Finanzskandal in der Piratenpartei

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Bereits zum 2. Mal versucht ein WAZ-Journalist, der Piratenpartei einen "Finanzskandal" anzudichten. Mit seröser Arbeit hat das nichts zu tun. Der Mann hat nur unsere eigenen Veröffentlichungen gelesen und in grotesker Weise aufgeblasen. Das kann nicht unkommentiert bleiben. Im Artikel im WESTEN => www.derwesten.de/nachrichten/politik/Anonyme-Spenden-Piratenpartei-drohen-Rueckzahlungen-id4287396.html geht es um ein paar tausend Euro, die in der Gründungsphase der Partei nicht ordentlich verbucht wurden. Darüber hätten wir schlichterdings schweigen können. Das aber stünde einer Partei, die sich politische Transparenz auf die Fahnen geschrieben hat, nun wirklich nicht zu Gesicht. Also haben wir darüber geredet. Und schon hatte Klaus Brandt seinen Skandal "aufgedeckt". Was für ein kühner Mann...

Was man sicher ausschliessen kann, ist, dass diese "anonymen" Spenden von ausserhalb der Partei kamen. Viele unserer Mitglieder sind Akademiker und mit einem entsprechendem Gehalt in Lohn und Brot. Da wurde, in der Anfangszeit, noch völlig naiv, wahrscheinlich der eine oder andere Hunderter auf den Tisch gelegt, um die Piraten vor Ort kampagnenfähig zu machen.
So was tun Demokraten in einer Demokratie, wenn sie ihrer Sache dienen wollen, einfach so und nitunter auch ohne Quittung. Piraten gehören nun mal nicht zu denen im Lande, die schlaflos im Bett liegen ob der Frage, wie sie die Reitstunden ihrer Tochter von der Steuer absetzen können.
Heute, 2011, nachdem wir für eine kleine, junge Partei zwei respektable Wahlkämpfe bestritten und unsere Mitgliederzahl verzehnfacht haben, werden solche Dinge notwendigerweise professionalisiert - übrigens durchaus auch im Hinblick auf die zu erwartende "Staatsknete".
Die Kampagne des Herrn Brand gegen uns, ist nichts anderes als der Versuch, eine junge und möglicherweise aufstrebenden Partei zu diskreditieren - mit einem "Skandal", den er mitnichten aufgedeckt hat. Das überstiege zweifellos seine journalistischen Fähigkeiten. Ich bitte Sie: Der Mann ist über 35 und immer noch bei der WAZ. Das heisst, die richtigen Zeitungen im Lande - SZ, Zeit, Spiegel & Co finden ihn nicht gut genug. Die Geschichte, die er hier nun schon recycled, ist bei den NRW-Piraten online nachzulesen. Wir selbst haben herausgefunden, dass es in der Gründungsphase gelegentlich zu buchhalterischen Ungenauigkeiten gekommen ist. Und wie selbst haben - im Sinne des von uns vertretenen Transparenzgedankens - öffentlich darüber gesprochen
Ausserdem wird mit unsere Partei immer mal wieder der Bote für die nicht zu leugnende Wahrheit geschlagen: Die Tage der auf Papier gedruckten Zeitung sind gezählt. Für diese Tatsache mangelt es der WAZ-Gruppe schlicht am Geschäftsmodell. Und das heisst: Qualitätsjournalismus. Spiegel, Zeit und Süddeutsche publizieren online und gratis und machen dabei Gewinn.
Was für ein peinlicher Artikel.

Gepostet am Mittwoch, dem 16,2, im Diskussionsforum des Westens und in meinem Blog beim FREITAG - für den Fall, das so ein missliebiger Beitrag von der Leserredaktion spurlos rausgelöscht wird. Passiert bei der WAZ gelegentlich.

16:54 16.02.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

schwarzbart

Seit 35 Jahren Computerkid, und Weltenbummler, Koch, Jazzer, Autor. Und neuerdings Parteimitglied. Rückschlüsse auf meinen Nick sind ausdrücklich erwünscht.
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