shewek

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RE: Steinmeiers Pseudodiplomatie | 21.04.2009 | 13:30

Ich kann diese ewigen Tiraden im Stil Avnery/Herden echt nicht mehr abhaben! Israel ist für diese Autoren, mir scheint auch für den Freitag generell, die böse, dunkle Macht, die keine andere Leidenschaft kennt, als auf den reinen Opferfiguren namens "die Palästinenser" herumzutrampeln. Immer und bei allen Gelegenheiten gegen Israel - ist natürlich kein Rassismus?

RE: An der Staatsgrenze | 26.02.2009 | 21:06

Um den Artikel auch von links außen zu kommentieren, denn es gibt noch radikale, libertäre Linke, die Staat und Kapitalismus als generelle Übel ansehen, die endlich zu überwinden sind, meine Anmerkung:

Jakob Augstein nimmt anscheinend nur reformistische und staatskapitalistische "Linke" ernst. Mit ihnen kann er sich einig sein, dass Eigentum an Produktionsmitteln keinesfalls tatsächlich sozialisiert, also selbstverwaltet, gehört. Parteikommunisten wollen das Eigentum an Produktionsmitteln ihrer Partei übergeben, Anhängern des Kapitalismus ist der Status und die Macht der Bourgeoisie heilig. Beide ideologische Varianten (Ideologie = notwendig falsches Bewusstsein) konkurrieren um die Positionen an den Machthebeln. In diversen Ländern gab es zwischen den beiden Spielformen moderner Herrschaft einige Übergänge, weswegen die Aversion gegeneinander groß ist.

Noch größer müsste die Aversion gegen libertär-antikapitalistische Positionen sein, die man auch "anarchistisch", "linkskommunistisch" oder wie auch immer nennen kann. Denn sie streben ja tatsächlich eine Abschaffung des Zusammenhanges Kapital--Arbeit, der Hierarchien und des Staates, der immer wesentlich ein Zwangsapparat zur Menschenverwaltung ist, an. Die Aversion müsste riesig sein ... ist sie aber nicht, denn leider ist die libertäre antikapitalistische Linke sehr klein, sehr schwach und weit weg von jeglicher revolutionärer Möglichkeit. Vielleicht wird dies irgendwann anders, aber das dauert noch bestimmt.

So lange dürfen sich die Freunde des Staates, und der Herrschaft in welcher Form auch immer weiterstreiten um "mehr oder weniger Staat", mehr oder weniger korporatistische Gewerkschaftsbeteiligung, um all die wichtigen Reförmchen, die natürlich nie "ideologisch" motiviert sind. Denn ideologisch sind ja immer die anderen!