Sonja Dolinsek
08.11.2013 | 17:57 94

Prostitution: Ein deutscher Skandal?

Sexarbeit Das neue Buch von Schwarzer und Co. funktioniert vor allem über Gefühle. Valide Fakten gibt es kaum. Das ist in der Tat ein deutscher Skandal

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Sonja Dolinsek

Prostitution: Ein deutscher Skandal?

Foto: Sascha Baumann/Getty Images

Wenn Sie das Buch von Alice Schwarzer über Prostitution lesen, empfehle ich Ihnen ganz bewusst den Wandel ihrer Emotionen und Gefühle zu beobachten, während sie lesen. Machen Sie hin und wieder stopp, fühlen Sie in sich hinein und beobachten Sie, was das Buch gerade mit ihnen macht. Wenn Sie das Buch nicht haben, kaufen Sie es nicht! Es ist Geld- und Energieverschwendung.

Die Gefühle

Jeder einzelne Satz hat ein einziges Ziel: Moralische Entrüstung in der Form eines „oh-gott-das-kann-doch-nicht-wahr-sein“, „oh-gott-die-armen-betrogenen-ehefrauen“, „oh-gott-warum-kann-die-rumänin-nicht-in-rumänien-bleiben“,“oh-gott-warum-kann-die-arme-polizei-nichts-tun“, „oh-gott-diese-scheiß-hurenvereinigungen-die-politik-für-zuhälter-machen“, „oh-gott-alice-danke-dass-du-mich-erleuchtest“, „oh-gott-prostitution-ist-nicht-nur-eklig-sondern-die-sind-auch-alle-aus-osteuropa“. Es gibt noch viel mehr „oh-gotts“, wenn Sie darauf achten. So viele „oh-gotts“, dass sie am Ende vergessen zu fragen: „Aber stimmt das denn überhaupt alles? Woher wissen Frau Schwarzer und ihre Kolleginnen das denn? Reicht es wirklich, sich einmal in ein Bordell zu schleichen um Prostitution zu verstehen?“

Diese Buch vermittelt kein Wissen, zumindest nicht nachprüfbares Wissen. Und nein, auch nicht die Webseite von Frau Schwarzer oder Emma kann das bieten. Stattdessen funktioniert das Buch über die Manipulation von Emotionen. Die vielen Geschichten werden so erzählt, dass es Leser*in möglichst weh tut, dass Leser*in sich möglichst persönlich betroffen fühlt. Leser*in soll Angst spüren und in Aufruhr geraten. Sachliche Fragen z.B. nach empirischen Daten und Statistiken soll Leser*in lieber nicht stellen.

Leser*in hat Angst (und das ist die Absicht), dass ihr Freund, Ehemann oder Sexualpartner für Sex bezahlt (nein, dass auch Frauen für Sex bezahlen, wird nicht erwähnt). Deshalb soll sie nun Prostitution abschaffen wollen. Und das will Leser*in am Ende der Lektüre vermutlich auch. Leser*in denkt aber auch: „Ich darf nicht so egoistisch sein – ich will doch sicherlich die armen Frauen aus Osteuropa schützen (wo auch immer Osteuropa vermutlich ist und egal wie es denen dort geht) – schützen vor den bösen triebgesteuerten, absolut dreckigen und ekligen Freiern. Ja, ja, das will ich unbedingt auch. Ich hab mich noch nie mit Prostitution befasst? Egal! Die armen Frauen müssen vor sich selbst und den bösen, eklig........Freiern gerettet werden!“ Also vor dem eigenen Freund, Ehemann oder Sexualpartner, mit dem man vermutlich noch nie ein Gespräch über Prostution geführt hat.

Die Zahlen

Die Zahlen sind falsch - zu wenig oder gar nicht recherchiert. Die wenigen Zahlen, sind auch widersprüchlich: Während an der einen Stelle von 150.000 Prostituierten die Rede ist, sind es Seiten später 300.000, während im Appell gegen Prostitution nun von 700.000 die Rede ist. Wir reden hier von einem Unterschied in der Größenordnung von mehreren Hunderttausend! Und dennoch lassen sich unwissende Leser*innen weiter hinreißen, ihr zu glauben und ihren absurden Appell zu unterzeichnen.

Es ist nicht nur manipuliertes Wissen, es sind bewusst manipulierte Emotionen, die Ihr rationales, kritisches Denkvermögen ausschalten sollten. Bei den ca. 3000 Unterzeichner*innen des Appells gegen Prostitution dürfte es geklappt haben. Wie sonst kann man erklären, dass sich bisher kaum jemand wegen dem Widerspruch dieser bislang nicht belegten Zahlen aufregt?

Die Religion

Das Buch ist voller Widersprüche, Wiederholungen, Anfeindungen. Die Widersprüche sind so zahlreich, dass man sie irgendwann nicht mehr bemerkt. Die zahlreichen, teilweise wörtlichen Wiederholungen sind zwar eine erprobte Strategie der Manipulation. Die Fakten werden dadurch aber nicht wahrer. Die Anfeindungen treffen Prostituiertenprojekte, Organisationen und Politiker*innen, die das Prostitutionsgesetz befürworten: Sie alle sollen wohl unter einer Decke mit den nicht genauer definierten "Frauenhändlern" stecken.

Am Ende ist Leser*in so verwirrt, dass die zentrale Message – Prostitution ist scheiße und muss abgeschafft werden – gekauft und geschluckt wurde. Was Leser*in gerade gelesen hat, warum das so widersprüchlich ist und warum es am Ende doch so wirr und voller Emotionalität im Kopf und im Gemüt umherzieht, kann Leser*in vermutlich selber nicht erklären. Dafür ist sie jetzt gegen Prostitution, einer neuen radikalfeministischen Religion, deren Credo in der absoluten Ablehnung der Menschlichkeit und Handlungsfähigkeit von Prostituierten liegt. Warum sonst weigern sich die Autor*innen, die Ansichten und Forderungen von selbstbestimmt arbeitenden Prostituierten wahrzunehmen?

Ist Alice Schwarzer die neue allwissende Göttin der Prostitution, der man nicht widerspricht, weil sie nun Mal alles über die Welt der Prostitution weiß, ohne je selber als Hure gelebt, gearbeitet und durch sich selbst unterdrückt worden zu sein?

Der echte „deutsche Skandal“

Nicht Prostitution ist ein „deutscher Skandal“ sondern dieses Buch. Weniger skandalös ist, dass sich zum Glück inzwischen viele Menschen dem Appell für Prostitution der Sexarbeiter*innen angeschlossen haben. Auch jene Menschen, die dafür qualifiziert sind, haben unterzeichnet: Allen voran Sexarbeiter*innen selbst, Beratungsstellen für Prostituierte und Betroffenen von Menschenhandel, die Deutsche Aids-Hilfe, Forscher*innen, die zu diesen Themen auch tatsächlich, wirklich geforscht haben und viele mehr.

Sie haben damit gezeigt, dass sie denken können und nicht alles schlucken, was ihnen Göttin Alice in der neuen Anti-Huren-Bibel erzählt.

--

Anmerkung 1: Die Sternchen * wurden hier bewusst gewählt, weil Alice Schwarzer & Co. sie nicht mögen. ;)

Anmerkung 2: Da Frau Schwarzer und ihre Kolleg*n ihre Zahlen nicht belegen, muss ich meine Kritik auch nicht belegen. In der Hinsicht sind wir zum Glück gleichberechtigt.

Anmerkung 3: Nach der emotionalen Kritik wird in den nächsten Tagen auch eine sachliche Kritik auf menschenhandelheute.net erscheinen.

Anmerkung 4: Falls irgendjemand der Ansicht sein sollte, ich würde Menschenhandel (nach §232 und §233 StGB) verharmlosen: Nein, das tue ich nicht. Ich verharmose auch nicht die Rechtlosigkeit, in der sich Sexarbeiter*innen häufig befinden. Aber Schwarzer befasst sich nicht mit Menschenhandel sondern mit Prostitution.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (94)

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Ehemaliger Nutzer 08.11.2013 | 18:15

Je mehr sich politische und wirtschaftliche Freiheit verringern, desto mehr strebt, entschädigungsweise, die sexuelle Freiheit danach, sich zu vergrößern.“

Aldous Huxley

Insofern ist es kein Wunder, dass Germany inzwischen der größte Puff der Weltgeschichte geworden ist...

{"Ich verharmlose auch nicht die Rechtlosigkeit, in der sich Sexarbeiter*innen häufig befinden."}

Nein, wirklich nicht? Vielleicht verharmlost du gar den Gesamtkontext?!

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Ehemaliger Nutzer 08.11.2013 | 19:23

@SONJA DOLINSEK08.11.2013 | 17:57

Nun, die Käufer und Leser des Buches von Alice Schwarzer sollen keine ausgebildeten Sozialwissenschaftler sein, nur für die würde eine vollständige Erhebung von Daten verwert- und eventuell nach entsprechender Verdichtung auswertbar sein.

Da auch für Sozialwissenschaftler/Gesellschaftswissenschaftler eine vollständige Erhebung zu einem gesellschaftlich wichtigen Thema schlicht und ergreifend nicht durchführ- und bezahlbar ist, nutzen sie empirische Studien, Auswertungen von Polizei- und Gerichtsberichten/-statistiken, Stichproben und statistische Verfahren.

Andererseits stellt sich die Frage, hätten nun Alice Schwarzer und die mit ihr zusammenwirkenden Fachleute etwas genauere Zahlen, ausser den von Schwarzer ausdrücklich als Schätzung benannten Größenordnungen, was genau wäre damit gewonnen? Ist es dann weniger schlimm, wenn nur einige Zehntausend Frauen in der Prostitution schlimme Dinge erlebten und erleben?

Mit der Abwertung und Verächtlichmachung der Unterzeichner von Alice Schwarzers Appell gewinnt man nun auch nicht gerade einen Blumenstrauß.

Schwarzer greift in ihrem Buch ausdrücklich das von SPD-Grünen in 2002 verabschiedete Gesetz an und führt dafür zumindest nachverfolgbare Argumente an.

Was genau sind denn nun Ihre Gegenargumente?

Ein paar Kostproben der von Ihnen in Schwarzers Buch angeblich gefundenen Widersprüche würden das dann krönen. Können Sie solche Widersprüche ausdrücklich benennen?

Und natürlich gilt für Journalisten mindestens ebenso wie für Sozialwissenschaftler/Gesellschaftswissenschaftler, dass sie nicht Teil der Recherche und Untersuchung sein dürfen. Schon aus Gründen der wissenschaftlichen Distanz. Sollten also nur noch von irgendwas persönlich Betroffene über eine Sache schreiben können oder dürfen, müssten wir sämtliche Universitäten schließen. Das klingt dann doch recht hanebüchen.

WRuss 08.11.2013 | 19:33

Was hat das 2002 verabschiedete ProstG mit der Zuwanderung von EU-Bürgerinnen zu tun, die seit 2007 nur als Selbständige in der EU arbeiten können? Da bleibt wohl ausser Prostitution nicht viel übrig.

Wenn ich EMMAs Äusserungen so lese und höre, höre ich Rassismus heraus.

Komischerweise setzt sich EMMA für Frauen ein, die sie wegen Sprachbarrieren nicht verstehen können. Weil sie einfach ungestört ihrer Arbeit nachgehen wollen.

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Ehemaliger Nutzer 09.11.2013 | 00:18

" ... ich weiß nicht so Recht, ob und welche Reaktion Sie von mir verlangen"

Mein "Okay?" war eine echte Frage, ich wollte wissen, ob Sie ihr Engagement als gewerkliche Interessenvertretung in der bürgerlichen Gesellschaft (also Kapitalismus) verstehen, oder als zünftige Interessenvertretung eines "freien Unternehmertums" (also in der Demokratie).

Anders formuliert: Ob Sie in ihrem Beitrag als Politikerin oder Gewerkschafterin auftreten.

Jetzt neige ich zu der Interpretation: Politikerin - in einer Art Zwischenreich; F.D.P. taugt nicht mehr, "Grüne" noch nicht.

Das ist schade, denn ich hätte Sie gern gegen diesen dégueulasse in Schutz genommen. Doch - nach meinen Begriffen - geschieht der Politikerin Dolinsek diese degueulasserie systemisch recht.

Egal. Ein andermal vielleicht.

Sonja Dolinsek 09.11.2013 | 07:59

Ach Herrje, Sie brauchen mich doch nicht in Schutz nehmen und in Schubladen brauchen Sie mich auch nicht stecken. Ich bin in erster Linie Mensch mit einer Meinung und habe im Gegensatz zu Ihnen nicht das Bedürfnis mich in irgendwelche Schubladen zu stecken - egal ob jetzt Hure, Politikerin oder Gewerkschafterin. Meines Wissen trifft keiner dieser Kategorien auf mich zu. Aber meine Selbstwahrnehmung kann mich ja täuschen.

