Sebastian Puschner
Ausgabe 1716 | 11.05.2016 | 06:00 21

„Nicht immer nur von Umverteilung reden“

Interview Mariana Mazzucato ist ein neuer Popstar in der Ökonomenwelt und berät die Labour Party in Großbritannien

Sigmar Gabriel ist krank, also hält die Laudatio auf Mariana Mazzucato an diesem Tag Hubertus Heil, Vize-Fraktionschef der SPD im Bundestag. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat die Ökonomin in diesem Jahr für ihren Wirtschaftspublizistik-Preis ausgewählt, dessen Motto lautet: Wirtschaft weiter denken. Als Heil fertig ist, sehen viele im Publikum aus, als seien sie längst gelangweilt weggedämmert. Dann aber entert die Italo-Amerikanerin Mazzucato die Bühne – und weckt in furioser, kurzer Rede alle wieder auf: mit ihrem Plädoyer für einen starken Staat, ohne den all die technischen Gimmicks im iPhone nie möglich gewesen wären. Mazzucato lehrt in Großbritannien und berät dort mit Thomas Piketty und Joseph Stiglitz Jeremy Corbyns Labour-Partei.

Zur Person

Mariana Mazzucato, 47, ist Professorin für Innovationsökonomie an der Universität von Sussex in Südengland. Sie wurde in Italien geboren und kam im Alter von fünf in die USA, als ihr Vater einen Job als Physiker am Princeton Plasma Physics Laboratory erhielt, einer staatlichen Forschungseinrichtung des US-Energieministeriums. Mazzucato hat an der New School for Social Research in New York studiert. Ihr Buch Das Kapital des Staates ist im Verlag Antje Kunstmann erschienen (304 S., 22,95 €)

der Freitag: Frau Mazzucato, was passiert, wenn sich die Briten im Juni für den Brexit entscheiden?

Mariana Mazzucato: Allein schon ökonomisch wäre es eine Tragödie. Jeder Taxifahrer, den ich treffe, ist für den Brexit. Die Debatte wird sehr populistisch geführt und es gibt wahrscheinlich genauso viele Linke wie Konservative, die den Austritt fordern.

Sie beraten die Labour-Partei, die mehrheitlich gegen einen EU-Austritt ist.

Ja, und ich berate auch die Scottish National Party. Schottland ist hier von großem Interesse: Kommt es zum Brexit, dann werden die Schotten erneut über ihre Unabhängigkeit abstimmen, jede Wette.

Warum sind etliche linke Briten für den Austritt?

Weil vom europäischen Projekt gegenwärtig nicht notwendigerweise die Schwächeren profitieren, seien es nun die innerhalb einer Gesellschaft oder die Staaten an der Peripherie des Kontinents. Die Debatte könnte durchaus ein Ansatzpunkt sein, um das zu ändern und ein paar Dinge grundsätzlich neu zu verhandeln in Europa. Aber nicht so wie Premierminister Cameron, der nur sehr bestimmte Interessen bedient, die des britischen Finanzsektors etwa.

Sondern?

Wir könnten uns in Europa ja mal fragen, wie wir hier nachhaltiges und inklusives Wachstum ermöglichen könnten. Was für Abkommen brauchen wir dafür? Was wir heute haben, das ist der Fiskalpakt. Ich mag schon allein das Wort nicht. Denn „fiskal“, das meint eigentlich auch „Geld ausgeben“. Darum geht es bei uns nicht, sondern nur um Einschnitte, um die Frage, wie wir weniger ausgeben können, um ein, zwei oder drei Prozent Defizit. Die USA hatten 2009 ein Haushaltsdefizit von zehn Prozent. Im politischen System dort mag ja einiges im Argen liegen, aber von Überschüssen reden die dort nicht. Nur wir in Europa tun das. Verrückt.

In den USA gibt es jetzt ja auch noch Bernie Sanders, der mehr Investitionen fordert.

Ja, aber ich finde Elizabeth Warren, die Senatorin aus Massachusetts, fast noch interessanter. Sie hat mich letztes Jahr als Sachverständige eingeladen, zu einem Projekt, das sich „Middle Class Prosperity Project“ nennt und die Probleme der Mittelschicht in den Fokus nimmt. Ich habe über die Pharma-Branche gesprochen.

Was hat die mit den Problemen der Mittelschicht zu tun?

In den USA, aber auch in Deutschland und anderswo gibt der Staat sehr viel Geld aus, um Forschung und die Entwicklung neuer Medikamente zu ermöglichen. Bringt die Industrie diese dann auf den Markt, schießen die Preise in unermessliche Höhen. Der Staat wiederum zahlt dann teure Zuschüsse, damit sich seine Bürger überhaupt die Medikamente leisten können. Der Steuerzahler blecht also zweimal: für die Forschung und für die Zuschüsse. Derweil streichen die Konzerne den Profit ein. Ich meine, diese Verbindung zwischen Innovationsökonomie und Sozialstaat ist einer dieser Zukunftsbereiche, über die wir nachdenken müssen. Gerade die Linke.

