shewek

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RE: Etwas soll bleiben | 04.01.2013 | 22:01

@drhwenk

... wie meinen? Vielleicht noch mal drüber korrigieren, damit sich das nicht liest, wie ein Betrunkener klingt?

RE: Ohne zu protzen | 28.01.2012 | 22:04

Hierarchie könnte auch hinterfragt werden - gerade in einer "im Zweifel linken" Wochenzeitung. Dass viele Chefinnen "Macht total geil" finden, glaube ich gerne, das sehen Chefs für sich genauso. Nur aus einer demütigen, also unterwürfigen, Position begleiten Untergebene und zuarbeitende Freiberufler die Selbstdarstellungs-Pirouetten der vermeintlich zu höheren Posten berufenen Damen und Herren mit Sympathie. Ich bleibe doch lieber bei einer prinzipiellen Antipathie: KeinE GoEttIn, keinE ChefIn. Wir könn(t)en auch ohne sie und wir sollten es auch - je eher, desto besser.

RE: Nackte, kalte Angst | 07.12.2009 | 14:31

@ Mikael Krogerus

Das FAZ-Feuilleton ist partiell wirklich eine Ausnahme, wohl eine Folge von Dath. Ansonsten findet SF in deutschen Zeitungen kaum und in Literatursendungen gar nicht statt. Ich denke es hat etwas mit einer allzu starren Haltung hier zu tun, Literatur muss für die meisten professionellen Rezensenten "ernsthaft" und fordernd sein: "Hochliteratur" = "realistisch" = das bürgerliche Leben problematisierend.

Ähnlich übrigens, wenn auch meist trivialer, im Bereich der Fernsehfilmproduktion: Es dominieren Dramen, Krimis, Familiensagas, Schmonzetten.

Anders ist dies in UK: "Speculative Fiction" hat dort einen höheren Stellenwert. Guardian und New Statesman berichten über SF, interviewen Autoren; und die BBC produziert SF-Serien.

SF, die einen individuell und existentiell anspricht, scheint mir auch eher selten, da gebe ich Ihnen recht. Die Masse des Genres ist doch eher "plot-driven" als "character-driven". Klassische Ausnahmen kamen aus der "New Wave" der SF: zB Brian Aldiss, James Graham Ballard, John Brunner, Samuel R. Delany, Philip K. Dick, Thomas Michael Disch, Harlan Ellison (siehe de.wikipedia.org/wiki/Science-Fiction#New_Wave).

Ich meine, dass SF im günstigen Fall eher einen spekulativ-"soziologischen" Charakter hat, während mimetisch-realistische Literatur ("Mainstream") meist psychisches Erleben in der bestehenden bürgerlichen Gesellschaft thematisiert. Horror wiederum treibt dieses auf die schockierende Spitze.

Ich bin schon mal gespannt auf McCarty!

RE: Nackte, kalte Angst | 06.12.2009 | 18:27

@ Susanne Lang
Meine Antwort auf Ihre Frage ist versehentlich etwas weiter nach unten gerutscht ...

... Eine Ergänzung:
Der Freitag hat m.E. strukturell kein Mainstream-Feuilleton, faktisch kann ich es nicht beurteilen, da ich zu selten bislang die Kulturartikel und Rezensionen des Freitag gelesen habe. Aber mit Konkret und Jungle-World möchte ich Freitag eher zu subkulturellen Publikationen zählen.

Allerdings haben die letztgenannten wie auch die Mainstream-Feuilletons der SZ, FAZ usw. gemeinsam eine starke Schlagseite hin zur mimetischen ("realistischen" Literatur. "Genre" ist vielen wohl igitt.

RE: Nackte, kalte Angst | 06.12.2009 | 16:46

@ M. Krogerus:

Danke für die Ergänzung. Sie haben mir definitiv voraus, dass Sie das Buch bereits gelesen haben :-) Offenbar setzt McCarthy literarische Mittel ein, die in den von Ihnen genannten Genres und bei den erwähnten Autoren vorkommen. Tatsächlich ging ich davon aus, dass der Roman in einer fiktiven Zukunft angesiedelt sei, wie beispielsweise im SF-Subgenre "Endzeitromane". Man kann es also auch anders lesen.

Jedoch irritierte mich an Ihrem von mir zitierten Satz vor allem, dass sie eine bestimmte Wirkung, diese spezifische Erzeugung von Angst, mit dem Argument "ist nicht SF" verkoppelten. Ich kenne zwar auch nur einen kleinen Teil der SF-Literatur, doch es gibt meines Wissens keine Angst, die nicht _auch_ die SF bewirken könnte. Oft sind die besseren Bücher auch nicht nur einem Genre zugehörig, sondern sie können als Mischungen mehrerer angesehen werden ( ... siehe auch "slipstream (genre)" in der englischen Wikipedia).