Können Sie denn auch über Argumente sich austauschen ohne diejenigen, mit denen Sie sprechen, zu verschubladieren? Das wäre toll!

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derglaubeandassystem 09.11.2013 | 19:26

Scheinbar fällt es vielen Lesern hier genau so schwer, Sexarbeit und Menschenhandel voneinander zu trennen, wie anderen, Antisemitismus und Israelkritik. Ganz analog werden dann statt sachlicher Argumente persönlcieh Anfeindungen oder Diffamierungen gegen den Autor vorgebracht, was zwar die eigene Position mangels Argumenten nicht stärkt, aber die Position des gegenübers schwächen soll. Und das im Freitag, dabei hatte ich mich schon gefreut, hier so eine engagierte Gegenrede zu diesem Buch zu finden, dessen Aufmachung (Deutschland ist das einzige Land, in dem verharmlosend von "Sexarbeit" die Rede ist) schon Blödsinn ist.

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Ehemaliger Nutzer 09.11.2013 | 21:14

Danke für den Artikel.

Leider fallen auf Schwarzer immer wieder Frauen rein. Dabei agiert sich nicht nur bei diesem Thema unseriös. Behauptungen, Unterstellungen, Empörung, mehr ist es meist nicht. Dazu eine krude, nur oberflächlich plausible, Küchenpsychologie.

Bezeichnend, dass das möchtegern staatstragende Zensurportal "ZEIT" voll drauf einsteigt:

http://www.zeit.de/2013/46/prostitution-gesetzesaenderung-moral

derglaubeandassystem 10.11.2013 | 00:02

Wenn wir Prositution verbieten, verschwindet nicht die Prostitution, sondern die Kontrolle, dafür nimmt die Ausbeutung zu. Ich begreife nicht, warum das scheinbar niemand kapiert?

Man kann doch nicht einfach einen Markt verbieten, für den es eine Nachfrage gibt, oder alternativ die Kunden diffamieren. Das hat in den 20er Jahren in den Vereinigten Staaten auch nicht funktioniert.

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Frank Linnhoff 10.11.2013 | 13:38

Den "Aufruf gegen Prostitution" habe ich gelesen und dann auch, nachdem ich mir den Text in Klardeutsch übersetzt hatte, endlich verstanden:"Prostituierte dürfen weiterhin legal ihren Körper zur sexuellen Befriedigung anbieten. Derjenige, der das Angebot annimmt, wird mit einem empfindlichen Bußgeld bestraft."

In Frankreich lebend verfolge ich, was in meiner Wahlheimat zum Thema Prostitution geschieht. Hier wird sehr bald die sozialistische Abgeordnete Maud Olivier einen Gesetzentwurf dem Parlament zur Abstimmung vorlegen, welcher ganz genau der Forderung des "Appels gegen Prostitution" in der EMMA entspricht.

Wie ist es möglich, so frage ich mich, dass die vollkommene Absurdität dieses Vorschlags und die vollkommene Unmöglichkeit, ein solches Gesetz vollstrecken zu können, den Protagonisten nicht ins Auge fällt?

Kann es daran liegen, dass den Protagonisten der Freierbestrafung vor überschäumender emotionaler Erregung jeglicher gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist?

Der Vorsitzende der französischen Polizeigewerkschaft fragt seinen Minister, wie denn die Sittenpolizisten den Delinquenten in flagranti erwischen könne, nicht beim sexuellen Akt, der ja legal sei, sondern bei der Geldübergabe. Er erhielt keine Antwort. Um so verwunderlicher, als vor kurzem ein Gesetz aus der Regentschaft von Nicolas Sarkozy zurückgenommen werden mußte. Dieses Gesetz verbot Prostituierten "passive Anmache" (racolage passif), damit ist "sexy Kleidung" gemeint. Die Richter der Republik sahen sich außerstande ein Urteil zu fällen, da doch "sexy Kleidung" die Geschäftsbasis der französischen Modeindustrie sei und allgemein getragen würde. Die "aktive Anmache" bleibt weiterhin verboten, d.h. eine Prostituierte darf einen potentiellen Kunden nicht ansprechen. Man sagt, dass französische Prostituierte Meisterinnen der Pantomime seien. In Frankreich sind Bordelle seit Jahrzehnten verboten. Offiziell gibt es sie nicht. Offiziel wird die Zahl der Prostituierten in Frankreich auf 20.000 geschätzt. Dabei gibt es überall dicht über das Land verteilt "Austauschclubs" (clubs d'échangisme) nach dem Vereinsgesetz. Männer und Frauen zahlen einen Eintrittspreis, erhalten eine Clubkarte, knüpfen im Clubraum bei Champagner oder was auch immer einen ersten Kontakt, um sich dann pärchenweise in ein Separée zurückzuziehen. Jeder weiß, dass hier Geld den Besitzer wechselt, doch nicht "offiziell".

Ich beneide die deutschen Fernsehzuschauer nicht, werden sie doch sehr wahrscheinlich in den kommenden Wochen, vielleicht sogar über Monate, die aufdringliche Präsenz von Alice Schwarzer in diversen Talkshows zu diesem Thema ertragen müssen, eine Person exzessiver Emotionalität, welche in bekannter Weise all denjenigen, die nicht ihrer Meinung sind, das Wort abschneidet und persönlich beleidigt.

Schachnerin 10.11.2013 | 14:05

Klaus Fricke, Beteiber des Clubs Haus 9 in Bremen schreibt in menschenhandel heute

(es geht um das Mindestalter 21 Jahre für Prostituierte)

Der Staat greift damit nach meiner Auffassung in das menschenrechtlich verbriefte Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit, insbesondere in das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und in das der freien Berufswahl ein. Dies ist absolut grenzwertig. Sofern dies als Prinzip in die Rechtsordnung (Einheit derselben) Einzug hält, werden damit Personen zwischen 18 und 21 Jahren staatlicherseits Freiheitsrechte genommen. Die Grenze zum Unrechtsstaat wäre damit für mich überschritten.

Herr Fricke hat auch den Appell FÜR Prostitution unterschrieben.

Die Organisation Doña Carmen kämpfte mit einer Anzeige in der Süddeutschen gegen ein Verbot von Flatrate Bordellen Schluss mit dem Kesseltreiben.

Vom NDR hat Juanita Henning eine Gegendarstellung verlangt. In einer Sendung über Prostitution wären falsche Zahlen verwendet worden.

fegalo 10.11.2013 | 14:09

Die Beachtung, die Alice Schwarzer in vielen Medien findet, das Forum, das man ihr bietet, und die Milde mit der ihr Unsinn in der Regel geduldet wird, verdanken sich vermutlich der Tatsache, dass es sich bei ihr aus Sicht der Journalisten um eine Kollegin handelt, und dass man Provokationen natürlich immer gut gebrauchen kann. Außer der völlig irrelevanten Zielgruppe 60-jähriger Lesben wird sie kaum jemanden erreichen. Sie wird auch in Zukunft noch versuchen, mit ein paar Skandälchen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, aber das wird nichts daran ändern, dass ihre Zeit abgelaufen ist und dass sie nach ihrem letzten selbstinszenierten Skandal direkt der Vergessenheit anheimfallen wird.

Und die ZEIT, dieses volkspädagogische Institut, schickt für seine feministischen Ergüsse immer öfter die männlichen Kollegen nach vorn.

Es gibt Milieus, in denen ist das politisch korrekte Frauenverstehertum die neue Schwanzlänge.

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Ehemaliger Nutzer 10.11.2013 | 14:12

Ein Skandal sind solche Leute wie Alice Schwarzer(falscher Fünfziger), Bertelsmann(ehemals Drückerkolonne) oder Springer(bis heute Hetzjournaille) oder auch die, die da unterschrieben haben, denn sie haben Hartz4 mit verbrochen. In den 70ern konnten wir so was noch tolerieren wenn Leute um Kasse zu machen, wie aktuell mit ihren neuen Buch, sich an die Frauenbewegung gehangen haben ohne dass sie je außer Schwatern und Geld machen auf Kosten der Frauen etwas für diese getan hat. Diese aktuelle Diskussion beweist es denn der größte Sklaverei Skandal der alle Menschen in Deutschland vor allem junge Menschen und Frauen am härtesten trifft ist Hartz4. Ganze Horden von Frauen vor allem junge Frauen werden in ihrer Existenz vernichtet, inklusive ihrer Kinder weil sie misshandelt werden und sich nicht wehren können. In diesem Zusammenhang habe ich von der negativen Alice noch nie was gehört kein Wunder denn sie kollaboriert mit Springer einem Blatt das nichts anderes tut als Menschen zu vernichten und zu hetzen unter anderem auch gegen Arbeitnehmer. Im Übrigen spreche ich sowohl dieser Alice als auch der Type die sie vertreten hat, zuletzt habe ich die in einer Diskussionssendung gesehen, ab das sie von der Angelegenheit überhaupt was verstehen weil die Welt teilt sich auf in Menschen die geliebt werden und Menschen die etwas haben wollen. Sowohl Alice als auch ihre Vertreterin gehört eindeutig zu der zweiten Kategorie daher gehören sie eh selbst zu den Freiern also Leute die für Liebe bezahlen müssen wenn sie einen Menschen besitzen wollen der nicht so aussieht und ist wie sie selbst wenn sie überhaupt eine Wahl haben wollen. Im Übrigen ist das auch u. a. ein Grund das es den Kapitalismus überhaupt gibt, die hässlichen Menschen sowohl optisch als auch charakterlich wollen die Schönen und Guten zu ihrem Nutzen versklaven daher haben sie das Geld und das Weltwirtschaftsbetrugssystem erfunden denn damit können sie sich alles kaufen u. a. auch bei völliger Inkompetenz.

Das bedeutet die Welt ist ein riesen Puff(Sodom und Gomorra) Jeder muss sich prostituieren um leben zu können. Wir müssen heute alles tun und tun auch alles um Geld zu bekommen und die große Masse kann kaum davon leben und vegetiert vor sich hin. Junge, gesunde Frauen und Kinder weltweit müssen sich prostituieren und den ganzen Tag im Akkord Sklavenarbeit leisten für ein Hungerlohn. Im krassen Gegensatz dazu als Profiteure, führen reiche Knacker sowohl männlich als auch weiblich ein Luxusleben aus purem Egoismus und spekulieren noch auf Organe mit der Überschrift, Leben retten während junge, gesunde, schöne und gute Menschen in dieser Welt keinen Wert haben und krepieren.

Im Übrigen bei einer Diskussionsendung hat die Vertreterin von Emma einen äußerst voreingenommenen, ziemlich schlichten Eindruck hinterlassen im Grunde so wie sich viele im Volke von ihren Verhaltensweisen Prostituierte vorstellen. Die Prostituierten hingegen waren erstaunlicherweise alle sehr vernünftig, objektiv und sehr dezidiert in ihren Aussagen und haben einen guten Eindruck hinterlassen. Zu guter Letzt ist dabei raus gekommen das die Prostitution vor allem freiwillig ist hier in Deutschland aber auch kein Zuckerschlecken. Das bedeutet man kann schon daran zerbrechen und die Prostitution die hier in Deutschland illegal stattfindet ist keine Problematik der Prostitution wozu hier in Deutschland niemand mehr gezwungen werden kann sondern eindeutig ein Armutsproblem das in den Herkunftsländern von den Schlepperbanden ausgenutzt wird um die Frauen zu versklaven. Die betroffenen Frauen ähnlich wie die Flüchtlinge aktuell Lampedusa würden alles tun um aus ihrer Armut zu kommen. Sterben oder wenigstens eine Hoffnung und das nutzen Schlepperbanden aus. Aber dem könnte der Staat entgegenwirken indem er den Frauen ein Bleiberecht gibt wenn sie hier als illegale Prostituierte aufgegriffen werden, denn sie werden doch offensichtlich als Fachkräfte gebraucht. Das ist leider nicht der Fall und der reale Hintergrund der diesen Sklavenhandel erst möglich macht. Ein perfides Spiel mit Menschen genau wie diese Verbotsdiskussion. In Schweden gibt es schon Ergebnisse. Die Frauen sind durch das Prostitutionsverbot einer unglaublichen Gefahr und Gewalt ausgesetzt. Sicherlich es gibt weniger öffentliche Prostituierte auf den Straßen aber dafür mehr Tote.

