Reinkarnation

„Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen.“ Albert Camus
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RE: Scherbengericht | 12.04.2021 | 14:53

Pfälzisch kenne ich nicht. Aber der Sprachstamm dürfte derselbe sein, wie im „Hochdeutschen“. Das Schweizerdeutsch weist hingegen eine ganz andere Grammatik auf. Auch das Vokabular ist kleiner. Das zeigt sich u. a. an den Helvetismen. Fremdsprachige, die in der Schweiz Deutsch lernen, kommen im Alltag meist nicht weit. Viele sagen, sie müssten jetzt auch noch Schweizerdeutsch lernen. So weit weg dürfte das Pfälzische dann doch nicht vom „Hochdeutschen“ liegen. Ich muss mal den Dürrenmatt suchen. Sehr interessant, was er dazu zu sagen hatte. Das Hochdeutsche und das Schweizerdeutsche sind schon fast zwei Sprachen

RE: Ausgangssperren sind sinnlos | 12.04.2021 | 10:29

Also wenn‘s dieses Mal nicht klappt, dann sicher das nächste Mal. Oder das übernächste Mal. Auf jeden Fall sicher einmal. Ob dieses Jahr oder erst nächstes Jahr- oder übernächstes, ist eigentlich egal. Hauptsache, es klappt irgendwann einmal, nicht..?

RE: Scherbengericht | 11.04.2021 | 15:06

Haha, mein Hang zum Dativ ;-) Sie werden staunen, aber das Erste, womit man als Auswanderer zu kämpfen hat, ist die deutsche Sprache: Sie kommt einem stückchenweise abhanden! Und dann ist da für uns Schweizer natürlich noch der Unterschied vom Schweizerdeutschen zum Hochdeutschen. Das hat schon Dürrenmatt beschäftigt! Man muss im Kopf ständig übersetzen. Sehr mühsam. Ihr könnt da einfach wild drauf los schreiben!

Auch schöne Grüssse nach Deutschland ;-)

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 11.04.2021 | 13:58

Sie können sich nicht vorstellen, wie leid die Menschen hier die korrupten Eliten sind! Mit ein Grund, warum der Pharisäer Duterte gewählt worden ist. Und sich erstaunlicherweise immer noch grosser Beliebtheit erfreut. Das ist / war wie beim letzten Präsidenten der Vereinigten Staaten, dessen Namen ich nie mehr aussprechen oder ausschreiben werde.

RE: Scherbengericht | 11.04.2021 | 13:48

„Letztlich geht es auch weniger um Fragen politischer Anschauung als Fragen des Stils. Aufrichtigkeit versus Hinterfotzigkeit. Wagenknechts Kritiker haben ein Muster dafür abgegeben, wie man NICHT mit anderen Meinungen umgeht.“

Völlig richtig: Die Autorin eines Buches wegen demselben zu verreissen, obwohl es noch gar niemand gelesen haben kann (gingen überhaupt schon Leseexemplare vom Verlag an die Zeitungsredaktionen raus?), ist Ausdruck einer ausgesprochen verkommenen Debattenkultur. Heckenschützenmentalität würde ich das nennen.

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 11.04.2021 | 13:36

Ich bin ein erklärter Gegner von Privatisierungen staatlicher Bereiche. Aber wie ich schon Gelse geschrieben habe, kommen viele Staaten ihren Verpflichtungen nicht nach und können nicht einmal die Grundversorgung gewährleisten. Aus vielfältigen Gründen, natürlich. Ich denke, diese Seite wird viel zu wenig beleuchtet. Mir war das lange Zeit auch nicht bewusst. Doch jetzt, wo ich auf den Philippinen lebe, sehe ich einiges anders.

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 11.04.2021 | 13:29

Natürlich ist der private Kapitalanteil in zu vielen, ehemaligen staatlichen Bereichen mittlerweile zu hoch, selbst im universitären Bereich.

Allerdings muss vielleicht auch einmal erwähnt werden, dass die Grundversorgung vieler Staaten tatsächlich stark zu wünschen übrig lässt. Hier auf den Philippinen zum Beispiel ist die durchgehende Versorgung mit Strom und Wasser eher / meistens Glücksache. Bei letzterem Gut muss man schon fast von krank machender Gülle sprechen, weshalb die halbe Bevölkerung auf die unzähligen, kleinen Wasseraufbereiter zurück greift, welche einem mit ihren >10‘000 Dollar teuren Anlagen freihaus und preiswert Trinkwasser liefern, dass in 1 Gallonen-Kanister abgefüllt wird. Was den Strom anbelangt: Die übliche, wiederwärtige Privatisierungsgeschichte. Darum habe ich noch eine Solaranlage auf dem Dach. Und das Wasser wird über Mittag und ab 19:00 bis 07:00 Uhr morgens einfach abgestellt. Also habe ich meine eigene Wasserpumpe installiert, mit erhöhtem Tank, Druckluftbehälter, etc.

Der Staat ist auch nicht immer, was er sein sollte. Da könnte ich Ihnen mittlerweile einiges erzählen.

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 11.04.2021 | 13:08

Roosevelt’s New Deal, die im Gegensatz zu Europa blendend durchgestandene Finanzkrise, Biden‘s New Deal (er möchte ja wie ein zweiter Roosevelt sein). Woher kommen die ganzen technologischen Innovationen der letzten 30, 40 Jahre? Wer hat die erste, bemannte Mission zum Mond gestartet? Pop Art und -Kultur, Literatur, Film, Städtebau, Architektur...

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 11.04.2021 | 10:06

Privatisierungen waren auf Dauer noch nie erfolgreich, nirgendwo auf der Welt. Ausser bei den Telefonnetzen natürlich. Nur ist hier die Digitalisierung der Treiber gewesen, womit ein direkter Vergleich zu anderen Privatisierungen entfällt. Das Nachsehen hatten durchwegs die Konsumenten. Und den Gewinn die privaten Eigentümer. Hier der Fall der wieder zurück verstaatlichten Berliner Wasserbetriebe. Doch der dürfte Ihnen bereits bekannt sein.

RE: Ausgangssperren sind sinnlos | 11.04.2021 | 07:18

Soso, Corona ist also ein Innenraumproblem. Warten wir die nächsten 1001 Erklärungen ab. Sehr wahrscheinlich sieht dann alles wieder ganz anders aus.