Über höhere Sozialleistungen?

Nein, die Linke darf nicht immer nur von Umverteilung reden. Sie hat ihre Fähigkeit verloren, grundsätzliche Dinge in Frage zu stellen. Zum Beispiel: Was ist eigentlich Wert? Marx, Ricardo, nahezu jeder ökonomische Vordenker hat sich damit beschäftigt. Aber heute wird an wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten und Business Schools weltweit eine einzige Werttheorie unterrichtet und wir debattieren gar nicht mehr, wo Wert denn herkommt. Wie Wohlstand entsteht.

Wie entsteht Wohlstand?

Es ist ein kollaborativer Prozess. In der öffentlichen Debatte geht es vor allem um die Erfolge privater Unternehmen. Dabei ist der Staat meist fundamentale Grundlage dieser Erfolge.

Ihr Lieblingsbeispiel dafür ist Apple.

Ob Spracherkennungssoftware, GPS, Touchscreen oder überhaupt das Internet: Die Entwicklung all dessen, was heute in einem iPhone steckt, hat der Staat finanziert und zwar direkt. Das gilt für sehr viele Innovationen, die wir heute für grandiose Schöpfungen des so atemberaubenden Silicon Valley halten.

Vieles kommt aus militärisch motivierter Forschung.

Stimmt. All das Zeug mit den selbstfahrenden Autos – vom Staat finanziert. Warum? Damit man Leute töten kann, ohne eigene Leute einsetzen zu müssen. Zum Teil ist das aber ein strategisches Ding: In den USA ist es einfach, an Mittel zu kommen, wenn man von „war on poverty“, „war on drugs“ oder von „Energiesicherheit“ redet. Und in der Realität ist das US-Verteidigungsministerium schlicht weiter der größte Geber, wenn es um Innovationen geht. Aber keine Sorge, andere Bereiche haben gelernt. Die Institutionen für Gesundheit und Energie sind heute der zweit- und der drittgrößte Geber.

Warum ist der Staat so wichtig?

Weil er dort investieren kann, wo sich private Akteure das nie und nimmer trauen werden, weil ihnen das Risiko zu hoch ist. Die erste Mondlandung, von der ja manche sagen, es hätte sie nie gegeben (lacht), war jedenfalls eine riesige Mission, bei der 17 verschiedene Sektoren zusammengearbeitet haben, von der Raumfahrt bis zur Textilindustrie. Das ist ein Vor-bild für die Herausforderungen heute: Klimawandel, demografischer Wandel, Migration.

Gründer im Silicon Valley sagen, sie kümmerten sich genau um diese Herausforderungen. Haben Sie schon einen von denen getroffen, der versteht, dass der Staat nicht nur Gesetze erlässt, die angeblich die freie Wirtschaft behindern?

Sie können beide Seiten anhand prominenter Namen erkennen: Elon Musk weiß, dass der Staat hinter einer Menge Sachen steckt, seine Firmen Tesla und SpaceX haben Milliarden an öffentlichen Geldern bekommen. Peter Thiel, der wie Musk hinter der Entstehung von PayPal steckt, will dagegen, dass alle Unternehmer auf Inseln im Meer gehen, um keine Steuern zahlen zu müssen. Bis eben der Tsunami kommt und Thiel die Küstenwache ruft. Und kennen Sie Brian Eno?

Den Musikproduzenten?

Ja, aber er hat auch eine Stiftung im Silicon Valley mitgegründet, die Long Now Foundation, unter anderem mit Stewart Brant, in den 1960ern eine der berühmtesten Personen in Berkeley.

Den kenne ich nicht.

Brant hat damals die ganze Hippie-Bewegung dazu gebracht, sich für die aufkommenden Technologien zu interessieren, das war gewissermaßen der Startpunkt des Silicon Valley. Brian Eno hatte also mein Buch gelesen und lud mich ein, die Stiftung zu besuchen. Sie brachten mich an all diese hippen Orte und ich habe da durchaus einige Leute getroffen, die verstanden, was für eine wichtige Rolle der Staat in der Vergangenheit gespielt hat und dass es ein Problem gibt, wenn er als Störenfried diskreditiert wird und als Investor ausfällt. Aber es gab auch viele Arrogante, die zu jung schienen, um jemals ein Buch gelesen zu haben. Die sich für Helden halten, die der Staat nur ausbremst. Tim Cook etwa, von Apple, hat es nicht verstanden.

Nein?

Unter ihm hat Apple 60 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe ausgegeben. Gewinne dienen so dem Profit, anstatt dass Apple sie reinvestiert, in neue Innovationen. Sein Vorgänger Steve Jobs hat die Zusammenhänge zwar auch nicht recht verstanden, aber zumindest keine Aktien zurückgekauft.