Fazit hinter dem Prostitutionsverbot stehen nach meiner Meinung Menschen die Gewalt und Kriminalität sogar schüren wollen.

frikling 10.11.2013 | 14:32

Liebe Frau Dolinsek,

ich finde Ihren Artikel sehr gut! Sie haben vollkommen Recht damit, dass es nicht hilfreich ist dieses Thema emotional und faktenarm anzugehen. An anderer Stelle habe ich bereits das Buch "Laß dich verwöhnen. Prostitution in Deutschland" von Tamara Domentat empfohlen. Es ist zwar rund 10 Jahre alt und leider sehr unbekannt, aber es ist aus einem sehr soliden Recherchefundus heraus entstanden. Domentat geht genau die Vorurteile an, die Sie beschrieben haben und befragt ganz konkret Damen aus den verschiedenen Bereichen käuflicher Lust - von der Dame am Straßenrand bis zur Edelprostituierten. Ganz wichtig ist dabei, dass sie herausstellt, wie die beiden parallelen Frauenbilder - Hure und Heilige - letztenendes den Frauen selbst schaden und weiterhin zu einer Benachteiligung führen. Nur weil wir immer noch denken, dass Sexarbeit schlecht und Ehefrau-sein gut ist, kann man Frauen gegeneinander ausspielen. Dass sich immer mehr Mischformen dieser Frauenbilder entwickeln, also Mütter die ein solides Leben führen auch gerne wilden SM-Sex haben und das nicht an ihrem Hausfrau-und-Mutter-Nimbus kratzen sollte, oder Prostituierte fürsorgliche, respektable und gebildete Menschen mit Moral- und Wertvorstellungen sind, muss endlich im Bewusstsein ankommen. Das schwarz-weiß-Denken ist überholt und wird der Realität nicht gerecht.

Domentat entlarvt darüberhinaus das Mitleid-Getue vieler Organisationen und Feministinnen als egoistisch und wirtschaftlich motiviert. Mit der Illusion des "Prostituierten-Leids" lässt sich nämlich Geld verdienen. Manche verkaufen damit Bücher oder Zeitungen; viele Projekte, die Prostituierte betreuen oder begleiten werden nur deshalb finanziert, weil man "den armen, gefallenen Mädchen helfen möchte". Ohne Frage gibt es die auch, aber die Differenzierung zwischen Menschenhandel/Zwangs-/Kinder- oder Armutsprostitution auf der einen Seite, und freiwilliger, souverän gewählter Lebensweise auf der anderen Seite, wird so eben meist nicht getroffen. Mangelnde Differenzierung ist stets ein Zeichen mangelnder Wissenschaftlichkeit. Mangelnde Wissenschaftlichkeit führt zu falschen Ergebnissen und kann daher auch nicht zu Lösungen führen. - Wobei sich hier die Katze in den Schwanz beißt: Was ist denn eigentlich das Problem? - DASS es Prostitution gibt? - Dafür bin ich sehr dankbar, weil dieser Umstand die Vergewaltigungsquote niedrig hält, sexuelle Aufklärung jeglicher Art unters Volk bringt und sicher auch dafür sorgt, dass viele Kinder eben nicht als Scheidungskinder aufwachsen müssen. Zwangsprostitution und Menschenhandel sind da ein völlig anderes Thema und sollten nicht mit der freiwilligen Sexarbeit in einen Topf geworfen werden. Prostitution die gegen die Menschenrechte verstößt, verweist auf ganz andere Probleme - globale Probleme ökonomischer Natur, die sich nicht durch Moralvorschriften aushebeln ließen. Hier sind strukturelle Veränderungen in Politik und Wirtschaft gefragt. Verbote würden weder Angebot noch Nachfrage reduzieren, sondern sie nur kriminalisieren. Damit ist keinem gedient.

rheinhold2000 10.11.2013 | 14:49

"Insofern ist es kein Wunder, dass Germany inzwischen der größte Puff der Weltgeschichte geworden ist..."

In trauter Regelmäßigkeit stößt man auf die empörte Feststellung, Deutschland sei der
größte Puff Europas.

Das ist (wie so viele andere) eine ganz hervorragende Äußerung in
einer Debatte, weil sie denjenigen, der sie tätigt, unmittelbar als
intellektuellen Zwerg offenbart. Und im Sinne der Diskurshygiene
sollte man solche Leute aus der Öffentlichkeit heraushalten.

Wir haben damals mit Schrecken die PISA-Ergebnisse vernommen. Dennoch
sollte es hierzulande genügend Leute geben, denen bekannt ist, dass
Deutschland (bezogen auf die Bevölkerung) das mit Abstand größte Land
in Europa ist. Auch unter hypotetischen völlig identischen
rechtlichen und kulturellen Bedingungen würde also jeder, der noch
halbwegs alle Latten am Zaun hat, unmittelbar erwarten, dass
Deutschland "der größte Puff Europas" ist. Genauso, wie Deutschland
eben nicht zufällig die größte Volkswirtschaft Europas ist. Wer nicht
einmal das auf die Reihe kriegt, hat einfach nur noch seine überzogen
große Klappe zu halten. solche Leute gehören ausgelacht.

Ratatörskr 10.11.2013 | 14:53

Dann erholen Sie sich doch von Ihrem Schock und weisen auf die "vorgebrachten" Argumente hin.

Sexarbeit ohne Zuhälterkriminalität und ohne kriminelle Kinder-Sexarbeit sind doch eher nicht die Norm. Soweit bekannt kann vermutet werden, dass die Menschen im Milieu eher nicht auf eine emotional ungestörte Persönlichkeitsentwicklung blicken können. Das sind keine günstigen Vorbedingungen zu freien Entscheidungen und schließt die bedingungslose Verteidigung dieser fragwürdigen Sex-Arbeitsverhältnisse aus.

rheinhold2000 10.11.2013 | 14:54

bei telepolis gibts ein paar gute argumente FÜR eine vollständige legalisierung der prostitution:

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40288/1.html

zusammengefasst: eine kriminalisierung der prostitution führt eben zu MEHR Menschenhandel und Zuhälterei.

das weiß vermutlich auch Alice Schwarzer: die sexarbeiterInnen sind ihr schlicht scheißegal. sie mißbraucht sie nur für ihre (sexualfeindliche) agenda

rheinhold2000 10.11.2013 | 14:58

"Die Grenze zwischen Integrität und der seelischen Abgestumpftheit bei Frau u. Mann, so dass sie ihren Körper nur noch als "Sexware" fühlen, zu erahnen, ist jedenfalls ein Anspruch der Würde, die im brutalen Sexgeschäft wann verloren geht oder ging. Muss im SexGESCHÄFT nicht die Würde vergraben werden, um sie zu schützen?"

sexarbeiterInnen verkaufen sexuelle dienstleistungen. nicht ihren körper. und wenn nun einige der meinung sind das dies mit menschewürde vereinbar ist was dann? evangelikale sind ja z.B. auch der meinung das schwuler oder außerehelicher sex der menschenwürde widerspricht. und nu?

carmen z.B. fühlt sich weder missbraucht, noch als opfer

http://www.wrint.de/2013/04/24/wr172-prostitution/

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Ehemaliger Nutzer 10.11.2013 | 15:28

„Alice Schwarzer schwirrt als Terminadora durch den Blätterwald. Ihr heroischer Kampf gegen die Prostitution zwingt sie, auch für das hehre Ziel bei Springer auf den Strich zu gehen Ihre kühnste EMMAnzipations-Schlacht hat sie zusammen mit Daniel-Cohn-Bandit bereits über Libyen geschlagen und dort die Frauen aus der Burka gebombt oder wars anders rum. Klar, die Burka war in Libyen unter Ghaddafi so gut wie weg. Jetzt dürfen sich die wenigen überlebend-vergewaltigt-befreiten Frauen wieder verhüllen. …wer sich mit den Herrschenden so in die Federn schmeißt, soll über anständige Prostituierte gefälligst das Maul halten...

Es geht auf jeden fall um Einiges mehr, als um ein bisschen Karriere-und Auflagen-Pimping eines verblassenden STERNs und eines im mainstream untergehenden MädchenReport-Sternchens…

Die österreichische Journalistin Alexandra Bader von den “CYBERWEIBERN” hat das Sternschnuppen-artige Auftauchen des STERN-Talerchens sehr detailiert untersucht. Warum schnuppt sie jetzt, nach den Wahlen und kurz bevor es in Mali erst richtig rundgeht und über ein Jahr nach dem weinseligen Entschlüpfen eines glibbrig-altersdämmentierenden Herrenwitzes. Hat dieses Land keine andren Sorgen. Doch Sorgen um überlastete Soldaten!

Die müssen besser ausgerüstet werden. Und da schließt sich der Kreis: ..damit sie besser die Frauen in Asien, Nahost und in Afrika befreien können und dann ist’s es doch klar, das wer da zögert, der …jetzt hat die Stunde der FeierabendFeministen und -innen geschlagen!Innen an der Heimatfront und draussen in den Zivilisationsschützengräben geht es um Menschen- und Frauenrechte ! .. Menschen- und FrauenrechtsKriege.! Das soll Schwesterle dem Brüderle ins Stammtischbuch meißeln!!!

Und dafür ist dann auch wieder die FrontFrau Alice Schwarzer im Berliner GASOMETER bei Jauch gut zu gebrauchen, die über BILD zu Befreiung der afrikanischen Frauen aus der Not auch mit Hilfe von EUROfighterbombardierungen voll ins Schwarze trifft…“

http://www.barth-engelbart.de/?p=7578

Georg von Grote 10.11.2013 | 15:33

Wenn es nicht so traurig wäre, was hier an Kommentaren, vor allem von den glorreichen Herren der Schöpfung, auch Dreibeiner genannt, abgesondert wird, käme mann aus dem Lachen nicht mehr raus.

Klar, keiner von denen war jemals im Puff, hat sich zu ner Prostituierten geschlichen, oder bei nem Porno einen abgerubbelt. Ich noch nicht, nie im Leben, hab ich gar nicht nötig! :-)

Und dann immer feste druff auf die schwarze Alice, den leibhaftigen Satan. Klar, die muss ja frigide sein, quasi asexuell und so was von humorlos. Da spricht der Fachmann, manchmal auch die Fachfrau, wie auch die ehrenwerte Verfasserin dieses Blogs.

Eure Kommentare sind entlarvend, teilweise unterirdisch sowieso und natürlich, wie immer, am Thema komplett vorbei. Das mag auch an der Verfasserin des Blogs und ihrem Text liegen. Die weiß auch nicht, was sie will und wohin sie will. Wäre ich Prostituierte, würde ich mich über derart miese und untaugliche "Lobby-Arbeit" schön bedanken. Kontraproduktiv wäre noch ein harmloser Ausdruck für das hilflose Gestammel.

Prostitution hat es immer gegeben, Prostitution wird es immer geben. Ob nun in einem Bordell, auf der Straße, über Agenturen, Call-Girl-Ringe oder durch die brave, biedere Hausfrau, die ihre Dienste für Cash anbietet und das ganze als Hobby verbrämt.

Das weiß alice Schwarzer genau und wer mal ein wenig sein Hirn, oder den Rest, der davon noch vorhanden ist, anstrengt, könnte es auch wissen. Nur Schwarzer weiß, dass der deutsche Spießermichel erst dann aufwacht, wenn man mit dem Hozhammer kommt. Das war bei PorNo so und funktioniert jetzt wieder, wie man sieht.

Das Problem ist nicht die Prostitution, dass Problem sind Gesetze und Vorschriften, die den Luden, Striezies, Zuhältern, Menschenhändlern immer wieder Möglichkeiten offenlassen auf ihre Opfer Zugriff nehmen zu können und diese gestzlichen Möglichkeiten birgt nicht nur das mit heißer Nadel und absolut untaugliche Prostitutionsgesetz, sondern auch Einwanderungs-, Aufenthaltgesetze, Steuergesetze und einige mehr. Mit einem, selbst verbesserten Prostitutionsgesetz allein ist die Sache nicht geregelt.

Und was noch am Rande. Die hier und anderen Blogs so als verabscheuungswürdig eingstuften Flatrate-Puffs sind keine männliche Erfindung. Der erste Flatrate-Puff wurde in Hamburg auf dem Kiez allein von Frauen in eigener Regie gegründet und stieß auf massiven Widerstand den Mitbewerbern.. Von Frauen, die in diesem Puff tätig waren und sind, ihren eigenen Puff selbst verwalten und von Zuhältern unabhängig arbeiten.

Das Geschäftsmodell war nur so durchschlagend erfolgreich, dass es andere übernommen und entsprechend ausgenutzt haben.

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Ehemaliger Nutzer 10.11.2013 | 18:59

{In trauter Regelmäßigkeit stößt man auf die empörte Feststellung, Deutschland sei der größte Puff Europas.}

Die „Empörung“ ist in diesem Fall deine ganz persönliche Projektion.

