Malcolm Lowry Unter dem Vulkan

Liebe & Literatur Literatur Stuff mit Sarah Liebkind / Legende vom heiligen Säufer: Trink Peyote!
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Malcolm Lowry

Unter dem Vulkan

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Es kommt nicht auf die Wirklichkeit an, sondern auf die innere Wahrheit. Joseph Roth.

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Unter dem Vulkan wird von vielen Kritikern als ein wichtiger Roman des 20. Jahrhundert eingeschätzt. Wer weniger gerne liest, kann sich die DVD reinziehen, den Film von John Houston.

Im Buch dreht sich alles um den Säufer, einen Konsul, der keinen Job hat, weil es zwischen Mexiko und Großbritannien politische Probleme gibt. Die diplomatischen Beziehungen sind eingefroren.

Gerade tobt in Mexiko die Revolution.

Filme und Bücher über Säufer sind mir echt sympathisch. Gibt ja von Joseph Roth Die legende vom heiligen Trinker. Der letzte Satz in der Erzählung von Roth: Gebe Gott uns allen, uns Trinkern, einen so leichten und so schönen Tod!“

Sich zu Tode saufen, könnte ne Alternative sein. Eigentlich müsste man den Freitodler therapeutisch unterstützen, wenn jemand aus dem Leben scheiden will.

Freitod ist eigentlich das bessere Wort. Selbstmord wie absurd klingt das?

Ich kill myself und komm auf den elektrischen Stuhl im Paradies.

Nun Lowry war auch Seemann. Das ist der zweite Punkt, warum ich mich mit ihm beschäftige.

Er wollte nicht angebunden sein. Er suchte die Freiheit. Freiheit ist wohl ein Mythos:

Wer ist schon wirklich frei?

Sobald zwei Menschen auf einem Haufen stehen, gibt es Verwicklungen, oft Probleme mit Kommunikation, jeder kennt das, sobald du dich bindest, kommen neue Entscheidungen auf einen zu.

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2

Die mexikanische Kleinstadt Quauhnahuac liegt in 1600 m Höhe am Fuße der beiden Vulkane Popocatepetl und Ixtaccihuatl

Der Roman wird aus der Perspektive von Jaques Laruelle erzählt, er ist Filmproduzent.

Geoffrey, der Konsul, ist ein zynischer einsamer gebildeter Mensch, weltgewandt.

Morgens säuft er, wegen den zitternden Händen. Er braucht den Stoff. Er säuft gerne Mescal, den ,mexikanischen Whisky.

"Ihn ein oder zwei Tage ausnüchtern hilft gar nichts. Lieber Gott, wenn unsere Zivilisation zwei Tage nüchtern wäre, würde sie am dritten an Gewissensbissen sterben ...",

Er lebt in einem Art selbst gewählten Exil.

Er leidet an Gedächtnisschwund. Ab und an ein Filmriss.

Es gibt innere Monologe, Zeitsprünge.

Der letzte Tag im Leben des Konsols wird kraftvoll und dicht erzählt.

Seine quasi Frau sucht nach ihm.

Am Tag der Toten im November 1938, um 7 Uhr morgens, kommt Yvonne nach Quauhnahuac zurück. Sie findet ihren Exmann Geoffrey Firmin in der Bar des Hotels Bella Vista, lässt ihr Gepäck in sein Haus in der Calle Nicaragua Nr. 22 bringen und geht zu ihm. Er sitzt auf einem Hocker an der Theke und hält einen Fahrplan der Mexican National Railways in der Hand.

Den Fahrplan noch in der Hand, kam der Konsul auf die Beine, während sie auf ihn zuging. "Lieber Gott."
Yvonne zögerte, aber er kam ihr nicht entgegen; sie glitt ruhig auf einen Hocker neben ihm; sie küssten sich nicht.
"Eine Überraschung. Ich bin wiedergekommen ... Mein Flugzeug ist vor einer Stunde gelandet."

Geoffrey muss die Whiskyflasche, aus der er sich einschenkt, mit beiden Händen halten, weil er so heftig zittert. Schließlich begleitet er sie zu seinem Haus. Auto hat er keines mehr.

"Hast du den Wagen wieder zuschanden gefahren?"
"Nein, ich habe ihn, ehrlich gesagt, verloren."

