schkid

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RE: Im Schlafwagen ins Abseits | 03.09.2009 | 19:14

@ Philip Grassmann
Wenn sie eine linke Gestaltungsmehrheit im Lande sehen, dann schließt das ja GRÜNE und SPD ein. Was ist nun aber an deren Politik der letzten Jahre links? Agenda 2010? Balkan- und Hindukuscheinsatz der Bundeswehr? Steuererleichterungen für Besserverdienende? Hereinholen der Heuschrecken? Usw. usf. Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann sehen sich GRÜNE und SPD selbst als Mitte, oder?
Ich denke, besser formuliert es die Titanic: Die SPD hat keine Linke. Klitschko hat eine, aber nicht die SPD.

RE: Lasst die Schulen los! | 01.09.2009 | 15:15

Passender Kommentar auf den NDS über diesen Artikel:
"Es ist überall die gleiche Methode der neoliberalen Reformer: Sie nutzen den Frust an den vorhandenen (staatlichen) Institutionen aus, machen das kaputt gesparte öffentliche Angebot schlecht und setzen an den real vorhanden Problemen an, um ihre Konzepte der Entstaatlichung und unternehmerischen Leitungsstrukturen als Befreiung anzupreisen.
Statt auf diejenigen zu hören, die täglich ihren pädagogischen Auftrag erfüllen und die Bildung vermitteln, sollen die Lehrerinnen und Lehrer einem bildungsfernen autoritären Management-Konzept untergeordnet werden. Es ist die Übertragung des Bildes vom „guten“ Tyrannen auf ein demokratisches Schulwesen. Und daraus sollen dann selbstständig denkende, mündige Bürger herauskommen?
So stellt sich die Wirtschaft Bildung vor [PDF]. Dass solche Modelle von der Bertelsmann Stiftung oder den Unternehmensverbänden propagiert werden, ist nicht erstaunlich, dass sie nun auch vom langjährigen Leiter des Bildungsressorts der taz, Christian Füller, propagiert und im „Freitag“ publiziert werden, lässt erkennen, wie sehr ehemals linksliberale Blätter in die Netzwerke der neoliberalen Reformer verstrickt sind."
www.nachdenkseiten.de/?p=4162

RE: Staatsziel Sparen | 09.03.2009 | 06:03

@Mühlenkamper
Ich hoffe, Dich nicht falsch verstanden zu haben, aber ist das Recht auf Arbeit bei der hohen Produktivität nicht längst überholt? Müsste es nicht Recht auf gesichertes Auskommen oder so heissen? Man kann natürlich die ganzen "Überflüssigen" irgendwie beschäftigen, aber dann hätte man Zustände wie in einigen DDR-Betrieben: Sollarbeitszeit 40h reale Arbeitszeit 15h. Damit ist keinem geholfen. Ich weiss nicht, aber das Recht auf Arbeit nützt doch keinem, wennn es nur auf dem Papier steht und sowieso nicht durchsetzbar ist. Und führt nicht der Mythos Vollbeschäftigung irgendwie hintenrum zu den Exzessen die mit dem ALG II verbunden sind: zu Nötigung und Zwangsarbeit?

RE: Hallo Apokalypse | 09.03.2009 | 03:29

@maverick
Ich verstehe Dein Argument nicht, weil der Artikel (für Dich) in Gänze ansprechend ist, geht Kritik an Einzel- oder Teilaussagen fehl? Bitte? Ich halte den Artikel eher für dürftig, aber das war nicht der Anlass meiner Kritik.
Wenn die Krise vom Himmel gefallen ist, wie der Autor suggeriert, die Zentralbänker und „ein ganzer Berufsstand dümmer als Bauerntölpel“ davon nichts gewusst haben soll, dann braucht man nicht mehr nach Ursachen für die Krise zu fragen und kann sich Analysen und Folgerungen auch gleich ganz sparen. Gegen Sachen, die vom Himmel fallen, wie z.B. die Dummheit eines ganzen Berufsstandes, dagegen kann eben nichts machen, bestenfalls beten, wenn man sich denn damit zufrieden gibt. Und das schiebt uns der Autor nebenbei einfach so unter, im Freitag! Solch ein Journalismus, wie er sich in diesem Punkt widerspiegelt, führt nicht zu Analyse und Aufklärung sondern davon weg. OK?
Sorry für die Doppelpostings, hoffentlich habe ich es jetzt begriffen