{Das ist (wie so viele andere) eine ganz hervorragende Äußerung in einer Debatte, weil sie denjenigen, der sie tätigt, unmittelbar als intellektuellen Zwerg offenbart. Und im Sinne der Diskurshygiene sollte man solche Leute aus der Öffentlichkeit heraushalten.}

An dieser Stelle erwartet man Tiefgründiges!

{... dass Deutschland (bezogen auf die Bevölkerung) das mit Abstand größte Land in Europa ist. ... also jeder, der noch halbwegs alle Latten am Zaun hat, unmittelbar erwarten, dass Deutschland "der größte Puff Europas" ist. Genauso, wie Deutschland eben nicht zufällig die größte Volkswirtschaft Europas ist. Wer nicht einmal das auf die Reihe kriegt, hat einfach nur noch seine überzogen große Klappe zu halten. solche Leute gehören ausgelacht.}

Und was gehört jene, die nicht noch nicht einmal prozentuale Überlegungen anstellen können? ... :-)

Wie meine Großmutter immer sagte: „Der Dumme ist stets dumm genug, um nicht zu merken, wie dumm er ist“. Recht hat sie!

Ob die eigenwillige Formatierung des Textes auch dazu gehört, magst du selber beurteilen... :-)

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Ehemaliger Nutzer 10.11.2013 | 19:08

{übrigens interessant das du huxley zitierst. george orwells 1984 passt auch nicht: in dieser dystopie war prostitution(arbeitslager) verboten...}

Bist du sicher? Schließlich war das 16 Jahre vor deiner Geburt... :-)

{... das müsste dir doch gefallen}

Aber nur einen kurzen Augenblick - aus lauter Freundlichkeit!

Damit deine phantasievollen Hirngespinste nicht ganz allein in der Leere des Raums verpuffen... :-)

Ratatörskr 10.11.2013 | 19:30

"sexarbeiterInnen verkaufen sexuelle dienstleistungen. nicht ihren körper. und wenn nun einige der meinung sind das dies mit menschewürde vereinbar ist was dann?"

Nachdem Sie keine Argumente der Frau Dolinsek hier einstellen, bitte ich Sie, mir den o.a. Satz zu erklären. Wie geht das mit "sexuellen Dienstleistungen" ohne den Körper der Sexarbeiterin?

Und wie "beglückend" ist das für den Freier? Morde dürften so doch gar nicht vorkommen, in dieser schönen Welt.

rheinhold2000 10.11.2013 | 21:07

"Nachdem Sie keine Argumente der Frau Dolinsek hier einstellen, bitte ich Sie, mir den o.a. Satz zu erklären."

die argumente stehen im Artikel und den telepolis artikel den ich verlinkt habe

Sachtexte entschlüsseln ist Lerninhalt der klasse 6

"Wie geht das mit "sexuellen Dienstleistungen" ohne den Körper der Sexarbeiterin?"

Sexarbeiterinnen verkaufen nicht ihren körper, wenn du schon auf der Körperlichkeit beharrst dann VERMIETEN sie wenn überhaupt ihren Körper.

das tun ganz genau 100% aller Lohnarbeiter (selbständig oder nicht. Oder würdest du sagen das ein akademisch arbeitender mensch sein gehirn verkauft?

und jetzt komm mir nicht mit eklig. mit einem selbstgewählten freier (ja auch das geht prostituierte können auch freier ablehnen) sex zu haben ist höchstwahrscheinlich angenehmer als im krankenhaus bei einem typen intimpflege zu machen oder scheiße auf der toilette eines hotels wegzuputzeo oder?

"Und wie "beglückend" ist das für den Freier?"

frag nen freier

"Morde dürften so doch gar nicht vorkommen, in dieser schönen Welt."

die meisten morde passieren innerhalb der familie, willst du prophylaktisch familien verbieten?

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Ehemaliger Nutzer 10.11.2013 | 21:20

"ich darf Sie - nach Ihren Worten über den Wert von Erfahrungswissen - doch als Hure ansprechen? Gut."

Man ist schon überrascht, wie emotional hier diskutiert wird und wie beschissen unfair dazu!

Ganz offensichtlich geht es einer Mehrheit der Disukutaten hier weniger darum, Fragen zu stellen, eigene Antworten zu hinterfragen oder offen für die Argumente des anderen zu sein als die Autorin des Artikels auf unterstem Niveau persönlich anzugreifen.

Dass man seine Pappenheimer schon kennt, macht die Sache nicht einfacher...

Dabei ist da kaum einer, der hier diskutiert, über das Thema überhaupt informiert - ganz im Gegensatz zu der Autorin. (Die FAZ hat übrigens erst in diesen Tagen einen Bericht über die schwer zu ermittelnde Faktenlage in diesem Bereich herausgebracht.)

Ein sich hohl laufender moralischer Furor - wieder einmal.

Keine Ahnung von nix aber um sich treten und moralinsaure Verwünschungen nach allen Seiten absondern... dabei nach dem Gesetzgeber rufen, Verbote, den Polzeiknüppel, strengere Innenminister herbeiwünschen (es geht ja um ein BERUFSVERBOT), zur Hatz auf bestimmte Gruppen der Gesellschaft blasen (der böse Freier)... - man kennt das mittlerweile.

Liest man sich das alles in Ruhe durch, so meint man irgendwie falsch zu sein, doch man ist es nicht:

Da tobt der fanatische deutsche Kleinbürger, links oder rechts, der Unterschied ist am Ende nicht besonders groß. Beide zeichnet aus, dass sie vor allem dann eine große Klappe haben wenn sie nichts zu befürchten haben.

Und beide haben natürlich immer Recht - die linken haben die Moral, die rechten das "gesunde Volksempfinden auf ihrer Seite - da muss man einfach Recht haben.

Stil, Eleganz, Witz, Originalität der Gedankenführung - die GROTHES und BAREFOOTS dieser Welt wissen von soetwas nichts SIE BELLEN HALT LIEBER.

Ratatörskr 11.11.2013 | 09:09

Na gut, bleiben wir bei der "Sachtextentschlüsselung der Kl. 6!

Das "Vermieten" besorgt der Zuhälter!

Die Urheberschaft der verkauften Leistung verbleibt i.d.R. bei dem Besitzer, gleich ob Kopf oder Bauch. Nach Ihrer merkwürdigen "Sachtextentschlüsselung" prostituiert sich auch der Wissenschaftler. Vielleicht weil er korrupt ist?

Die Sachtextentschlüsselung Ihrer Behauptung, "das tun 1oo % aller Lohnarbeiter" scheitert am Menschenhandel und der Sklaverei! Wobei Prostituierte oft als Sexsklavinnen missbraucht alles andere als selbstbestimmt "arbeiten" müssen.

Die "meisten Morde passieren innerhalb der Familie" ist eine undifferenzierte Behauptung. Ungefähr so, als ob jemand behauptete, dass alle Ehefrauen glücklich seien.

rheinhold2000 11.11.2013 | 12:13

"Das "Vermieten" besorgt der Zuhälter!"

wie interessant, bei 100% der Prostitutuierten?

und was hat das mit dem Thema zu tun? ich würde mal sagen thema verfehlt. warum?

nun, in dem text geht es um prostitution und die, du wirst es dir nicht voretsllen können ist auch problemlos ohne zuhälterei vorstellbar. problemlos. in der bauwirtschaft gibts auch sklaverei, aber da würdest du wahrscheinlich nicht vorschlagen den häuserbau zu verbieten weil es sklaverei in der bauwirstchaft gibt.

übrigens: zuhälterei ist in deutschland verbotem. das wird dich jetzt überraschen. da brauchts keine gesetzesänderungen

"Die Urheberschaft der verkauften Leistung verbleibt i.d.R. bei dem Besitzer, gleich ob Kopf oder Bauch. Nach Ihrer merkwürdigen "Sachtextentschlüsselung" prostituiert sich auch der Wissenschaftler. Vielleicht weil er korrupt ist?"

nein, er verkauft eine dienstleistung. im gegensatz zu einer prostituierten keine sexuelle. das ist aber auch der einzige unterschied. er tut (meistens) dinge die er ohne bezahlung eben nicht tun würde. und prostituierte haben (meistens) sex mit menschen mit denen sie ohne bezahlung eben keinen sex haben würden.

"Die Sachtextentschlüsselung Ihrer Behauptung, "das tun 1oo % aller Lohnarbeiter" scheitert am Menschenhandel und der Sklaverei!"

MEGASCHWACHSINN. das ist das üble. ich rede von prostitution die freiwillig ist. du vermischst das ständig mit sklavenhandel.

sklavenhandel gibts in ALLEN Bereichen des Wirtschaftens. und sie ist natürlich zu bekämpfen.

"Wobei Prostituierte oft als Sexsklavinnen missbraucht alles andere als selbstbestimmt "arbeiten" müssen."

Thema verfehlt, setzen 6

im artikel gehts umd prostitution. um sklavenhandel zu unterbinden brauchts keine gesetzesänderung. das wird dich jetzt überraschen aber ich schreibs nochmal: sklavenhandel und vergewaltigungen sind in deutschland verboten.

"Die "meisten Morde passieren innerhalb der Familie" ist eine undifferenzierte Behauptung. "

Die meisten gewalttaten, vergewaltigungen etc. passieren innerhalb der familie. das ist nicht undifferenziert sondern eine weitgehend akzeptierte tatsache

Ratatörskr 11.11.2013 | 12:58

Ich schreibe über das, was Sie wohl nie verstehen werden. Über die Menschen. Und nachdem mir eine erfahrene Prostituierte sagte: "Wir sind doch der Mülleimer für die Freier, das wissen wir alle", benötige ich keine Aufklärung mehr über die unter abgestorbenen Gefühlen vergrabene Würde, um den letzten Rest vielleicht zu retten.

Es ist eine Pseudo-Freiheit, die eben nicht jeder Prostituierten den Ausstieg ermöglicht.

"Die meisten gewalttaten, vergewaltigungen etc. passieren innerhalb der familie. das ist nicht undifferenziert sondern eine weitgehend akzeptierte tatsache."

Sind Sie sich bewußt, was Sie hier zum Besten geben?

Vergewaltigungen in der Ehe hat der Gesetzgeber bis 1997 sogar bestritten!

Ihre eigenen Offenbarungen liegen außerhalb einer Benotung!

rheinhold2000 11.11.2013 | 13:38

"Ich schreibe über das, was Sie wohl nie verstehen werden. Über die Menschen."

über das was du auf menschen draufprojezierst

"Und nachdem mir eine erfahrene Prostituierte sagte: "Wir sind doch der Mülleimer für die Freier, das wissen wir alle",

oder glauben sie zu wissen. das gilt übrigens auch für putzfrauen die vollgeschissene und vollgekotzte toiletten reinigen, krankenschwestern und pfleger die im blut waten und was noch viel wichtiger sit es gilt definetiv nichtr für ALLE Prostituierten, nicht mal für die meisten.

carmen sieht das etwas anders:

http://www.wrint.de/2013/04/24/wr172-prostitution/

"benötige ich keine Aufklärung mehr über die unter abgestorbenen Gefühlen vergrabene Würde, um den letzten Rest vielleicht zu retten. "

blablabla das gleiche betroffenheitsgeschwafel das im artikel so kritisiert wird. machts dir spass andere menschen pauschal zu totalen opfern zu erklären?

"Es ist eine Pseudo-Freiheit, die eben nicht jeder Prostituierten den Ausstieg ermöglicht."

es ist freiheit für einige.

"Die meisten gewalttaten, vergewaltigungen etc. passieren innerhalb der familie. das ist nicht undifferenziert sondern eine weitgehend akzeptierte tatsache."

Sind Sie sich bewußt, was Sie hier zum Besten geben? "

das ist so: die größte gefahr opfer einer gewalttat zu werden ist innerhalb der familie

"Vergewaltigungen in der Ehe hat der Gesetzgeber bis 1997 sogar bestritten!"

theme verfehlt 6

"Ihre eigenen Offenbarungen liegen außerhalb einer Benotung!"

du kannst nicht sinnentnehmend lesen....

Alica 11.11.2013 | 15:24

carmen sieht das etwas anders

„Doch wisse, dass ich selber mich verachte!
Wenn du, nachdem du lustlos unter Männern lagst
Einmal nicht [...]im Dreck verrecken magst
So mach es anders, als ich selbst es machte.
Wenn du einmal was Kluges findest, dann tu's
Hab ich es nicht geschafft, vielleicht schaffst du's.“

Das ist jedenfalls der Rat, der (nach Berthold Brecht) eine ältere Hure einer jüngeren Kollegin gibt. Hier der gesamt Text, der außer für Sie vielleicht auch für Carmen ganz aufschlussreich sein könnte.

