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Modern sozialliberal.
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RE: Symptom und Krankheit | 11.02.2010 | 13:25

Israel ist die einzige Atommacht bis Pakistan und israelische Atomwaffen bieten genau das gleiche Abschreckungspotenzial wie alle anderen Atomwaffen auch. Was ist also an dem Satz so skurril?

RE: Wie atheistisch ist die Linke noch? | 27.01.2010 | 00:41

Mit dem Fakt im Hinterkopf, dass der Autor recht eindeutig ein religiöser und politischer Christ ist, ein paar Kommentare eines Säkulärhumanisten:

Dass die Linke sich mit dem Untergang des Ostblocks auch in ihrem Umgang mit Religion weiterentwickelt hat, ist eine gute Sache - und die eigene Weiterentwicklung anzuerkennen ist auch eine Kernforderung des Christentums. Linke setzen sich heute für Freiheit und Gleichbehandlung der Relgionen ein, anstatt für ihre Abschaffung. Auch damit sollte ein Christ eigentlich keine Probleme haben.

Der Unterschied, den ich nun zwischen dem Christentum und dem Islam sehe, ist Toleranz - oder eher ihre Abwesenheit. Freiheitlich und menschenrechtlich denkende Muslime treten islamistischem Fundamentalismus klar und deutlich gegenüber, zu sehen etwa in der St. Petersburg-Declaration. Sie tolerieren sie nicht. Und das, obwohl sie meist in Ländern leben, in denen der gesamte Islam als frauenfeindlich, gewalttätig und rückständig betrachtet, teilweise sogar politisch diskriminiert wird, wie in der Schweiz.

Die meisten Christen auf der anderen Seite, speziell Katholiken, scheinen kein großes Problem mit ihren erzreaktionären Glaubensbrüdern zu haben. Ihre Solidarität, alleine durch die Zugehörigkeit zu denselben Kirchen, die sich gegen ein modernes Familienbild und gegen das Recht auf Verhütung selbst in Afrika aussprechen, verschafft diesen Kirchen eine Legitimation in der Gesellschaft, die sie nicht mehr verdient haben, als fundamentalistische Muslime.

Ich mache mir nicht die Illusion, dass dieser Gedankengang hinter jedem linken Bemühen für Toleranz gegenüber der muslimischen Gemeinschaft steht, aber er kann deutlich machen, dass alle drei Seiten, Christen, Muslime und Säkuläre ihre Schwächen haben, vor allem aber auch ihre Stärken. Und die muss man ihnen zuerkennen.

RE: Direkte Demokratie! Jetzt erst recht | 26.12.2009 | 18:38

Herr Koenig,
nachdem ich ihren Artikel sowohl in der Freitag als auch hier gelesen habe, kann ich zumindest wieder hoffen, dass ihre mediale Verurteilung als Rechtspopulist unberechtigt war.
Trotzdem machen Sie einen sehr gefährlichen Fehler - denselben, wie die 57%, die für das Verbot gestimmt haben. Ihre Anmerkung, dass nicht die ganze Schweiz den Rechten verfallen ist, ist wichtig und höchstwahrscheinlich wichtig.
Aber trotzdem hat die Schweiz rechts gestimmt. Denn das Minarettverbot ist ein Angriff auf den gesamten Islam, nicht nur eine Grenze für Fundamentalisten. Und es war ein Angriff nur gegen den Islam und nicht gegen den "Heiligen Stuhl" oder fundamentalistische Evangelikale. Und ein solcher Angriff ist flasch, daran ändert aller gute Wille nichts.

RE: Die Männerbeauftragte | 20.12.2009 | 18:36

Der Kommentar ist in der Printausgabe. Aber lesen Sie die Zeitung trotzdem, das war ein Ausrutscher.

RE: Die Männerbeauftragte | 20.12.2009 | 18:35

Kurzes Vorwort: Ich halte Frau Köhler weder als Familienministerin noch als Politikerin allgemein als irgendwie geeignet. Trotzdem möchte einige Behauptungen nicht so stehen lassen.
Ich bin selbst frisch gebackener Abiturient aus Bremen und ich kann aus eigener, von männlichen und weiblichen Mitschülerinnen und Mitschülern bestätigter Erfehrung sagen, dass Jungen es im modernen Schulsystem schwerer haben als Mädchen. Ich sage damit nicht, dass man dringend eine spezifische Jungenförderung bräuchte, sondern einfach, dass schwache Schüler unabhängig des Geschlechts gefördert gehören und, dass solche Förderung vermutlich vor allem von Jungen in Anspruch genommen werden wird - wie es jetzt bei Förderung in wirklichen Krisenfällen auch schon der Fall ist.
Weiter halte ich eine Männerförderung für weibliche Berufsfelder nicht für eine lächerliche Idee. Es gehören mehr Männer in Frauenberufe, aus den hier tangierten Gründen und aus tausend anderen, auch aus Gründen der Gleichberechtigung. Also warum das nicht fördern?
Dass Jungen und speziell Problemkinder im konkreten Fall die Täter sind, ist im Übrigen ein Fakt und liegt in der Natur der Begriffe. Das allerdings als Argument gegen Prävention zu benutzen, ist genauso niveaulos und rechts, wie echten volljährigen Straftätern aufgrund ihrer Verbrechen das Recht auf Rehabilitation abzusprechen, und beleidigender Tiefpunkt des Kommentars.
Meine Bitte: Eine Frau wie Kristina Köhler als so inkompetent darzustellen, wie sie ist, ist nicht schwer. Ausrutscher wie den letztgenannten kann man sich da verkneifen.

RE: Lasst die Schulen los! | 29.08.2009 | 13:43

So anerkennenswert der Ansatz von Herrn Füller auch ist, in einer Zeit, in der die gesamte linke Szene zu Anhängern der Einheitsschule verblödet, so weit ab vom Kern der Sache ist er auch.
Bei aller Macht die Schulleiter in unserem Bildungssystem schon haben (und die in Gottes Namen nicht ausgebaut werden darf, die tragenden Figuren sind immer noch diejenigen, die vor der Klasse stehen. Kein Bildungskonzept kann funktionieren ohne kompetente Lehrer - und da reicht eine kleine Fortbildung im "Selbstständigen Lernen" nicht. Lehrer müssen sorgfältig nach psychologischen Kriterien und fachlicher sowie vor allem pädagogischer Kompetenz ausgewählt werden und sie müssen anständig bezahlt werden. Lehrer muss wieder ein respektierter Beruf sein können und nicht der Abfall der studierten Gesellschaft.