Platonische Idee

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Stuttgarter Tagebuch, 21 Oktober 2012

Die marxistische Philosophie ist in Deutschland in den Hintergrund geraten, durch den Zusammenbruch der DDR und der Sowjetunion, durch neo liberalen Strömungen und Kräfte wurde vor allem die Debattenkultur vergiftet.

Dadurch fehlt der linken Idee das philosophische Fundament und der politischen Debatte die nötige Schärfe. Auch, weil die neoliberalen Mühlsteine die Menschen passiv macht. Und die Linke sich stark an den Neoliberalismus anpasst.

Die Frage nach den Verhältnissen beinhaltet die Strukturen der Gesellschaft zu erforschen. Innerhalb diesem Komplex sind die Möglichkeiten des Einzelnen die nächsten Fragestellung, wie sich jeder entwickeln kann.

Könnte eine reiche Gesellschaft nicht freier sein? Mehr Freiraum für das Individuum schaffen?

Der Einzelne eine Atmosphäre des Geistes vorfindet. Philosophie darf nie nur in Zirkeln stattfinden.

Es stellt sich die Frage nach einer Volks- Philosophie. Der Philosoph muss sich dem Bürger stellen. Sein Gesicht zeigen.

Dahinter steckt die von Socrates entwickelte Idee der Gesprächsphilosophie. Da der heute Diskurse mehr und mehr im Internet stattfinden, wird nur die öffentliche Erzählung die Wende bringen.

Siehe Bürgerbewegung S21.

Es ist ein komplexe Erzählung, vielschichtig, gemeinhin ist die zündende Idee das Gemeinsame.

Deshalb sollte Philosophie im Park staffinden und nicht nur hinter Fakultätsmauern.

Mit zwanzig Jahren wurde Platon ein Schüler des Philosophen Sokrates. Da Sokrates selbst keine schriftlichen Werke hinterließ, ist es vor allem Platon zu verdanken, dass seine Lehren durch ihn und weitere Schüler überliefert wurden.

Sokrates wurde im Jahr 399 v. Chr. hingerichtet, was ein Wendepunkt in Platons Leben war.

Die Verurteilung seines Lehrers erschütterte ihn und brachte ihn endgültig gegen das politische System der wiederhergestellten attischen Demokratie auf.

Platon gründete 387 v. Chr. die erste Philosophenschule Griechenlands, die Akademie. Die Akademie hatte in mehreren Hinsichten Revolutionscharakter.

Zum einen herrschte dort Gleichberechtigung unter den Schülern. Der Unterricht war kostenlos, die Herkunft war nicht von Belang und auch Frauen konnten teilnehmen. Dies war ein Affront gegenüber der Oberschicht.

Es wäre so, als öffne sich die philosophische akademische Fakultät für jeden.

Die Schüler wurden in wissenschaftlichen und philosophischen Grundlagen unterrichtet mit einem großen Fokus auf der Mathematik. Platon regte sie zu eigenständigem Denken und Forschungen an.

Er lehrte in der Akademie rund zwanzig Jahre, die nach seinem Tod von weiteren Lehrern mit manchen Veränderungen bis in die Spätantike fortgeführt wurde.

Platons berühmtester Schüler war Aristoteles, der sich von Platon sowohl inspirieren ließ als auch einigen seiner Theorien und Lehren widersprach und eigene Ansichten entwickelte.

Wichtig scheint mir der Hinweis auf die Frauen und die Herkunft, die beweist wie offen Platon und seiner Zeit voraus war.

Die Frage nach dem Gerechten stellt sich auch in der zeitgenössischen Schulung:

Heute geht es im pädagogischen Bereich zu wenig um das Talent, mehr um Pauken, wer am Besten auswendig lernt, den Stoff schnell verarbeitet, scheint Vorteile zu besitzen, dazu kommt: die heutige Massenuniversität scheint sich die Luft selbst abzuschnüren.

Dies wird aber Energien freisetzen.

Es braucht zunächst den Überdruss, die Erkenntnis, bis Menschen sich egalitären Strukturen zuwenden.

Die Rede ist von mehr Anarchismus auf allen Eben der Philosophie, sei es an der Fakultät, sei es geistig.

Die platonische Idee handel zu aller erst von Gerechtigkeit, dem Schönen an sich, dem Mensch.

Im elitären intellektuellen Diskurs der postmodernen Philosophie war weniger das Wesen des Menschen gefragt, mehr die Strukturalismus Analyse, der Mensch verschwand hinter der Begrifflichkeit und Intellektualität.

Denn diese Fragen nach dem Schönen hat immer mit dem Gerechten zu tun.

Erst durch das Gerechte kann sich das Gemeinsame entfalten. Und damit der Mensch.

Literatur, Glossar:

John Rawls (* 21. Februar 1921 in Baltimore, Maryland; † 24. November 2002 in Lexington, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Philosoph, der als Professor an der Harvard University lehrte. Sein Hauptwerk A Theory of Justice (1971) gilt als eines der einflussreichsten Werke der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts.

John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit


„Die Gerechtigkeit ist die erste Tugend sozialer Institutionen, so wie die Wahrheit bei Gedankensystemen. Eine noch so elegante und mit sparsamen Mitteln arbeitende Theorie muß fallengelassen werden, wenn sie nicht wahr ist; ebenso müssen noch so gut funktionierende und wohlabgestimmte Gesetze und Institutionen abgeändert oder abgeschafft werden, wenn sie ungerecht sind. Jeder Mensch besitzt eine aus der Gerechtigkeit entspringende Unverletzlichkeit, die auch im Namen des Wohls der ganzen Gesellschaft nicht aufgehoben werden kann. Daher läßt es die Gerechtigkeit nicht zu, daß der Verlust der Freiheit bei einigen durch ein größeres Wohl für andere wettgemacht wird.“

John Rawls: A Theory of Justice

Samuel Langhorne Clemens (* 30. November 1835 in Florida, Missouri; † 21. April 1910 in Redding, Connecticut) – besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain – war ein amerikanischer Schriftsteller.