Gestern wie heute optimiert das Unternehmen erfolgreich seine Steuerlast.

Das ist eben das riesige Problem. Aber am schlimmsten sind nicht die Summen, die hinterzogen und vermieden werden, deren Größenordnungen wir zudem kennen. Das Schlimmste ist, wie Konzerne heute die Steuerpolitik von Staaten beeinflussen. Nach diesen Hinterzimmerdeals über Steuersätze und Anreize gehen Regierungen daran, die Ausgaben für Bildung zu reduzieren. Und diese idiotische Politik bewirkt nichts in Sachen Investitionen und Innovationen.

Eine starke Rolle des Staates in der Wirtschaft ist aber auch kein Garant für nachhaltigen Fortschritt. Siehe VW und Dieselgate. Da gehören der öffentlichen Hand sogar Anteile.

Ist das so?

Ja, das Land Niedersachsen hält ein Fünftel von VW.

Wow, das wusste ich gar nicht. Aber mir geht es ja nicht darum, zu sagen: Seht, jeder Staat ist ein ach so guter Unternehmer! Wenn man investiert, dann wird es immer auch Fehler geben. Aber bei VW geht es ja nicht um Fehler, sondern um kriminelle Handlungen. Ich komme aus Italien, wo sogar die öffentliche Bank Mist ist. Der Punkt ist: Wie transformiert man öffentliche Institutionen, damit sie zukunftsorientiert und selbstbewusst genug sind, um auf Augenhöhe mit dem Privatsektor arbeiten zu können. Nicht nach dem Motto: „Wir müssen wirtschaftsfreundlich sein, also welche Steuer sollen wir für Sie beseitigen?“

Wie also umgehen mit VW?

Die US-Behörden machen es doch vor: Sie fordern von VW als Kompensation Investitionen in Zukunftstechnologien. Das hat Obama bei der Übernahme von Chrysler durch Fiat auch gemacht. Fiat muss seitdem in Hybridantriebe investieren. Auf lange Sicht wird sich das für Fiat sogar auszahlen.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 17/16.

Kommentare (21)

rita 16.05.2016 | 16:36

Und wie stehen die USA heute wirtschaftlich, ökonomisch da? Ohne ihre Kriege müssten sie schon lange zugeben dass sie pleite sind. Das Wirtschaftssystem der USA ist das anti sozialste der westlichen Welt.

Danke, solche Berater passen zu Labour und zur CDU. Weit ab von sozialer Marktwirtschaft. Silikon Valley hat schon genug überflüssiges und antimenschliches hervorgebracht.

Ich hoffe die Briten lassen sich von solchen Beratern nicht beeinflussen. Hat ja schon den Griechen nicht gutgetan. Europa wird doch schon abgewickelt zu gunsten des US Marktes.

Vielleicht kann die Auflösung der EU-Wirtschaftsunion noch einige europäische Länder retten.

Danke solch ein Vorbild brauche wir in Europa nun gar nicht. Kluge leere Worte wie von den meisten "Wirtschaftsberatern"

Heinz Lambarth 16.05.2016 | 17:59

So, so:

"Wie entsteht Wohlstand?

Es ist ein kollaborativer Prozess. In der öffentlichen Debatte geht es vor allem um die Erfolge privater Unternehmen. Dabei ist der Staat meist fundamentale Grundlage dieser Erfolge."

Wow, endlich mal eine allgemeinverständliche antwort auf eine wichtige frage!

Wenn das alles ist, was das neue sternchen am ökonomenhimmel drauf hat, kann sie sich gleich in die reihe aller anderen gescheiterten schaumschläger dieser branche stellen - nichts neues, alles (altes) geschwätz und "in-side the box".

Darauf hätte mensch aber wohl gleich kommen können: Wenn die Friedrich-Ebert-Stiftung jemanden für preiswürdig hält, ist es mit sicherheit inhaltlich nichts neues, nur ein neues gesicht...

Columbus 16.05.2016 | 18:54

Auch wenn der Teaser dieses Artikels nun eine eher zwiespältige Botschaft trägt, dass nämlich Pop und Startum sein müssen, um gehört zu werden, selbst oder gerade unter jungen Leuten, selbst unter jenen die klug genug und/oder wirtschaftlich saturiert in die Welt gehen, eröffnet Mazzucato tatsächlich neue Perspektiven.

Leider sind ihre Gedanken vielleicht noch Ebert- stiftungstauglich, aber die SPD als Partei greift da eher aus Not und Verzweiflung zu, um sich ein wenig am frischen Elan der Wirtschaftswissenschaftlerin, die zudem sehr selbstbewusst auftritt, zu wärmen.

