schmitz

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RE: Sozial mit Cheese | 27.02.2010 | 17:57

Ich hätte den Artikel auch gerne etwas konkreter gehabt. McDonalds ist ein Unternehmen, das seit einigen Jahren mit enorm viel Aufwand versucht, das schlechte und teilweise ungerechte Image loszuwerden.

Qualitativ ist das Essen, wie von Untersuchungen immer wieder bestätigt wird, nicht so schlecht, wie man immer sagt, so ungesund, wie es kolportiert wird, ist es auch nicht (wenn man es nicht immer isst) und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter haben sich auch gebessert. Das sind alles Dinge, die bekannt sind. Trotzdem schafft McDonalds es nicht, das Image so richtig zu wenden (wie Microsoft auch einfach nicht sympathisch wirken kann), da helfen auch die teure neue Einrichtung, Salate und Heidi Klum nichts.

Vor diesem Hintergrund hätte mich die Kritik und auch ein Kommentar interessiert. Auch ich habe die zweite Seite gesucht, nachdem Einleitung ja in Ordnung war. Vielleicht kommt sie noch oder sie wird in einem weiteren Artikel fortgeführt. Es würde mich freuen.

RE: Nur nichts verdienen ist billiger | 30.01.2010 | 12:13

Man muss einfach akzeptieren, dass die guten Zeiten der Musikindustrie vorbei sind und erstmal auch nicht wiederkommen.

Musiker werden wieder ihr Geld hart durch Konzerte verdienen müssen oder mit Hilfe gewaltiger Marketing-Machinerien (wie bei Casting Shows). Der Gedanke, dass jeder ein Star werden kann, ist ohnehin ein Mythos. Ein Pokersuperstar macht seinen Gewinn auf Kosten Zehntausender Verlierer.

Auch iTunes oder andere Bezahldienste werden nicht die Zukunft darstellen, denn was besitze ich, wenn ich mir dort ein Lied kaufe? Es sind virtuelle Werte und selbst die gehören mir aufgrund der Rechtslage nicht wirklich.
Ich glaube, der einzige Weg kann darin bestehen, dass man durch monatliche Abo-Dienste das Recht erhält, Musik unbegrenzt zu nutzen.

Aber im Prinzip bezahlt man dann der Musikindustrie eine Art Schutzgeld, dass sie einem die Anwälte nicht auf den Hals hetzt. Auch das ist kein System, das sonderlich sympathisch wirkt.

Ausgeblieben ist auf jeden Fall der von der Musikindustrie vielbeschworene Tod der Musiklandschaft. Das Internet hat uns mehr Musiker gebracht, mehr Stilrichtungen und mehr Kreativität.

Als DJ Danger Mouse ein Weißes Album der Beatles mit einem Schwarzen Album von Jay-Z zu einem Grauen Album mixte und dies aufgrund von Rechtsstreitigkeiten nicht veröffentlichen durfte, hat er es ins Netz gestellt, und jetzt kann es jeder hören. Man lässt sich einfach nicht mehr gängeln.

Radiohead mag mit seiner freiwilligen Aktion Erfolg gehabt haben oder nicht, sie haben aber einen neuen Weg gesucht, und andere werden andere neue Wege versuchen. Irgendwann wird jemand einen erfolgreichen finden, denn das Produkt Musik ist immer noch geschätzt von vielen.

Man hat allerdings das Gefühl, dass es nicht die Industrie sein wird, die diesen findet, so lange sie uns immer noch Pferdekutschen andrehen will und uns droht, wenn wir sie ihnen nicht abkaufen.