Schade ums Papier

Ich hasse Floskeln, ... und Phrasen. Heute sind sie mir neuerlich begegnet, Sie waren so unerträglich wie die oft völlig unverständlichen und gestelzten Texte mancher Neunmalklugis
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Ich habe den Eindruck, dass auch die Protagonisten des Freitag hin und wieder Beiträge veröffentlichen, weil dieser und jener, vielleicht auch Herr Augstein selbst, einen Prof kennen, der irgendwann in seinem Leben den einen wirkmächtigen Furz gelassen hat. Ich misstraue gut angezogenen Akademikern mit cleveren Umgangsformen grundsätzlich – es sei denn, sie überzeugen mich mit konkreten Fakten und logischen Argumentationen. Genau das ist Frieder Otto Wolf nicht gelungen. Ja, ich frage mich, wie man unter dem Motto „Bleib mutig“ derart abgestandenen Schwachsinn absondern und zur veröffentlichung frei geben kann https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/bleibt-mutig. Dass die Menschheit die kooperierenden Monster Imperialismus, Patriarchat, Kapitalismus und Klimakrise nur dann los wird, wenn der Kapitalismus an sich beseitigt wird, ist eine Binsenweisheit. Uns dafür Mut machen zu wollen ohne eine einzige konkrete Handlungsoption zu benennen, ist purer Schwachsinn. Hätte uns Wolf doch wenigstens bestätigt, dass die Entmachtung der globalen Verbrecher unmöglich ist, hätten wir missmutig knurren können. So aber streut er Pfrasen in den Raum, die das Papier nicht wert sind. Warum, Freitag, wird das veröffentlicht?

Dr. Ulrich Scharfenorth, Ratingen

www.stoerfall-zukunft.de

16:04 29.02.2020
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Geschrieben von

Scharfenorth

Geb. 1941. Bis 1990 Gutachter fuer die DDR-Stahlindustrie. Danach Journalist/ Autor in Duesseldorf. 2008: "Stoerfall Zukunft"; 2011: "abgebloggt"
Scharfenorth

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