Alica 11.11.2013 | 15:48

carmen sieht das etwas anders

„Doch wisse, dass ich selber mich verachte!
Wenn du, nachdem du lustlos unter Männern lagst
Einmal nicht [...]im Dreck verrecken magst
So mach es anders, als ich selbst es machte.
Wenn du einmal was Kluges findest, dann tu's
Hab ich es nicht geschafft, vielleicht schaffst du's.“

Das ist jedenfalls der Rat, der (nach Bertolt Brecht) eine ältere Hure einer jüngeren Kollegin gibt. Hier der gesamte Text, der außer für Sie vielleicht auch für Carmen ganz aufschlussreich sein könnte.

Der Kommentar wurde versteckt
rheinhold2000 11.11.2013 | 16:16

"Das ist jedenfalls der Rat, der (nach Bertolt Brecht) eine ältere Hure einer jüngeren Kollegin gibt. Hier der gesamte Text, der außer für Sie vielleicht auch für Carmen ganz aufschlussreich sein könnte."

regel 1:

menschen die nicht wie du sindund empfinden

sind opfer

sollten sie sich nicht als opfer sehen tritt regel 1 in kraft

schließlich weißt du am besten was für alle das richtige ist. und wenn sie verzweifelt darauf beharren kein opfer zu sein und ihr leben als prostituierte zu genießen

kein problem:

regel 1

sie sind halt krank und fühlen falsch weil sie manipuliert werden , halt opfer sind

weil: regel 1

Jonas 11.11.2013 | 19:24

"Das sind keine günstigen Vorbedingungen zu freien Entscheidungen und schließt die bedingungslose Verteidigung dieser fragwürdigen Sex-Arbeitsverhältnisse aus."

Genau eine solche bedingungslose Verteidigung betreibt die Autorin ja gar nicht. Sie plädiert doch ganz ausdrücklich für eine differenzierte Betrachtungsweise und wendet sich vielmehr gegen die bedingungslose Verurteilung von Prostitution wie sie Frau Schwarzer vornimmt.

Ich finde es absurd und anmaßend, anderen Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie gefälligst zu fühlen und zu empfinden haben. Mit welchem Recht meinen die Kämpfer für Selbstbestimmung, so über das Denken und Fühlen anderer Menschen bestimmen zu können? Wie offensichtlich muss das Auseinanderklaffen von Worten und Taten denn noch werden?!?

Nicht ein/e Kritiker/in des Schwarzer-Aufrufs wendet sich ernsthaft gegen die These, dass es im Umfeld der Prostitution unmenschliche Zustände gibt, die zurecht anzuprangern und zu bekämpfen sind. Aber daraus abzuleiten, das Prostitution grundsätzlich immer und jederzeit unmenschlich ist und absolut niemand diesem Beruf selbstbestimmt nachgehen kann, ist barer Unfug. Weiterhin ist es völlig offensichtlich, dass ein Verbot der Prostitution keines der angeprangerten Probleme lösen wird.

Die ganze Diskussion erscheint mir wie ein wiederauferstandener Zombie aus den 1950ern...

Alica 12.11.2013 | 04:00

sie sind halt krank und fühlen falsch weil sie manipuliert werden , halt opfer sind

Lesen Sie das so klar aus Brechts Text heraus?
Ich allenfalls so viel, dass „Sexarbeit“ mit der Zeit schon krank und unglücklich machen kann, weil das mit gewissen "Selbsterniedrigungen" verbunden ist.

Und es scheint tatsächlich auch so zu sein, dass Sexarbeiterinnen eine Hochrisikogruppe für psychische Störungen sind. Also ist es eventuell gar nicht so falsch von „Opfer“ und „krank“ zu sprechen? Bei einem (großen?) Teil?

Dagegen ist mit Verboten allerdings nichts auszurichten.

rheinhold2000 12.11.2013 | 05:34

"Lesen Sie das so klar aus Brechts Text heraus?
Ich allenfalls so viel, dass „Sexarbeit“ mit der Zeit schon krank und unglücklich machen kann, weil das mit gewissen "Selbsterniedrigungen" verbunden ist. "

was ist daran denn deiner meinung nach selbsterniedrigend?der sex ja wohl nicht oder?

die promuskuität? da würde es dann christlich, jedenfalls sind mir keine sachargumente bekannt die promuskuität selbsterniedrigend machen.

bleibt nur die bezahlung. das argument ist vieleicht das der freier die macht hat mit der prostituierten zu machen was er will weil er bezahlt. das argument ist natürlich falsch, prostituierte können sich ihren freier ja aussuchen und verhandeln was läuft und was nicht.

und erniedrigung ist halt ein subjektives gefühll. einige finden scheiße fressen erregend und halt nicht erniedrigend. evangelikale sprechen bei jedem ausßerehelichem sex und schwulem sex von selbsterniedrigung!

und carmen empfindet prostitution eben nicht als selbsterniedrigung. und du hast dann geschrieben: carmen FÜHLT FALSCH: Prostituttion IST selbsterniedigend (eine reine behauptung). carmen fühlt falsch weil sie ein opfer ist.Meine GEFÜHLE (prostitution ist selbsterniedrigend) bestimmen was die realität ist.

"Und es scheint tatsächlich auch so zu sein, dass Sexarbeiterinnen eine Hochrisikogruppe für psychische Störungen sind."

gibts dazu zahlen? ich würde da eher auf ärzte, pflegepersonal und polizisten tippen. und wir haben auch das henne ei problem: sexarbeit ist eine möglichkeit geld zu verdienen wenn garnichts mehr geht, wird also oft von menschen gemacht die "ganz unten" sind. vieleicht deswegen die psychischen störungen. vielcht auch nicht. jedenfalls sind mir die eine oder andere lebensgeschichte (z.B. die von Carmen) bekannt die eben keine heben. außerdem ist hier von deiner seite aus wieder eine pathalogisiereung von frauen die anders sind als du zu beobachten.

"Also ist es eventuell gar nicht so falsch von „Opfer“ und „krank“ zu sprechen? Bei einem (großen?) Teil?"

es ist eigentlich immer falsch von opfer zu sprechen außer in eindeutigen täterInnen/opfer situationen (gewalttaten). es entmündigt und erniedrigt denjenigen der als erwachsener entscheidungen getroffen hat. das gehört erstmal respektiert. man kann es ja für eine falsche entscheidung halten. aber man kann nicht sagen: du bist halt ein opfer deiner (ja was eigentlich)..... das ist unfassbar arrogant

"Dagegen ist mit Verboten allerdings nichts auszurichten."

da sind wir uns ja einig

rheinhold2000 12.11.2013 | 05:45

"Ich finde es absurd und anmaßend, anderen Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie gefälligst zu fühlen und zu empfinden haben. Mit welchem Recht meinen die Kämpfer für Selbstbestimmung, so über das Denken und Fühlen anderer Menschen bestimmen zu können? Wie offensichtlich muss das Auseinanderklaffen von Worten und Taten denn noch werden?!?"

auf den punkt gebracht!

danke!

"Nicht ein/e Kritiker/in des Schwarzer-Aufrufs wendet sich ernsthaft gegen die These, dass es im Umfeld der Prostitution unmenschliche Zustände gibt, die zurecht anzuprangern und zu bekämpfen sind. Aber daraus abzuleiten, das Prostitution grundsätzlich immer und jederzeit unmenschlich ist und absolut niemand diesem Beruf selbstbestimmt nachgehen kann, ist barer Unfug. Weiterhin ist es völlig offensichtlich, dass ein Verbot der Prostitution keines der angeprangerten Probleme lösen wird."

habe ich auch schon widerholt geschrieben, scheint aber nicht zu fruchten

"Die ganze Diskussion erscheint mir wie ein wiederauferstandener Zombie aus den 1950ern..."

im telepolis forum hat eine geschrieben das wir zurück ind die alte prüderie sind (und das im namen des feminsimus, aber hey wir haben ja auch den ersten nachkriegsangriff im namen des antifaschismus gemacht, geht alles)

wenns weiter so geht werden die schwulen und lesben in 15 jahren noch bitter bereuen das sie ihre sexuelle präferenz bei facebook so freizügig ins netzt gestellt haben!

Ratatörskr 12.11.2013 | 09:22

"Ich finde es absurd und anmaßend, anderen Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie gefälligst zu fühlen und zu empfinden haben. Mit welchem Recht meinen die Kämpfer für Selbstbestimmung, so über das Denken und Fühlen anderer Menschen bestimmen zu können? Wie offensichtlich muss das Auseinanderklaffen von Worten und Taten denn noch werden?!?"

Sie haben ein eigenwilliges Leseverständnis. Wo schreibt hier jemand - bitte zitieren - wem vor, was sie oder er zu denken und zu fühlen hat? Merken Sie Ihren Absolutismus nicht? Zur differenzierten Betrachtung gehört die Differenzierung der Fakten. Und das hat Berthold Brecht treffend auf den Punkt ge bracht.

Sie verwechseln Selbst- und Fremdbestimmung.

Dass Freier übersetzt Frauenversteher sind und der Zuhälter der beste Freund und Beschützer, ist eher unwahrscheinlich.

Bekannt ist auch, dass viele Prostutierte bereits in früher Kindheit mit Sex u. Gewalt ihre Erfahrug machen mussten!

Das Sexgewerbe ist ein undurchdringlich kriminelles Gewerbe.

Na schön: Aus dem Freudenhaus wurde zeitgemäß das Bordell. <mlat. bordellum: zu mhd. bort : "Brett">.

rheinhold2000 12.11.2013 | 09:39

"Sie haben ein eigenwilliges Leseverständnis. Wo schreibt hier jemand - bitte zitieren - wem vor, was sie oder er zu denken und zu fühlen hat? Merken Sie Ihren Absolutismus nicht? Zur differenzierten Betrachtung gehört die Differenzierung der Fakten. Und das hat Berthold Brecht treffend auf den Punkt ge bracht."

habe ich aus IHREM Text weiter oben kopiert und selbst eingefettet:

"Das ist jedenfalls der Rat, der (nach Bertolt Brecht) eine ältere Hure einer jüngeren Kollegin gibt. Hier der gesamte Text, der außer für Sie vielleicht auch für Carmen ganz aufschlussreich sein könnte."

Ratatörskr 12.11.2013 | 10:42

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Doch wisse, dass ich selber mich verachte!
Wenn du, nachdem du lustlos unter Männern lagst
Einmal nicht [...]im Dreck verrecken magst
So mach es anders, als ich selbst es machte.
Wenn du einmal was Kluges findest, dann tu's
Hab ich es nicht geschafft, vielleicht schaffst du's

Es ist schwer bis aussichtslos mit jemanden zu diskutieren, der die Begriffe nicht zu differenzieren weiß. Ein Rat ist etwas anderes als eine Vorschrift!

Alica 12.11.2013 | 13:04

was ist daran denn deiner meinung nach selbsterniedrigend?der sex ja wohl nicht oder?

Sex gegen Geld anzubieten bedeutet ja im Endeffekt, Sex zu einer kalten Ware zu degradieren. Lebendige Gefühle werden durch „Techniken“ ersetzt. Mangelnde Anziehung oder gar Abscheu vor dem Kunden muss überwunden werden. Genuss muss u. U. vorgetäuscht werden. Darin – also im Täuschen und Lügen - liegt für mich die Selbsterniedrigung – der größte Teil davon zumindest.

die promuskuität? da würde es dann christlich, jedenfalls sind mir keine sachargumente bekannt die promuskuität selbsterniedrigend machen.

Dazu fällt mir spontan dieser Slogan ein: Too precious for just ANY-BODY! – Ja, mich würde es anwidern, jeden Dahergelaufenen, der mir nur genug Geld anbietet, so nah an mich ranzulassen.
Wobei ich Promiskuität nicht per se selbsterniedrigend finde. Nur bei mangelnden „echten“ Gefühlen. Die sind ja manchmal wirklich nicht sehr lange vorhanden.

das argument ist natürlich falsch, prostituierte können sich ihren freier ja aussuchen und verhandeln was läuft und was nicht.

Das stimmt natürlich, aber halt nur bis zu einem gewissen Grad. Denn für entsprechende Aufpreise wird im Zweifelsfall wohl doch jeder mit dem bedient, was er sich wünscht. Egal wie abartig die Wünsche auch sind. Denn man ist es ja schließlich gewöhnt, sich zu überwinden.

und du hast dann geschrieben: carmen FÜHLT FALSCH

Nein, das habe ich eben nicht geschrieben. Ich habe allenfalls geschrieben: Carmen, bist du dir wirklich sicher, dass du dir und deinen Kunden nicht was in die Tasche lügst?
Im Endeffekt ist es mir aber ziemlich egal, wie Carmen ihr Geld verdient. Wenn sie damit glücklich ist, was sie tut, warum nicht?

gibts dazu zahlen?

