Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen

BU für Hausfrauen Berufsunfähigkeitsversicherung und Hausfrauen bzw. -männer – Passt das zusammen?
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Kurz gesagt: ja, denn fällt man als Hausfrau oder -mann aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls aus, bleiben viele Dinge im Haushalt unerledigt. Wird man berufsunfähig, müsste man dementsprechend jemanden bezahlen, der kocht, abwäscht oder sich um die Kinder kümmert. Der Beweis der Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) löst allerdings leider nicht die Probleme, die sich häufig beim, Abschluss einer dieser ergeben können.

Versicherer definieren Hausfrau falsch

Jede Arbeit hat ihren Wert, so auch die der Hausfrau oder des Hausmannes. Eine Absicherung dessen durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher gerechtfertigt und oft auch notwendig. Doch welche Aufgaben umfasst diese Arbeit?

Vor dieser Frage stehen auch die Versicherungsgesellschaften und beantworten sie in einigen Fällen falsch. So bedient sich so mancher Berufsunfähigkeitsversicherer der Definition eines Hauswirtschafters. Diese geht aber nicht weit genug, da Hauswirtschafter beispielsweise nicht für die Kinderbetreuung zuständig sind.

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Hausfrauen und -männer also stets darauf achten, dass ihr Berufsfeld eindeutig und vor allem richtig definiert wurde. Sonst kann es sein, dass man jahrelang die Beträge zahlt und im Bedarfsfall dann keine BU Rente erhält.

Genau auf die Klauseln der Berufsunfähigkeitsversicherung achten

Das ist leider nicht das einzige Hindernis, das auf dem Weg zur finanziellen Absicherung einer Berufsunfähigkeit auftauchen kann. Neben den üblichen nicht eindeutigen Vertragsformulierungen, vor denen man oft nur durch einen Versicherungsberater bewahrt werden kann, gibt es eine bestimmte, die man als Hausfrau bzw. -mann nicht in den Vertragsbedingungen zu stehen haben sollte.

Dort gilt eine Berufsunfähigkeit nämlich nur, wenn die “… versicherte Person außerstande ist, eine Tätigkeit auszuüben, zu der sie aufgrund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer Lebensstellung beim Ausscheiden aus dem Berufsleben entspricht.”

Durch diese Klausel käme die Berufsunfähigkeitsversicherung einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung gleich.

Hausfrauen und -männer müssen sich teuer versichern

Zu guter Letzt zahlen Hausfrauen und -männer auch noch höhere Beiträge als der Durchschnitt. Grund dafür ist die Einstufung der Versicherer in Risikogruppen, wo sonst Dachdecker und Metzger eingeordnet werden. Dies führt dann dementsprechend zu einem Risikoaufschlag und infolgedessen zu höheren Beiträgen.

BU für Hausfrauen/-männer: Ja oder Nein?

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es für die Hausfrau und den Hausmann durchaus schwer sein kann, eine vernünftige Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen. Am Ende aber lohnt sich die Mühe ganz bestimmt.

Mehr zur BU auf bu-versicherung-test.de

14:09 21.07.2014
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Geschrieben von

Schnitter

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