Fin de Partie, das Ende:

Geoff, der Konsul, hat es bis zur Farolito-Bar geschafft. Dort trinkt er Mescal. Vom Fenster aus blickt er fast senkrecht hinein in die Schlucht. Der Wirt Diosdado wirft ihm ein mit einem Gummiband zusammengehaltenes Bündel Briefe auf die Theke: Yvonnes Briefe, die er alle nicht beantwortet hat. Geoff malt die Umrisse der Iberischen Halbinsel auf den Tisch und zeigt Diosdado, wo Granada ist. Da habe er Yvonne kennen gelernt.

"Quiere María?", fragt leise ein Mädchen hinter ihm und zieht ihn in ein Hinterzimmer, an dessen Wand ein Monatskalender hängt, auf dem das November-Blatt bereits abgerissen ist. Er dringt in die Prostituierte ein, kommt zum Orgasmus. "Dir gefallen María?", krächzt anschließend der Zuhälter in der Toilette.

Geoff verlässt die Cantina und sieht, dass an dem kleinen Baum davor ein Pferd angebunden ist, das Perd des tödlich verletzten Indios: deutlich ist die eingebrannte "7" in der Kruppe zu sehen. Er nähert sich dem Tier, aber ein Mann, der wie ein mexikanischer Polizeisergeant aussieht, reißt ihm die Zügel aus der Hand und fragt ihn, was er vorhabe.

"Da die Welt sich dreht, warte ich hier so lange, bis mein Haus vorbeikommt."

Der Andere drängt ihn in die Cantina zurück. Nach einer kurzen Unterredung mit Diosdado beschuldigt er Geoff, weder für "Mexikanisch Whisky" noch für "Mexikanisch Mädchen" bezahlt zu haben. Und wieso er vorhin eine Karte von Spanien auf den Tisch gemalt habe. Er sei wohl ein Mitglied der Brigade Internationale, ein "Bolschewistenschwein", das hier Unruhe stiften wolle.

Der Mann gibt sich als "Propagandachef" aus und bezeichnet einen sich gleichgültig gebenden Mann im Tweedanzug als "Jefe de Jardineros" (Chef der öffentlichen Gärten). Sie sprechen sich am Telefon mit jemand ab. Nach seinem Namen gefragt, antwortet Geoff: "William Blackstone", und behauptet, Schriftsteller zu sein.

Aber sie glauben ihm nicht, zumal sie in seinem Jackett – in dem Hugh an diesem Morgen aus Mexiko-Stadt zurückkehrte –, eine Landkarte der "Federación Anarquista Ibéria" mit dem Namen "Sr. Hugo Firmin" und ein Telegramm Hughs an den "Daily Globe" über eine antisemitische Kampagne in Mexiko finden. Die Männer, die offenbar einer faschistischen Gruppierung angehören, halten ihn für einen Spitzel.

"Du kein Schreiber, du sind Spitzel, und in Méjico wir erschießen Spitzel."

Der "Propagandachef" nimmt einen Geldschein aus Geoffs Brieftasche, wirft ihn auf die Theke und steckt die Brieftasche ein. Die Männer wollen ihn mitnehmen. Eine Turmuhr schlägt 7. Der ehemalige Konsul stolpert rückwärts auf die Straße, will das Pferd losmachen, zerrt am Zügel. Der "Propagandachef" zieht seine Pistole, stößt Geoff ins Licht und schießt dreimal. Das Pferd reißt sich los, bäumt sich auf und geht durch.

Geoff sinkt auf die Knie, dann flach aufs Gesicht. Er weiß, sie haben ihn erschossen, fühlt sich wunderlich erleichtert und überlegt verdutzt: "Mein Gott, was für eine schäbige Art zu sterben."

Sie werfen seinen Leichnam in die Schlucht und einen toten Hund hinterher.

