RE: Blumen für den Meta-Clown | 16.04.2016 | 01:03

In der Tat ist es Kunst. Ein Suchbild in mehreren Richtungen. Diplomatisch/politisch - medienwissenschaftlich - psychologisch (Projektion) - juristisch - künstlerisch.

Was Ausmaß der Dynamik und die Verkettungen.. wirklich unglaublich. Eine Demaskierung von Interessen, Menschen und Trittbrettfahrern. Echt..hätte Angela Merkel doch einfach ein ZIP-File nach der extra3-Beschwerde an Erdogan geschickt, mit ihren gesamten Bildern aus der heute show & titanic. Filename "Mach dich mal locker, Recep, auch ich wurde mit Strapsen karikiert".

RE: Blumen für den Meta-Clown | 12.04.2016 | 07:52

Ach, der Umkehrwurf ist ihm gelungen. Allen kann man nicht gefallen. Jetzt ist die Regierung dran, der Rechtsstaat, die Gesellschaft, wir. Wie wir Europa wieder eine Seele einhauchen.

https://www.freitag.de/autoren/maja-wiens/macht-macht-wahnsinnig

"Verliebe dich nicht in die Macht" - ein Schmähgedicht zielgerichtet als Bumergang eingesetzt, der genau die beiden trifft, die "Das Verbrechen an der Menschlichkeit", den EU-Türkei-Deal verhandelt haben - das ist fast ein SocialHack, der Kunstgriff "Schmähgedicht" hat das Problem offen gelegt. Der Kriminelle und der Künster, beide sind Beobachter der Gesellschaft.

RE: Blumen für den Meta-Clown | 12.04.2016 | 07:52

Ach, der Umkehrwurf ist ihm gelungen. Allen kann man nicht gefallen. Jetzt ist die Regierung dran, der Rechtsstaat, die Gesellschaft, wir. Wie wir Europa wieder eine Seele einhauchen.

https://www.freitag.de/autoren/maja-wiens/macht-macht-wahnsinnig

"Verliebe dich nicht in die Macht" - ein Schmähgedicht zielgerichtet als Bumergang eingesetzt, der genau die beiden trifft, die "Das Verbrechen an der Menschlichkeit", den EU-Türkei-Deal verhandelt haben - das ist fast ein SocialHack, der Kunstgriff "Schmähgedicht" hat das Problem offen gelegt. Der Kriminelle und der Künster, beide sind Beobachter der Gesellschaft.

RE: Blumen für den Meta-Clown | 12.04.2016 | 01:39

Einen Sonntag später, hunderte von Kommentare mehr ..ist die Kuh auf's Eis gerutscht, es sind sehr viele Ebenen zum Fallstrick verwunden... ich würde das Thema nicht nur auf die Person JB verkürzen (und zur Freiheit gehört auch dazu, etwas nicht tun zu müssen.)

Mein Kopfsalat mit Böhmi
Seine Störung befragt meiner Meinung nach, unser eigenes Weltbild und Demokratieverständnis. Die Befragung: Sind wir uns der Situation bewusst? Sind wir uns der eigenen Rolle bewusst? Dem Kontext? Der Differenz? Das vertrackten Doppelverhältnis des menschlichen Seins in seinem Verhältnis zu sich selbst und der Welt. An dieser Differenz arbeiten sich gerade die unterschiedlichen Disziplinen ab: an der eigenen Fassade und an dem gesellschaftlichen System.

Hoffentlich findet sich noch eine andere Alternative zum aktuellen EU-Türkei-Abkommen zur Flüchtingsthematik, das hat alles mit Menschenrechten und Menschlichkeit nichts mehr zu tun. "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" so will die Türkei gegen JB klagen. Absurd. Für mich ist das EU-Türkei-Abkommen zur Flüchtlingsthematik ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Wenn Deutschland seine Werte (Verfassung ) und Genfer Konvention (Menschenrechten) als Kostüm vor sich her trägt, aber ganz anders handelt und selber Waffenlieferungen in die vielen Krisengebiete oder an die Türkei abwickelt - das ist auf alle Fälle ein Bumerang. Kommt in gleicher Gestalt oder transformiert wieder zurück. Und dann wird Geld bezahlt für eine Abschottung vor einer Fluchtbewegung, die durch eigene Waffenlieferungen selbst mitverursacht wurde.

