Saul Rednow

Meine Themen: Rechtsextremismus - Rassismus - Homophobie - Politik - Musik u.a.
Saul Rednow
RE: Bloßes Rumhocken und gefüllte Läden verführen | 09.12.2015 | 19:06

@Scharfenorth

Sie machen sich Sorgen, Zitat Scharfenroth: „Dass die leichte Kriminalität mit der Flüchtlingswelle ansteigt“

Andere machen sich Sorgen, da die Gewalt GEGEN Flüchtlinge und nicht vorrangig die VON Flüchtlingen massiv ansteigt, wie ‚Die Zeit’ (siehe Link, unten) recherchierte.

Und solange PEGIDA-Redner, wie Lutz Bachmann, weiterhin ungestraft gegen Fremde hetzen, ohne dass dieser vorbestrafte Kriminelle, der nur gegen Bewährungsauflagen auf freiem Fuß ist, zumindest ausgebuht wird, halte ich IHRE Sorgen @Scharfenroth für ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver von der (nicht mehr nur latenten) Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit des rechten Mobs, der seinen Rassismus und seine Fremdenfeindlichkeit immer öfter in die Tat umsetzt.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/rechtsextremismus-fluechtlingsunterkuenfte-gewalt-gegen-fluechtlinge-justiz-taeter-urteile

https://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Bachmann

https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus_in_Deutschland

RE: "Ein rechtsextremes Familienunternehmen“? | 08.12.2015 | 15:05

Die Diskrepanz zwischen politischem Programm und eigenem Handeln wird auch in Sachen AfD-Finanzen deutlich.

Was sie anderen vorwerfen („nicht mit Geld umgehen zu können“) scheint vorrangig wohl eher ein Problem der AfD-Führung zu sein.

Jetzt wurde bekannt, dass AfD-Mitglieder kürzlich einen Bettelbrief ihrer Partei erhalten haben, in dem zu Spenden für die Stabilisierung der prekären Parteifinanzen aufgefordert wurde.

Hintergrund: Nach dem Austritt solventer Parteienfinanzierer, wie dem millionenschweren Ex AfD-Mitglied Hans-Olaf Henkel, bleiben die Finanzspritzen zunehmend aus. Und jetzt dämmert es den „Dampfplauderern“ in der AfD-Führung, wie etwa der Bundesvorsitzenden Frauke Petry (sie ging in Firmen- und Privat-Insolvenz), Björn Höcke (die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Höcke wegen des Verdachts auf Finanz- und Steuer-Betrug) u.a. offenbar, dass es nicht reicht „dem rassistischen Mob“ nach dem Maul zu reden, sondern dass auch Mitgliedsbeiträge und Parteispenden fließen müssen, um sich finanzieren zu können.

Was aber, wenn für viele Parteimitglieder bei Geld die Freundschaft zur Parteispitze bereits aufhört und sie keine oder nur widerwillig Beiträge überweisen?

Mit der in Kürze in Kraft tretenden Änderung des Parteiengesetzes könnte es zudem zu beträchtlichen Rückforderungen unrechtmäßig erhaltener öffentlicher Gelder kommen. Von einer soliden Finanzierung künftiger Landtags- und Bundestagswahlkämpfe ganz zu schweigen.

Fazit: Wer seinen eigenen Laden nicht in Ordnung halten kann, sollte sich mit der Kritik an anderen besser zurückhalten.

RE: Peinliche Vertreter | 26.11.2015 | 13:09

Nazis, Antisemiten, Homophobe und Fremdenfeinde haben ihr öffentliches Auftreten (wenn sie sich „unter Ihresgleichen“ wähnen sprechen sie dagegen oft Klartext) längst angepasst.

Um der (zutreffenden) Zuordnung als Rechtsextremer, Juden-, Schwulen- oder Fremdenhasser (wenigstens vorübergehend) zu entgehen, verwenden Sie regelmäßig gezielt ein Vokabular, das sie von Linken kopiert haben, um Mimikry zu veranstalten, sich also zu tarnen und auch um vor Strafverfolgung sicher zu sein.

Die regelmäßig zu lesende Aussage: „Ich bin kein Nazi, Antisemit, Homophober, Fremdenfeind“ (oft noch mit dem Nachsatz garniert: „ich habe sogar jüdische, homosexuelle, ‚ausländische’ Freunde“) führt inzwischen allerdings eher dazu, dass viele sich Denjenigen, der sich derart äußert, daraufhin erst recht einmal genauer ansehen und dessen mediale und politische Vita unter die Lupe nehmen. Dabei wird man oft sehr schnell fündig.

