Kurze Gedanken zu... Wikileaks

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Ist neben der Gefahr, die sich nicht bestreiten lässt, die Lehre aus diesen Dokumenten nicht der viel größere Wert? Die Interpretation der Depeschen ist relativ zu halten, ihre Bedeutung aber ist nicht von der Hand zu weisen. Als Regierung zunächst nur Maßnahmen radikaler Art zu erlassen, wird den vermeintlichen Feind weder ausmerzen, noch Vertrauen wecken. Diese Veröffentlichungen können auch als Anlass zur Veränderung betrachtet werden; es wäre der richtige Zeitpunkt, die Kommunikation nach außen zu verändern.

Wikileaks ließe sich selbst mit einem Tode Assanges auf längere Zeit nicht genug schwächen, um dem Projekt ihre Kraft zu nehmen. Längst ist die Idee zu einer Art Bewegung avanciert, die bald ein Pendant nach dem anderen wie Pilze aus dem Boden sprießen lassen wird. Es ist den Besitzern dieser Daten also eher anzuraten, mit diesen Organisationen zu sprechen, statt sie zu verurteilen und zu meiden. Wikileaks und baldige Nachahmer lassen sich nicht wie Terroristen zeichnen, zwar ist nachzuvollziehen, dass für die US-Regierung Verhandlungen zweifelfrei nicht zur Debatte stehen, aber nur mit einem Dialog ließe sich ein bequemerer Ausgang finden.

Sicherlich ist Assange nicht die Neutralität in Person. Sein mittlerweile geschlossenes Blog iq.org enthüllt so einige Ansichtsweisen des Australiers. In der Süddeutschen gab es dazu einen Artikel, der in seiner Deutung zurückhaltend ist, die Person aus den Medien jedoch mit ihren hinterlassenen Spuren ein wenig zu portraitieren versucht.

Von Darwin

21:13 07.12.2010
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Geschrieben von

SheephunteR

Medien, Meinung, Kultur.
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