Scharfenorth

Geb. 1941. Bis 1990 Gutachter fuer die DDR-Stahlindustrie. Danach Journalist/ Autor in Duesseldorf. 2008: "Stoerfall Zukunft"; 2011: "abgebloggt"
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Scharfenorth
RE: Für die armen Deutschen bleibt nichts übrig | 28.11.2017 | 10:25

Das System, in dem wir leben, ist so aufgebaut, dass niemand diejenigen, die unrechtmäßig zu viel haben, zu fassen bekommt. Denn die Verfolger werden von den Galionsfiguren in der Politik bewusst fehlgesteuert (s. Lobbyismus) . Folglich ist ein Geldfluss, der die Ausgaben für Flüchtlinge kompensieren könnte nicht, und zwar garnicht in Sicht. Man muss sich aber mal vorstellen, was 50 Milliarden Euro sind ... bitte ... Pause .... bitte. In akuter Not befindlichen Flüchtlingen muss Europa in seiner Gesamtheit helfen. Aber nach Abklingen der Not müssen Flüchtlinge sehr viel stärker animiert werden, in ihre blutenden Heimatländer zurückzukehren. Denn dort werden sie mehr gebraucht als hier in Deutschland. Dass auch der BDI möglichst viele Menschen einwandern lassen möchte, hat nur damit zu tun, dass man aus mehr Menschen tendenziell mehr Fachkräfte filtern kann. Auch das ist nur menschenverachtend, denn gerade die fachlich besten und gesunden Leute werden in den Herkunftsländern gebraucht. Die Wirtschaft aber will filtern und überlässt den für sie "untauglichen" Teil der Einwanderer der staatlichen Sozialhilfe, die irgendwann an den immer weiter steigenden Lasten Lasten zusammenbricht. Es bleibt dabei: Nur die Lösung der Probleme am "Notort" kann und muss zur Lösung des Flüchtlingsproblems führen....

RE: Religiöses Dummenpulver | 30.08.2017 | 09:32

Irgendwann werden auch die Muslime als Arbeitstiere von sich reden machen. Immerhin verstehen sich 40% von ihnen als hochreligiös http://www.rp-online.de/politik/studie-muslime-besser-integriert-aid-1.7034450

RE: Wird "der Freitag" zur Missgeburt? | 24.06.2017 | 17:46

Hallo Magda, von enormem Elend zu sprechen, ist einfach übertrieben. Mein Freund hat viele Jahre in Moskau gelebt und ist mit einer Russin verheiratet. Die verhältnisse sind daher bekannt. Im Detail haben Sie Recht. Wikipedia verweist darauf, dass Putin in einer Kommunalka aufgewachsen ist - worüber man auch nie etwas erfährt:

Entstanden im russischen Zarenreich aus Mangel an Wohnraum, existierte dieser Wohntyp in der Sowjetunion aus gleichem Grund weiter. Kommunalkas sind sowohl in Russland wie in den anderen ehemaligen Landesteilen der UdSSR auch heute noch vorhanden, obwohl deren Zahl rapide schrumpft. Insbesondere im historischen Stadtzentrum Sankt Petersburgs gibt es noch viele Kommunalkas. Dort leben nach Angaben der Stadtverwaltung noch 20 %, etwa 660.000 Personen in 105.000 Wohngemeinschaften. Das Wohnen in Kommunalkas hat ähnliche Vor- und Nachteile wie das Leben in westlichen Wohngemeinschaften. Da hier jedoch überwiegend Familien zusammenwohnen und die Personenzahl meist größer ist, ist insbesondere das Potenzial für soziale Konflikte noch höher. Nicht selten gehören zu einer Kommunalka zwischen zehn und zwanzig Wohneinheiten, die durch einen langen Flur miteinander verbunden sind. Die Wohneinheiten können gemietet oder käuflich erworben werden. Der Umstand, dass der russische Präsident Wladimir Putin in einer Kommunalka in St. Petersburg aufwuchs, wurde mehrfach in der Berichterstattung über ihn erwähnt.

