Mans Hustermann

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RE: Sehr zum Wohl | 08.06.2012 | 19:20

Ich verstehe immer noch nicht, warum Alkohol bei uns so verharmlost wird. Aus dem anfänglichen Glas Wein, dem kleinen Bierchen oder einem guten Cocktail werden in vielen Fällen langsam und sicher deutlich mehr Einheiten, die in den seltensten Fällen zu mehr Gemütlichkeit führen. Eher zu Erbrechen, Verstopfung von Krankenhäusern, Schlägereien, Abhängigkeiten, Ehestreit, Unfällen.

Diesen Kult sollten wir in etwa so behandeln wie den Kult, kleine Knaben bei unseren Priestern abzuliefern. Wir leben im 21ten Jahrhundert, es wird langsam Zeit, dass der Mensch erkennt, dass in diesen ganzen Kulten nur Verdrängung liegt. Die hilft selten weiter, sondern schafft massive zusätzliche Probleme.

In einem kleinen Teil meines Bekanntenkreises gibt es z.B. bei regelmäßigen Treffen keinerlei Alkohol. Es wird Tee getrunken, die eine oder andere Schorle oder das so verhasste Wasser. Ich kann nicht feststellen, dass die Gemütlichkeit leidet. Im Gegenteil. Diese Runden sind die lustigsten, angenehmsten und ansprechensten in meinem gesamten Bekanntenkreis. Wer glaubt, dass er Alkohol braucht, um einen gemütlichen Abend zu verbringen, sollte mal nachlesen, wie Alkohol aufs Hirn wirkt. Wenn er noch lesen kann (und will), ist es vielleicht nicht zu spät.