Sonja Menzel

Verheiratet, Mutter, politikgierig,Būrgerin, die sich große Sorgen um den Erhalt der Demokratie macht, Pazifistin, Christin, parteilos, schreibwūtend
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RE: Wieder auf Seiten der Freiheit | 03.10.2014 | 14:24

Es ist wie geschildert. Es ist aber auch heute völlig unbestritten, dass die USA in den Irak einfielen unter einem ausgedachten Vorwand; selbst Bush jr. hat sich m.W. dafür vor einigen Jahren entschuldigt. Empfehle den tollen amerikanischen Spielfilm "W."; wo sehr gut dargelegt ist, warum es zu der großen Lüge kam, mit der der ganze arabische Raum bis heute destabilisiert wurde. Wer Damaskus in der Hand hat, da ist es dann nicht mehr weit bis in den strategisch viel wichtigeren Iran. Verfolgt die Quelle des Geldes, dann ist klar, wer IS aufbaute, ausbildete und sie mit Waffen versorgte. Wir lieferten Panzer nach Katar, in ein Land, was sicherlich schon kaum Platz hatte, die aufzustellen. Wir bauen eine komplette Panzerfabrik in Algerien auf. Wir sind so gut in dem Geschäft, dass wohl selbst bei der SPD die Hüllen gefallen sind. Auch mit unseren Waffen wird gemordet, zerstört und den Menschen die Heimat genommen. Solange das aber bei uns Arbeitsplätze hat, sind alle Skrupel gewichen. Es geht nie um Freiheit, es geht immer um geostrategische, wirtschaftliche Einflussgebiete und Interessen. Obama gehört eigentlich der Nobelpreis aberkannt; mit ihm als Friedensnobelpreisträger ist diese Auszeichnung nichts mehr wert. Es gäbe in den USA wahrscheinlich nicht 43,5 Mio. Menschen, die von Bezugsscheinen leben, wenn das Hegemoniestreben der USA ein Ende fände. Mir ist klar, unsinniger Gedanke. Unsere Welt wird immer gefährlicher, aber keiner merkt es, solange geshoppt werden kann.

RE: Entschuldigt Euch! Bei den Muslimen | 03.10.2014 | 14:01

Wenn mich immer mehr etwas nervt ist es, die Einteilung der Menschen danach, welchen Gott sie anbeten. Das ist mir persönlich ziemlich egal, solange Gläubige nicht meinen, sie haben die Weisheit mit Löffel gefressen, sich abfällig über Ungläubige äußern und meinen, diese bekehren zu müssen. Oft in aufdringlichster Art und Weise. Ihre Religion für die bessere halten. Wer sich unser Land als Heimat auserkoren hat, der hat unsere Werteordnung zu achten, unser Grundgesetz zu respektieren. Und wenn in den Gotteshäusern gegen unsere Werteordnung gehetzt wird, gleich welche Relegion das betrifft, sind diese Leute nach unserem Recht zur Verantwortung zu ziehen. Was sich in Schulen in Großstädten abspielt, in Kindergärten, davor dürfen wir auch im Interesse derjenigen, die sich toll integriert haben, die glücklich sind, hier zu leben, unsere Gesetze achten, eben nicht die Augen verschließen. Asiatische Kinder, russische Kinder sind in Schulen hervorragende Schüler. Um das mal als Beispiel zu nennen. Fanatiker haben bei uns nichts zu suchen. Aus meiner Familie mussten viele 1933 auswandern; wenn man sich mit diesen Alten unterhält, wenn die deutsches Fernsehen schauen, unvorstellbar für die, was möglich ist. Das hat mit Toleranz u. Freiheit nichts mehr zu tun. Besonders entsetzt waren meine Angehörigen mal über einen Spiegel-TV-Bericht, wo ein Jahr lang Reporter in einer Berliner Schule filmten. Das wäre weder in Kanada, noch in den USA oder sonstwo möglich. Diese Familien mit ihren Kindern wären ausgewiesen worden.

RE: Klage aus Schwäche | 03.10.2014 | 13:48

Dieser Scheinprozess kostet Unsummen, die Wahrheit wird zielgerichtet unterdrückt. Auf dem rechten Auge ist unsere Justiz traditionell blind.

RE: Wer ist hier gescheitert? | 22.09.2014 | 11:52

Der 11. September war die moralische Grundlage für alles, was seit dem geschah: das Terrormanagement der USA funktioniert; es nimmt den Pazifisten fast jegliche Argumentation. Wir sind alle vom Terrorbedroht. Diese Saat, die mit dem 11. September ausgesät wurde, trägt nunmehr Früchte. Sie war die Grundlage nicht nur für Afghanistan, sondern für den gesamten arabischen Raum, wo die USA ihr Hegemoniestreben vor allem hin ausrichteten. Jedenfalls hat das Bush jr. klar und deutlich nicht einmal verborgen. Syrien glaubte man, allein durch die Ausbildung u. Finanzierung von sog. Freiheitskämpfern niederzuschlagen, natürlich gemeint ist Assad. Solange die Vorläufer der heutigen IS dort grausamst wüteten, wen interessierte es? Nun kommt uns diese Gefahr, diese aufgerüsteten u. gezüchteten Monster, immer näher. Und wieder fehlt dem Pazifisten das Argument. Die Frage, wer stellt diesen Monstern die neuen Fahrzeuge, Waffen, Ersatzteile usw. hin? Wer verkauft denen das? Wer kauft denen das Öl ab? Wir ahnen es, Kuweit, Katar - Freunde der USA, deren Verbündete im Kampf gegen den Terror? Sie sind die Ursache. Menschen wird heute medial so intensiv Angst gemacht, dass selbst der Friedlichste hofft, mit einem Krieg wäre alles wieder gut. Eine Situation, wie sie wohl nur die "Alten" kennen, die die grausamen Weltkriege miterlebten. Immer wieder höre ich: so fing das damals auch an.