RE: Wird "der Freitag" zur Missgeburt? | 23.06.2017 | 19:03

An JR's China Blog: Ich will hier nichts verkürzen, möchte aber zu einigen Ansagen nicht Stellung nehmen, weil das die Diskussion verwässert. Ich möchte im Grunde raus aus der Debatte. Deshalb abschließend noch folgende Bemerkungen:

0) an JR: Dass in der Sowjetunnion viel Mist gebaut und unterdrückt wurde, ist keine Frage. Dass die USA überall dort, wo es ihren wirtschaftlichen und politischen Interessen entgegensteht, aktiv und massiv Einfluss nehmen, ist ebenso klar. Amerika first, Amerika braucht die Vorherrschaft, nur wer dem entspricht, erhält Bleiberecht. Dem besoffenen Jelzin hat man einen überhelfen wollen, in Venezuela mischt man kräftig mit, um das Hauptkettengleid von ALBA zu zerstören (das funktioniert auch, weil Maduro unfähig ist, eine für die Mehrheit akzeptable Gesellschaftsordnung einzurichten) und in der Ukraine unterstützt man unter dem Mantel des Protestes gegen die ungerechtfertigten Anexionen den Schokoladenkönig, alle anderen Oligarchen, die Korruption und die innere Auflösung des Landes, das um den Preis der inneren Not zur Willfährigkeit und Aufnahmebereitschaft für die verlängerten Werkbänke des Westens gezwungen wird. Und wie jetzt schon erkennbar, im elendsten Elend aller Elende landet.

Kulturnation macht sich nicht an herrschenden Politikern oder Oligarchen fest. Der Begriff sammelt die über Jahrhunderte angesammelten Schätze aus Dichtkunst, Musik, Bildender Kunst und Wissenschaft. Und wir wissen schließlich, wer Lew Tolstoi, Puschkin, Tschaikowsky, Rachmaninov, Dostojewsky, Gargarin, die Primabalerina am Bolschoi waren und sind.

Sie können über die weiteren hundert Wisenschaftler (und nur das betone ich hier beonders) Zehntausend alles im Netz erfahren https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_russischer_Erfinder_und_Entdecker

Unter Zusammengehen verstehe ich den EU-Russlandrat, Handelsvereinbarungen mit Sonderstatus, kulturellen, wissenschaftlichenund sportlichen Austausch, ganz allgemein Assoziierungsabkommen zum gegenseitigen Vorteil, Nichtangriffspakte -- alles, was Russland nicht zwingt, eine Allianz mit China einzugehen.

1)Madga betreffend: Man muss die Geschichte der Wende un d er Treuhandanstalt kennen, um die Unterschiede in der Prozedur Ex-DDR und Russland erkennen zu können. Die DDR wurde abgewickelt - ohne dass das Spuren im Grundgesetz hinterlies. Es wurden reihenweise Pegida-Ahänger generiert. In Russland hat man im Transformationsprozess an die Menschen gedacht, und das mehr als ansatzweise. Wohnungslose hat es in der Sowjetunion - wenn man mal von den Inhaftierten absieht ebenso wenig gegeben wie in der DDR.

An Denkzone: Ich bin auch nicht für die Verherrlichung von Glitzerwelten, vor allem dann niocht, wenn sie für das Ganze stehen sollen. Dennoch halte ich es für eine grobe Unterlassung unserer Medien, die Entwicklung der beiden Städte praktisch auszublenden. Über Shanghai wird pausenölos berichtet. Das Moskau ganz andere, vor allem kulturell befruchtete Zonen hat, erfährt kaum jemand.

RE: Wird "der Freitag" zur Missgeburt? | 23.06.2017 | 08:17

JR's China Blog ...... o Gott, der neue kalte Krieg!