Parteiideologisch glaubt die Mehrheit der maßgeblichen SPD- Wirtschaftsfachleute weiterhin an die starren Vorstellungen aus den großen Industriegewerkschaften, der ewigalten Küche des BDI und der INSM, sowie Bertelsmanns. Sie hängt weiter am Schröderianismus, der sich lieber von Maschmayer, Rürup, Riester und Raffelhüschen beraten ließ. Andrea Nahles versucht ja geradezu, die arbeits- und sozialrechtlichen Bedingungen weiter in diesem spätneoliberalen Sinne zu optimieren, bevor vielleicht was neues kommt, in der Politik.

Wir wissen mittlerweile, dass diese Art Privatisierung von Sozialleistungen und staatlichen Aufgaben zwar zig Milliarden Euro in die Verfügung von privaten Unternehmen (Versicherungen, Aktien, Immoblien, Banken) brachten, aber keine zusätzliche und vermehrte Sicherheit für Millionen Bürger produzierte.

"Fordern & fördern" befinden sich, federführend von SPD- PolitikerInnen verantwortet (CDU/CSU können sich dahinter gut wegducken, obwohl sie immer dabei waren, wie FDP und Grüne), in einem bemerkenswerten Missverhältnis. Zudem sind sehr viele Regelungen weiterhin nicht einmal gerichtsfest und erzeugen, mit viel Verwaltungsaufwand, kaum wirklich messbare Ergebnisse, bis auf eine statistisch hohe Beschäftigungsquote, ein, durch die Einkommen der oberen 10% angestiegenes Durchschnittseinkommen (Umverteilung) und ein weiteres Jahrzehnt der überdurchschnittlichen Vermögensvermehrung bei Vermögenden, die sich damit reale Werte aneignen und sie weiter konzentrieren.

Traurig, dass letztlich nicht viel mehr bei der SPD bleibt, als eine kooperative, mit Gewerkschaftsführern abgesprochene Form des dritten Weges der Blair- Labourparty und ihrer Vordenker.

Nun zum Inhalt des Interviews:

Der Brexit wäre ökonomisch und außenpolitisch für die EU eine sehr schlechte Sache, wenn auch nicht ihr Untergang. Letzteres ist Gerede. Sie verliert einfach an Macht, an Tiefe, an Verbindlichkeit und ihren Rest an Widerständigkeit, gegen die Aufweichung von Standards.

Dass Standards national nichts zählen und übergangen werden, zeigt ja gerade der Abgasskandal der Autoindustrie.Aber zum Beispiel auch der jahrzehntelange "Deal" der britischen Regierung mit ihrer Finanzindustrie, intern und in den Steuerparadiesen, dem die EU zuschauen musste.

Oftmals haken, gegen viel Steuergeld, Bürokratien, auf Geheiß und Verordnung der Politik, nur noch Papierformen und selbsterfundene Nonsense- Tests als Standards ab und verlangen gar, dass das bezahlt wird.

Gleiches ließe sich für die Aufsicht im Pflege- und Gesundheitsbereich, den dortigen Dokumentationswahn und die völlig mangelhafte Realprüfung aufweisen. Während immer mehr Leistungen von Bürgern am freien Markt eingekauft werden müssen. Klar ist, wer da am Ende draufzahlt und wer einfach durchfällt.

Viel tiefer und gefährlicher schneidet der neue Nationalismus in die Errungenschaften Europas ein, betrachten sich die EU-Nationen wieder als wirtschaftliche Konkurrenten (Standortpolitik in der Wirtschaft und Finanzwelt), während gleichzeitig die führenden Politiker eine neue globale Finanz- und Wirtschaftsordnung über globale "Freihandelsverträge" einrichten, die sich weitestgehend selbst kontrolliert.

Da drohen die europäischen Gesellschaften auf das traurige Niveau abzusinken, das wir gerade in Brasilien beobachten können.

In solchen Staaten ist jederzeit ein kalter Putsch der Wirtschafts- und Finanzeliten möglich, Steuervermeidung jeder Art und Korruption, privat, wie in der Bürokratie, gehören zum Business der finanzstärksten Teilnehmer, und politische Honoratioren wechseln sich eher durch Intrigen aus, statt durch langfristige, unterschiedliche Wirtschafts- und Politikideen und Projekte.

Dass das, selbst gegen Massenproteste auf der Straße und Widerspruch der Kulturträger, möglich ist, belegt Brasilien, belegt aber auch Polen oder derzeit Österreich. Belegten jüngst Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Bulgarien und in Südamerika Argentinien (Da sitzt nun eine korrupte Wirtschaftselite an der Macht, die das Volk wählte, weil sie diese für weniger korrupt hielt und keine Alternativen mehr erkennen konnte).

Mazzucato betont die investive und wirtschaftsfördernde Rolle des Staates, gerade auch bei Neuerungen und neuen Produkten, bei der Integration neuer Technologie. - Das ist völlig richtig.