RE: Winnie gibt den Joschka | 22.09.2014 | 11:40

Ich erachte seine Entscheidung für richtig und weitsichtig. Hiermit wird nicht das Recht auf politisches Asyl in unserem Land verletzt. Die Zustände, die in Rumänien, Bulgarien, Kosovo u.ä. gegenüber z.B. den Roma herrschen, sind nicht zu heilen, indem wir sie aufnehmen u. damit diese Politik dort letztlich unterstützen - sie einfach loswerden zu wollen aus ihrer angestammten Heimat. Für mich ist allerdings nicht nachvollziehbar, wie Länder in der EU sein können, emense Gelder beziehen und diese Zustände ohne jegliches Druckmittel gegen die o. g. Länder eigentlich akzeptiert werden. Der Druck gegen die Herkunftsländer, warum wird der nicht verstärkt - auch Ungarn, solange Geld dorthin fließt muss die EU auch Rechte gegenüber diesen Ländern haben. Vielleicht friert man mal die Konten der dort für die Zustände verantwortlichen Politiker ein?

RE: Der Not gehorchend | 05.09.2014 | 16:50

Herr Herder, ich bin beeindruckt, vor allem zum Absatz "Ausweg Neutralität". Die meisten Menschen in unserem Land wissen doch gar nicht, dass Österreich nicht NATO-Mitglied ist. EU ohne NATO, ach, wäre das ein Traum. Warum schaffen wir Deutschen es aufgrund unserer Vergangenheit nicht, es den Österreichern einfach mal nachzumachen? Die Schweizer überrennt auch niemand. Endlich mal ein Artikel, der Tatsachen schildert und nicht einseitig Partei nimmt. Hoffen wir, möge Ihr Verstand in den von Merkeln und ihren Scharfmachern einfließen? Darf ich weiter träumen?

RE: Stunde der Hardliner | 05.09.2014 | 16:43

Was will man gegen diese Scharfmacher tun? Wie las ich vor kurzem: Die Reden von Rassmusen schreiben werden in den USA geschrieben. Wenn es so einfach wäre. Die Menschen bilden sich immer mehr ihre Meinung über die Medien, ist bequem. Die verheerenden Folgen von Propaganda wurden das erste Mal vor dem 1. WK angekurbelt. Vor dem 2. gab es das berühmte Plakat "Die Russen kommen". Ein schreckliches Gesicht ...da blieb nur die Furcht und das Grölen vom totalen Krieg. Zweimal ersoffen wir fast im Taumel für Kriege. Gestern sah ich noch mal, was übrigens auch in Medien bestritten wurde, vehement, Genscher, wie er in die Mikros sagte, dass es keine Osterweiterung der NATO geben würde (anlässlich Verhandlungen zum Abzug der Russen aus Europa). Die Russen zogen ab, gaben ihren Allierten-Status auf, die Westallierten blieben. Die Osterweiterung begann rasant. Wie konnten die Russen dem Außenminister eines Volkes glauben, was sie zweimal mit verheerenden Kriegen überzogen hatte? Nur Österreich hält gegenüber den Russen seit Ende 2. WK sein Wort: Militärisch in keinem Bündnis zu sein und ist bis heute nicht in der NATO. Was vielen ja gar nicht bekannt ist; EU u. NATO sind selbstverständlich zu trennen. Den Österreichern gebührt dafür ziemliche Achtung.

Und dass die Russen, nachdem die so gelinkt wurden, niemandem mehr trauen, kann zumindest ich nachvollziehen. Als angekündigt wurde, ihnen den Pachtvertrag für die Stationierung ihrer Schwarzmeer-Flotte auf der Krim zu kündigen, als CIA u.ä. Leute Berater der ukr. Regierung wurden; als man ihnen den seit über 200 Jahren genutzten einzigen eisfreien Hafen samt Territorium streitig machen wollte, blieb zu deren eigener Sicherheit m.E. nur die Annektierung der Krim, wobei ich mich scheue, dieses Wort zu benutzen für ein Territorium, was ihnen genommen wurde, durch Verschenken, durch das Machtgehabe eines russ. Präsidenten anlässlich seines eigenen Geburtstages. Muss man sich mal vorstellen: Der verschenkte die bis dahin seit fast 200 Jahren zu Russland gehörende Krim an die Ukraine. Israel hat auch mit dem Argument "eigene Sicherheitsinteressen" Gebiete annektiert und hält sie bis heute besetzt. Ohne Folgen. Ebenso Nordzypern durch die Türkei.

