Bündnis Sahra Wagenknecht: Bei Selenskyj schneller als die AfD

Opposition Nach den Wahlen ist vor den Wahlen: CDU-Chef Friedrich Merz geht zum Bündnis Sahra Wagenknecht auf Distanz, das BSW selbst tut dies in Bezug auf den ukrainischen Präsidenten und bleibt dessen Rede im Bundestag fern
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 24/2024
Hoffentlich ist auf diesem für die Bundesregierung aufgenommenen Foto über dem Rot und Blau nicht noch Weiß zu sehen: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin
Hoffentlich ist auf diesem für die Bundesregierung aufgenommenen Foto über dem Rot und Blau nicht noch Weiß zu sehen: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin

Foto: Imago/Thomas Imo/BMZ/photothek

Wenn diese junge Partei mal nicht die Kanzlerkandidatenkür der Union beeinflusst: Mit Michael Kretschmers CDU in Sachsen etwa, sagt Sahra Wagenknecht am Tag nach der Europawahl, werde das BSW im Herbst keine Koalition eingehen, wenn es nur darum gehe, „ein Weiter-so abzusegnen“. Mit einem „Anders-als“, heißt das im Umkehrschluss, wäre eine Landesregierung unter Beteiligung von CDU und Bündnis Sahra Wagenknecht also durchaus möglich.

Nur ein paar Stunden später wird CDU-Chef Friedrich Merz in Berlin zum BSW erklären: „Wir arbeiten mit solchen rechtsextremen und linksextremen Parteien nicht zusammen.“ Bei der CDU in Dresden, Erfurt und Potsdam dürfte das mit hochgezogenen Augenbrauen registriert worden sein und Merz k