RE: So funktioniert Protestkultur | 22.09.2018 | 18:34

Die These des Artikels greift viel zu kurz und übersieht ein paar Dinge, die bei einem Besuch im Hambacher Forst sofort aufgefallen wären:

Der Widerstand im Hambacher Forst richtet sich mehrheitlich gegen den Kapitalismus und sieht Klimawandel als eine Folge dessen. Bzw. die Kritik geht noch weiter und zielt auf Herrschaftförmigkeit in den Beziehungen zwischen Menschen, Menschen und nichtmenschlichen Tieren, Mensch und Natur.

ABER: die Medien unterschlagen dies stets.

Die einfache Weltsicht von Gut und Böse, die die Autor*in den Aktivist*innen unterstellt, ist in Wirklichkeit ein Medienmythos. Um in die Presse zu kommen, müssen die Aktivistis ein Stück mitspielen, sonst wird über sie nämlich einfach nicht berichtet.

Ein Blick auf das letzte Jahr hambacherforst.org, auf den Twitter-Account, auf indymedia-Posts oder persönliche Gespräche bestätigen dies sofort.