Was aber, wenn Bürokratien gar nicht mehr in der Lage sind, scharf und sachorientiert zu prüfen, ob Investitionen zielführend sind? Das ist derzeit das Dauererlebnis Europas, national und in der EU, das sich von Landwirtschaftskonzernen, Großindustrien und der Finanzindustrie bei praktisch jedem Projekt ausnehmen lässt. Oftmals machen ja Bürokratien und Geschäftsleute ja schon, mit Segen der Politik, gemeinsame Sache und tauschen problemlos das leitende Personal, meist in Richtung Industrie und Dienstleister, die nun wissen, wie sie an die entscheidenden Töpfe kommen.

Erste Forderung wäre also, die Verwaltungen durch anwendbare Gesetze und Verordnungen wieder dazu zu zwingen, die Realität zu prüfen, statt deren papierne und digitale Minuten- und Echtzeiterfassung auf allgegenwärtigen Erfassungsbögen, damit das Ungleichgewicht der Vertragspartner nicht weiter einseitig bei Investoren und der Wirtschaft liegt. - Wie weit sich das verschoben hat, zeigen auch die notorisch überteuerten Großprojekte der Städte, der Länder und des Bundes, die selbst keine ausreichenden Kompetenzen mehr versammeln, zu kontrollieren was sie anrichten und einkaufen, vom Verkehr bis zu Rüstung. - Hinter dem Versagen steckt aber auch eine GroKo- politische Absicht, der sich mittlerweile Grüne und lange schon die FDP, anschließen.

Sehr treffend, für das System mehrfachen Abkassierens, ist Mazzucatos Pharmabeispiel. Wie sie allerdings die Mondlandung und Raumfahrt einbaut, ist eher zu klischeehaft gedacht. Gut, dass sie noch einige irdische Großziele nachschiebt, die tatsächlich dringlich sind und bleiben.

Am Ende kommt Mazzucato dann doch noch zu einem Grundproblem zurück. Da sich die Mergers, die Firmenzusammenschlüsse, Aus- und Aufkäufe längst zu dem größten Anteil der wirtschaftlichen Aktivitäten von großen Investoren oder Investmentfonds entwickelt haben, die Realwirtschaft und ihre Innovationskraft eher daran anhängt und selbst die Produktion viel weniger Kapital braucht als das Spielsystem und die An- und Verkäufe über börsenartige Wertermittlungen, wird dort das Kapital unproduktiv eingesetzt.

Zum Beispiel wäre die reale Entwicklung ein oder mehrerer europäischer, plattformunabhängiger Betriebssysteme für Digitalgeräte aller Art keine Angelegenheit riesigen Finanzierungsaufwands.

Was die Sache teuer macht, das ist die Art und Weise, wie schon wirtschaftsstarke Investoren und Markteilnehmer sich die eigentliche Arbeits- und Innovationsleistung einkaufen können, um Konkurrenz zu verhindern und eben nur bei sich selbst, Innovationen marktgerecht einzubauen.

Rechte an Claims entscheiden häufig, wer mit was viel verdienen darf, wer abgespeist wird, wer untergebuttert wird. - Hier könnte(n) der Staat /die Staaten mehr Wirtschaftsgerechtigkeit einführen, wenn er wollte, ohne die Staatsquote erheblich zu steigern.

Beste Grüße und nur weiter

Christoph Leusch

gilmalik 17.05.2016 | 02:38

Na da mussten ja die Heckenschützen wieder ihr phänomenales Wissen von sich geben, anstatt einfach mal die Arbeit und den Aufwand anderer zu akzeptieren. Habt ihr bei so vielen Kommentaren überhaupt Zeit für ein eigenes Leben –selber Fehler zu machen und daraus für sich selber zu lernen? So weit ich gelesen habe, hat die Dame nicht das amerikanische Wirtschaftssystem verteidigt, sondern darauf hingewiesen, dass die „freie Wirtschaft“ gerne vom Staat Kohle nimmt, aber ungerne welche abgibt. Natürlich kann man in jeden Artikel ein Korn in der Suppe finden; auch in Berlin sind 98 Prozent der Taxifahrer keine typisch deutschen Wähler (so wie in London), aber ein Mensch der in einem Leben alle Theorie und Praxis abgrasen kann, war, ist und wird nicht geboren werden. Aber euch ging es ja mal wieder nicht nur um ein Korn, sondern einfach nur darum euer phenomenales Wissen loszuwerden. Warte gebannt auf eigene Artikel von EUCH.

Also Danke für diesen Artikel, vollständige Erleuchtung habe ich nicht erwartet!!!

an-1 17.05.2016 | 14:34

tja wieder zurück in das 19 JH?

