schlesinger
31.05.2009 | 13:16 3

Alfred Grosser: Deutschland, Europa und der Nahostkonflikt

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied schlesinger

Vorwort

Am 26.05.2009 hielt Prof. Grosser einen Vortrag zum Thema "Deutschland, Europa und der Nahostkonflikt" im Münchner Kulturzentrum Gasteig. Gastgeber war das Palästina-Kommittee München gemeinsam mit palästinensisch-jüdischen Dialoggruppen. Die Leitung hatte Fuad Hamdan vom EineWeltHaus in München.

Der folgende Bericht ist keine 1:1 Wiedergabe der Erörterungen Prof. Grossers, aber nach bestem Gewissen der Versuch einer getreulichen Wiedergabe der wichtigsten Punkte.

Die Form des Vortrags war die freie Rede anhand einer Stichwortliste und einigen Zeitungsausschnitten. Die hier wiedergegebenen Stichworte Herrn Grossers sind als Überschriften kenntlich gemacht.

Weiterführende Hintergrundinformationen und Meinungen von mir, die über die Beiträge Prof. Grossers hinaus gehen, sind als Einrückung erkennbar.

Selbstbeschreibung

"Ich bin ein jüdisch geborener, geistig mit dem Christentum verbundener Atheist" stellt Grosser als Einleitung über sich fest.

http://farm4.static.flickr.com/3323/3580702233_1aa713e590.jpg?v=0Man müsse sich bei einem derart heiklen Thema wie "Deutschland und der Nahostkonflikt" schließlich vorstellen, meinte der 84jährige Altmeister der europäischen Politologie Alfred Grosser zum Auftakt eines gleichermaßen kenntnisreichen wie klarsichtigen Vortrags.

Grundübel: Mißachtung des ganzen Menschen

Geboren wurde Grosser 1925 in Frankfurt am Main. Gleich zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 wanderte die Familie Grosser aus. Einer der Gründe war, dass die Nazis die Juden auf eine einzige Identität reduziert haben.

Den Menschen, so Grosser, dürfe man nicht auf nur eine Identität begrenzen.

Er selbst sei Franzose - und zwar ein waschechter. Einschließlich des den Franzosen innewohnenden Hangs zur Selbstüberschätzung, wie er mit entwaffnend spitzbübischem Lachen betonte. Daneben habe er weitere Identitäten, unter anderem die jüdische.

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Auschwitz und das Leid der anderen:
Vergleichbar und denkbar

"Auschwitz ist selbstverständlich von großer Bedeutung für das Verhältnis der Deutschen zu den Juden und zu Israel." Doch seien die in diesem Kontext oft verwendeten Attribute "undenkbar" und "unvergleichbar" wenig hilfreich. Wer undenkbar sagt, hat gerade darüber nachgedacht, und wer etwas unvergleichbar findet, hat es offenkundig zuvor einem Vergleich unterzogen.

Worum es aber bei Auschwitz geht - und damit kam Grosser zu seinem wohl zentralen Anliegen -, das ist das Leid der anderen. Die vordringliche Aufgabe, um zu Versöhnung und Frieden zu gelangen, besteht eindeutig darin, das Leid der jeweils anderen anzuerkennen, plädiert Grosser.

Daher ist er mit dem jetzigen deutschen Papst Benedikt, mit dem ihn ansonsten wenig verbindet, einmal einer Meinung: Denn Benedikt sprach während seines Besuchs im Heiligen Land über das Leid der Palästinenser, über das Unrecht der Mauer und über das Anrecht des palästinensischen Volkes auf einen souveränen, unabhängigen Staat.

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Zum Besuch des Papstes soll auch erwähnt werden, dass er seitens der israelischen Regierung beinahe genötigt wurde, die Eltern des entführten und seit langem in Haft der Hamas befindlichen israelischen Soldaten Gilad Shalit zu besuchen. Der Papst habe aber darauf bestanden, auch Eltern von palästinensischen Häftlingen zu sehen, denn Tausende Palästinenser sitzen in israelischen Gefägnissen, ohne je angeklagt oder verurteilt worden zu sein.

