5 wirklich gefährliche Gefahrengebiete.

Satire Bis dato hielt man die Hamburger Innenstadt nur für ein Gefahrengebiet für Mieter von irgendwie bezahlbaren Wohnungen.
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Ungeschützt waren sie dem Terror von Maklern und Vermietern ausgesetzt. Dafür hat sich in der SPD aber niemand interessiert. Warum auch? Das sind ja nur Hamburger Bürger. Stattdessen, werden nach den Angriffen auf die Davidwache durch Autonome ganze Stadtviertel und deren Bewohner unter Generalverdacht gestellt. Ein wahrhaft sozialdemokratisches Vorgehen.

Wir haben hier deswegen Vorschläge für 5 weitere Orte zusammengestellt, die ganz dringend zum Gefahrengebiet erklärt werden müssten:

Frankfurter Bankenviertel

Der schwarze Block aus schwarzen Anzügen, schwarzen Krawatten und schwarzen Zahlen (jetzt nicht mehr so oft) terrorisiert seit der Finanzkrise 2008 die gesamte Welt. Das ist ein klein wenig mehr als die Davidwache an der Reeperbahn – aber wer will schon so kleinlich sein? Wir jedenfalls nicht! Zu Schaden kamen nicht nur ein paar wenige Dienstwägen der Polizei, sondern es wurden auf der ganzen Welt Millionen Menschen in den Ruin oder Selbstmord getrieben. Die Verantwortlichen Banker mussten dafür hohe Strafen annehmen: Milliarden an Steuergeldern, um ihre Banken und Boni zu retten. Grund genug für die Frankfurter Polizei endlich knallhart durchzugreifen: Seit letzter Woche wurde das Frankfurter Bankenviertel zum Gefahrengebiet erklärt: Besonderes Augenmerk legt die Polizei auf Personen, die in Mercedes S-Klassen oder BMW 7ern unterwegs sind (so genannte „Auto“nome). Verdächtige tragen oft maßgeschneiderte Anzüge und Laptop-Taschen von Gucci. ACHTUNG: Sie sind bewaffnet – mit Hegde-Fonds und Derivaten.

Die Wiesn

Jedes Jahr reisen Krawall-Touristen aus aller Welt zu einer Gewaltorgie in die bayrische Landeshauptstadt. Sie kommen, um sich zu betrinken und begehen dann Gewalt- und Raubdelikte in außerordentlich hoher Zahl. Auch von unzähligen Vergewaltigungen ist unter Alkoholfluss die Rede. Dem Oberbürgermeister reicht es: Ab jetzt gilt die Nulltolereanz-Regel. Die Münchener Sicherheitskräfte erklären daher die Innenstadt um die Theresienwiese im September zum Gefahrengebiet. Verdächtige Personen tragen entweder Lederhose und seltsame Hüte oder sind im Dirndl unterwegs. Manche tragen Lebkuchenherzen mit Kampfparolen wie „Ich hab dich lieb“ oder „Du bist mein süßes Häschen“. Oft sind sie maßlos betrunken und neigen daher zu unkontrollierbarer Gewalt – auch gegen Polizeibeamte. Dabei setzen die Spaßterroristen rücksichtslos Maßkrüge ein oder kotzen Beamte und damit den Staat an. Im Gefahrengebiet darf ohne richterlichen Beschluss bis auf weiteres alle Handydaten abgefragt werden – O’zapft is!

Der Reichstag

Eine Tätergruppe mit einem harten Kern von circa 600 staatsgewaltbereiten Abgeordneten sorgt mit seinen Entscheidungen dafür, dass Soldaten ihr Leben verlieren und Bürger ihre Existenz oder Privatsphäre. Sie setzen Waffen wie die Vorratsdatenspeicherung ein, um Menschen zu überwachen. Die Terror-Gruppen nennen sich harmlos Grüne, Sozial- oder Christdemokraten. In Wahrheit aber erhöhen sie nur Steuern, schicken deutsche Rüstungsgüter in alle Welt oder verlängern Laufzeiten von Kohlekraftwerken. Der deutsche Reichstag ist Klimakiller Nummer 1 in diesem Land. Grund genug endlich durchzugreifen und den Reichstag zum Gefahrengebiet zu erklären. Die mutmaßlichen Täter tragen schlecht sitzende Anzüge, in Ausnahmefällen Micky Maus Krawatten oder Schlandketten. Besonders perfide: Bei Kontrollen berufen sie sich auf ihren Immunitäts-Status als Abgeordnete. Der Anführer der Gruppe nennt sich scheinbar Gott, denn die Anführer im Reichstag haben wiederholt bei der Ausführung ihrer Gewalttaten von „so wahr mir Gott helfe“ gesprochen. Für Hinweis, wo sich dieser Gott aufhält ist eine Belohnung von 2,1 Billiarden Euro ausgesetzt.

Das Dschungelcamp

Seit 30 Jahren macht RTL Krawall-TV. Besonders eklig wird es jedes Jahr im Januar, wenn im Dschungelcamp verzweifelte Hartz 4 Empfänger mit irgendeinem Bekanntheitsgrad (bei Stern TV im Publikum gesessen) alles für Geld tun. Diese gekauften Radaubrüder und -schwestern machen wirklich alles für Geld, um die Ruhe der Bevölkerung zu stören: sie essen Maden, lassen sich mit Kakerlaken überschütten oder schwimmen in Fischabfällen. Dies alles getarnt als harmlose Dschungelprüfungen. Die australische Polizei hat deswegen das 600.000 Quadratkilometer große Gebiet um das Dschungelcamp zum Gefahrengebiet erklärt. In der Pressemitteilung heißt es: „Wir wollen weitere Angriffe auf den guten Geschmack, durch die Terror-Organisation RTL unterbinden.“ Verdächtige Personen tragen einen Hut, Stiefel und kurze Hosen. Neben geringer Bekleidung, zeichnen sie sich zudem durch geringe Bildung aus. Ihr geheimer Code lautet: „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnnummer 01379-2014- (und dann die Endziffer ihre Favoriten im Gefahrengebiet) entgegen.

Das Internet

Porno. Gewaltspiele. Betrug. Nein, wir sprechen nicht von einen normalen Abend in der Residenz von Berlusconi. Es geht um die Mutter aller Datenautobahnen: das Internet. Ganz ehrlich: gibt es für den modernen Menschen einen gefährlicheren Raum? Natürlich nicht. Daher entschied das Innenministerium kurzerhand, dass Internet zu einem Gefahrengebiet zu erklären, nachdem es in letzter Zeit zu häufigen DDoS-Attacken gekommen ist. „Wir nehmen die Sicherheit unserer Bürger ernst und möchten dies damit zum Ausdruck bringen, indem wir das Internet zum Gefahrengebiet erklären“, so ein Sprecher des Innenministeriums. Gewarnt wird insbesondere vor übergewichtigen, blassen Personen, die sich selbst als Nerds oder Geeks bezeichnen. Diese Gruppe macht rücksichtslos von Noname Chips und Billig-Limonaden Gebrauch. Sie sind ständig im Internet unterwegs, tarnen sich als junge gutaussehend Mädchen und erschleichen so das Vertrauen von anderen jungen gut aussehenden Mädchen, die eigentlich dicke Stubenhocker sind.

11:16 06.01.2014
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