"Ich frage jene, die sich der politischen Ökonomie verschrieben haben, ich frage die Moralisten, ob sie schon die Zahl der Menschen berechnet haben, die zum Elend verdammt sind, zu unverhältnismäßigen Arbeitsleistungen, zu Demoralisierung, Schmach, Unwissenheit und zum Ruin, zu unüberwindbarem Unglück und absoluter Entbehrung- nur um einen einzigen Reichen zu produzieren." Almeida Garrett, Philosoph 19. Jahrhundert und erstaunlich aktuell

an-1 17.05.2016 | 14:58

tja wieder zurück in das 19 JH?

"Ich frage jene, die sich der politischen Ökonomie verschrieben haben, ich frage die Moralisten, ob sie schon die Zahl der Menschen berechnet haben, die zum Elend verdammt sind, zu unverhältnismäßigen Arbeitsleistungen, zu Demoralisierung, Schmach, Unwissenheit und zum Ruin, zu unüberwindbarem Unglück und absoluter Entbehrung- nur um einen einzigen Reichen zu produzieren." Almeida Garrett, Philosoph 19. Jahrhundert und erstaunlich aktuell

Flegel 17.05.2016 | 16:27

Umverteilung á la Gesundheitsdienstleister in Deutschland

„In den USA, aber auch in Deutschland und anderswo gibt der Staat sehr viel Geld aus, um Forschung und die Entwicklung neuer Medikamente zu ermöglichen. Bringt die Industrie diese dann auf den Markt, schießen die Preise in unermessliche Höhen. Der Staat wiederum zahlt dann teure Zuschüsse, damit sich seine Bürger überhaupt die Medikamente leisten können. Der Steuerzahler blecht also zweimal: für die Forschung und für die Zuschüsse. Derweil streichen die Konzerne den Profit ein.“

Wunderschön, diese Beschreibung. Und unter diesen Bedingung umverteilen die Gesundheitsdienstleister in der Bundesrepublik Deutschland jedes Jahr ca. 300 Milliarden EURO untereinander. Das ist ungefähr so viel, wie der jährliche Bundeshaushalt umfasst. Das finanzielle Risiko tragen nach ausdrücklichem politischen Willen des „Parteienkartells aus CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE“ nur noch die Versicherten. Hier findet Umverteilung statt, wie sie seit der AGENDA 2010 typisch ist.

Ich finde, hieran wird deutlich, dass niemand eine Chance hat, in dieser Angelegenheit etwas zu verändern. Das Ding ist längst zum Selbstläufer geworden.

Flegel 17.05.2016 | 17:22

An gilmalik 17.05.2016 | 02:38

Mariana Mazzucato – die Alibifrau

„Na da mussten ja die Heckenschützen wieder ihr phänomenales Wissen von sich geben, anstatt einfach mal die Arbeit und den Aufwand anderer zu akzeptieren.“

So zu tun, als sei die Frau die Heilsbringerin in Person, geht an der Realität vorbei.

Auch bei ihr stellt sich nämlich die Frage, woher sie die Mehrheiten nehmen will, ihre Vorstellungen in der Realpolitik umzusetzen.

Die Politikerinnen und Politiker des „Parteienkartells aus CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE“ jedenfalls haben uns die Suppe eingebrockt und sind als Subjekte des hocheffizienten Belohnungssystems der Finanzwirtschaft zu abhängig, um etwas zu verändern.

G.A. 17.05.2016 | 19:42

Wenn alle Meinungsbildner und politischen Berater der SPD ein solches ökonomisches Fachwissen hätten und dies in die Diskussion einbringen würden wäre es mir um diese Partei nicht bange.

Bitte seht ihr nach dass sie auf Fragen in einem Interview kurz antworten musste. – Ihr Fachwissen ist sicher tiefgründiger.

Auf alle Fälle kann man mit der Frau trefflich streiten – auch wenn sich so die Zukunft nur in kleinen Schritten ändern lässt.

Ich werde diesen Artikel zum Anlass nehmen um mich mit Ihren Schriften ausführlicher zu beschäftigen.

gilmalik 17.05.2016 | 20:00

Wer hat denn etwas vom Heilsbringer geschrieben; wer glaubt denn überhaupt an diese eine Person, die „macht“ das alles wieder gut wird?! In diesem Artikel wurde ein Mensch vorgestellt, der realisiert hat, dass es so nicht weiter geht. Nicht mehr nicht weniger - also eine/r mehr. Finde ich gut. Wer grundlegend anderer Ansicht als die Dame oder der Autor ist, soll sich dann halt die Mühe machen, sich mit eigenen Arbeiten Gehör zu verschaffen. Aufklärung ist weiterhin bitter nötig, aber halt auch anstrengend und aufwendig. Nun zum letzten Mal: Danke für den Artikel.

