Freaks oder der Surfer

bubbles literatur Surfin U.S.A.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

1 Eines morgens rasierte er den Bart ab, kürzte er sein Haar.

Er wollte nicht mehr der alte Hippie sein.

Nein, vor zehn Uhr stand Jim nicht auf, und wenn er Lust hatte, schwang er sich aufs Rennrad, um als Kurier kleine Pakete und Briefe auszufahren.

Wenn das Wetter gut war, ging er lieber mit dem Surfbrett zum Strand. Mit dem MP3 Player, Umhängetasche, die Ears an: Beach Boys. Surfin USA

Er schaute, schob den vergilbten Store zur Seite. Sein Hund, Charlie Sheen, ein Boxer, trottete daher.

Jim kraulte das Fell. Er gab Wasser in eine Schüssel. Sheen war zu dick. Heute gab es keine Leckerli.

In seinem kleinen Loft fühlte er sich gut, das war seine Hölle, es hingen Fotos von Hermann Hesse, Janis Joplin, Bob Dylan an der Wand. Die Decke war blau gestrichen und mit goldenen Sternen und Mondgesichtern verziert. Ne alte Fender Stratocaster verstaubte.

Er löffelte sein Müsli.

Andy kam herein, gähnend. Schöner Tag, man könnte nach Malibu fahren. Warum nicht. Heute ist der Tag um nen guten Song zu komponieren, sagte sie.

Sie schälte Karotten, schnitt sie klein, schälte Kiwis. Sie gab alles in den Mixer rein. Ein Rest eines Joints lag im Ascher. Sie zündete das Ding an. Sie hustete.

Musst du jetzt rauchen, sagte Jim.

Sie stellte die Vitamin Dosen auf den Tisch. Jim kochte Kaffee. Um zu Starbucks zu gehen, war er zu faul. Er war ein Morgenmuffel.

Toti kam. Hi, Leute. Heute krieg ich nen Job. Was für ein Jop? Vorsprechen. Geht um einen Hollywood Schinken.

Toti war ne Schwarze, schlank, lange Beine, pralle kleine Brüste. Andy war ein schwedischer Typ. Blond, blau grüne Augen, kurzes gegeltes wirr abstehendes Haar. Sie war etwas pummelig.

Toti war Schauspielerin. Andy machte auf Telefonsex.

Was ist mit der Miete? Was Miete? Zwei Tage noch, dann ist der Erste.

Ich glaube heute gibt es gute Wellen, raunte Jim.

Du hast bestimmt gute Anrufer, Freier, sagte Toti.

Ich muss euch jedes mal retten, wegen der Miete, warf Andy ein.

Du spielst gerne den reinen Engel, säuselte Jim.

Er verteilte den Kaffee. Jeder bekam von Toti seine Pillen und sein Saft.

Andy öffnete die Jalousie. Die Sonne leckte ihre Gesichter. Es war Mittag. Und irgendwie würden sie den Tag rumbekommen.

Fortsetzung folgt

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Eines morgens rasierte er den Bart ab, kürzte er sein Haar.

Er wollte nicht mehr der alte Hippie sein.

Nein, vor zehn Uhr stand Jim nicht auf, und wenn er Lust hatte, schwang er sich aufs Rennrad, um als Kurier kleine Pakete und Briefe auszufahren.

Wenn das Wetter gut war, ging er lieber mit dem Surfbrett zum Strand. Mit dem MP3 Player, Umhängetasche, die Ears an: Beach Boys. Surfin USA

Er schaute, schob den vergilbten Store zur Seite. Sein Hund, Charlie Sheen, ein Boxer, trottete daher.

Jim kraulte das Fell. Er gab Wasser in eine Schüssel. Sheen war zu dick. Heute gab es keine Leckerli.

In seinem kleinen Loft hing das Foto von Hermann Hesse, Janis Joplin, Bob Dylan. Er löffelte sein Müsli.

Andy kam herein, gähnend. Schöner Tag, man könnte nach Malibu fahren. Warum nicht. Heute ist der Tag um nen guten Song zu komponieren, sagte sie.

Sie schälte Karotten, schnitt sie klein, schälte Kiwis. Sie gab alles in den Mixer rein. Ein Rest eines Joints lag im Ascher. Sie zündete das Ding an. Sie hustete.

Musst du jetzt rauchen, sagte Jim.

Sie stellte die Vitamin Dosen auf den Tisch. Jim kochte Kaffee. Um zu Starbucks zu gehen, war er zu faul. Er war ein Morgenmuffel.

Toti kam. Hi, Leute. Heute krieg ich nen Job. Was für ein Jop? Vorsprechen. Geht um einen Hollywood Schinken.

Toti war ne Schwarze, schlank, lange Beine, pralle kleine Brüste. Andy war ein schwedischer Typ. Blond, blau grüne Augen, kurzes gegeltes wirr abstehendes Haar. Sie war etwas pummelig.

Toi war Schauspielerin. Andy machte auf Telefonsex.

Was ist mit der Miete? Was Miete? Zwei Tage noch, dann ist der Erste.

Ich glaube heute gibt es gute Wellen, raunte Jim.

Du hast bestimmt gute Anrufer, Freier, sagte Toti.

Ich muss euch jedes mal retten, wegen der Miete, warf Andy ein.

Du willst doch gerne immer der Engel sein, säuselte Jim.

Er verteilte den Kaffee. Jeder bekam von Toti seine Pillen und sein Saft.

Andy öffnete die Jalousie. Die Sonne leckte ihre Gesichter. Es war Mittag. Und irgendwie würden sie den Tag rumbekommen.

Fortsetzung folgt

Sarah Liebkind alias Tom Bourgeoise

Seemann, Musiker, Chansoneur, Chef.

Der Mann mit der Ibanez Joe Pass Serie Gitarre

Immigrant in Kanada & USA

Lebt in Ajiic, Mexiko

Meist auf der Plaza vor der Kathedrale

Oder am See Chapala

Oder auf der Sierra Wandern

Part Time Stuttgart

Meist im Bix oder Cafe im Kunstmuseum

06:57 30.06.2012
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