Die gekaufte Wahl

Energiewahl 3.11.13 Vertrauen sähen, Ehrlichkeit ernten. Das funktioniert nur selten. Der Vertrauende ist meistens Verlierer.
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Gerade im Radio gehört: der Berliner Energietisch ist gescheitert. Das Stromnetz wird weiterhin dem Profitdenken gehören!

23 statt der nötigen 25 % haben dem Entwurf für ein soziales ÖkoStadtwerk zugestimmt.

Da fragt man sich: Wer kann, außer Politik und Wirtschaft, dagegen sein?

Die Enttäuschung darüber ist umso größer, weil eine naive Hoffnung im Spiel war. Als hätte man sich selbst verarscht. Man möchte gerne unterstellen, dass bei der Auszählung betrogen wurde. Natürlich gibt es keine Beweise.

Aber jene Überlegung lässt nur einen Schluss zu. Die Gesetze bevorteilen die Unternehmen. Diese sponsorn die wichtigen Vereine in den Städten. Und dass die Politik die willfährige Hausdame der Wirtschaft ist, ist eh kein Geheimnis mehr.

Wieso also noch vertrauen? Nur weil wir im gewissenhaften, tugendhaften, gerechten Deutschland leben? Wer garantiert uns, dass bei Auszählungen alles mit rechten Dingen zugeht?

Aus Bequemlichkeit stellen wir unser Vertrauen nicht in Frage. Schließlich leben wir in einer lupenreinen Demokratie. - Ist es nicht deswegen umso wahrscheinlicher, dass wir hintergangen werden?

Ich behaupte hiermit ganz offen, dass diese Wahl gekauft war.

Vom Beispiel Berlin sollte ein deutschlandweiter Trend ausgehen. Am Beispiel Berlin wird nun ein deutschlandweiter Trend gebremst. Die großen Energiekonzerne lachen sich ins Fäustchen. Sie sind gerettet und bestimmen weiterhin, wer Energie haben darf und wer nicht.

21:56 03.11.2013
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Geschrieben von

s.noah

Keine Geschichten erzählen, Geschichte machen.
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