RE: Hallo Apokalypse | 06.03.2009 | 17:35

@sacibo
Mein ökonomischer Sachverstand reicht leider nicht aus, das zu beurteilen. Ich muss mich da auf Andere verlassen. Andererseits, solltest Du (ich hoffe, das Du geht in diesem Forum in Ordnung) richtig liegen, spricht das ja immer noch nicht für die vom Autor vertretene Meinung, dass die Zentralbanker aus allen Wolken gefallen sind. Zumindest einigen Journalisten scheinen schon vor Jahren die Augen aufgegangen zu sein.

05.01.2005 Artur P. Schmidt
Sich selbst verstärkende Seifenblasen
Kollabiert der US-Immobilienmarkt?
> http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19151/1.html

18.09.2006 Gabor Steingart
Brandgefährliches Spiel mit dem Dollar
> http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,437158,00.html

03.01.2007 Rainer Sommer
Am amerikanischen Subprime-Hypothekenmarkt droht ein Desaster
> http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24355/1.html

14.05.2007 Dieter Wermuth
Überall Blasen
> http://blog.zeit.de/herdentrieb/2007/05/14/uberall-blasen_163

16.08.2007 Egon W. Kreutzer
Das Beben der Märkte
> http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/0PAD33.html

Ich bleibe bei meiner Meinung. Die Eliten in Politik und Wirtschaft haben sehr wohl gewusst, was da kommt.

RE: Hallo Apokalypse | 05.03.2009 | 21:11

Bezugnehmend auf diesen Abschnitt des Artikels: "– in dieser höchsten Blüte der Kultur ist es unseren studierten Chefvolkswirten der Zentralbanken nicht aufgefallen, dass der weit überwiegende Teil des Geldvermögens sich längst von allen realen Werten entkoppelt hatte und zur reinen Zählgröße eines in betrügerischer Bereicherungsabsicht aufgeblähten Schneeballsystems geworden war," kann man nur feststellen, dem ist nicht so, wie folgendes Zitat belegt:
"Dass es in Deutschland den Vorschlag und damit aus Sicht der Finanzindustrie die Notwendigkeit für eine Bad Bank gibt, weiß man spätestens seit 24. Februar 2003, als das Handelsblatt über das Spitzengespräch zwischen den Spitzen der Banken und Versicherungen und den Spitzen der Regierung Schröder berichtet hatte."
>www.nachdenkseiten.de/?p=3808

Regierung und Finanzindustrie haben sehr wohl gewusst, was sie da machen. Tut mir leid, aber das ist einfach schlechter Journalismus!

RE: Hallo Apokalypse | 05.03.2009 | 21:11

Bezugnehmend auf diesen Abschnitt des Artikels: "– in dieser höchsten Blüte der Kultur ist es unseren studierten Chefvolkswirten der Zentralbanken nicht aufgefallen, dass der weit überwiegende Teil des Geldvermögens sich längst von allen realen Werten entkoppelt hatte und zur reinen Zählgröße eines in betrügerischer Bereicherungsabsicht aufgeblähten Schneeballsystems geworden war," kann man nur feststellen, dem ist nicht so, wie folgendes Zitat belegt:
"Dass es in Deutschland den Vorschlag und damit aus Sicht der Finanzindustrie die Notwendigkeit für eine Bad Bank gibt, weiß man spätestens seit 24. Februar 2003, als das Handelsblatt über das Spitzengespräch zwischen den Spitzen der Banken und Versicherungen und den Spitzen der Regierung Schröder berichtet hatte."
>www.nachdenkseiten.de/?p=3808

Regierung und Finanzindustrie haben sehr wohl gewusst, was sie da machen. Tut mir leid, aber das ist einfach schlechter Journalismus!