RE: Wird "der Freitag" zur Missgeburt? | 22.06.2017 | 16:26

JR's ... die billige Ironie geht am Wesentlichen vorbei. Mehr als etwas mehr Ausgewogenheit ist ja nicht verlangt. Und warum sollen wir uns solche Hetzartikel gefallen lassen. Insider, denen Moskau tagtäglich Nachrichtensendungen aus aller Welt im Umfang von jeweils 90 Minuten anbietet, erfahren ohnehin sehr viel mehr als Leute hier zu Lande. Was nicht heißt, dass da nicht auch gefärbt wird. Man wünschte sich nur, dass da auch mal reingehört wird, um Schieflagen in der Berichterstattung aufzulösen. Die Vorgespanntheit gegen Russland ist doch einfach krank. Es geht ja nicht nur gegen Putin, es wird gegen Russland Stimmung gemacht - ganz gleich ob da Kommunisten oder Kapitalisten gen Westen agieren. "Die Russen kommen!" - das ist nach wie vor in vielen Köpfen. Dabei ist Russland eine Kulturnation, die genau genommen in den europäischen Verbund gehörte. Aber weder St. Petersburg oder Moskau nie gesehen hat und nur schlaue Sprüche absondert, leistet nur der allgemeinen, manipulierten Abschätzigkweit Vorschub. Und natürlich stecken die Amis dahinter, deren Furcht vor einem Zusammengehen Europa-Russland immens ist und tief sitzt. Hier könnte ein Konkurrent erwachsen, der wirklich ernst zu nehmen ist. Aber hier bin ich bereits übers Ziel hinaus geschossen. Es ging ja zunächst nur um den bösen Putin.

RE: Wird "der Freitag" zur Missgeburt? | 22.06.2017 | 16:22

Sorry - Kleine Korrektur: ...was nicht heißt, dass da nicht auch gefärbt wird .......

RE: Wird "der Freitag" zur Missgeburt? | 22.06.2017 | 16:20

JR's ... die billige Ironie geht am Wesentlichen vorbei. Mehr als etwas mehr Ausgewogenheit ist ja nicht verlangt. Und warum sollen wir uns solche Hetzartikel gefallen lassen. Insider, denen Moskau tagtäglich Nachrichtensendungen aus aller Welt im Umfang von jeweils 90 Minuten anbietet, erfahren ohnehin sehr viel mehr als Leute hier zu Lande. Was nicth heißt, dass da auch gefärbt wird. Man wünschte sich nur, dass da auch mal reingehört wird, um Schieflagen in der Berichterstattung aufzulösen. Die Vorgespanntheit gegen Russland ist doch einfach krank. Es geht ja nicht nur gegen Putin, es wird gegen Russland Stimmung gemacht - ganz gleich ob da Kommunisten oder Kapitalisten gen Westen agieren. Die Russen kommen - das ist nach wie vor in vielen Köpfen. Dabei ist Russland eine Kulturnation, die genau genommen in den europäischen Verbung gehörte. Aber weder St. Petersburg oder Moskau nie gesehen hat und nur schlaue Sprüche absondert, leistet nur der allgemeinen, manipulierten Abschätzigkweit Vorschub. Und natürlich stecken die Amis dahinter, deren Furcht vor einem Zusammengehen Europa-Russland immens ist und tief sitzt. Hier könnte ein Konkurrent erwachsen, der wirklich ernst zu nehmen. Aber hier bin ich bereits übers Ziel hinausgeschossen. Es ging ja zunächst nur um den bösen Putin.

RE: Wird "der Freitag" zur Missgeburt? | 17.06.2017 | 23:10

Danke für die zahlreichen Wortmeldungen. Mir ging es tatsächlich nicht um Loblitaneien auf postsowjetische Herrscher. Nur darum, dass man einigermaßen ganzheitlich und nicht ausschließlich im verriss landet. Gessen im Einzelnen zu zitieren machte für mich angesichts der ausschließlich spekulativen Absonderungen keinen Sinn. Hier wurde ein Bild erstellt, dass Verachtung gegenüber Putin erzeugen sollte - vermutlich rührt die böse AbsichtGessens aus eigener schlechter Erfahrung mit dem Regime. Man darf verschwörerisch vermuten, dass Gessen vor seiner Flucht aus Russland etwas auf dem Kerbholz hatte und dafür büßen musste. Leider erfahren wir nicht über dererlei Vorgeschichten. Und weil ich selbst keine irrwitzige Theorie aufbringen will, ziehe ich diese, meine letzte Vermutung zurück. Und sehen Sie ....... es bleibt etwas hängen.