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Glossar:

Clarence Malcolm Lowry (* 28. Juli 1909 in Birkenhead; † 27. Juni 1957 (Suizid) in Ripe, East Sussex)[1] war ein britischer Schriftsteller

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Malcolm Lowry war der vierte Sohn des Baumwollhändlers Arthur Osborn Lowry (1870–1945) und seiner Ehefrau Evelyn Lowry, geb. Boden (1873–1950). Wegen einer chronischen Augenentzündung musste das Kind bis zum vierzehnten Lebensjahr isoliert leben; es durfte weder spielen, noch lesen und schreiben. Erst von 1923 an besuchte Lowry in Cambridge die Leys School. Während der Schulzeit wurde Lowry Jugendmeister im Golfspiel und von seinem Bruder Stuart Lowry in die Werke der Autoren Honoré de Balzac, Eugene O’Neill und James Joyce eingeführt.[2] Von Mai bis Oktober 1927 heuerte Lowry als Kammersteward auf der S.S. Pyrrhus an, die in den Fernen Osten fuhr. 1928 hatte er acht Wochen lang Unterricht an der Weber´s School of Modern German in Bonn, Koblenzer Straße 100 (umbenannt in Adenauerallee), wo Karlheinz Schmidthüs einer seiner Lehrer war.[3] Im Sommer 1929 war Lowry im amerikanischen Cambridge ein Schüler des zwanzig Jahre älteren Schriftstellers Conrad Aiken. Gemeinsam arbeiteten sie an Lowrys Manuskript zu Ultramarine. Aus dieser Begegnung entwickelte sich für Aiken eine väterliche Rolle, über die er schreibt: Ich wurde sein Vater.[4] Im Oktober 1929 begann Lowry ein Studium am St Catharine’s College im englischen Cambridge. Von Juli bis September 1930 unternahm er eine Schiffsreise nach Norwegen, wo er dem Schriftsteller Nordahl Grieg begegnete. Im Mai 1932 machte Lowry sein Abschlussexamen.[1]

Nach dem Studium hielt sich Malcolm Lowry in Frankreich und Spanien auf. Im Sommer 1933 lernte er in Granada die Spanierin Jan Gabrial kennen. Am 6. Januar 1934 heirateten Malcolm Lowry und Jan Gabrial in Paris. Wenige Wochen später reiste seine Ehefrau allein in USA. Erst im Herbst 1934 trifft sich das Ehepaar wieder in New York. Im Juni 1935 hielt sich Lowry für zehn Tage in der Psychiatrischen Abteilung des Bellevue Hospital Center auf. Im September 1936 ging das Ehepaar zunächst nach Los Angeles, im Oktober bis Dezember 1936 per Schiff von San Diego nach Acapulco und dann nach Cuernavaca (Mexiko). Hier schrieb Malcolm Lowry bis in das Jahr 1937 hinein an der ersten Fassung seines Romans Unter dem Vulkan. Im Dezember trennte sich das Ehepaar endgültig; die Ehe wurde am 1. November 1940 geschieden.[1]

Im Juli 1938 verlässt Malcom Lowry Mexiko und reiste über Nogales wieder nach Los Angeles. In dieser Stadt begann er mit der zweiten Fassung von Unter dem Vulkan. Am 7. Juni 1939 lernte er Margerie Bonner kennen. Einen Monat später fuhr Lowry nach Vancouver, im Südwesten der Provinz British Columbia an der Westküste Kanadas gelegen. Margerie Bonner folgte ihm im August 1939. Lowry arbeitete an der dritten Fassung des Romans Unter dem Vulkan. Im August 1940 zog das Paar in eine Squatter-Hütte in Dollarton am Fjord Burrard Inlet. Am 2. Dezember 1940 heirateten Macolm Lowry und Margerie Bonner. Der Schriftsteller schickte die dritte Romanfassung an seinen Agenten Harold Matson. Trotzdem begann Lowry 1941 eine vierte Fassung, die er am Heiligabend 1944 beendete. Am 7. Juni 1944 brannte die Hütte nieder, die im Frühjahr 1945 wieder aufgebaut wurde. Zwei Wochen nach dem Brand fuhr das Paar nach Oakville (Ontario) und nach Niagara-on-the-Lake. In den Jahren von Ende 1945 bis Ende 1947 unternahmen sie viele Reisen auf dem amerikanischen Kontinent. Im Winter 1947 reiste das Ehepaar gemeinsam nach Europa, wo es bis Januar 1949 blieb. Von 1949 bis Mitte 1955 lebten die Lowrys wieder in Kanada und den USA. Im Juni 1955 kehrten sie nach England zurück. Wenige Tage nach einer Reise durch den Lake District starb Malcolm Lowry an einer Überdosis Schlaftabletten.[1]