Flegel 17.05.2016 | 20:38

An gilmalik 17.05.2016 | 20:00

Es ist die bürgerverachtende Gesinnung

„Na da mussten ja die Heckenschützen wieder ihr phänomenales Wissen von sich geben, anstatt einfach mal die Arbeit und den Aufwand anderer zu akzeptieren.“

Na ja, uns Diskutanten in diesem Forum als „Heckenschützen [die] wieder ihr phänomenales Wissen von sich geben“ zu bezeichnen, ist sicherlich nicht gerade die feine englische Art.

Auf meine Frage, woher Frau Mazzucato die Mehrheiten nehmen will, ihre Vorstellungen in der Realpolitik umzusetzen, antworten Sie lieber nicht.

Es mangelt nicht an Vorschlägen. –

Das wirkliche Problem ist die skandalöse und anstößige, weil bürgerverachtende Gesinnung der deutschen Politiker des genannten „Parteienkartells aus CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE“.

Comparse 18.05.2016 | 08:16

Bin ganz bei Ihnen.

Vielleicht wäre es deshalb an der Zeit, dass der Souverän anfängt, darüber zu philosophieren, was für eine Gesellschaft tatsächlich Wohlstand bedeutet.

Und wenn man sich halbwegs einig geworden ist, könnte man diese Erkenntnis und vieles andere in eine echte deutsche Verfassung schreiben und vom Volk darüber abstimmen lassen.

Aber eines ist auch klar: Dieses Wirtschaftssystem hat spätestens dann ausgedient.

gilmalik 18.05.2016 | 10:45

Wa stellen sie da für eine Frage, die Antwort ist doch völlig klar: Diese Mehrheiten sind noch laange nicht in Sicht und deshalb bin ich über jeden froh, der sich mit eigenen Arbeiten, Gehör verschafft, zumindest zu sagen: So nicht. Noch lange werden Menschen auf neuen Wegen vorwiegend scheitern, aber jeder der es versucht, vergrößert die Chance für denjenigen der es danach versucht.

C. hat es zumindest am Anfang getan: Er hat auf den gemeinsamen Nenner hingewiesen. Ihren langen Kommentar habe ich dann nicht gelesen; man kann nicht alles lesen; wer sich als Heckenschütze angesprochen gehühlt hat, den hat es halt getroffen. Jetzt geht es in den Garten, dann Geld verdienen, damit auch ich bald wieder mit helfen kann - die "blöden" Realitäten.

Wenn einer von ihnen einen eigenen Artikel verfasst, geben sie mir gerne bescheid. Die wenige freie Zeit heute abend, werde ich nutzen, um mich mehr mit der Dame des Artikels zu beschäftigen.

Reinhold Schramm 20.05.2016 | 15:43

"Nein, die Linke darf nicht immer nur von Umverteilung reden." usw.

Wie entsteht Wohlstand und privater Reichtum:

Durch Selbstausbeutung und vor allem durch die Ausbeutung von (differenziert) technisch-wissenschaftlichen Lohnarbeitern (Frauen und Männern) entstehende spezifische Form des Mehrprodukts im Kapitalismus, bzw. in der analgen sog. "sozialen Marktwirtschaft" oder wie im analogen Bourgeoissozialismus amerikanischer bzw. chinesisch-japanischer Prägung etc.

Die Quelle des (privaten) materiellen Wohlstands und Reichtums ist die von den Arbeitern ( Frauen, Kindern, Jugendlichen und Männern) über die notwendige Arbeit [historische Reproduktion] hinaus geleistete Mehrarbeit.

Die ständige Produktion des Mehrwert durch die Lohnarbeiter und seine Aneignung durch die Kapitalisten ist "das treibende Motiv und der bestimmende Zweck des kapitalistischen Produktionsprozesses" (Marx), so auch weiterhin im 21. Jahrhundert.

So auch weiterhin im 21. Jahrhundert, auch wenn die gut-geschmierten spezialdemokratischen Zuhälter und wissenschaftlichen Zuhälter_innen der Finanz- und Monopolbourgeoisie, immer wieder versuchen werden davon abzulenken!

Columbus 20.05.2016 | 16:56

Ich kann schon lange nicht verbergen, dass zu meiner Überzeugung, unter sehr vielen, auch linken Meinungsbildnern und meinungsaffinen Kommentatoren, eine ausgeprägte Wissens-, Wissenschafts- und Intellektuellenfeindschaft besteht.

Das ist nicht nur bei Deutschen so, sondern auch in den Vereinigten Staaten ein zunehmend prägendes Element in den dort noch viel zahlreicheren Foren. Schlimm ist, wie sehr gerade Hauptstädter, junge Leute und alte Herren in einem Zustand ständiger Hassmützigkeit nur noch gehässige Blubber absondern und sich selbst Durchblick attestieren, den sie gar nicht vorweisen und einlösen.