„In Hamburg wurde bei 98 % der untersuchten Prostituierten mindestens ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit festgestellt. Bei 83 % fand sich bereits ein Trauma in der Kindheit (familiäre Gewalt 70 %, körperliche Misshandlung 65 %, sexueller Missbrauch 48 %). Während der Prostitution erfahrene Traumata fanden sich ebenfalls bei 83 % (körperlicher Angriff 61 %, Vergewaltigung 61 %, Bedrohung mit einer Waffe 52 %). 53 % erreichten einen Krankheitswert im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung. Missbrauch und Abhängigkeit von illegalen Drogen fanden sich bei 74 %. Internationale Vergleichsstudien ergaben ähnliche Befunde.[28]"

http://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution#Prostitution_und_psychische_St.C3.B6rung

es entmündigt und erniedrigt denjenigen der als erwachsener entscheidungen getroffen hat.

Ja, vielleicht. Die entscheidende Frage könnte höchstens lauten: Wie frei kann eine Entscheidung schon sein, wenn z.B. ein Trauma aus der Kindheit nicht behandelt wurde?

Aber wir können ja schließlich nicht die ganze Welt retten.

Deshalb neige ich auch dazu, Prostitution als ein „notwendiges Übel“ anzuerkennen, das sich aber nach meinen Wünschen möglichst nicht all zu sehr ausbreiten sollte.

Sexarbeit als ganz normale Erwerbstätigkeit zu betrachten, halte ich von daher nicht für sinnvoll. Dafür ist mir die Ware, die da einfach so vertickt werden soll, schlicht zu kostbar.

rheinhold2000 12.11.2013 | 16:07

"was ist daran denn deiner meinung nach selbsterniedrigend?der sex ja wohl nicht oder?

Sex gegen Geld anzubieten bedeutet ja im Endeffekt, Sex zu einer kalten Ware zu degradieren. Lebendige Gefühle werden durch „Techniken“ ersetzt. Mangelnde Anziehung oder gar Abscheu vor dem Kunden muss überwunden werden. Genuss muss u. U. vorgetäuscht werden. Darin – also im Täuschen und Lügen - liegt für mich die Selbsterniedrigung – der größte Teil davon zumindest."

Naja, das kann ich schlicht nicht nachvollziehen. viele jobs erfordern es gefühle und sympathie vorzutäuschen und mit menschen zu tun zu haben die man einfach nicht mag, so what?

das sex keine ware sein sollte sehe ich ganz genauso. aber das ist eine gefühlsmäßige aussage und deswegen gilt sie nur für mich. da sex als ware niemandem schadet ist es moralisch völlig in ordnung. das ist ja grade das problem nei einer gefühlten moral: die einen fühlen das prostitution nicht in ordnung ist, die anderen fühlen das homosexualität nicht in ordnung ist oder sodomie oder fleischverzehr.......

deswegen sollte man mit : ich fühle das etwas so und so niccht sein sollte sehr vorsichtig sein wenn man es auf alle menschen überträgt.....

"die promuskuität? da würde es dann christlich, jedenfalls sind mir keine sachargumente bekannt die promuskuität selbsterniedrigend machen.

Dazu fällt mir spontan dieser Slogan ein: Too precious for just ANY-BODY! – Ja, mich würde es anwidern, jeden Dahergelaufenen, der mir nur genug Geld anbietet, so nah an mich ranzulassen.
Wobei ich Promiskuität nicht per se selbsterniedrigend finde. Nur bei mangelnden „echten“ Gefühlen. Die sind ja manchmal wirklich nicht sehr lange vorhanden."

wieder ne gefühlsaussage. gilt für mich übrigens genauso aber eben nur für mich. andere finden eben in der prostitution ihre erfüllung und den weg zu einem glücklichen leben.

"das argument ist natürlich falsch, prostituierte können sich ihren freier ja aussuchen und verhandeln was läuft und was nicht.

Das stimmt natürlich, aber halt nur bis zu einem gewissen Grad. Denn für entsprechende Aufpreise wird im Zweifelsfall wohl doch jeder mit dem bedient, was er sich wünscht."

oder halt auch nicht. gilt doch für jeden job.

"Egal wie abartig die Wünsche auch sind. Denn man ist es ja schließlich gewöhnt, sich zu überwinden."

interessante these. und wenn eine prostituierte sich jetzt garnicht überwinden muss. weil sie spass am promuskiutiven sex hat? nur weil du und ich uns das vieleicht nicht für uns vorstellen können muss es ja nicht auch so sein.

"und du hast dann geschrieben: carmen FÜHLT FALSCH

Nein, das habe ich eben nicht geschrieben. Ich habe allenfalls geschrieben: Carmen, bist du dir wirklich sicher, dass du dir und deinen Kunden nicht was in die Tasche lügst?"

warum glaubst du das Carmen sich belügt?sie fühlt sich wohl in ihrem job und findet befriedigung. Nur weil du anders fühlst? und vieleicht belügt carmen ja noch nichtmal ihre kunde. eher unwahrscheinlich das sie alle kunden extrem unsympathisch finden. und selbst wenn carmen eine lüge verkaufen sollte, das tun die trainer in meinem fitnesstudio auch (die sind nähmlich sicher nicht immer extrem gut gelaunt und finden mich auch nicht alle supersympathisch, tun aber so ...) was ist falsch daran lügen zu verkaufen

"Im Endeffekt ist es mir aber ziemlich egal, wie Carmen ihr Geld verdient. Wenn sie damit glücklich ist, was sie tut, warum nicht?"

ebend

"gibts dazu zahlen?

„In Hamburg wurde bei 98 % der untersuchten Prostituierten mindestens ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit festgestellt. Bei 83 % fand sich bereits ein Trauma in der Kindheit (familiäre Gewalt 70 %, körperliche Misshandlung 65 %, sexueller Missbrauch 48 %). Während der Prostitution erfahrene Traumata fanden sich ebenfalls bei 83 % (körperlicher Angriff 61 %, Vergewaltigung 61 %, Bedrohung mit einer Waffe 52 %). 53 % erreichten einen Krankheitswert im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung. Missbrauch und Abhängigkeit von illegalen Drogen fanden sich bei 74 %. Internationale Vergleichsstudien ergaben ähnliche Befunde"

hier ist das henne ei problem. wenn du knackies befragst kriegst du sicher ähnliche zahlen. prostitution ist für männer und frauen in schlimmen sozialen situationen DIE möglichkeit geld zu verdienen. aber das spricht nicht gegen prostitution an sich.

"es entmündigt und erniedrigt denjenigen der als erwachsener entscheidungen getroffen hat.

Ja, vielleicht. Die entscheidende Frage könnte höchstens lauten: Wie frei kann eine Entscheidung schon sein, wenn z.B. ein Trauma aus der Kindheit nicht behandelt wurde?"

naja, so frei wie bei jedem anderen auch. aber stimmt schon, die entscheidungsMÖGLICHKEITEN sind sicher eingeschränkt.

"Aber wir können ja schließlich nicht die ganze Welt retten."

stimmt

"Deshalb neige ich auch dazu, Prostitution als ein „notwendiges Übel“ anzuerkennen, das sich aber nach meinen Wünschen möglichst nicht all zu sehr ausbreiten sollte."

und ich finde das die gesellschaftlichen umstände so beschaffen sein sollten das sich männer und frauen nur dann prostituieren wenn sie es wirklich wollen

"Sexarbeit als ganz normale Erwerbstätigkeit zu betrachten, halte ich von daher nicht für sinnvoll. Dafür ist mir die Ware, die da einfach so vertickt werden soll, schlicht zu kostbar."

das ist für mich gefühlsmäßig eben so

ABER: es gibt halt menschen die fühlen anders und deswegen kann ich deren argumente (und in dem von mir verlinkten artikel sind wirklich gute) ganz gut nachvollziehen.

fegalo 12.11.2013 | 18:45

„Sexarbeit als ganz normale Erwerbstätigkeit zu betrachten, halte ich von daher nicht für sinnvoll. Dafür ist mir die Ware, die da einfach so vertickt werden soll, schlicht zu kostbar.“

Das ist der Punkt. Es gibt Menschen, für die ist Sexualität ohne Liebe gar nicht denkbar, und die in intime Begegnungen mit ihrer ganzen Persönlichkeit hineingehen. Das ist sicher kein unerheblicher Teil der Bevölkerung, und es gilt vermutlich für einen großen Teil der bürgerlichen Welt. Es gibt aber auch Menschen, denen bedeutet es nichts, außer höchstens ein bisschen Spaß, den man – warum nicht? – dann auch gleich zu Geld machen kann. Von dieser Sorte gibt es – besonders bei den Frauen – sehr viel weniger, aber es gibt sie. Man mag das armselig nennen oder auch sich eines Urteils darüber enthalten, aber es ändert nichts daran, dass dadurch quasi naturnotwendig ein Markt entsteht, den man kaum unterdrücken können wird.

Und weil es einerseits die Menschen mit einer gefühlsmäßig gebundenen Sexualität in der Mitte der Gesellschaft immer wieder nachwachsen, und bestimmend bleiben werden, wird man die Prostitution niemals als vollkommen „normales“ Gewerbe betrachten. Und gleichzeitig wird man sie auch nicht abschaffen können, weil es die anderen Menschen eben auch gibt. Und dass die einen hergehen und den anderen ihre „Moral“ aufdrücken, ist für eine Gesellschaft, die sich gerne als „freie“ bezeichnet, keine Lösung.

Und hier noch ein kleiner Bericht aus der wunderbaren Welt der Wissenschaft:

„Dr. Chen und andere Wissenschaftler erforschen seit einiger Zeit das „wirtschaftliche Verhalten“ von Affen. Chen’s Ansatz verknüpft drei Forschungsrichtungen: Die Wirtschaft, die Psychologie und die Biologie. Dadurch möchte er die primitiven Triebe des Menschen besser verstehen. In diesem Experiment von 2010, das an der Yale University durchgeführt wurde, wurde das Verhalten der Kapuziner-Affen untersucht. Die Primaten-Forschung an der Yale University verfolgt jedoch auch das Ziel, das über Affen gewonnene Wissen auf Menschen zu übertragen.

Die Kapuziner-Affen sind sehr schlau und lernfähig. Für dieses Experiment wurde einer Gruppe von sieben von ihnen unter kontrollierten Bedingungen beigebracht, wie Geld funktioniert. Mit dem Geld konnten die Affen einen „Snack-Automaten“ bedienen und so wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Am Automaten konnten sie selbstständig Trauben, Götterspeise oder Nüsse kaufen. Sie wählten die Ware in einem getrennten Zimmer aus, wo die Affen alleine mit dem Geld umgehen sollten Nach einigen Monaten der Übung verstanden sie die Prinzipien sehr gut. Sie machten nur dieselben (kleinen) Rechenfehler bei Prioritätensetzungen, die Menschen auch machen.

Eines Tages ist aber etwas schief gelaufen und ein Affe hat einige Geldstücke geklaut und ist damit ins Gehege gerannt. Er zeigte das Geld einem Weibchen, welches ihm dafür Geschlechtsverkehr anbot. Nach der Vollendung des Tausches von Geld mit Geschlechtsverkehr lief sie mit dem Geld zum Automaten und kaufte eine Traube.“

http://menschenhandelheute.net/2012/06/11/affen/

So viel zum Thema „ältestes Gewerbe der Welt“ (interessant ist auch, dass es ein Krimineller war, der die erste Hure gekauft hat, und dass die Hure das Geschäft initiierte…)

denkenundhandelnbitte 12.11.2013 | 19:39

schon das fragezeichen ist falsch, das müsste ein ausrufungszeichen sein !!! wir jüngeren sind selber schuld, wenn wir die 70-jährigen so lange leithammel spielen lassen... frau schwarzer zieht gegen eine wirtschaftsmacht zu felde, die

bezahlt und bestimmt, auch bei drogen und korruption, da muss

man schon das gesamtpaket NENNEN ! da passt auch mein derzeitiges augstein-lieblingszitat : "es ist viel schlimmer,

es ist wie immer "- nur legalisiert ! und wo war da frau s. ?