Das ‚Netz gegen Nazis’ hat schon vor Jahren auf diese Taktik rechtsextremer Demokratiefeinde hingewiesen und selbst die NPD schult ihre „Kader“ inzwischen derart, sich eine „salonfähige“ Sprache zuzulegen, um auch bei „Linken“ nicht sofort Widerspruch auszulösen, sondern zunächst Zustimmung, bis denen dann bewusst wird mit wem sie es zu tun haben.

Und zur Querfront (Linke tappen naiv in die Falle, die Rechtsextreme für sie aufgestellt haben):

„(…) [der damalige] NPD-Chef Udo Voigt hatte schon im Jahr 2001 angekündigt: "Wir werden uns an die Spitze einer neuen deutschen Friedensbewegung stellen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, ist eine Querfront rechter und linker Systemkritiker nötig …“

Ein Teilnehmer im rechtsextremen Internetforum ‚Freier Widerstand’ freute sich: „(…) Bald gibt es kein Links und Rechts mehr (…) dann gibt es nur noch das System und seine Feinde …“

https://www.freitag.de/autoren/goedzak/hundert-jahre-querfront

https://de.wikipedia.org/wiki/Querfront

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rechtsextreme-sprachcodes-1144

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/der-traum-von-der-querfront

https://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus_%28nach_1945%29

https://de.wikipedia.org/wiki/Homophobie

RE: Wie groß war und ist der sog. „NSU“ wirklich? | 13.11.2015 | 14:11

Ihre kranke Ideologie liest sich, wie das Pendant zum unsäglichen, menschenverachtenden Machwerk des komplex beladenen Österreichers Adolf Hitler.

Die Minderwertigkeitskomplexe mickriger, zu kurz gekommener, Männlein, suchen sich häufig ein Ventil im Hass auf „angeblich besser ausgestattete“ Männer anderer Ethnien und konstruieren aus diesem Sexualneid einen zusammen fantasierten „Kampf der Rassen um Vorherrschaft und um das Recht sich mit Frauen, auch mit den Frauen anderer Ethnien, zu paaren“

Sie meinen ich enge die Betrachtung zu sehr auf die Sexualneurosen von zu kurz gekommenen Spätpubertierenden ein, ich würde gar übertreiben?

Leider nicht, lesen Sie es nach in den Pamphleten von Ku Klux Klan, NSDAP und anderen rechtsextremen Männerbünden, in denen Frauen schon immer in erster Linie als Gebärmaschinen angesehen werden, die lediglich die „eigene Rasse" zu sichern und zu vermehren haben.

Aus genau diesem Minderwertigkeitskomplex weißer Männlein gegenüber schwarzen Männern ist einst in Nordamerika der mörderische, rassistische Ku Klux Klan entstanden, der auch in Deutschland (wieder) aktiv ist und diese zu kurz gekommenen Männlein mit ihren nicht aufgearbeiteten Minderwertigkeitskomplexen anzieht.

Einige unsortierte Meldungen zum Ku Klux Klan in Deutschland und seine evtl. Verbindungen zu den immer noch weitgehend unaufgeklärten NSU-Morden in Deutschland:

http://www.taz.de/!5086862/

http://www.deutschlandfunk.de/rechtsextreme-der-ku-klux-klan-in-baden-wuerttemberg.862.de.html?dram:article_id=325747

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/polizisten-aus-baden-wuerttemberg-waren-bei-ableger-des-ku-klux-klan-a-847685.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/beamten-mit-kapuzen-bis-zu-20-suedwest-polizisten-wollten-in-den-ku-klux-klan_id_4582463.html

https://www.youtube.com/watch?v=SG_o1qHjCsk

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Ku-Klux-Klan-in-Mecklenburg2

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ku-klux-klan-im-suedwesten-militante-neonazis-sauer-auf-ku-klux-klan-chef.c87246bc-2165-48a5-b49c-0d6f604d0dec.html

http://www.sueddeutsche.de/panorama/baden-wuerttemberg-ku-klux-klan-in-deutschland-wieder-aktiv-1.1665230

http://www.commonwood.de/SPIRIT/Klux.html

RE: Wofür er besonders schwärmt ... | 29.10.2015 | 13:21

Update 28./29.10.2015:

Akif Pirinçci behauptet in einem Beitrag für die rechte Wochenzeitung ‚Junge Freiheit’ (sie gilt vielen als „Bindeglied und Scharnier zwischen Nazis und Rechtskonservativen“) u.a. sinngemäß

„alles nur Satire, was ich in jüngster Zeit geschrieben habe, ich gebe die Schriftstellerei jetzt aber komplett auf“

u n d

„ich werde Deutschland in Kürze auf Dauer verlassen [wahrscheinlich will er nur einer möglichen Verurteilung von bis zu 5 Jahren Haft wegen Volksverhetzung entgehen, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind angelaufen]“

Na dann, gute Reise und auf hoffentlich Nimmerwiedersehen!