Werke

Das Hauptwerk von Malcolm Lowry ist sein Roman Under the Volcano. Der deutsche Schriftsteller Wolfgang Rohner-Radegast hat während seiner Tätigkeit als Lektor im Ernst Klett Verlag den Roman und damit den Autor Malcolm Lowry für das deutsche Publikum entdeckt. Die Themen, die in Lowrys Romanen zum Ausdruck kommen, sind die verzweifelte Suche nach Identität, die Verlockung der Ferne, insbesondere das Seemannsleben, sein Interesse für die Kabbala, von deren Symbolik die Bücher durchzogen sind, und der Alkohol als eine Passion seines Lebens.

Unter dem Vulkan ist das Hauptwerk des Briten Malcolm Lowry, veröffentlicht 1947 bei Reynal and Hitchcock in New York. Es gilt als einer der Höhepunkte der Literatur des 20. Jahrhunderts.

Der Roman spielt in einer fiktiven zentralmexikanischen Stadt namens Quauhnáhuac. Dies ist der antike Name Cuernavacas in Nahuatl, was der Ort zwischen den Bäumen bedeutet. Der Vulkan im Titel ist der Popocatépetl. In dieser Kleinstadt sitzt in den frühen Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ein britischer Konsul (zu einer Zeit, als die Beziehungen zwischen Großbritannien und Mexiko eingefroren waren, d.h. ohne wirkliche Beschäftigung), und er befindet sich im letzten Stadium des Alkoholismus.

Der Roman ist zum Teil aus der Sichtweise des Konsuls geschrieben, d.h. er ist über große Strecken so geschrieben, wie ein Betrunkener denkt: voller Wiederholungen und überraschender Diskontinuitäten - oft nur in Gedankenfetzen oder in Sätzen, die mitunter ihren Sinn verändern. Nicht zuletzt aufgrund seines Stils gilt er als bedeutender Exponent der literarischen Moderne.

Eine Handlung im klassischen Sinn gibt es nur rudimentär. Er wird von Yvonne besucht, seiner Frau, die getrennt von ihm in den USA lebt. Sie liebt ihn immer noch, glaubt aber nicht mehr, ihn retten zu können. Zur gleichen Zeit besucht ihn auch sein jüngerer Halbbruder Hugh, eine ziellose, unreife Existenz, der sich schon als Musiker und Seemann verdingt hat und nun Journalist ist - eine Arbeit, die er verachtet. Politisch ist er sozialistisch geprägt, aber ebenfalls auf eine unausgegorene Art. Er ist in Yvonne verliebt, wohl wissend um seine Chancenlosigkeit. In Mexiko tobt zu dieser Zeit gerade ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern und Gegnern der Mexikanischen Revolution - parallel zum Spanischen, der in den Gedanken der Hauptfiguren ebenfalls anwesend ist. Die Personen verirren sich in einem dunklen Wald, in dem der Konsul seine Frau verliert. Am Ende wird der Konsul aus einem dummen Zufall von Rechtsradikalen erschossen, die in ihm als Ausländer einen Spion sehen.

Hauptsächlich sehen wir aber einzelne Szenen im Leben des Konsuls. Wir sehen ihn durch den total verwilderten Garten seines Hauses schlendern, wo er hinter jedem Busch eine Schnapsflasche versteckt hat. Wir sehen ihn auf den Rummelplatz der Stadt gehen, wo er prompt im dortigen Riesenrad vergessen wird und sich die ganze Nacht sinnlos im Kreis dreht, während seine Brieftasche herausfällt und die Straßenjungen ihm nicht nur sein Geld, sondern auch seine Ausweise stehlen, ihn also gleichsam seiner Existenz berauben. Wir sind Zeuge eines Ausfluges mit seiner Frau und seinem Bruder in die nächste größere Stadt, wo er Zeuge eines Stierkampfes wird und unfreiwillig eingreift.

Interpretation

Mexiko (und das ist wohl als Allegorie auf die ganze Welt zu sehen) wird als archaisches Land beschrieben, in dem wilder Grausamkeit mit tiefsitzender Wut, aber auch Lethargie begegnet wird - ein endloses Kontinuum von Herrschaft und Unterdrückung, wofür auch die im Roman öfter vorkommenden Boxkämpfe und Stierkämpfe ein Sinnbild sind.

