Ehrgeizige Ziele

Bildungsreformen Bei dem bundesweiten Großprojekt Ganztagsschulen kann die Bundesbildungsministerin nicht auf die Unions-geführten Länder hoffen
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Edelgard Bulmahn kann gut mit Kindern. Das sieht man jetzt, wo sie tief in der Hocke sitzt und dem dreijährigen Jungen, der an einem kniehohen Tischchen sitzt und malt, über den Rücken streichelt. Dabei fragt sie ihn, was er denn da zu Papier bringe. Sie lächelt ihn an, und der kleine, dunkelhaarige Bub erzählt ihr, was auf dem Bild zu sehen ist. Die Szene ist schön.

Besonders schön ist die Szene für die Fernsehteams und Fotografen, die sich um Edelgard Bulmahn, die Bundesbildungsministerin, geschart haben. Das gibt gute Bilder. Und die braucht die Ministerin, denn sie hat den großen Aufbruch in der Bildungspolitik versprochen, der unter dem Schlagwort Ganztagsschulen steht. Deshalb besucht die Ministerin mit einem Tross Journalisten die Berliner