RE: Männliche* Dominanz: Was geht mich das an? | 29.10.2015 | 11:02

@Regine Beyss

Vielleicht ist das Nachstehende ein wenig off topic, doch möglicherweise auch nicht:

Als jemand, der früh politisch (immer links) sozialisiert wurde, musste ich mich im Laufe der Zeit von so einigen Illusionen verabschieden, die ich über meine Genossen (und Genossinnen) hatte, etwa die, dass ...

Diejenigen, die für eine gerechtere Welt kämpfen, bereits ihre eigenen, einst verinnerlichten aber längst überkommenen, patriarchalischen Verhaltensweisen reflektiert und abgelegt hätten,

Macht- und Dominanzgebaren einer anderen Diskussions- und Umgangskultur gewichen wären (Stichworte: Konsensversuche und Respekt vor anderen Meinungen, besonders wenn diese von Frauen oder „in der Rangordnung niedriger stehenden“ Anwesenden geäußert werden),

die gesellschaftliche Ausgrenzung, Diffamierung und Unterdrückung homosexueller Menschen keinen Platz im angestrebten Sozialismus haben kann und darf (Stichworte: In der Sowjetunion wurde männliche Homosexualität zwischen Erwachsenen mit langjährigen Haftstrafen und Zwangsarbeit bestraft und im Kuba der Fidel Castro-Ära wurden männliche Homosexuelle in Internierungslager gesteckt und gefoltert, wodurch viele der Inhaftierten zu Tode kamen - letzteres hat sich inzwischen radikal geändert, aber erst nachdem Fidel Castros offen lesbische Nichte sich an die Spitze der Gay-Community setzte, siehe nachstehenden Link)

Sorry, falls ich ein wenig vom Thema des Blogs wegführte!

https://www.freitag.de/autoren/saul-rednow/putin-castro

RE: „1933/2015: DAS VIERTE REICH“ | 20.10.2015 | 19:55

Artikel 1 (1) Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Kommentar: Es heißt ausdrücklich „die Würde des Menschen“ und nicht „die Würde des deutschen Menschen“

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html

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Das Strafgesetzbuch (StGB) führt im § 130 Volksverhetzung u.a. folgendes aus:

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, die Menschenwürde

anderer dadurch angreift, dass er

1.) zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt,

2.) zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder

3.) sie beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.

Kommentar vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages: „Die Staatsanwaltschaft muss bei Verdacht auf Volksverhetzung ein Ermittlungsverfahren einleiten, eine Strafanzeige ist dazu nicht erforderlich. Mit ‚Teilen der Bevölkerung’ sind keineswegs nur Deutsche gemeint, dieser Begriff meint vielmehr alle sich im Land aufhaltende Personengemeinschaften, die sich aufgrund gemeinsamer äußerer oder innerer Merkmale als eine von der übrigen Bevölkerung unterscheidbare Bevölkerungsgruppe darstellen“

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html

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§ 186 StGB Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, (…) mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr (…) und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren (…) bestraft.

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__186.html

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§ 185 StGB Beleidigung

Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr (…) und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren (…) bestraft.

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__185.html

RE: James Brown (1933 - 2006) | 13.09.2015 | 17:21

Nachtrag:

Der Titel ‚Sex Machine’ startet bei Laufzeit 16:15 Minuten

RE: James Brown (1933 - 2006) | 13.09.2015 | 17:14

Auftritt in Monterey, Kalifornien 1979 („The Lost Tapes“), zum Glück wieder gefunden und veröffentlicht.

Was James Brown hier mit seinem Hit ‚Sex Machine’ anstellt ist einfach hinreißend - er verwandelt den Song in eine über 15-minütige Trance-Nummer, die mit zahlreichen überraschenden Improvisationen gespickt ist.

Man merkt der Band an, dass sie offenbar genauso überrascht, wie die Background-Sängerinnen und das Publikum, verfolgen was JB macht.

Wer sich ganz relaxed, auf die Musik einlässt, wird eine kleine Ahnung dessen bekommen, was JAMES BROWN für die schwarze Musik Amerikas darstellte (ich habe ihn leider nur einmal live in einem Konzert erlebt, aber diesen Abend werde ich niemals vergessen):