Rechtsextremer Pate Gerhard Frey gestorben

Rechtsextremismus Gerhard Frey, rechtsextremer Verleger und Pate und mit dem politischen System tief verfilzt, ist tot.
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SPON meldet, dass der Gründer der DVU, Herausgeber der „National-Zeitung“ und Immobilien-Profiteur Gerhard Frey gestorben ist. Leider gibt es Erben. Und der braune Filz lebt wohl auch in seinen Ritzen weiter:

1958 erwarb der damals 25jährige Sproß einer Kaufmannsfamilie aus dem Bayerischen Wald die "Deutsche Soldaten-Zeitung". Sie war anfangs von Bundespresseamt und US-Geheimdienst finanziert worden, um frühere Wehrmachtssoldaten für Nato und Westbindung zu gewinnen.

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Enge Kontakte pflegte Frey jahrzehntelang zum früheren bayerischen CSU-Fraktionschef und ehemaligen bayerischen Innenminister Alfred Seidl, zum renommierten Juristen Theodor Maunz, Mitverfasser des angesehensten Grundgesetzkommentars, und zu Reinhard Gehlen. Gehlen war bis 1968 Chef des Bundesnachrichtendienstes, vorher wirkte er im NS-Regime als Chef des Geheimdienstes "Fremde Heere Ost" im Generalstab des Heeres.

Bis 1987 rief Frey beständig zur Wahl der Union, insbesondere der CSU, auf. 1983 plädierte er gar für die Wahl der FDP. Kurz vor den Bundestagswahlen 1994 schilderte er in seinen Kampfblättern den drohenden Untergang des Abendlandes durch eine rot-grüne "Machtübernahme" so schauerlich, daß den Lesern als naheliegender Ausweg nur die Wahl der Unionsparteien blieb.“

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7881888.html

Aus all dem kann man wohl schließen, dass der scheinbar erfolglose Rechte mehr Spuren in der angeblichen "Politik der Mitte" hinterlassen hat als man ahnt. Und als Jurist war er wohl auch nur die Spitze eines Eisberges. Ich sage nur: Filbinger, Häußler....

Dank an SPON und SPIEGEL für die vielfältigen Möglichkeiten der schnellen und kostenlosen Information - der ich in diesem Falle nicht mehr hinzuzufügen weiß.

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Geschrieben von

seriousguy47

Anglophiler Pensionär und Flüchtlingsbetreuer aus Stuttgart.
seriousguy47

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