Russland wurde, wie der ehem. NATO-General Kujat, mehrfach äußerte, massiv provoziert durch die NATO-Osterweiterung. Und eigentlich war es irgendwie klar, dass die immer mehr in die Bedeutungslosigkeit versinkende NATO einen neuen Freind braucht. Afghanistan, ein Desaster. Was macht man mit Berufsarmeen, wenn Frieden ist? Wir haben inzwischen auch eine. Russland wurde gedemütigt, der Ukraine-Konflikt provoziert; auch wirtschaftspolitische Interessen vor allem der USA dürften eine wichtige Rolle spielen. Die gute Zusammenarbeit seit über 22 Jahren zwischen Deutschland und Russland, die immer mehr in den Hintergrund rückende USA, deren massiven wirtschaftlichen Probleme - ein Erstarken Europas in Zusammenarbeit mit den Russen; ich glaube, das hielten die nicht mehr aus. Dazu China. Russland wird das alles überstehen, es ist ein unglaublich leidensfähiges Volk; ein Land mit den größten Ressourcen dieser Erde - Holz, Diamanten, Kohle, Erdöl, Gas, besondere Erden und Wasser. Die Zukunft der Weltwirtschaft liegt ohnehin in Asien, große Teile Russlands liegen in Asien - Russland und China ....es wird die Zukunft bleiben und dazu benötigt keiner dieser beiden Länder Deutschland oder die USA. Asien wird Europa überholen. Vielleicht wird es uns so ergehen, wie es in der Geschichte der Menschheit allen Hochkulturen erging: sie gehen unter. Sie gingen immer dann unter, wenn sie der Größenwahn packte.

RE: Fast jede Woche stirbt nun ein Genie | 05.09.2014 | 16:22

Ich war ein sehr großer Scholl-Latur-Fan; las einige seiner Bücher. Es macht betroffen, wenn die gehen, die nicht im Fanatismus gegenüber Andersdenkenden versanken. Er sagte auch einmal, es gäbe keine Neutralität, kein Journalist könne neutral sein; heute aber, wird zielgerichtet Partei ergriffen. Nicht nur das berichtet, was man weiß. Eines seiner letzten Sätze, die gerade im Ukraine-Konflikt hängen blieben, sind für mich: Die Verblödungsmaschinerien laufen auf vollen Touren; eine gefährlichere Zeit als der Kalte Krieg hat begonnen. Das erwähnte Buch von Leonhardt war sein bestes; irgendwie wurde er ein sehr verbitterter Mensch. Vielleicht ist das auch die Folge, wenn man sich für eine bessere Welt einsetzte, davon träumte und dann alles anders kommt. Schirrmacher, der Gefürchtete, aber die FAZ hatte unter ihm Zeiten, wo ich mich freute, sie endlich in die Hände zu bekommen; toller Journalismus, mutige Artikel - ist dort genauso vorbei wie beim Spiegel. Alles nur noch ein Einheitsbrei; und nicht nur ich als Leserin finde, alles wirkt wie zentral gesteuert. Auch dazu führte Peter Scholl-Latour einiges aus. Es ist die Vernetzung der Eigentümer der Verlage und, Journalisten haben am Monatsende auch Rechnungen zu bezahlen. Letzteres galt immer, aber heute ist es offensichtlich viel unangenehmer, ein mutiger Journalist zu sein. Scholl-Latour konnte es sich leisten. So kann es auch in einer Demokratie werden, Herr Leonhardt, wo immer sie jetzt auch sind.

RE: Es führt kein Weg zurück | 03.09.2014 | 14:40

Ich hätte in diesem Medium erwartet, etwas zu dem Schreiben der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), den ehemaligen US-Geheimdienstagenten, an Bundeskanzlerin Merkel zu lesen. Warum dieses informative und mutige Schreiben dieser Leute bisher nur in einem Medium im Wortlaut erschien (Deutsche Wirtschaftsnachrichten, online) macht sehr nachdenklich. Diese mutigen, das kann man nicht oft genug wiederholen, Geheimdienstler warnen Merkel vor falschen "Beweisen". Sie haben diesen offenen Brief für notwendig erachtet, weil sie die anti-russische Stimmung, die das offizielle Washinton prägt, berunruhigt. "Darin ziehen sie die Verlässlichkeit von Behauptungen der ukrainischen u. der amerikanischen Regierung über eine russische "Invastion" in Zweifel. Die OSZE hat erst am Montag festgestellt, dass sie überkeine Hinweise einer Truppenpräsenz der Russen in der Ukraine verfüge." Diese Quelle ist seriös, wie das ZDF sogar einmal feststelle, gehört DWN zu den meist geteilten Informationen im Sozial Web. Moralische Entrüstung, die User überwiegend, gleich in welche Richtung, kundtun, bringt m.E. wenig. Man muss sich schon die Mühe machen, wenn es die Zeit hergibt, umfassend zu recherchieren, auch außerhalb Deutschlands. Dieser Artikel ist emotional sehr zutreffend.