Auschwitz nicht die Grundlegung Israels

Auschwitz ist entgegen landläufiger Meinung nicht die Geburtsstunde Israels, stellte Grosser zurecht fest.

Dennoch ist auch in Deutschland diese Auffassung verbreitet. So hat ausgerechnet der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Eckardt von Klaeden, anlässlich des 60jährigen Bestehens von Israel in einer Bundestagsrede formuliert:

" Die Gründung des Staates Israel und seine moralische Legitimation als jüdischer Staat sind in dem Holocaust begründet."

Dass die Gründung des Staates Israel auf den Holocaust zurückzuführen ist, ist für sich genommen schwer haltbar.

Irritierend und bedenklich ist allerdings der Satz Klaedens, Israel beziehe "seine moralische Legitimation als jüdischer Staat" aus dem Holocaust. Umgekehrt kann dies nur bedeuten, dass Israel kein Existenzrecht hätte, wenn nicht zuvor der Versucht der Ausrottung des jüdischen Volkes stattgefunden hätte. Die Qualität von Klaedens betont Israel-loyaler Rede wurde nicht dadurch besser, dass er die Kritiker des sogenannten Sicherheitszauns "antisemitisch" nannte. Damals freilich wußte Klaeden nicht, dass im Jahr darauf Papst Benedikt zu den Kritikern des Zauns gehören würde.

Der israelische Historiker und Publizist Tom Segev hat es auf den Punkt gebracht: "Die Behauptung, Israel sei aus dem Völkermord hervorgegangen, entbehrt jedoch jeder Grundlage. Natürlich führten Schock, Schrecken und Schuldgefühle weltweit zu einem tiefen Mitgefühl mit den Juden im Allgemeinen und den Zionisten im Besonderen, was denn auch deren diplomatischen Zielen nutzte. Doch die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und militärischen Fundamente Israels wurden dreißig Jahre vor dem Holocaust gelegt."

Den in Wirklichkeit wohl wichtigsten Anstoß zur Gründung Israels, führt Grosser aus, hatte im 19. Jahrhundert der französische Arzt Theodor Herzl gegeben, als er infolge seiner Verbitterung über die antisemitische Stimmung in Frankreich zu Zeiten der Dreyfus-Affäre eine jüdische Heimstätte forderte.

Auf dem daraufhin einberufenen Ersten Zionistenkongreß in Basel im Jahr 1897 wurde im sogenannten Basler Programm unter anderem folgendes postuliert:

Der Zionismus erstrebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina für diejenigen Juden, die sich nicht anderswo assimilieren können oder wollen.“

In den folgenden Jahren etablierte sich die zionistische Bewegung, und lenkte die Einwanderungsströme von Juden aus ganz Europa nach und ins britisch besetzte Palästina.

Die treibende Kraft zur Staatsgründung war über lange Jahre David Ben Gurion, der spätere erste Ministerpräsident Israels.

Im Februar 1937 erklärte er: "[...] der wahre Inhalt des Zionismus ist die Befreiung aller Juden, die durch ihre Ansiedlung in Palästina befreit werden können und befreit werden wollen. Ein Judenstaat, der die jüdische Einwanderung beschränken würde, wäre eine Verfälschung des Zionismus."(1)

In seiner Funktion als Vorsitzender der "Zionistischen Exekutive" bereiste Ben Gurion im Mai 1942 zum zweiten mal die USA - also zu der Zeit, zu der in Osteuropa die Deportationen in die Vernichtungslager anliefen -, um das amerikanische Judentum für die Errichtung des Staates Israel nach dem Krieg zu mobilisieren.(2)

Als Ben Gurion in Palästina die Nachrichten vom Holocaust erreichten, riet er nach ersten Bemühungen von weiteren Rettungsversuchen europäischer Juden ab.

Dafür würden die eigenen Kräfte und Mittel nicht reichen. Man müsse sich vielmehr auf die Gründung des eigenen Staates konzentrieren.

