Bündnis Sahra Wagenknecht: Eine Friedenspartei setzt sich in Kriegszeiten durch

BSW Auf mehr als sechs Prozent in weniger als sechs Monaten, in Ostdeutschland wohl drittstärkste Kraft: Dem Bündnis Sahra Wagenknecht hat bei der Europawahl nicht zuletzt eine Entscheidung des SPD-Kanzlers in Sachen Ukraine-Krieg geholfen
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Erst am Sonntagabend wurde es klar: Sahra Wagenknechts Parteigründung ist geglückt
Erst am Sonntagabend wurde es klar: Sahra Wagenknechts Parteigründung ist geglückt

Bernd von Jutrczenka/picture alliance/dpa

Das BSW guckt ZDF, und als in dessen Wahlsendung auf der Leinwand der Name „Marie-Agnes Strack-Zimmermann“ fällt, tönen Pfiffe und Buh-Rufe durch das Kosmos in Berlin. Es wird das einzige Mal bleiben (bis die FDP-Spitzenkandidatin bei den Europawahlen später selbst im Bild zu sehen ist). Was schon vor der ersten Prognose folgt, ist Jubel: Als der Moderator den Abwärtsknick der AfD-Umfragekurve um den Jahreswechsel herum mit der Gründung des BSW in Verbindung bringt. Jubel, als den Grünen Verluste von acht Prozent prognostiziert werden. Jubel, als von einer auf 66 Prozent gestiegenen Wahlbeteiligung die Rede ist. Und schließlich Jubel, als das erste Wahlergebnis in der Geschichte des Bündnis Sahra Wagenknecht selbst zu sehen ist: Sechs Pro