... fließt alles im Turbo-Kapitalismus und im Treibjagdeffekt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/henrik-mueller-ueber-globales-handeln-bei-globalen-problemen-a-1086326.html

RE: Blumen für den Meta-Clown | 09.04.2016 | 12:17

Ich versuche es zu verdeutlichen und es hilft Ihnen vielleicht die Namen wegzulassen:

Ein Theaterregisseur schreibt ein Theaterstück, dass sich mit den Ursachen und Gründen von Antisemitismus befasst - der Theaterregisseur wird deswegen oder weil er sich damit beschäftigt als Antisemit beschimpft.
2) Ein Satiriker beschreibt in seiner Satire-Sendung, den Unterschied von Satire und Schmähkritik über ein Schmähgedicht - was ganz deutlich als Schmähkritik kenntlich gemacht wird und wo auch Referenzen zum Grundgesetz genannt werden. Warum macht er das? Weil der Bezug nimmt auf eine andere, vorhergehenden Satire-Beitrag von extra3 des Landes A, von dem sich ein Staatsoberhaupt des Landes B angegriffen fühlte und behauptete, es sei Schmähkritik - der Regierungssprecher_IN des Landes A hätte genauso mit dem Grundgesetz des Landes A argumentieren können, wurde aber nicht. Damit hat der Regierungssprecher_IN das Grundgesetz ganz schön alleine gelassen) - der Satiriker, der den Unterschied von Satire und Schmähkritik kenntlich verdeutlicht hat - in Bezug auf das Grundgesetz des Landes A, wird jetzt - WEIL er Schmähkritik von Satire abgrenzt, wegen Schmähkritik angeklagt. Ver-rückt.

Dafür wird Satiriker JB jetzt mit allen möglichen Projektionen belegt und diese Projektionen sagen sehr viel mehr über uns aus, als über ihn oder das Thema, was verhandelt wurde.

Für mich hat er nebenbei den Job des Regierungssprecher_IN im Namen des Grundgesetzes des Landes A gegenüber des Staatsoberhauptes B gemacht. (und: das Gedicht fand ich nicht gut, aber darum geht’s doch gar nicht)

RE: Blumen für den Meta-Clown | 07.04.2016 | 12:29

Servus Charlie,
Vielen Dank für die Differenzierung. Durch die doppelte und dreifache Verdrehung sich zu entwirren von Missverständnis- und Missbrauch –Potentials… Er hat einfach den versäumten Job des Regierungssprechers erledigt - den Unterschied zwischen Schmähkritik und Satire kenntlich gemacht. Und wird dafür jetzt dafür angeklagt?

Wichtigere Frage: Wer hat Anklage erhoben? Das sind die wahren Problemfälle von Satire, Meinungs-und Pressefreiheit. Die entfremden ein Thema, missbrauchen es für ihre Zwecke. Deren Motive sollte man genau durchleuchten.

Äh, Wiederholungsschleifen. Kann man die nicht mal abstellen?


R.W. Fassbinder schrieb 1976 "Der Müll, die Stadt und der Tod" als Thema: Antisemitismus - dringliches Thema, nicht wahr? Und wurde als Antisemit beschimpft. Auch kritisiert Fassbinder in seinem Stück die Gesellschaft, die alles und jeden zur Ware macht. Alles wird Ware, auch die Liebe, Fassbinder inszeniert künstlerisch das Marx' Diktum der “einen gewissenlosen Handelsfreiheit”.