Die Schrecken der Morde sei dafür ein umso größerer Antrieb: "Tragedy is a power – if directed in the right direction."(3)

Erst ab 1961, als in Jerusalem der Prozess gegen den SS-Mann Adolf Eichmann stattfand, den Organisator der Transporte in die Vernichtungslager, sei Auschwitz mehr und mehr zu einem Gründungsmythos umfunktioniert worden.

Dies geschah eher als Nebenprodukt, denn aus erklärter Absicht.
Ben Gurion erkannte im Prozess und im Holocaust auch eine Chance zur Integration des gesellschaftlichen Flickenteppichs Israel, woran ihm angesichts der unterschiedlichsten Herkünfte der israelischen Bürger viel gelegen sein mußte.

Dazu nahm der "unsichtbare Regisseur" (Hannah Arendt über die Rolle Ben Gurions) Einfluss auf Generalstaatsanwalt Gideon Hausner.

Ben Gurion gab Hausner auch die Anweisung, der Prozess dürfe nicht in eine antideutsche Kampagne ausarten. (4)

Das Verfahren gegen Eichmann bewirkte tatsächlich einen zusätzlichen Schulterschluß in Israel. Der israelische Soziologe Shmuel Eisenstadt berichtet daher zurecht, der Holocaust sei als weitere Legitimation des Zionismus angesehen worden.(5) Eine zusätzliche Legitimation sollte jedoch nicht mit einer Ursache oder einer alleinigen Legitimation verwechselt werden.

Auch der derzeitige israelische Präsident Shimon Peres, ergänzt Grosser, hat am 20. April diesen Jahres in Jad Vashem den Holocaust als Gründungselement betont. So sagte Peres: "Der Staat Israel ist unser historischer Sieg über das Nazibiest", um dann zur heutigen Bedrohungslage überzugehen mit "Es ist schwer zu ergründen, warum Despoten wie Hitler der Nazi, Stalin der Bolschewik und Ahmadinejad der Perser die Juden als Hauptzielscheibe gewählt haben für ihren Hass".

Es sei aber nicht ganz nachvollziehbar, kritisiert Grosser, warum man Ahmadinejad mit Hitler und Stalin vergleichen muss. Weiter habe Präsident Peres gesagt: "Wir waren die ersten, die daran glaubten, dass jeder Mensch als Gottes Ebenbild geschaffen wurde, und uns wurde aufgetragen, das Leben zu heiligen und Mord und Diskriminierung zu verhindern."

Mit letzterem, fügte Grosser an, "bin ich einverstanden" und machte keinen Hehl daraus, dass er den Passus über die Verhinderung von Mord und Diskriminierung für eine allzu schöne Rede hielt.

Was die Gründungsgeschichte Israels anbelange, müsse man neben den Aktivitäten Theodor Herzls auch sehen, dass es eine starke Opposition innerhalb des damaligen Judentums gegen den Zionismus gab, also Widerstand gegen die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina. Hierzu sei das Werk des Kanadiers Yakov Rabkin "Im Namen der Thora, Jüdische Opposition zum Zionismus" lesenwert.

Terroristische Aspekte der israelischen Staatswerdung

Sodann gab Grosser hinsichtlich der Staatsgründung Israels zu bedenken, dass sie auch durch Akte von Terrorismus herbeigeführt wurde. Zwei der späteren Ministerpräsidenten, Menachem Begin und Yitzhak Schamir, waren führende Köpfe von jüdischen Untergrundorganisationen, die sich auch durch blutige Attentate auf die britische Besatzungsmacht hervortaten.

Ministerpräsident Menachem Begin, der unter Verhandlungsführung von Jimmy Carter mit Ägyptens Anwar El-Sadat den Frieden von Camp David schloss, war während der britischen Mandatszeit Führer Irgun Zwai Legumi. Diese paramilitärische Gruppierung war von den Briten als Terrororganisation eingestuft worden.