Alica 13.11.2013 | 01:00

Und weil es einerseits die Menschen mit einer gefühlsmäßig gebundenen Sexualität in der Mitte der Gesellschaft immer wieder nachwachsen, und bestimmend bleiben werden, wird man die Prostitution niemals als vollkommen „normales“ Gewerbe betrachten. Und gleichzeitig wird man sie auch nicht abschaffen können, weil es die anderen Menschen eben auch gibt. Und dass die einen hergehen und den anderen ihre „Moral“ aufdrücken, ist für eine Gesellschaft, die sich gerne als „freie“ bezeichnet, keine Lösung.

Das haben Sie sehr schön auf den Punkt gebracht! – Vielleicht liest das ja auch zufällig Frau Schwarzer.

Der „kleine Bericht aus der wunderbaren Welt der Wissenschaft“ über die Kapuzineräffchen ist sehr lesenswert und amüsant, vor allem aber wieder ein überzeugendes Beispiel dafür, wie stark sich menschliches Verhalten – vor allem das weibliche – vom animalischen unterscheiden kann. ;-)

Dersu Usala 13.11.2013 | 10:10

„Man kann doch nicht einfach einen Markt verbieten, für den es eine Nachfrage gibt“ - Oh doch, das kann man, siehe Elfenbein oder Heroin.

Die Frage ist, was ist mit der Würde des Menschen vereinbar, was nicht. Dass hier der/die einzelne individuelle Ansichten hat, ist klar. Mit meiner Ansicht von Würde ist Prostitution nicht vereinbar. Ich will nicht gef… werden. Es gibt gewiss schwerere Verletzung von Würde als freiwillige Sexarbeit. Wenn es in der Ansicht einiger Menschen die Würde nicht verletzt, wenn man Ihnen eine Niere abkauft, sehe ich es trotzdem als gerechtfertigt an, das in diesem Land mit Hinweis auf die Würde zu verbieten.

Ratatörskr 13.11.2013 | 16:22

Erstens habe ich nichts von Verbieten geschrieben und zweitens, wir erlauben auch nicht das Morden, weil es nicht zu verbieten geht.

Wollen Sie im Umkehrschluss sagen, dass es im Sexgeschäft keine Kriminalität gibt?

Ich glaube auch nicht an die Wahrheit im Sexgeschäft. Weshalb ich auch keine Vorstellung habe, wie 15 nackte Männer in das Gesicht der Pornodarstellerin Sasha Grey ejakulieren und sie ganz beglückt sein will! Und nun ist sie ausgestiegen, schrieb ein Buch und sagt, dass ihr Sex nach ihrem Ausstieg 1o mal besser sei als zuvor! Und andere Ungereimtheiten. Und die Sexbesessenen jubeln. Das heißt doch, zuerst höchste Ekelbeglückung und dann welche 1ofache Steigerung der Sexqualität. Wie das?

Wer knackt das Rätsel?

rheinhold2000 13.11.2013 | 16:44

"Mit meiner Ansicht von Würde ist Prostitution nicht vereinbar. Ich will nicht gef… werden. Es gibt gewiss schwerere Verletzung von Würde als freiwillige Sexarbeit."

habe ich schon weiter ogen geschrieben: für evengelikale ist vorehelicher und schwuler sex nicht mit der würde des menschen vereinbar......

so kann man nicht gesetze machen! das einzige was eine tat zu einer amoralischen macht ist das menschen dabei zu schaden kommen. schon selbstzerstörerisches verhalten zu verbieten ist eher grenzwertig, wahrscheinlich sogar unmöglich und wie ich finde auch kaum zu rechtfertigen

"Wenn es in der Ansicht einiger Menschen die Würde nicht verletzt, wenn man Ihnen eine Niere abkauft, sehe ich es trotzdem als gerechtfertigt an, das in diesem Land mit Hinweis auf die Würde zu verbieten."

ich nicht. wenn man die gesellschaftlichen begebenheiten so ändert, dass niemand aus armut gezwungen wäre seine nieren zu einem dumpingpreis zu verkaufen sondern dies nur machen würde um sich persönlichen luxus zu gönnen wäre es jedermanns sache. gleiches gilt für prostitution

rheinhold2000 13.11.2013 | 16:47

"

Ich glaube auch nicht an die Wahrheit im Sexgeschäft. Weshalb ich auch keine Vorstellung habe, wie 15 nackte Männer in das Gesicht der Pornodarstellerin Sasha Grey ejakulieren und sie ganz beglückt sein will! Und nun ist sie ausgestiegen, schrieb ein Buch und sagt, dass ihr Sex nach ihrem Ausstieg 1o mal besser sei als zuvor! Und andere Ungereimtheiten. Und die Sexbesessenen jubeln. Das heißt doch, zuerst höchste Ekelbeglückung und dann welche 1ofache Steigerung der Sexqualität. Wie das?

Wer knackt das Rätsel?"

saha grey hat andere sexuelle vorlieben als du.

andere vorstellungen von gutem sex.

das rätsel war nicht soooooo schwer zu knacken

derglaubeandassystem 13.11.2013 | 18:08

„Man kann doch nicht einfach einen Markt verbieten, für den es eine Nachfrage gibt“ - Oh doch, das kann man, siehe Elfenbein oder Heroin.

Oha. Und, bekommt man deshalb als Heroin-Süchtiger kein Heroin? Mitnichten, man bekommt es, allerdings gepanscht, giftig oder einfach nur gestreckt. Analog dazu würde ein Verbot der Prositution die Kontrolle der Gesellschaft über diesen Markt entziehen, mit ganz analogen Folgen, Menschenhandel, Sklaverei, Vergewaltigung und so weiter, Dinge, die sicherlich jetzt schon vorkommen, aber nach einem Verbot könnte eine Prosituierte noch nicht einmal wegen einem der Punkte zur Polizei gehen, weil sie ja etwas illegales getan hat.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich mag Prositution nicht, ich halte es ebenfalls nicht mit der Menschenwürde vereinbar, dafür zu "bezahlen", dass jemand einem für ein paar Stunden "gehört". Nur denke ich, dass es schlicht und ergreifend ausschließlich negative Konsequenzen hat, Prositution zu verbieten, aus genannten Gründen.

rheinhold2000 13.11.2013 | 18:12

"

Meine Frage steht noch: WIE DAS?

Sie erlebte nach ihren Aussagen das höchste Glück, stieg aus, weil sie angeblich alles erreicht hatte und dann die 1ofache Sexsteigerung! "

naja, ich sehe hier nicht das problem. wenn sie lust auf mehr sex hat? warum sollte sie sich dann nicht mehr sex gönnen?

"Vielleicht der jetzt nur noch eine muss ein Mariechen beglücken?"

der satz ist unverständlich

fegalo 13.11.2013 | 20:53

"Die Frage ist, was ist mit der Würde des Menschen vereinbar, was nicht. Dass hier der/die einzelne individuelle Ansichten hat, ist klar. Mit meiner Ansicht von Würde ist Prostitution nicht vereinbar. Ich will nicht gef… werden. Es gibt gewiss schwerere Verletzung von Würde als freiwillige Sexarbeit. Wenn es in der Ansicht einiger Menschen die Würde nicht verletzt, wenn man Ihnen eine Niere abkauft, sehe ich es trotzdem als gerechtfertigt an, das in diesem Land mit Hinweis auf die Würde zu verbieten."

Ich glaube nicht, dass „Würde“ das Kriterium darstellt. Bei der Niere sollte nicht die Bereitschaft verboten sein, die eigene zu verkaufen, sondern die Möglichkeit für ein Krankenhaus, überhaupt ein solches Geschäft zu machen. Hier geht es vorrangig um Selbstschädigung, welche als solche erlaubt sein muss, nicht aber, dass andere dies ausnutzen.

Bei der Prostitution dagegen ist fraglich, ob es sich um Selbstschädigung handelt oder ob sie nicht eher einen Randbereich menschlicher Normalität darstellt. Ich würde letzteres vermuten.

Was „würdelos“ ist, lässt sich nicht allgemeingültig bestimmen, zudem zwingt das Leben jeden einzelnen von uns immer wieder zu würdelosen Verhaltensweisen (z.B. im Wirtschaftsleben) und davor kann der Staat niemanden schützen. Das geht schon los mit irgendwelchen dämlichen Häubchen, die Mitarbeiter einer Fastfood-Kette tragen müssen.

Dersu Usala 14.11.2013 | 09:07

Ja, meine Niere zu verkaufen wäre irgendwie schon mein Recht. Wenn ich mich umbringen darf, wieso darf ich dann nicht vorher Geld daraus machen? Wenn mir irgendwas bleiben muss, dann das Recht auf meinen Körper. Ab 18 aber erst. Oder besser 21? Und mit vorherigem Gutachten über die Zurechnungsfähigkeit. Ein Mindestpreis von 100000 Euro muss aber gelten. Oh, dann gibt es zu viele Anbieter, dann muss ausgelost werden, wer verkaufen darf. Das ist krank. Was ich sagen will, es bleibt das graue Licht auf dem Geschäft. Ich kann auch damit leben, dass ich Prostitution ablehne, sie trotzdem nicht verboten ist. Dass ich normal bin, setze ich nämlich nicht umfassend voraus. Meine Ablehnung bleibt.

Dersu Usala 14.11.2013 | 09:13

Positive Effekte eines Verbots sind möglich. Privater Waffenkauf ist hierzulande (ziemlich) verboten, in den USA nicht. Das hat m.E. einen positiven Effekt. Wer es darauf anlegt, wird wahrscheinlich doch an eine Pistole kommen können.

Das ein Prostitutionsverbot heute in Deutschland positive Effekte hätte, denke ich auch eher nicht. Möglicherweise aber doch. In der DDR war Prostitution meinen Wissens verboten, trotzdem waren Vergewaltigungen nicht häufiger (?). Damals und heute sind irgendwie nicht vergleichbar, aber warum eigentlich?

Ratatörskr 14.11.2013 | 10:50

Vielleicht beginnt die Frage nach der Würde schon mit der Überlegung wann wird sich der Mensch seiner Würde bewußt und erkennt, dass sie der Kern seiner Identität ist.

Sofern er/sie diese verlor, bevor er/sie sie fühlte, wird die Suche sehr schwer. Dann zeigt sich Kafkas "Das Schloß" aus "Sex, Geld, Macht, Unterwerfung " als Schloss ohne Tür.

Was denkt u. fühlt der Mensch, wenn er seine Würde in seiner Selbstbestimmung erkennt, weil er sie kennt?

Was denkt der Mensch, wenn er seine Würde intellektuell erkennt, aber nicht das Fühlen seiner Würde erfährt.

So kann sich vielleicht eine Prostituierte in ihre intellektuelle Welt der freien Entscheidung retten. Sie steuert den Ein- u. Ausschalter ihres Körpers bedarfsgerecht.

Sie teilt diese Pseudofreiheit mit der Pseudofreiheit des Freiers, der die Bezahlung als seine Macht versteht. Das kann gutgehen oder in einer Katastrophe enden. Und diesen Ausgang sollten Freudenhäuser bieten (müssen).

Oberham 14.11.2013 | 11:41

@alle - hier wird ja unglaublich viel über die Würde reflektiert.

Gibts hier einen, der das Wort umschreiben kann?

Für mich sind Menschen, die ihren Körper gegen Geld anbieten in jedem Falle mit wesentlich mehr Würde ausgestattet, als jene die sie benutzen, ganz zu schweigen von jenen, die sie ausbeuten!

Frauen die zur Prostitution gezwungen werden, werden in unserem Land von der ganzen Gesellschaft dazu gezwungen, die ihnen nicht zu Hilfe eilt, sondern sich wegdreht.

Frauen, die man mit ihren Kindern oder Familien in der fernen, armen Heimat erpressen kann, werden auch von uns allen erpresst, da wir von der Armut der Anderen immer schön profitieren, falls nötig erhalten sie Kaufkraft - jedoch immer nur dann, so wir sie als Warenabnehmer oder willige Dienstleister benötigen!

Prostituiton ist im Grunde die gesamte Gesellschaft auf einen Aspekt eingebrannt. Tausch gegen Geld.

Doch die Prostitution kann man nicht aufschlüsseln - sie fächert sich nach der Fokusierung aufs Thema wieder auf - genauso wie sich auch das Spektrum menschlicher, individueller Existenz auffächert - vom Sklaven der am Rande zum Verhungern gehalten und benutzt wird - bis hin zum zynischen, Raubmenschen, der hemmungslos und berechnend sie Systematik unseres Irrsinns virtuos zu handhaben versteht -

so wird aus dem halbtoten Kind im Hinterzimmer der Anfang und eine Bundeskanzlerin steht am Ende dieser Karriereperspektiven - ganz nach der neoliberalen Ideologie - jeder kann es schaffen - ok - im Grunde ist noch mehr drin - auch eine Plutokratin ist am Ende eine Prostituierte - doch diese Erfolgsmenschen haben ihre Würde wirklich verloren - hingegen, stirbt das Kind im Hinterzimmer in Würde, nur jene die es mordeten - die sind ohne Würde!

