Lebenslänglich für Mörder von Özgecan Aslan

TÜRKEI Heute fand die letzte Gerichtsverhandlung wegen des Mordes der 20-jährigen Studentin statt. Die Täter wurden mit lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt.
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Die Türkei ist damit bekannt, dass die Täter der Frauenmorde enorme Strafmilderungen erhalten. Heute war es nicht der Fall. Im Mersiner Stadtteil Tarsus fand heute die letzte Gerichtsverhandlung wegen des Mordes der 20-jährigen Psychologiestudentin Özgecan Aslan statt. Der von der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit erhaltene Fall wurde mit einem bisher ungewöhnlichen Urteil beendet worden: Der Täter Suphi Altindöken, sein Vater Necmettin Altindöken und Fatih Gökce erhielten lebenslängliche Freiheitsstrafen.

Özgecan Aslan ist am 11. Februar 2015 in einen Bus gestiegen, dessen Fahrer sie versuchte zu vergewaltigen. Als sie sich wehrte, wurde sie von dem Täter Suphi Altindöken mit einer Metallstange geschlagen und mit einem Messer gestochen. Für Hilfe bei der Vernichtung des Körpers holte der Täter seinen Vater Necmettin Altindöken und seinen Freund Fatih Gökce. Sie schnitten gemeinsam ihre Hände ab, um die DNA des Täters unter den Fingernägeln zu vernichten, weil sie bei ihrer Selbstverteidigung Suphi Altindöken ins Gesicht kratzte. Sie fackelten dann ihren Körper ab, den sie später in einen Fluss schmissen. Der Körper wurde am 13. Februar von der Polizei aufgefunden, die Hände lagen in der Toilette der Wohnung von Necmettin Altindöken.

In der Türkei werden jährlich rund 300 Frauen von Männern ermordet und die Täter erhalten nicht selten Strafmilderungen. Die Frauenorganisation „Wir werden Frauenmorde stoppen“ äußerte heute während der Pressemitteilung nach dem Verfahren den Wunsch, dass das Urteil für den Mord von Özgecan Aslan ein Beispiel für weitere Fälle darstellt.

sibelschick

16:14 03.12.2015
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Geschrieben von

SibelSchick

Aktivistin für Frauen- und Tierrechte. Bloggerin. Sängerin.
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