RE: Her mit dem schönen Leben! | 20.05.2016 | 10:14

Um ehrlich zu sein musste ich erst nachschauen, von wem das Zitat ist. Ich kenne den Spruch aus anarchistischen Zusammenhängen und von Demos. Kann also leider nicht sagen, in welchem Text er vorkommt...

RE: Verteidigung der Autonomie | 07.04.2016 | 10:47

Ja, da hast du wohl Recht. Insofern ist eigenständiges Handeln in der Mainstreamgesellschaft eher eine Pseudo-Autonomie.

RE: Verteidigung der Autonomie | 07.04.2016 | 09:13

Bücher können sicher eine wichtige Rolle spielen. Aber der Widerstand muss praktisch werden.

RE: Verteidigung der Autonomie | 07.04.2016 | 09:12

Es kommt ein wenig auf die Person an, die autonom handelt. Die autonome Antifa zum Beispiel wird natürlich nicht wirklich wertgeschätzt. Es geht eher um weniger große Abweichungen à la "Ich mach halt mein Ding."

RE: Symptome lindern oder Ursachen bekämpfen? | 22.10.2015 | 16:22

Geklappt hat es zum Beispiel in Spanien zwischen 1936 und 1939. Und selbst wenn nicht: Heißt das automatisch, dass es nicht funktioniert? Das jetzige System funktioniert auch nicht - trotzdem halten wir daran fest. Es ist für mich kein Argument, etwas nicht zu tun, nur weil es bisher noch nie so umgesetzt wurde. Im Gegenteil.

Idealerweise wird in kommunalen Gruppen im Konsens entschieden. Und es gibt verschiedene regionale Ebene, eine Art Rätesystem. Es werden immer wieder Menschen bestimmt, die die Gemeinschaft auf der nächst höheren Ebene vertreten mit der gemeinsamen Entscheidung.

Was ich heute schon ändere: Gemeinschaftlich in einer Kommune leben, das Modell praktizieren und weiter verbreiten. Solidarische Landwirtschaft, solidarische Ökonomie, Kollektivbetriebe unterstützen, anarchistische Gruppen und Föderationen gründen, diskutieren, Präsenz zeigen, Vernetzung mit anderen Gruppen, Artikel schreiben...

Was ich morgen ändern würde: Das Privateigentum abschaffen ;)

RE: Symptome lindern oder Ursachen bekämpfen? | 22.10.2015 | 11:01

Gesellschaftliche Regeln und Normen spielen auch im Anarchismus eine Rolle. Der Unterschied ist, dass sie nicht "von oben" oder von einem bürokratisch-autoritären Apparat vorgegeben werden, sondern in freien Vereinbarungen von den Menschen ausgehandelt werden. Vielen gilt die Anarchie sogar als die höchste Form der Ordnung, weil die ausgehandelten Regeln auf Freiwilligkeit beruhen und nicht erzwungen werden.

Dass Menschen mit einer solchen Freiheit zunächst einmal überfordert wären, stelle ich nicht in Abrede. Dazu ist ein langer Lernprozess erforderlich. Und auch auf lange Sicht könnten wir es verkraften, wenn Einzelne nicht "mitspielen". Ich denke, heutzutage sind auch unzählige Menschen überfordert - und sie haben keine Möglichkeit daran etwas zu ändern, als weiterhin verzweifelt zu versuchen, sich anzupassen und nach den gängigen Spielregeln zu spielen. Stattdessen sollten sie die Spielregeln selbst machen dürfen.

RE: Symptome lindern oder Ursachen bekämpfen? | 20.10.2015 | 13:01

Auch wenn Sie diese Antwort wahrscheinlich nicht befriedigen wird: Ich persönlich habe ein Ziel vor Augen bzw. eine Vorstellung von Gesellschaft, wie sie in Zukunft aussehen könnte/sollte....Unter anderem nachzulesen hier: http://dasmaedchenimpark.org/2015/08/20/jenseits-von-staat-und-kapital/

RE: Symptome lindern oder Ursachen bekämpfen? | 19.10.2015 | 17:22

Ich nenne nur ein mögliches Beispiel: eine drastische Kürzung des Budgets für Bundeswehr und Militär. Das würde sich gleichzeitig auch positiv in den Heimatländern der Geflüchteten auswirken....

RE: Til Schweiger fordert klare Ansagen | 21.08.2015 | 07:19

Völlig richtig, danke für diese deutlichen Worte!