Ich behaupte - ab der Prostitiuierten die für die Stunde 500 Euro im Nobelhotel kassiert - wird der Job absolut gesellschaftsfähig.

Ich behaupte - ein Großteil der "Eheprostituierten" - von wohlhabenden Ehepartnern sind aus einem einzigem Grunde auch Sexualpartner dieser Ehefreier - aus materiellen.

Doch diese Karrierestufen im Beruf des Sexdienstleistungsgewerbes haben sich aus dem Sumpf der harten Arbeitsfelder herausgehoben - dort korpulieren die Spezialisten.

Die natürliche Zusammenkunft bei unserer Art, wäre es, Geborgenheit, Zuneigung, Nahrung und Nachkommen zu zeugen, zu bewahren, zu empfinden.

Die Gesellschaft ist kalt, lieblos und funktioniert nur im Tauschhandel - wobei das Geld es ermöglicht, Umzuverteilen - ohne Tauschsurrogat, könnten Dritte niemals an einem Tausch teilhaben und Rahm abschöpfen.

Menschen, die sich in Liebe finden, die diese Liebe bewahren, haben etwas in ihrem Leben geschaffen, sie konnten dem Treiben in ihrer Wabe aus Gefühl entkommen und dürften nur traurig sein über diese soziale Wüste um sie herum.

Vielleicht drückt sich die ganze Hoffnungslosgikeit "zivilisierter" menschlicher Existenz genau in diesem Gewerbe aus - dem kalkuliertem Befriedigungsgewerbe, welches statt Geborgenheit und Liebe, Gefühl und gegenseitiger Hingabe - die Attribute - Geld, Geld und nochmals Geld generiert und sich dafür sexuell engagiert.

Daraus entsteht kein Leben, daraus entsteht schlicht das Ende.

Wo nur Nahrung ist, da wird der Mensch zwar satt, doch ohne Liebe macht das Leben nun wirklich keinen Sinn!

So wird die neutralisierte Monstermatrone zum Inbegriff des menschlichen Desasters - so muss doch die Debatte zwangsläufig in den zugewucherten Schenkeln machtgeiler Monster enden, Monster, die unschuldiges Leben verschlingen, die am Ende der Natur den Garaus machen - und wieder bin ich bei uns, die wir ihnen dienen, ihnen treu ergeben - sogar unsere Kinder opfern - devot, dumm und feige wie wir sind!

Die Gebetsmühle dreht sich eben in jedem Aspekt um die selbe Achse!

Wobei - all dies empfinde ich so - andere mögen es anders empfinden.

Ratatörskr 14.11.2013 | 11:42

Ja, die Zeiten haben sich geändert.

Die Überlegung, dass der Wirklichkeit entsprechend auch Vergewaltigungen in der Ehe strafbar sind, wird auch nicht gewesen sein, dass dann Vergewaltigungen in der Ehe nicht mehr stattfinden, sondern dass auch Ehefrauen das Recht auf ihre sexuelle Selbstbestimmung haben. Und dass der Gesetzgeber die Verantwortung hat, dieses Ehefrauenrecht gleich zu schützen.

Der Schutz vor Kriminalität steht allen Menschen zu. Dabei schützt die Klassenzuordnung offensichtlich nur bedingt. Edelprostituierte haben einige Vorteile aber ohne Garantie, wie gelegentlich zu erfahren ist.

Ratatörskr 14.11.2013 | 12:38

"...hingegen, stirbt das Kind im Hinterzimmer in Würde, nur jene die es mordeten - die sind ohne Würde!"

Ja!

Aber wann und wie kam dem würdelosen Täter seine Würde abhanden? Gibt es eine würdevolle Macht oder Macht in Würde?

Die Macht der Babyklappen-Benutzer und -Betreiber zeigt die gleiche Würdelosigkeit und wird mit banaler, würdeloser Moral begründet? Mir ist nicht bekannt, ob Frau Schwarzer sich auch für diese Kinder einsetzt.

Lethe 14.11.2013 | 13:25

Rein sachlich hat Grey ihr Sexualleben vor ihrer Pornokarriere mit ihrem Sexualleben nach ihrer Pornokarriere - und nicht das währenddessen mit dem danach - verglichen. Da kann es schon sein, dass das Leben vorher schlechter abschneidet. Ob das für oder gegen irgendetwas oder irgendjemand spricht ist ohne weitere Information schwer zu entscheiden, allerdings ist es eine naheliegende Mutmaßung, dass Grey von Liebe absolut gar nichts versteht, das aber wohl auch nicht als Mangel empfindet, solange der Sex geil ist. Es gibt solche Menschen.

Selbstverständlich wäre es lachhaft, falls die Grey ernsthaft annehmen sollte, dass sie jetzt als Intellektuelle oder was auch immer ernst genommen wird, nur weil sie ein fortgeschrittenes Entwicklungsstadium mimt.

rheinhold2000 14.11.2013 | 14:51

"Ja, meine Niere zu verkaufen wäre irgendwie schon mein Recht. Wenn ich mich umbringen darf, wieso darf ich dann nicht vorher Geld daraus machen? Wenn mir irgendwas bleiben muss, dann das Recht auf meinen Körper."

eben drum

"Ab 18 aber erst. Oder besser 21?"

ab 18 ist man strafmündig

"Und mit vorherigem Gutachten über die Zurechnungsfähigkeit. "

interessant. willst du auch bei jedem menschen bevor er das erste mal sex hat ein psychatrisches gutachten einholen um sicher zu sein das er zurchnungsfähig ist?

"Ein Mindestpreis von 100000 Euro muss aber gelten."

warum?

"Oh, dann gibt es zu viele Anbieter, dann muss ausgelost werden, wer verkaufen darf. Das ist krank. Was ich sagen will, es bleibt das graue Licht auf dem Geschäft. Ich kann auch damit leben, dass ich Prostitution ablehne, sie trotzdem nicht verboten ist. Dass ich normal bin, setze ich nämlich nicht umfassend voraus. Meine Ablehnung bleibt."

das ist absoluter blödsinn. das problem ist, dass wir in einem system leben das armut produziert und menschen derart an der rand des abgrundes bringt das sie sich prostituieren oder ihre nieren verkaufen OBWOHL SIE DAS GARNICHT WIRKLICH WOLLEN! Schaffe zustände in dem jeder ein respektables auskommen hat und das nierenverkaufen wäre kein moralisches problem mehr. denn wie du schon geschrieben hast: meine niere gehört mir.

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Ratatörskr 14.11.2013 | 14:58

"...naheliegende Mutmaßung, dass Grey von Liebe absolut gar nichts versteht, das aber wohl auch nicht als Mangel empfindet, solange der Sex geil ist."

Das ist der wichtigste Punkt, der die Frage einleitet, ob sie (u. v. a.) jemals Liebe, Zuneigung, Zärtlichkeit gefühlt hat. Oder nur den Extremschmerz fühlen kann. Solche Menschen wird es immer geben, ja. Sie sind nicht zu beurteilen oder verurteilen, aber nicht selten zu schützen. Vielleicht sind hier Täter und Opfer austauschbar.

rheinhold2000 14.11.2013 | 15:02

"

Die Überlegung, dass der Wirklichkeit entsprechend auch Vergewaltigungen in der Ehe strafbar sind, wird auch nicht gewesen sein, dass dann Vergewaltigungen in der Ehe nicht mehr stattfinden, sondern dass auch Ehefrauen das Recht auf ihre sexuelle Selbstbestimmung haben. Und dass der Gesetzgeber die Verantwortung hat, dieses Ehefrauenrecht gleich zu schützen."

wieso kommst du eigentlich auf die idee das das recht auf sexuelle selbstbestimmung bei prostituierten NICHT gewährleistet ist?

Oberham 14.11.2013 | 16:00

oh - ich denke sie hatten sie Würde,

Würde muss man sich ja verdienen -

jene die geschunden wurden, haben sie in jedem Fall durch ihr Martyrium erworben.

Ich denke nicht, dass die Frau Schwarzer Würde hätte,

sie kann somit auch keine verlieren -

spätestens seit sie mit Springer gemeinsame Sache macht,

hat sie jede Würde verloren, sollte sie doch mal würdevolle Dinge getan haben.

Dabei bin ich - da ich ein Mann bin - wohl ungeeignet sie bezüglich ihrer früheren Aktivitäten zu beurteilen.

Wobei - ich kann die Emanzipation nicht nachvollziehen, da es mir ohnehin nie in den Sinn käme - zwischen den Geschlechtern Unterschiede zu machen, welche sich auf die Stellung in der Gesellschaft oder sonstwo bezögen.

Mir ist allerdings eine Schwarzer genaus zuwider - als ein Sarrazin -oder andere Gruppenkämpfer - wie gesagt - unsere Gesellschaft besteht zum Großteil aus würdelosen Menschen - sicher sind die "Würdenträger" jene Artgenossen, die Würde vielleicht tragen mögen, haben tun sie in den seltensten Fällen eine.

Zumindest nach meinem Verständnis von Würde.

Solange ich noch so bequem lebe, als ich es derzeit tut, finde ich im Übrigen auch selbt keine Würde verlieren zu können - solange Menschen verhungern müssen und ich mir überlege was ich esse und nicht ob ich was essen kann - finde ich mich ziemlich schäbig und feige - da ginge - obwohl ich schon sehr wenig konsumiere und so wenig Lohnarbeit wie nur irgend möglich verrichte - noch deutlich mehr!

Jedenfalls ist das Thema derzeit en vouge - Hunger ist momentan ziemlich out - kommt bei Bedarf wohl wieder hoch.

Die Medien sind jedenfalls ein sehr widerwärtige Angelegenheit - die FC finde ich gut, da hier viele ohne Lohn schreiben und oftmals gute Hinweise kommen.

Aber trotzdem - es ist viel zu gemäßigt was wir treiben.

Nicht bezüglich Gewalt - die keine Lösung sein kann - sondern bezüglich Verzicht!

Nur - kaum einer mag den ersten Schritt tun - da er nicht daran glaubt, das ihm einer folgen würde.

In einer glücklichen Gesellschaft würden sich niemals Menschen gegen Bezahlung für sexuelle Dienstleistungen anbieten -

aber es gäbe auch keine medizinische Hilfe nur gegen Geld -

es gäbe auch keine Soldaten

keine Juristen - zumindest nicht gegen Geld

keine Politiker - auf keinen Fall gegen Geld - vielleicht als Ratsmitglieder - das käme auf den Grad der sozialen Anarchie an.

Es gäbe keine Berater - die guten Rat meist nicht bieten und schlechten Rat teuer verkaufen.

Es gäbe keine Lehrer, die nicht lehren, sondern konditionieren und dressieren.

Es gäbe keine Priester!

Es gäbe keine Arbeiter die Dinge produzieren, die Zukunft vernichten.

Es gäbe sehr vieles nicht -

dafür gäbe es sehr viele andere Dinge -

Dinge die viele sich nicht einmal erträumen mögen.

Der Mensch würde wohl längst ähnlich fliegen wie ein Vogel,

er wäre frei von seiner köprerlichen Last - so sie ihm eine wäre,

er würde sein Leben in Liebe, Harmonie und kreativer Emsigkeit erleben - er würde den Tod als den Anfang von etwas Neuem begreifen und hätte wohl kaum Angst davor.

Er bräuchte keinen Glauben an einen Gott oder andere spirituelle Gebilde, da er selbst so spirituell wäre, in seiner ganz eigenen Aura alles zu erfahren, was er benötigt um glücklich zu sein.

Unser Intellekt würde eben die Angst und den Hunger - die Not und das Leid unserer Art besiegt haben - nicht für einige auserwählte - sondern für alle lebenden Menschen - ja womöglich sogar für die ganze natürliche Welt - wobei - diesen Kreislauf von Kommen und Gehen - sollte man wohl nicht als grausam empfinden - da jedes Tier normalerweise im Tod einem anderen das Weiterleben schenkt - nur der Mensch mordet ohne Not und ohne Bedarf - munter drauflos - weil er es kann.

Genauso ficken Menschen Kinder - weil sie es bezahlen können.

Das widerliche dabei - wir alle wissen es - und noch nicht einmal als das schandvolle Treiben unserer Priester offenbar wurde, haben sich die Menschen in wirklich nennenswerter Zahl von ihren Sektenfürsten abgewandt - sie bleiben lieber in der Gruppe, egal wie widerwärtig die "Würdenträger" der Gruppe auch sein mögen.

Ups..... sorry ---- jetzt langt es für heute ;-)

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