RE: Hase, du bleibst hier | 18.09.2018 | 19:45

"Warum darf Hase nicht mitrennen? Vielleicht will seine Freundin nicht, dass Hasi anderen Menschen wehtut." "Die patriarchale Stammtischkultur aber trägt aktuell dazu bei, dass die Abwanderung von Frauen anhält. Und wenn sie nicht mehr da sind, was wird dann aus Hase – und was wird aus dem Mann, den Hase so gerne jagen will?"

Man(n?) kann aus dem Beitrag auch schlicht eine gängige Befehlsstruktur herauslesen, und eine Art der HERABLASSUNG, die es in sich hat.

RE: Verlegerin a. D. | 14.09.2018 | 21:15

C’est si bon (André Hornez).

RE: Einfach nur Arschlöcher? | 14.09.2018 | 20:53

Aus dem Vorspann: "Eine Dekonstruktion des Arschlochs"

Das klingt hart, und es hilft doch alles nix: Da müssen nicht Derrida & Co, sondern die Proktolog/inn/en ran.

RE: Die Selbstfindung der Männer | 12.09.2018 | 11:58

Ähem... Thermophor? Musste ich nachschlagen (wie es früher mal hieß)... ;)

RE: »Sexxsit«: Eigenstaatlichkeit für Sachsen! | 12.09.2018 | 00:31

SEXXSIT? THAT`S IT!

Da kommt ein bisschen auch der Geist der Notstandsgesetzgebung wieder ins Spiel.

Vielleicht könnte man insgesamt im EU-Rahmen ein regionales Verschiebespiel durchführen: Bayern schmiegt sich an Ungarn, Sachsen an Polen(?) etc. Das bedeutet auch: Umzüge. Nur die Gejagten dürfen in der jeweiligen Region bleiben. Aber schwierig zu bewerkstelligen, fürchte ich...

RE: Dario Fos Mutter | 10.09.2018 | 16:18

Noch zwei Gedanken zur Südfassade in ihrer ganzen Gegenständlichkeit:

Es ist bestimmt ein rapide abnehmendes Phänomen, dass die Menschen Texte auf Papier, Pappe, Betonwand oder ähnlich "analogem" Untergrund wahrnehmen beziehungsweise lesen (Verkehrs- und Hinweisschilder mal ausgenommen). Schon jetzt dominieren Bildschirm, Monitor, Display.

Und der Tagesspiegel verweist in einem Artikel über den Gedichtaustausch auf die Fotomontage auf der ASH-Website, mittels derer das neue, das Köhler-Gedicht schon mal auf die Fassade projiziert wird, und vermeint dahinter das alte Poem von Gomringer durchschimmern zu sehen. Das hat ja auch was und deckt sich mit Äußerungen Barbara Köhlers (die aber sonst nicht so gut wegkommt, insbesondere in den Kommentaren, aber da geht es um (Kultur)Politik, Stichwort: Positionierung).

RE: Dario Fos Mutter | 10.09.2018 | 16:04

+++BREAKING NEWS+++BREAKING NEWS+++ BREAKING NEWS+++

Nun wird sie also saniert, die Südfassade der Alice-Salomon-Hochschule, und normalerweise wäre das kaum eine Notiz wert, wenn es sich dabei nicht um ein brutal analoges Display für ein umstrittenes Gedicht handeln würde.

Bei allem gegenüber Gomringers Poem geäußerten Unbehagen bis Feindseligkeit wird die Hochschule es in buchstäblich kleinem Rahmen auf ihrem Gelände belassen, "auf einer 1 x 1,4 Meter großen Edelstahl-Tafel im Sockelbereich". Dem wird sich ein Kommentar von Gomringer selber zugesellen und der Hinweis auf eine Dokumentation zu der Kontroverse um das Gedicht "avenidas" (so die Website der ASH).

Nachfolgend wird auf der Fassade ein Gedicht von Barbara Köhler aufgetragen werden, durchgehend in Großbuchstaben, von Michael Angele wohl treffend als ein Werk eingeordnet, "das nichts falsch machen will". Es bezieht sich erklärtermaßen auf die ganze Debatte. Das Gedicht selber und weitere Einschätzungen sind nachzulesen in der von Michael Angele verfassten aktuellen Hegelplatz 1-Kolumne/Glosse (Ausgabe 36/2018, auch online).

RE: Hingabe, Hohn | 06.09.2018 | 14:47

Das sind schon zum Teil auch seltsame Manöver, die Luce d’Eramo da vollführt hat. Aber sie nötigen größten Respekt ab - sie hätte es sich ja in ihrer großbürgerlichen Wattierung gemütlich machen können.

"Der Umweg" sei verfasst worden " von einer tollkühn zu nennenden Frau", schrieb gestern Katrin Hillgruber parallel in der Frankfurter Rundschau. Das stimmt. Hier der Link dorthin:

http://www.fr.de/kultur/ns-zeit-das-beduerfnis-alles-zu-wagen-a-1576350,2

RE: Der ewige Jüngling | 31.08.2018 | 11:54

Dabei hat, um den Roman von Brinkmann mit dem "Großkritiker" kurzzuschließen, Marcel Reich-Ranicki diesen als einer der wenigen positiv gewürdigt: "Einem Sexroman [naja...] verdankte auch Brinkmann seinen Platz in der Geschichte der deutschen Nachkriegsliteratur: „Keiner weiß mehr“ (1968). Es ist ein trotzig hingeworfener Brocken Prosa, schonungslos und eindringlich wie nur wenige Romane der sechziger Jahre. Eine Liebesbeziehung wird gezeigt, eine Ehekrise analysiert." [RR in der FAZ]

RE: Nach Chemnitz | 29.08.2018 | 16:33

Zwei Dinge zu dem vernetzten LabourNet-Beitrag:

Einerseits haut es mich um, was dort vor allem zu dem Opfer der Messerattacke geschildert wird. Es haut einen tatsächlich um, wie verlogen vor diesem Hintergrund die Instrumentalisierung seitens der Rechten erscheint.

Zum anderen allerdings finde ich den im Beitrag verwandten Jargon schwer erträglich - und empfinde darin eine Links/Rechts-Angleichung, der ich sonst n i e m a l s das Wort rede.