Fassbinder schrieb in einem Offenen Brief vom 28. März 1976 aus Paris, „... wann hat es das zuletzt gegeben, gegen den Autor eines Stückes mit Sätzen argumentieren, die er - um sie kritisierbar und transparent zu machen - für seine Figur erfunden hat....Und natürlich gibt es in diesem Stück auch Antisemiten, leider gibt es sie nicht nur in diesem Stück, sondern eben beispielsweise auch in Frankfurt. Ebenso natürlich geben diese Figuren, und ich finde es eigentlich überflüssig, das zu sagen, nicht die Meinung des Verfassers wieder, dessen Haltung zu Minderheiten aus seinen anderen Arbeiten eigentlich bekannt sein sollte. Gerade einige hysterischen Töne in der Diskussion um dieses Stück bestärken mich in der Angst vor einem neuen "Antisemitismus", aus der heraus ich dieses Stück geschrieben habe".

RE: Grenzenloses Zutrauen | 10.08.2015 | 15:16

Deutschland braucht doch dringend Bürger. Es ist doch egal, woher jemand kommt, wenn offene Stellen vorhanden sind und Fachkräftemangel herrscht. Das Einwanderungsgesetzt wird dringend benötigt, damit dieser unmenschliche Wahnsinn endlich aufhört. Und statt Arroganz und Kälte der Eliten muss wieder eine Gegenseitigkeit der Sozialsysteme hergestellt werden, Arbeiten am Gemeinwohl, damit man aus der Spekulationsblase entkommen kann.

RE: In entgegengesetzter Richtung | 10.08.2015 | 14:54

Was wäre, wenn sich Deutschland in der EU für eine Zuwanderungplanung entschließen würde, anstatt auf Abschottung zu setzen? Und eine Einwanderungspolitik auf den Weg bringt, die z.B. auch das deutsche Renten-Dilemma ausbügeln könnte? Zuwanderung als Chance zu begreifen ist leider nicht so im Trend, dabei unbedingt eine Überlegung wert! Wäre schön, wenn mehrere darüber nachdenken und sich bald was ändert. Romantik können sich aktuell nur Touristen leisten.

RE: Krieg und Frieden | 29.03.2013 | 14:26

Eigentlich sollte man aus der Geschichte der Vergangenheit für die Zukunft lernen. Was ich aktuell aus vielen Gesprächen mitnehme, verstehen das nur sehr wenige oder kaum einer denkt drüber nach.

Ich schäme mich,

1) wenn ich Frau Merkel zusehe, wie Griechenland ein Sparpaket aufgeschnallt wird, aber Frau Merkel schön die eigenen Waffen verschachert, anstatt davon Abstand zu nehmen: "Schöne Waffen für Athen" http://www.zeit.de/2012/02/Ruestung-Griechenland

2) das die Bundesregierung das Gefälle von Arm und Reich in Deutschland zensiert und beschönigt wird

http://www.sueddeutsche.de/politik/geschoenter-armutsbericht-opposition-wirft-merkels-koalition-vertuschung-vor-1.1535451

3) wie man diesem ersten Zypernpaket zustimmen konnte! Und jetzt nach der äh Veränderung mit den Pharsen "Gerechte Verteilung ist gelungen" positioniert.. unglaublich!
Die EU, Zypern und Russland:
http://www.fr-online.de/schuldenkrise/merkel-in-zypern-schwierige-solidaritaet,1471908,21441382.html

Solange die EU nicht einen länderübergreifenden, geregelten und kontrollierten Finanzbund schafft, wird weiter geschachert und national-egoistisch Machtpolitik betrieben.

Dazu fällt mir Colin Crouch - Postdemokratie, ein und warum Vertrauen so wichtig ist, was ich aber bei Frau Merkel bzw. aktuell in unsere Politik nicht habe.

"Die Mehrheit der Bürger spielt dabei eine passive, schweigende, ja sogar apathische Rolle, sie reagieren nur auf Signale, die man ihnen gibt. Im Schatten dieser politischen Inszenierung wird die reale Politik hinter verschlossenen Türen gemacht"

RE: Schweigen ist Gold | 29.03.2013 | 12:49

Frau Roedig, ein wunderbarer, WUNDERBARER Text!

Wie ehrlich sind wir mit uns selber? Die Spiegelbildfrage. Da kommen nicht nur schöne Antworten.