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RE: Castorfs APO | 09.05.2020 | 10:10

"… erklärte mir die liebe Kollegin, die aus München gekommen war, einen zackigen Bob trug, teure Schminke und immer alles wusste und nie irgendwas verstand …"

Das fasst Dercons Intendanz sehr gut zusammen. Danke für die Innensicht aus dieser Volksbühnen Phase.

RE: Augen auf beim Wohnungskauf | 26.10.2019 | 10:10

Anfang 30, als Einkommen ein niedriges taz Gehalt und trotzdem in der Lage eine Eigentumswohnung zu bezahlen? Wie geht das denn bitte?

RE: Das große Fallen | 12.10.2018 | 12:45

Auch Verdächtige oder Angeklagte können unschuldig sein. Es wäre daher angemessen, wenn Menschen, denen keinerlei Missbrauch nachgewiesen wurde (W. Allen) oder die sich in laufenden Verfahren befinden (Ronaldo) in solchen Artikeln (inkl. Illustrationen) ausgeklammert werden. Alles andere wirkt sonst wie Verleumdung oder das ignorieren von rechtsstaatlichen Grundsätzen. Mit solch einem Verhalten tut man #metoo keinen Gefallen.

Zum Fall Allen halte ich diesen Artikel für sehr aufschlussreich: https://www.thedailybeast.com/the-woody-allen-allegations-not-so-fast

RE: Sehe ich anders | 03.10.2018 | 10:53

Herr Ulmer, fast zwei Drittel der AFD Fraktion wurde in westdeutschen Bundesländern gewählt. Ihre Formulierung im ersten Absatz ist daher falsch. Mit etwas Bösartigkeit könnte man Ihnen sogar unterstellen das AFD Problem auf Ostdeutsche abzuwälzen.

RE: Das Pferd, das verliert | 26.08.2018 | 09:34

Ausstattung und Schauspieler/innen* in "Gundermann" fand ich sehr gut. Leider hat der Film dramaturgische Schwächen. Die zweite Hälfte des Films ist recht zäh und bietet wenig Spannung.

Gundermann stößt regelmäßig Leute vor den Kopf, ohne das es sonderlich Konsequenzen hat. Selbst das Konzert-Publikum, dem er seine IM-Tätigkeit mitteilt, bleibt ruhig. Kein einziger Pfiff oder Buhrufe. Stattdessen Schluss-Applaus.

Diese Aneinanderreihung von dramaturgischen Nicht-Ereignissen wird allerdings durch die Musik herausgerissen. An diesen Stellen funktioniert der Film hervorragend.

* mit Ausnahme von Axel Prahl. Als Führungsoffizier redet er leider im selben Duktus, wie in JEDEM Tatort.

RE: Alles am Fluss | 03.01.2018 | 12:58

Bei diesem Projekt wurde vieles richtig gemacht. Insofern ist Lob angebracht. Mit der Aussage, das dort nicht nur "reiche Kreativlinge" wohnen, wäre ich jedoch vorsichtig.

Laut Tagesspiegel* betrug die Eigenkapitalquote 40%. Bei Kosten von 17 Mio. entspricht das bei 87 Genossen/innen rund 78.000 Euro pro Nase. Diese Einstiegshürde ist nur für Besserverdiener oder vermögende Erben zu nehmen.

Zu den resultierenden Mietpreisen gibt es Angaben, die zw. 5 und 7 €/qm kalt liegen (siehe Tagesspiegel* und Bauwelt**). Das ist in der Tat für einen Neubau im Stadtzentrum sehr gut.

* http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/experimentelle-wohnformen-in-berlin-wie-die-baugruppe-spreefeld-lebt/12339808.html

** http://www.bauwelt.de/themen/bauten/Deutsche-Architekturzentrum-DAZ-Spreefeld-Berlin-2172539.html

RE: Ohne Licht | 15.11.2017 | 16:27

Liebe Neuberliner/innen,

Menschen, die Eigentumswohnungen besitzen, haben in dieser Stadt ein sehr geringes soziales Prestige – besonders, wenn sie erst Studenten sind.

Bitte überlegt euch, ob ihr wirklich der Immo-Mafia riesige Geldsummen in den Hintern blasen wollt und dadurch die Situation für alle ohne reiche Eltern noch verschlimmert. Stellt euch bitte an der Schlange an, wie alle anderen.

RE: Leben ist die Kunst | 31.10.2017 | 10:18

Etwas merkwürdig, wenn eine Frau, die zum Mauerfall erst 14 Jahre alt war, so redet als ob sie einen Großteil ihres Erwachsenenlebens in der DDR verbracht hat. Sie wurde 1999 Mutter, benutzt aber "uns", wenn sie über DDR Mütter redet. Ich kann diese Überidentifizierung mit der eigenen Herkunft nicht nachvollziehen.

RE: Alle Bilder sind schon da | 10.06.2015 | 11:26

Dem kann ich nur zustimmen. Der Film zeigt leider nur die gleichen Gesichter (Neubauten, Cave, Malaria ...) und 80er Westberlin Klischees, die man ständig präsentiert bekommt. Für Leute, die sich ein wenig auskennen, bietet der Film daher kaum Überraschungen. Die Art der Zusammenstellung ist dennoch sehr unterhaltsam und gut gemacht.

RE: Guten Morgen, NSA | 07.05.2015 | 00:36

Politische Entscheidungen werden in Parlamenten und durch Lobbyarbeit getroffen, nicht auf den Bühnen von Kultureinrichtungen.

Der Umweg über die Kunst ist auch gar nicht notwendig, um das Thema stärker publik zu machen. Dafür gibt es Medien, die darüber seit Jahren kontinuierlich berichten - und zwar tagesaktuell und verständlich und nicht als verklausulierten Artefakt (siehe Herndons Clip).

Viele Menschen wissen sehr wohl, das Geheimdienste und Firmen Daten abgreifen. Das zu beeinflussen sehen sie sich jedoch außer Stande bzw. für viele sind bisher kaum negative Auswirkungen spürbar.

Eine einflusstarke Partei oder Lobbyorganisation für digitale Bürgerrechte exisitiert nicht. Das zu ändern braucht andere Strategien und Leute als Künstler.