Die Metaphorik dieses Romans (die tiefe Schlucht vor der Stadt, der verwilderte Garten, das sich sinnlos fortdrehende Rad) sind nicht nur von Lowrys Interesse für mystische Symbolik bestimmt, sondern auch (dunkler Wald!) von Dante, zu dessen Inferno Lowry ein Parallelwerk schaffen wollte. Auch der Konsul befindet sich auf einer Höllenreise, aber durch eine Hölle, die zugleich der Himmel ist. Oder wie Lowry im Vorwort schreibt: der Alkoholiker gleicht dem Mystiker, der seine Geisteskräfte missbraucht hat.

Von diesem Roman gibt es eine gleichnamige Verfilmung von John Huston mit Albert Finney als Konsul und Jacqueline Bisset als Yvonne.

Säufergeschichte von Joseph Roth:

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Die Legende vom heiligen Trinker ist eine Novelle von Joseph Roth, die im Amsterdamer Verlag Allert de Lange 1939 posthum erschien. Andreas, der Trinker, ein Mann von Ehre, will – über die ganze Legende hinweg – geliehenes Geld zurückbringen, kommt aber nicht dazu, eben, weil er trinkt.

n den letzten Wochen seines Lebens, im Frühling 1934, geschehen dem obdachlosen Trinker Andreas Kartak aus Olschowice im polnischen Schlesien eine ganze Serie von Wundern. Andreas war früher Kohlenarbeiter gewesen, wie sein Vater. Weil man in Frankreich Kohlenarbeiter gesucht hatte, war er dorthin gegangen und hatte in den Gruben von Quebecque gearbeitet. Einquartiert war er bei dem Ehepaar Schebiec gewesen, hatte mit Frau Karoline geschlafen, war vom Ehemann ertappt worden und hatte ihn in Notwehr erschlagen. Dafür hatte Andreas zwei Jahre im Gefängnis gesessen.

Andreas, Pariser Stadtstreicher geworden, nächtigt gewöhnlich unter den Brücken, die über die Seine führen. Das erste Wunder: Ein fremder Herr leiht Andreas zweihundert Francs. Der Obdachlose soll den Betrag bei der Statue der heiligen Therese von Lisieux in der Kapelle Ste-Marie des Batignolles hinterlegen. Andreas vertrinkt das Geld, besinnt sich aber, verdient zweihundert Francs durch ehrliche Arbeit und vergeudet diese wieder. Zu dem Wunder, Geld durch Arbeit zu verdienen, gesellen sich weitere: Andreas kauft eine gebrauchte Brieftasche zur Aufbewahrung des Geldregens und findet darin tausend Francs. Zudem begegnet er einem ehemaligen Schulkameraden, der für ihn sorgt. Und seine ehemalige Geliebte Karoline, die mit ihm ihre Ehe gebrochen hatte, läuft ihm über den Weg, zieht mit ihm durch Paris und schläft mit ihm. Andreas macht sich aber aus dem Staube, weil Karoline gealtert ist. Das kann er sich leisten, denn die Wunder dauern an. Ihm begegnen entgegenkommende junge Frauen, zutrauliche junge Mädchen. Eine heißt Therese - jene oben erwähnte Heilige, nimmt der nicht ganz nüchterne Trinker an. Aber Therese ist aus Fleisch und Blut - nicht die, für die sie gehalten wird. Sie nimmt auch kein Geld von Andreas. Ganz im Gegenteil, Therese schenkt Andreas einen Hundert- France- Schein, gerade als der Trinker sich an der Theke den nächsten Pernod genehmigen möchte. Dazu kommt es nicht. Der Trinker fällt um und stirbt. Der abschließende Kommentar des Erzählers: „Gebe Gott uns allen, uns Trinkern, einen so leichten und so schönen Tod!“

Mescal & mexikanische Bordelle, Huren, der leichte Tod:

Mezcal, Mescal oder Meskal (von Nahuatl mexcalli, „Schnaps[1]) ist eine mexikanische Spirituose mit typischerweise 40 % Vol.; sie wird aus dem Fruchtfleisch verschiedener Agavenarten (Mexikanisches Spanisch magueyes oder mezcales) hergestellt. Der Geschmack und das Aussehen des Mezcal variiert je nach Art der Agave, der Region, sowie der Zubereitung und der Dauer der Lagerung. Der bekannteste Mezcal ist der Tequila, welcher in der Umgebung der Stadt Tequila im mexikanischen Bundesstaat Jalisco ausschließlich aus der Blauen Agave gebrannt wird. Mezcal wird hauptsächlich in der Region um die Stadt Oaxaca hergestellt. Offiziell dürfen ihn des Weiteren noch die Staaten Guerrero, Durango, San Luis Potosí und Zacatecas produzieren.