Am 22. Juli 1946 verübte die Irgun einen gewaltigen Sprengstoffanschlag auf das King David Hotel in Jerusalem. Das Hotel war Sitz der britischen Armee- und Zivilverwaltung. Bei dem Anschlag wurden 91 Menschen getötet.

Terrorismus sei fraglos etwas Schlimmes. Aber man muss auch sehen, dass Terroristen meist durch die Starken so benannt wurden. Während der britischen Mandatszeit in Palästina sind die Juden die Terroristen gewesen, heute sind es die Palästinenser. Und die Starken haben dabei das Recht immer auf ihrer Seite.

Beim Thema Terrorismus sind wir wieder beim Stichwort "Leid", womit Grosser sein Publikum zu seinem Kernthema zurück führt. Noch immer gilt, dass man dem anderen bezeugen muss, sein Leid zu sehen und anzuerkennen. Deshalb ist es beim Thema "deutsche Schuld" auch angebracht, über den Bombenkrieg in Deutschland, über den Feuersturm von Hamburg und Dresden zu reden. Wer nicht mit einem Mindestmaß das dadurch verursachte Leid anspricht, darf nicht erwarten, dass Deutsche umfassendes Mitleid mit anderem Leiden haben.

Dasselbe gilt für die Palästinenser. Niemand kann erwarten, dass Palästinenser Mitleid mit den Opfern der furchtbaren Selbstmordanschläge und Raketenangriffe haben, wenn ihnen von israelischer Seite keinerlei Mitleid für ihre permanente Unterdrückung gezeigt wird.

Schade, dass die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Frau Charlotte Knobloch, bei dieser Diskussion nicht dabei ist, meint Grosser. Er sieht seine Beziehung zu ihr ambivalent. Ihre Haltung zum Gazakrieg ist schwer nachvollziehbar.

In einer Stellungnahme zum Gazakrieg 2008/09 sagte Frau Knobloch:

"Denn schon immer haben die Palästinenser mehr Mühe darauf verwendet, den jüdischen Staat zu zerstören, statt ihren eigenen Staat, ihre Infrastruktur aufzubauen. […] Mehr als drei Jahre ist es her, dass Israel das Gebiet [Gaza] geräumt hat.[...] - Liebe Freundinnen und Freunde, der Frieden jedoch, ist ausgeblieben.

Statt im Gaza-Streifen funktionierende politische und wirtschaftliche Strukturen aufzubauen, hat die palästinensische Führung eine Infrastruktur des Terrors aufgebaut. Der israelische Abzug hat die Palästinenser und ihre arabischen Nachbarn nicht dazu motiviert, ein blühendes Gemeinwesen zu erreichten, sondern stattdessen ihre Raketenangriffe auf Israel zu verstärken."

Dass Israel einseitig und gegen heftigen Widerstand der dortigen Siedler aus Gaza abgezogen ist, ist zutreffend. Der damalige israelische Ministerpräsident Ariel Scharon wollte um jeden Preis vermeiden, dass der Abzug wie eine Niederlage erschien. So ließ er die Armee schon im Vorfeld des Abzugs anlässlich von Waffenschmuggel eine so harte Gangart in Gaza einlegen, dass der UN Sicherheitsrat die Resolution 1544 erliess, in der er "unter Verurteilung der Tötung palästinensischer Zivilpersonen im Gebiet von Rafah, ernsthaft besorgt über die jüngste Zerstörung von Wohnhäusern durch die Besatzungsmacht Israel im Flüchtlingslager Rafah" ein völkerrechtskonformes Handeln Israels einforderte.

Nach dem Abzug von Armee und Siedlern hatte sich an den Gepflogenheiten an den wenigen Grenzübergängen nichts geändert. Alle Palästinenser, die zu ihrer Arbeit nach Israel oder zu Verwandten in die Westbank wollten, mussten sich tagtäglich stundenlangen, demütigenden Wartezeiten und Kontrollen unterziehen. Dasselbe galt sinngemäß für den Warenverkehr, der aufgrund der Restriktionen längst nicht mehr den normalen Bedarf an Gütern in Gaza abdecken konnte. Derart war der Nährboden für den kommenden Sieg der extremistischen Hamas im Januar 2006 bestens bereitet.

