RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 31.05.2021 | 21:19

Ich wundere mich doch sehr, wie viel Verständnis hier Regierenden entgegengebracht wird, die dreist (,dann gibt es eben ab Dienstag gar keinen Unterricht mehr') politische Versprechen (,Kinder sind die Ersten, die bei Öffnungen bedacht werden') brechen, ohne Argumente dafür zu haben - oder was ist jetzt genau so aufwändig daran, den normalen Stundenplan zu realisieren? Ich lese es hier einfach nicht. Und bzgl. GEW: mit der Selbstbezeichnung "Bildungsgewerkschaft" verband sich doch wirklich mal der Anspruch, u.a. Kinder mitzudenken und nicht nur schnöde Klientelpolitik zu betreiben! Und diese Kinder leiden massenhaft unter dem Aussetzen direkter sozialer Kontakte, das ist jeder einzelne Tag Regelbetrieb wichtig. Wahnsinn, wie diese Pandemie bewirkt, dass selbst kritische Geister, wie sie hier präsent sind, den Narrativen der Regierenden Glauben schenken, wenn sie die Gewährleistung basaler Daseinsvorsorge verweigern, obwohl eine Studie nach der anderen das Reden vom "Hotspot Schule" Lügen straft. Letzteres dient einfach dazu, Erwachsene von Zumutungen zu verschonen, indem es dieses den Jüngeren aufbürdet. Und in dieser Krise, die vielen Menschen Etliches aufbürdet, finde ich es absolut legitim, auf die Privilegien derer hinzuweisen, in deren Namen hier kinderfeindliche Interessenspolitik betrieben wird - hohes Gehalt, fernab jeder Kurzarbeit oder Entlassung, zur Verfügung gestellte Masken und technische Geräte, Sicherheit.

RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 31.05.2021 | 20:56

Ach was, "Brutto" steht ja auch im Text. Finde ich auch von jeher aussagekräftiger als das Starren auf das "Netto", wenn Sie verstehen, was ich meine...

RE: In Berlin haben sie keinen Bock auf Schule | 31.05.2021 | 20:52

Sie irren sich, WuMing, der Autor ist Vater zweier in Berlin schulpflichtiger Kinder, die teils nicht einmal das zugesagte Maß an Präsenzunterricht eingelöst bekommen, unter nebulösen Gründen, die "Abiturprüfungen" etwa scheinen in Berlin einen unglaublichen und endlosen Aufwand zu bedeuten... Und dann bin ich auch noch doppeltes Lehrerkind, Muddern is sogar in der GEW.

Die Angaben zu den Entgelten sind verlinkt und dass ich inhaltlich völlig anderer Meinung bin als Sie, entnehmen Sie ja dem Text. Ich frage Sie: wie machen das nur die anderen 15 Bundesländer, wenn die Umstellung auf den normalen Unterricht so ein Hexenwerk ist?

RE: Mehr Osten wagen | 06.08.2020 | 15:19

Lieber Herr Zietz,

"ein Artikel, der nicht mehr und nicht weniger sein will als ein Portrait" – ja, genau, danke!

Viele Grüße,

S.P.

RE: Mehr Osten wagen | 04.08.2020 | 13:36

Ach, selbstbewusst zu den beschriebenen Widersprüchen zu stehen, das finde ich in diesen Zeiten schon nicht mutlos!

RE: Klugscheißer, verdammter! | 23.04.2020 | 17:03

Sehr geehrter Herr Dr. Scharfenorth,

hier ist Sebastian Puschner aus der „Freitag“-Redaktion.

Die Art und Weise, wie Sie hier unseren Autoren angehen, finde ich nicht gut, vor allem nicht im Tonfall, also in der Wortwahl. Jeder und jede kann hier frei seine Kritik äußern, aber bitte nicht in derart ad hominem gerichteter Form.

Inhaltlich widerspreche ich Ihnen entschieden. Die Haltung, alle müssten sich jetzt hinter der Regierung versammeln, über Parteigrenzen hinweg, halte ich für sehr gefährlich - sie läuft Gefahr, die Kontrollfunktionen der parlamentarischen Opposition und der Medien für überflüssig zu erklären. Für Journalisten, wie Sie selbst einer sind, empfiehlt sich gerade in Krisensituationen ein besonders kritischer Blick auf die Regierenden (und auf die Opposition!), meine ich. Für die Belobigung der Regierungspolitik gibt es Regierungssprecher (- und meinem Eindruck nach zu viele „Regierungs-affine“ Journalisten). Am gefährlichsten erscheint mir ihr Vorwurf, Herr Michal sitze selbst nicht an den Schalthebeln der Macht - ja, soll sich denn jede und jeder erst in Exekutive oder Legislative behaupten, bevor er oder sie sich „Journalist“ nennen darf?!

Zudem liegt Herrn Michals Kritik völlig offen und ist gut begründet, alles andere als „notorisch“: Es gab einen Plan, er wurde nicht befolgt; es gab Übungen, an denen gerade die Bundesländer der heute öffentlich sehr wortgewaltig in Erscheinung tretenden Ministerpräsidenten nicht teilgenommen haben. Und dass Material nicht bevorratet wurde, das hat doch einen Grund - Sie benennen ihn ja selbst: Es rechnet sich nicht, falls keine Pandemie eintritt, Stichwort „auf Profit getrimmt“. Und die dafür Verantwortlichen lassen wir jetzt einfach kritiklos davonkommen?

Sehen Sie es mir nach, aber dann, meine ich, wird sich nachhaltig auch nichts ändern, etwa in Bezug auf Elemente der Daseinsvorsorge, die bisher der Profitabilitäts-Logik unterworfen sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Sebastian Puschner.

RE: Hamburg ist ja so geil liberal | 26.02.2020 | 14:10

Sie haben Recht, das war ein Fehler. Entschuldigung. Wir haben die entsprechenden Stellen im Text herausgenommen.

RE: Neue Zeiten für Lieder | 17.06.2019 | 15:52

Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag!

RE: Bimbes und Buddy | 16.12.2018 | 20:58

Hier hat er zudem der als Frage formulierten These "Was hat Sie dazu bewogen, ich vermute mal, im ersten Wahlgang Jens Spahn und im zweiten Friedrich Merz zu wählen?" nicht widersprochen, sondern sie im Grunde bestätigt: https://www.deutschlandfunk.de/neuer-cdu-generalsekretaer-ziemiak-ein-hartes-stueck-arbeit.868.de.html?dram:article_id=435434