Mezcal wird aus dem Herzen der Agave hergestellt, nachdem die Agave zum ersten und zugleich letzten Mal geblüht hat, nach etwa 6 bis 10 Jahren Lebensdauer. Die Blätter werden abgeschlagen, lediglich der Ananas-förmige Kern der Pflanze (daher auch dessen spanische Bezeichnung piña, „Ananas; Tannenzapfen“) wird geerntet, gekocht und danach zu einem Brei zerstoßen.

Der Kochvorgang geschieht traditionell in so genannten palenques, großen Gruben im Erdboden. Diese Gruben werden ausgelegt mit heißen Steinen, darauf kommen die Agaveherzen und diese werden mit Palmmatten (petate) und mit Erde abgedeckt. In dieser Grube verbleiben sie für drei bis fünf Tage, damit sie das Aroma des Bodens und des Rauchs aufnehmen können. Anschließend ruhen die Agaveherzen für etwa eine Woche und werden dann mit einem Mühlstein zermatscht. Moderne Zubereiter kochen die Agave in Stahlöfen und zerkleinern sie danach automatisch.

Der entstandene Brei wird mit Hefe und, sofern es sich nicht um einen Mezcal aus 100 % Agave handelt, auch mit Zucker vermischt und dann für mehrere Tage in großen rostfreien Stahlwannen fermentiert. Dabei muss der Anteil der Agave nach gesetzlicher Vorgabe mindestens 51 % betragen. Nach der Fermentierung wird der Brei zweimal destilliert. Nach der ersten Destillation ist die Alkoholausbeute meist noch sehr gering. Nach dieser Destillation werden die Fasern aus dem Brei entfernt und der Alkohol der ersten Destillation wieder beigefügt. Die Mixtur wird ein zweites Mal destilliert. Werden dabei Alkoholgehalte von über 80 % erreicht, so wird der Alkohol mit Wasser verdünnt. Dieser Schnaps wird in Flaschen abgefüllt oder zur Alterung gelagert.

Die Alterung von Mezcal geht im Vergleich zu anderen Spirituosen relativ schnell. Er wird in großen Holzfässern für zwei Monate bis sieben Jahre gelagert und erhält auf diese Weise neben dem Aroma durch das Holz auch eine goldgelbe Färbung. Je dunkler der Mezcal ist, umso länger wurde er gelagert und umso markanter ist das Aroma. Dabei unterscheidet man drei Altersstufen:

  1. Blanco: Weißer (klarer) Mezcal mit einer Lagerdauer von weniger als zwei Monaten
  2. Reposado: Lagedauer zwischen zwei Monaten und einem Jahr.
  3. Añejo: Die Lagedauer beträgt mindestens ein Jahr, wobei die Fässer nie mehr als 350 Liter fassen.

Mezcal wird manchmal mit einer Mottenraupe der Gattung Megathymus aus der Familie der Dickkopffalter in der Flasche angeboten. Fälschlicherweise wird diese Raupe oftmals als „Wurm“ (gusano de maguey, „Agavenwurm“) bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Marketing-Gag, der 1950 durch Jacobo Lozano Páez eingeführt wurde. Er fand heraus, dass Mezcal aus raupenbefallenen Agavenblättern einen etwas anderen Geschmack hatte als der von unbefallenen. Daher kam ihm der Gedanke, aus Marketinggründen eine Raupe (Gusano del Maguey) in die Flasche einzuführen und er hatte damit einen recht beachtlichen Erfolg. Diese Raupe ist beispielsweise in den Marken „Gusano de Oro“, „Gusano Rojo“, „Dos Gusanos“ oder „Oro de Oaxaca“ enthalten, Tequila enthält diese Raupe nie. Eine andere Version besagt, dass ursprünglich private (illegale) Kleindestillerien die Raupe in die Flaschen gaben, um das Ergebnis des Destillates zu überprüfen. Zersetzte sich die Raupe, war das Destillat misslungen. Wurde sie dagegen konserviert, deutete es darauf hin, dass der Mezcal für Menschen genießbar war.

