Gegenwartsunfähig, rechtsstaatsfeindlich: Der Feminismus hat fertig.

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Es soll mehr als eine Somalierin geben die, beschnitten & zwangsverheiratet, 5 Kinder in einer Hütte grosszieht, mit nichts als einem handtuchgrossen Acker und einem Dutzend magerer Ziegen. Und an vielen anderen Orten dieser Welt ist es auch nicht schön.
Wenn also nun eine der privilegiertesten Frauen des Planeten - deutsch, Akademikerin, krankenversichert(!), rentenversichert usw - anhebt, den Rechtsstaat als ein Konstrukt "privilegierter weisser Männer" zu denunzieren, dann wirft das ein entscheidendes Licht auf die Gender-Debatte des 21. Jahrhundert, einer Debatte, in der die Feministinnen ihre Deutungshoheit verlieren.
Und sicher kann man gegen den Rechtsstaat von 2011 einwenden, dass für den reichen Angeklagten ein rechtsverzerrend höheres Maß an Unschuldsvermutung bereit steht als für den Armen, nur diskreditiert das nicht das Modell des Rechtsstaats sondern die Art, wie er gesellschaftlich gehandhabt wird.
Es darf auch nicht aus den Augen verloren werden, was diese Debatte auf den Weg gebracht: Das Urteil gegen Kachelmann. Plötzlich stellen wir fest, dass in diesem Lande niemand verurteilt wird, wenn man eine Straftat nicht beweisen kann. Die Feministinnen stehen gegen den Rechtsstaat auf, weil er nicht einfach Menschen wegsperrt, wenn Frau sagt: Vergewaltiger! Übrigens sagt die deutsche Kriminalstatistik uns, dass 27% aller Vergewaltigungsanzeigen mit klinisch eindeutigen Selbstverletzungen daherkommen und nur 40% der Vergewaltigungsopfer eindeutige Vergewaltigungsspuren zeigen. Der Rest ist unentscheidbar.
Es ist eben nicht das Kachelmann-Urteil, das Opfer entmutigt. Es ist ein Verhaltensmuster, das wir seit 30 Jahren, je nach Mode und im Besonderen bei Scheidungen beobachten: Anzeigen wegen ehelicher Gewalt, Kindesmißhandlung, Kindesmissbrauch, und - zur Zeit mal wieder in Mode - Vergewaltigung. Denn Frau will frei und unabhängig sein und ein Gerichtsurteil haben gegen einen blöden Kerl, der ihr das alles bezahlt...
Der Feminismus von 2011, so wie er sich in der laufenden Debatte zeigt, hat seinen Platz gefunden auf dem Weg zu einer zivilisierten, gleichberechtigten Gesellschaft, in der Geschlecht, sexuelle Orientierung, sexuelle Identität keine Rolle mehr spielen:

Er steht im Weg.

antjeschrupp.com/2011/07/15/einige-gedanken-zum-prinzip-der-rechtsstaatlichkeit/

15:00 16.07.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

schwarzbart

Seit 35 Jahren Computerkid, und Weltenbummler, Koch, Jazzer, Autor. Und neuerdings Parteimitglied. Rückschlüsse auf meinen Nick sind ausdrücklich erwünscht.
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