So kommt es, dass einzelne Sätze überinterpretiert und überinklusiv ausgelegt werden. Wenn Mariana Mazzucato zum Beispiel aussagt, man solle als linker Kritiker der bestehenden Wirtschaft nicht allzu sehr und immerzu auf der Verteilungsgerechtigkeit herumreiten, dann meint sie damit nicht die Leugnung der massiven Ungerechtigkeit, die derzeit weiter anwächst, sondern das belegbare Faktum, dass eine solche Kriitkerargumentation, selbst in den Gesellschaften die am stärksten unter Verteilungsdisparitäten zu leiden haben, nicht zu einem wirklichen Wechsel der Politik beitrugen. Im Gegenteil: Selbst im Kommentarbereich der Hausblätter des Massenintellekts, dort wo ein Teil der Millionen Leser antworten, hacken diese lieber auf "Schmarotzern", "Unfähigen" und "Fremden" nebenan herum, als sich zur Änderung der Verhältnisse zu bekennen. Ein nicht unbeträchtlicher, vor allem männlicher Anteil, träumt gar ersatzweise von einem starken nationalen Führer und Verführer, der ihnen endlich die Ketten abnimmt, um Gerechtigkeit nach ihrem Verstand herbeizuführen. - Ich denke wir wissen, was uns da erwartet.

Die Demokratie an sich, ist kein ausreichender Schutz und die bisherige Sicherheit durch ausreichende Verteilung vom Gabentisch löst sich gerade auf.

Mazzucato fordert eine Diskussion um den ökonomischen "Wert", weil sie erkennt, dass die marktgesteuerte Wertermittlung so nicht mehr funktioniert.

Was soll welchen Wert haben? Wer produziert Werte, die auch real, im täglichen und sozialen Leben nachhaltig sind, und was bekommen diejenigen, die diesen Wert schöpfen. - Die allergrößte Mehrheit dieser Wertschöpfer arbeitet nicht in einer Anwaltskanzlei oder bei einem Fond, verwaltet keine Anlagen und spekuliert nicht.

Beste Grüße

Christoph Leusch

gilmalik 20.05.2016 | 22:55



Wenn Mariana Mazzucato zum Beispiel aussagt, man solle als linker Kritiker der bestehenden Wirtschaft nicht allzu sehr und immerzu auf der Verteilungsgerechtigkeit herumreiten, dann meint sie damit nicht die Leugnung der massiven Ungerechtigkeit, die derzeit weiter anwächst, sondern das belegbare Faktum, dass eine solche Kriitkerargumentation, selbst in den Gesellschaften die am stärksten unter Verteilungsdisparitäten zu leiden haben, nicht zu einem wirklichen Wechsel der Politik beitrugen.
Wenn sie diesen Satz von M. so interpretieren, wäre mein erster Eindruck von der Dame, den ich in der Breite gewonnen habe, bestätigt - bis jetzt.
Aber wie viel Prozent der Menschen in Deutschland können überhaupt diesen feinen Brocken ohne Kopfschmerzen verarbeiten?
Durch die Folgen der Industrialisierung in Südostasien sterben in Indien jedes Jahr allein an der Luftverschmutzung 1,6 Millionen Menschen (diese Zahlen werden jedes Jahr immens nach oben korrigiert). Pakistan hat noch nicht mal begonnen die Kohle zu nutzen und besitzt mit Karachi jetzt schon die Megametropole in der jedes Jahr weltweit am meisten Menschen an der Luftverschmutzung sterben. Riesige schwarze Flüsse in denen nichts mehr lebt durchlaufen jetzt die Großstädte Südostasiens, Werte von 500mg Feinstaub pro m3 sind die Regel, dazu ein Lärmterror der nur durch Taubheit ertragbar wird.
Das ist jetzt das Gegenteil von fein, aber wieviel Prozent unserer Bevölkerung sind fähig diese Folgen des sogenannten Welt-Wirtschaftswachstum überhaupt zu fassen?

(Dafür bin ich nicht fähig, selbst nach meinem 7 (?) Kommentar im Freitag den richtigen "Knopf" zu finden, um diese Mal an sie zu richten!)
Wenn aber dann noch die Vermittler zwischen Experten und Bevölkerung schwer angeschlagen sind - die "seriösen Leit-Medien" (Natürlich könnte man jetzt alleine darüber stundelang diskutieren; auch ob sie diese Aufgabe schon einmal viel besser ausgefüllt haben)- wird jede Stimme gebraucht, die sich Gehör verschafft, überhaupt zu sagen: So nicht!
Und mit diesem langen Kommentar, habe ich nur eins bestätigt: Niemand ist durch so etwas wirklich schlauer geworden!
Dafür hat das Gemüse im Garten immer noch kein Wasser bekommen: Nein, ich habe keine Rasensprenger - GIESSKANNE!

Sonnige Tage
Ein Heckenschütze (?)