In Mexiko ist es üblich, zum Mezcal ein rötliches Gewürz gereicht zu bekommen, das auf eine Limette gestreut wird. Dabei handelt es sich entweder um Chilisalz (Salz mit Chili- und Limettenpulver) oder um Chilisalz mit Pulver der getrockneten und zerstampften Raupe („Sal de Gusano“).

Vorurteile und Fehlinformationen über Mezcal

  • Weder Mezcal noch der Mezcal-„Wurm“ enthalten Meskalin, sie sind nicht halluzinogen.
  • Mezcal wird nicht aus Kakteen hergestellt, sondern aus Agaven, einem Liliengewächs.
  • Mezcal wird nicht aus dem Peyote-Kaktus hergestellt (der ja Meskalin enthält).

PS Trink Peyote!

Der genaue botanische Name des Peyotekaktus, auch Peyoltl genannt, ist Lophophora williamsii. Seine natürliche Heimat sind die Wüstengebiete von Texas bis Mittelmexiko, wo er allerdings immer seltener anzutreffen ist, weshalb er in den USA mittlerweile eine geschützte Art ist. Wie sein Name schon sagt gehört er zur Familie der Kaktusgewächse (Cactaceae). Der kleine stachellose Kaktus wird bis zu 20cm groß bildet meist nur einen mehrfach gerippten Kopf aus. Auf den Rippen wachsen in Büschen kleine Härchen. In der Mitte des Kopfes treibt in den Sommermonaten eine weiß- bis rosafarbene Blüte aus, die nach einigen Tagen wieder verblüht. Die Frucht des Peyotekaktus ist eine rosafarbene keulenförmige Beere, die äußerst kleine Samen enthält, mit denen der Kaktus normalerweise auch vermehrt wird.

Um richtig zu gedeihen benötigt der Peyotekaktus nahrhafte mineralische lehmhaltige Erde. Auch bei optimaler Pflege dauert es einige Jahre bis der Kaktus groß genug ist, um als Droge verzehrt zu werden. Zur Beschleunigung des Wachstums kann er allerdings auf einen San-Pedro-Kaktus gepfropft werden, wodurch die Wachstumsgeschwindigkeit vervierfacht werden soll.

Inhaltstoffe

Der Peyotekaktus enthält über fünfzig bekannte Alkaloide. Je nachdem wie viel Wasser der Kaktus enthält, schwankt der Alkaloidgehalt zwischen 0,5 und 2,5%. Getrocknete Buttons können bis zu 3,7% Alkaloide enthalten. Von der großen Anzahl der Peyote-Alkaloide ist nur vom Meskalin eine deutliche psychoaktive Wirkung bekannt. 1 g getrocknetes Kaktusmaterial enthält ca. 10mg Meskalin.

Sarah Liebkind alias Billy Gutman

Seemann, Musiker, Chansoneur, Chef.

Der Mann mit der Ibanez Joe Pass Serie Gitarre

Immigrant in Kanada & USA

Zur Zeit: Waldschratt:

Micanopy, Florida, next to Gainseville, Gators, Uni Stadt.

Meist im Publix. Oder whole foods.

Schürfen nach Food Produkten.

Hawai Salz

Oder

nach

Chinesischem Pfeffer

oder

Asiatische runde Auberginen

Lebt in Ajiic, Mexiko

Meist auf der Plaza vor der Kathedrale

Oder am See Chapala

Oder auf der Sierra Wandern

Part Time Stuttgart

Meist im Bix oder Cafe im Kunstmuseum

Der Nacked Chef Zyklus oder

Nacked Trout

Momentan empfohlen Chefs Toronto Chef Mafia:

Michael Stadtländer

www.earthday.ca/gala/chef-stadtlander.php - 7k

Sugar Lee

http://www.citytv.com/toronto/citynews/life/family/article/212203--renowned-chef-susur-lee-offers-camping-cooking-tips

Wikepedia, Google
10:51 08.10.2012
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