Gurke schälen, raspeln, mit Joghurt mischen. Gehackte Minze zugeben. Salz, Pfeffer nachwürzen.

Eiskalt zum Curry servieren.

Fladenbrot Papadom gibt es im Asia Laden, nur in der Pfanne backen, auf beiden Seiten, mit etwas Öl. Wird aus Linsenmehl hergestellt.

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Apfel Chutney Onkel Willy

1 Esslöffel brauner Zucker

2 Teelöffel gehackter Ingwer

1 Teelöffel Cayenne Pfeffer

4 Tassen geschälte gewürfelte Granny Smith

4 cl Williams Birnen Schnaps

1 Tasse Apfelsaft

Öl erhitzen, Ingwer glasig werden lassen, Apfelwürfel reinkippen, kurz anschwitzen, mit Willy ablöschen, etwas reduzieren. Cayenne zugeben. Alles bisschen sämig kochen. Wenn nötig etwas Apfelsaft zugeben.

Glossar:

Gewürze einkaufen:

Altes Gewürzamt

www.ingo-holland.de

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Hermann Karl Hesse (Pseudonym Emil Sinclair; * 2. Juli 1877 in Calw, Württemberg; † 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz), Schriftsteller und Maler. Weltweite Bekanntheit erlangte er mit Prosawerken wie Siddharta oder Der Steppenwolf und mit seinen Gedichten (Stufen). 1946 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen.

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Michael Stadtländer

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Sugar Lee

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Escoffier
08:41 14.09.2012
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