RE: Nackte, kalte Angst | 06.12.2009 | 16:27

Kann ich Ihnen gern erläutern.

"Mainstream-Feuilletonismus" ist eine Wortneuschöpfung, vielleicht von mir, welche eine dominante Tendenz des Feuilletons auf den Begriff bringt: Wertvolle, rezensionswürdige Literatur zeichnet sich für das Mainstream-Feuilleton (MF) sogenannter Qualitätsmedien dadurch aus, "die Literatur" genannt werden zu dürfen, da sie "realistisch" und "mimetisch" ist und die nicht dem Schmuddelbereich "Genre" zuzuordnen ist.

Dort, im Genre der Nicht-Literatur, tummeln sich nach Ansicht der MF-Rezensenten eben vor allem billige, schundhafte, triviale, "rein unterhaltende" Bücher, die eben keine "Literatur", sondern SF, Fantasy, Horror, Historischer Roman, Liebesroman etc.pp. sind.

Haben Genre-Bücher auch noch Qualitäten psychologischer, charakterologischer und philosophischer Art, dann sind sie für den MF-Rezensenten natürlich auch kein Genre-Buch mehr, sondern eben "Literatur".

So hatte ich, wohl zu Unrecht, Herrn Kogerus verstanden mit seinem Satz "Die Angst kommt wohl daher, dass es sich hier nicht um ein Science-Fiction-Werk handelt." Dies hat er ja nun im Kommentar weiter und nachvollziehbar erläutert. Doch auch SF kann eine solche Angst hervorrufen ...

Im Gegensatz zum "Mainstream-Feuilletonismus" emfehle ich, auch "Genre-Literatur" als Literatur zu betrachten, die rezensionswürdig sein kann und in diesem Fall auch weiterhin als SF, Fantasy etc. benannt werden darf.

Es gibt da ein Zitat von Sturgeon:
"Sure, 90% of science fiction is crud. That's because 90% of everything is crud."

RE: Nackte, kalte Angst | 04.12.2009 | 16:52

"Die Angst kommt wohl daher, dass es sich hier nicht um ein Science-Fiction-Werk handelt."

???

Der Rezensent kenn wohl (fast) keine Science-Fiction. Klar handelt es sich hier um solche. Handlung in der Zukunft, mehr oder weniger denkbares Szenario, das nicht offenkundig im Gegensatz zur wissenschaftlichen Erkenntnis steht, keine Fantasy-Elemente (Magier, Elfen und Dämonen) => also Science-Fiction.

Mainstream-Feuilletonismus meint immer, dass Science-Fiction so wie "Star Wars" sein müsste, also bestenfalls unterhaltender Mumpitz, also "Schundliteratur".

Im Gegenteil ...

RE: Bio ist nicht fair | 01.12.2009 | 16:46

Die Kommentare hier mal wieder! Anscheinend sind hier lauter nicht-linke Ökokonsumenten unterwegs. Verblüffend, dass eine mehr oder weniger progressive Zeitung doch eine Menge Leser anzieht, die unfähig zur Kapitalismuskritik sind.

An die LOHAS, Konsum-Ökos und Grün-Realos: Ihr werdet an den Weltverhältnissen wesentlich nichts verbessern, da Ihr nur die nützlichen Wirrköpfchen der Industrie seid. Euch gibt es sogar schon in der Werbung!

RE: Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ? | 24.04.2009 | 12:33

Freitags Analysen: "Ahmadinedschad immer vernünftiger"

Wenn Ahmadinedschad so weiter macht, kann er bald den ersten Kommentar zum "zionistischen Apartheids-Gebilde" im Freitag veröffentlichen. Direkt neben Avnery. Danke, liebe kritische Redaktion. Ich freue mich schon auf die Erklärung der Welt durch die Brille des durchgeknallten Killerstaates Khomeinistan. In einer linken Zeitung. Klasse.

Wie wärs denn mit einer ganzen Reihe? "Islam und die Linken - Gemeinsame Gegner, gemeinsame Zukunft"

Shewek, links, aber pro-Israel.

RE: Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ? | 24.04.2009 | 12:28

Freitags Analysen: "Ahmadinedschad immer vernünftiger"

Wenn Ahmadinedschad so weiter macht, kann er bald den ersten Kommentar zum "zionistischen Apartheids-Gebilde" im Freitag veröffentlichen. Direkt neben Avnery. Danke, liebe kritische Redaktion. Ich freue mich schon auf die Erklärung der Welt durch die Brille des durchgeknallten Killerstaates Khomeinistan. In einer linken Zeitung. Klasse.