Mark Twain ist vor allem als Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn bekannt. Er war ein Vertreter des amerikanischen Realismus und ist besonders wegen seiner humoristischen, von Lokalkolorit und genauen Beobachtungen sozialen Verhaltens geprägten Erzählungen sowie aufgrund seiner scharfzüngigen Kritik an der amerikanischen Gesellschaft berühmt. In seinen Werken beschreibt er den alltäglichen Rassismus; seine Protagonisten durchschauen die Heuchelei und Verlogenheit der herrschenden Verhältnisse.


Mark Twain Huckleberry Finn


Alasdair Chalmers MacIntyre (* 12. Januar 1929 in Glasgow) ist ein schottisch-amerikanischer Philosoph.

MacIntyre studierte in London und Manchester und lehrt seit 1969 in den Vereinigten Staaten. Seit 1988 ist er Professor für Philosophie an der University of Notre Dame in Indiana. MacIntyre gilt als einer der Hauptvertreter des Kommunitarismus.


Der Verlust der Tugend. Zur moralischen Krise der Gegenwart. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995.

EUTHYPHRON.

(De Sancto.)

Nach der Übersetzung von Friedrich E. D. Schleiermacher

in: Platons Werke, 2. Auflage, Berlin 1818,

bearbeitet.

[2 St.1 A]EUTHYPHRON: Was hat sich doch Neues ereignet, o Sokrates, daß du dem Aufenthalt im Lykeion entsagend dich jetzt hier aufhältst bei der Königshalle? Denn du hast doch wohl nicht auch einen Rechtsstreit bei dem königlichen Gerichtshof, wie ich?

SOKRATES: Wenigstens, Euthyphron, nennen dies die Athener nicht einen Rechtsstreit, sondern eine Staatsklage.

EUTHYPHRON: Was sagst du? Eine solche hat Jemand gegen dich eingeleitet? Denn du gegen einen Andern, das kann ich von dir nicht denken.

SOKRATES: So ist es auch nicht.

EUTHYPHRON: [B] Sondern ein Anderer gegen dich.

SOKRATES: Freilich.

EUTHYPHRON: Wer doch?

SOKRATES: Ich kenne den Mann selbst nicht recht, Euthyphron, [C] jung scheint er mir wohl noch zu sein, und ziemlich unbekannt. Man nennt ihn, glaube ich, Melitos, und von Zunft ist er ein Pitthier, wenn du dich etwa auf einen Pitthier Melitos besinnst mit glattem Haar, noch schwachem Bart und Habichtsnase.

EUTHYPHRON: Ich besinne mich nicht; aber was für eine Klage hat er denn gegen dich eingegeben?

SOKRATES: Was für eine? Die ihm nicht wenig Ehre bringt, dünkt mich. Denn so jung noch sein und schon eine so wichtige Sache verstehen, ist nichts geringes. Nämlich er weiß, wie er behauptet, auf welche Weise die Jugend verderbt wird, und wer sie verderbt. Er mag also wohl ein Weiser sein, und weil er meine Unweisheit inne geworden, als durch welche ich seine Altersgenossen verderbe: so geht er, wie zur Mutter, zum Staat, um mich zu verklagen. [D] Und er allein unter allen öffentlichen Männern scheint mir die Sache recht anzufangen. Denn ganz recht ist es, zuerst für die Jugend zu sorgen, daß sie aufs beste gedeihe; wie auch ein guter Landmann immer zuerst für die jungen Pflanzen sorgt, und hernach für die übrigen. [3 St.1 A] So wahrscheinlich will auch Melitos zuerst uns vertilgen, die wir den frischen Trieb der Jugend verderben, wie er sagt; hernach aber wird er natürlich auch für die Älteren sorgend dem Staat ein Urheber sehr vieler und großer Vorteile werden, wie man ja erwarten muss von dem, der mit einem solchen Anfang anfängt.

Sarah Liebkind alias Billy Gutman

Seemann, Musiker, Chansoneur, Chef.

Der Mann mit der Ibanez Joe Pass Serie Gitarre

Immigrant in Kanada & USA

Zur Zeit: Stuttgart

Universität, Fakultät Philosophie.

Mitarbeit u.a. Edition Vincent Klink Häuptling Eigener Herd

Part Time:

Micanopy, Florida, next to Gainseville, Gators, Uni Stadt.

Meist im Publix. Oder whole foods.

Schürfen nach Food Produkten.

Hawai Salz

Oder

nach

Chinesischem Pfeffer

oder

Asiatische runde Auberginen

Lebt in Ajiic, Mexiko

Meist auf der Plaza vor der Kathedrale

Oder am See Chapala

Oder auf der Sierra Wandern

Part Time Stuttgart

Meist im Bix oder Cafe im Kunstmuseum

Part Time:

Toronto

Mitarbeit u.a. Filmproduktionen Charles Wahl

www.charleswahl.com/ -

Mitarbeit als Food Writer: u.a. Now Magazin

Der Naked Chef Zyklus oder

Naked Trout Recipes

Momentan empfohlen Chefs Toronto Chef Mafia:

Michael Stadtländer

www.earthday.ca/gala/chef-stadtlander.php - 7k

Sugar Lee

http://www.citytv.com/toronto/citynews/life/family/article/212203--renowned-chef-susur-lee-offers-camping-cooking-tips

09:34 22.10.2012
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