Vielleicht nicht ganz entgegen den Interessen Israels, das an einem ökonomisch prosperierenden Gaza ebensowenig interessiert sein dürfte, wie an einem wirtschaftlich gesunden Libanon. Auch darauf ging Alfred Grosser noch ein.

Teil II in kommender Woche.

(1) David Ben Gurion: "Israel. Der Staatsgründer erinnert sich." (Fischer TB 1998, S. 29)
(2) dto., S. 32
(3) Hanan Porat, Ben Gurion and the Holocaust, S.151
(4) Tom Segev, Die siebte Million, Hamburg 1995, S. 410
(5) Shmuel Eisenstadt, Die Transformation der israelischen Gesellschaft, F.a.M. 1992, S. 265f.

Zur Person Alfred Grosser

Prof. Dr. Alfred Grosser wurde 1925 in Frankfurt geboren und ist seit 1937 französischer Staatsbürger. Er ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft am Institut d'Etudes Politiques in Paris und Journalist, außerdem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Träger des großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, der Wilhelm-Leuschner-Medaille 2004 sowie vieler anderer Auszeichnungen und Preise. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und versteht sich dabei als "Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kulturen".

(Photos: Alfred Grosser; Jad Vashem (c) Transatlantikblog)
(Photo: mobius1ski, vermutl.: Betender Siedler, Flickr CC)

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (3)

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eisenhertz 02.06.2009 | 14:05

Solche Berichte wünscht man sich öfters, ebenso wie solche Stimmen der Vernunft und der Versöhnlichkeit in diesem so unsäglich polarisierten Konflikt.
Gerade in Deutschland wird ja immer von "Vergangenheits-Bewältigung" geredet, aber die Realität der politischen Diskussion ist eine endlose Kette von Beispielen dafür, daß eben nichts "bewältigt" ist - Aussagen von Von Klaeden, Knobloch oder auch die "Prügel", die der Papst bei seinem Besuch in Israel (gerade aus Deutschland) bezogen hat, sind die besten Indizien hierfür.
Vielleicht noch eine "technische" Anmerkung:
Es wäre hilfreicher gewesen, die Hinweise hinsichtlich der Einrückung und der Wiedergabe des Vortrages an den Anfang zu stellen. Ohne diese Hinweise war der Anteil des Autors nicht klar zu erkennen - was natürlich eigentlich ein Lob an Schlesinger für seine kongenialen Gedanken ist....

schlesinger 02.06.2009 | 15:23

Lieber EisenHertz,
danke für die Blumen, aber gerade für die technische Art der Darstellung wurde ich heute auch von anderer Seite zurecht gerügt. Ich hatte zunächst mit indirekter Rede begonnen, was mir mißfiel, daher die jetzige Form, mit der ich auch nicht zufrieden bin. Außerdem sei das Thema etwas sprunghaft angelegt, was dem Umstand geschuldet ist, dass der Vortrag Grossers eine sehr freier Vortrag war, und er tatsächlich stark gesprungen ist. Das gilt es aber in einem Vorwort aufzufanegn, ebenso wie eine Art Inhaltsangabe. Abzüge in der B-Note.... Heute abend folgt kurze Überarbeitung, damit sich Teil II besser anschliessen kann.

Bildungswirt 03.06.2009 | 12:02

Alfred Grosser, ein brillanter Kopf, räumt mit Gründungsmythen auf und rückt unpassende Vergleiche zurecht( einfach schief: Ahmadinejad mit Hitler und Stalin in einem Atemzug zu nennen). Leider sterben diese Intellektuellen langsam aus.
Blogger Schlesinger bringt hier den scharfen außenpolitischen Blick in den Freitag.Weiter so!
Etwas weitergespannt gibt es aus meiner Sicht dann klare Assoziationsketten zur "ökologisch-philosophischen Dämmerung" (Vgl. mein neuer Blog-Beitrag)
Grüße BW