Reinkarnation

„Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen.“ Albert Camus
Reinkarnation
RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 11.04.2021 | 10:06

Privatisierungen waren auf Dauer noch nie erfolgreich, nirgendwo auf der Welt. Ausser bei den Telefonnetzen natürlich. Nur ist hier die Digitalisierung der Treiber gewesen, womit ein direkter Vergleich zu anderen Privatisierungen entfällt. Das Nachsehen hatten durchwegs die Konsumenten. Und den Gewinn die privaten Eigentümer. Hier der Fall der wieder zurück verstaatlichten Berliner Wasserbetriebe. Doch der dürfte Ihnen bereits bekannt sein.

RE: Ausgangssperren sind sinnlos | 11.04.2021 | 07:18

Soso, Corona ist also ein Innenraumproblem. Warten wir die nächsten 1001 Erklärungen ab. Sehr wahrscheinlich sieht dann alles wieder ganz anders aus.

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 11.04.2021 | 00:20

So wie Sie bisher argumentiert haben, wussten Sie doch noch gar nichts von RCEP.

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 10.04.2021 | 14:53

Mit RCEP ist der chinesischen Regierung zweifellos ein Glanzstück von historischer Bedeutung gelungen! Allerdings wird sich ein nachhaltiger Erfolg erst dann einstellen, wenn das Problem mit der Nine-Dash-Linie geklärt ist. Wenn es China hier erneut gelingt, eine Lösung zu präsentieren, die sämtliche Beteiligten überzeugt, dann ist der Weg frei für das asiatische Zeitalter, dann gibt es kein Halten mehr!

Was die USA anbelangt: Diese Nation schafft es doch tatsächlich immer wieder, sich neu zu erfinden. Diese Eigenschaft sollte man nicht unterschätzen, auch wenn der American Way of Life eigentlich ausgeträumt ist. Europa hingegen wird auf dem internationalen Parkett immer häufiger und medienwirksam brüskiert, wie wir zuletzt in Istanbul gesehen haben. Aber an der EU kann es ja nicht liegen, niemals..! Hier würde ich tatsächlich von einem langsamen Niedergang sprechen.

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 10.04.2021 | 13:02

Schnittmengen wird es zwangsläufig geben. Einfach in stark reduziertem Mass. Der eine wirtschaftliche Schwerpunkt wird im asiatisch-pazifischen Raum unter Chinas Schirmherrschaft liegen und der andere im transatlantischen Raum mit den USA als Taktgeber. Dabei werden nicht nur die Lieferketten neu angeordnet werden. Die Welt wird kein Dorf mehr sein, metaphorisch ausgedrückt.

RE: Wohin geben? Und woher nehmen? | 10.04.2021 | 11:50

Die Globalisierung der letzten drei Jahrzehnte ist Geschichte. China besinnt sich auf seinen Binnenmarkt (China First) und der Westen tut dasselbe. In Zukunft wird es eine asiatisch-pazifische und eine transatlantische Regionalglobalisierung geben. Das werden die grössten beiden Wirtschaftsräume sein. Daneben werden sich Afrika und Südamerika ebenfalls formieren: Entsprechende Freihandelszonen gibt es bereits, weitere sind geplant. Indien wird sicher auch seinen Platz finden, da es sich aus dem RCEP-Abkommen zurück gezogen hat. Meine Einschätzung: Indien wird näher an den Westen rücken. Die Weltordnung wird eine andere sein. Dabei wird auch China lediglich eine Macht unter vielen sein- genau so, wie die USA ebenfalls. Ob die neue Seidenstrasse ein Erfolg wird, werden wir noch sehen.