Sandor Ragaly

Politik- und Medienwissenschaftler
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Sandor Ragaly
RE: Heute, aber auch bleibend. | 19.01.2014 | 17:57

Vielen Dank für Ihren Kommentar, das ist bedrückend, was Sie schildern... und mutig, wie Sie agieren, so, wie Sie es beschreiben; ich hoffe, Sie haben keine größeren Schwierigkeiten dadurch. Grüße! S.R.

RE: Vom Schaden der aktuellen Sexismus-Debatte | 18.02.2013 | 17:17

Danke! Wobei der Trend auch dahin geht, neben "animalischen Reizen" des Sexthemas überhaupt im weiteren Sinne zunehmend und ohne "Verkomplizierung" auf erwiesene Basis-Wahrnehmungsreize des Menschen/Lesers etc. zu setzen, also stärker als bisher noch auf "Nachrichtenfaktoren" wie Konflikt/Skandal, Betroffenheit vieler Menschen, einfache Logik, Beteioligung von Prominenz/mächtigen Akteuren, betonte Personalisierung von Geschehen (Nachrichtenfaktoren = Gehalt von Ereignissen/Texten/Artikeln/Informationen, die den Inhalt aus journ. Sicht (professionelle Normen!)"publikationswürdiger" erscheinen lassen, letztlich: publikumswirksamer (mehr Nachrichtenwert) - wie bislang, nur immer einseitiger, überhandnehmend derzeit, gerade in Skandalfällen...

RE: Re-Thinking Stalingrad | 02.02.2013 | 12:45

...die ich wiederum nicht beherrsche ;-/ Aber ich denke, Engl. ist so sehr Weltsprache geworden, dass so ein Artikel "geht".

RE: Christian, es ist aus! | 12.01.2013 | 16:33

Herr Dalkowski,

ich verstehe nicht, haben etliche(!) Menschen, auch Journalisten, nicht eine gewisse Sensibilität, also eine gewisse Feinfühligkeit oder Empfindsamkeit, die dazu genutzt werden kann, als Einfühlungsvermögen in den Anderen diesen vor dem eigenen Tun ggfs. zu "schützen"? Ich meine, es gibt doch eine gewisse Mindestverantwortung, die Wirkung des eigenen Tuns/Schreibens wahzunehmen, zumal, wenn von vielen Seiten ähnlich gehandelt wird, so dass sich ein medialer Tsunami gegen Einzelpersonen aufbaut.

Stellen Sie sich doch mind. versuchsweise vor, Sie wären in einer ähnlichen Lage wie die Beiden, um die es geht, und der Auflage wegen, der Aufmerkamkeit halber oder nur zum Spass fühlt sich jetzt jeder einzelne Bürger berufen, über Ihr Unglück zu spaßen oder es immer und immer wieder zu kommentieren. Vielleicht können Sie sich da nicht hineinfühlen, oder Sie verhindern es selbst, indem Sie Wulff als einen "Bösen" betrachten, der alles Mögliche, inkl. Ihrer minimalen Verantwortungsfähigkeit, nicht verdient hätte. Eine Ent-Menschlichung des "Feindes", und so funktionieren in der Tat Feindbilder und teils auch Stereotypen, Vorurteile.

Was bedeutet es für Sie, wenn solche Einzel-Inis wie die von Ihnen zu einer riesigen medialen Plage für Bürger wie die Beiden werden?

Könnten Sie Ihre Fähigkeit zu schreiben nicht einmal für Schwache, für Minderheiten, für Menschen, die ungerecht in Bedrängnis geraten, einsetzen - bei Wulff sind Sie natürlich auf der sicheren Seite, wie es v.a. ängstliche Mainstream-Schwimmer und Mitläufer anstreben und auch in unserer jüngeren Geschichte selbst bei völligem Wahn des Systems anstrebten.

Es ist nicht sehr mutig, eine Satire über das Privatleben des medial geächteten Ex-Präsidenten zu verfassen. Und es zeigt, dass Sie solche öff. Personen offenbar nicht als echte Personen wahrnehmen, sondern sich offenbar ein wenig in einer "Spiel-Welt" wähnen, in die man nun rollenspielartig bequem mit posts eingreifen darf (ohne etwas kaputtzumachen dabei, vermeintlich).


Bitte beziehen Sie in Zukunft die "Wirkungsdimension" Ihrer Artikel, wie lustig diese in sich auch sein mögen, ein. Sie tun sich damit selbst einen Gefallen, falls Sie so etwas wie ein ernsthafter Journalist (auch wenn viele Journalisten dieses Niveau nicht haben), "Polit-Blogger" oder politischer Beobachter, Analysierer, v.a. aber, wenn Sie ein ernsthafter Autor und sich ausdrückender Mensch mit Rückgrat werden möchten.

Gruß,

Sandor Ragaly

RE: Die beste Waffe gegen Nazis: schwer & tödlich | 11.11.2012 | 14:56

PS: Aber, um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Spätestens wo es bereits um akute Gewalt gegen Unschuldige geht, dort geht es mir in der Tat - auch - um die strenge! Härte der Bekämpfung von Verbrechern, die Härte der Unschuldige schützenden Hand gegenüber niederträchtigen Angreifern.

RE: Die beste Waffe gegen Nazis: schwer & tödlich | 11.11.2012 | 14:47

Vielen Dank ;-) Wenn ich einen zentralen Feind letztlich sehe, sind es die beschriebenen Neigungen und Muster, die in jedem Menschen stecken, mehr oder weniger "aktualisiert" sind. Damit umzugehen, natürlich am Besten, bevor es hart auf hart kommt, darum geht es.

RE: Die Überwindung des Haifischbeckens | 21.10.2012 | 01:25

Das ist eine gute Frage. Ost-West-Konflikt/Eiserner Vorhang, die Übermachr der beiden neuen Supermächte, und der Marshallplan für 'Westeuropa etwa spielten sicher auch bei diesem Frieden "innerhalb der Gruppe" eine wichtige Rolle, der zustande kommt, wenn alle Mitglieder sich von einem potenziellen Angreifer von außen unter Druck gesetzt sehen ("Rally around the flag"). Das ergibt allerdings einen nicht zu entwirrenden Wirrwarr aus gegenseitigen Einflussfaktoren, denn der Ost-West-Konflikt hat ja seinerseits die Europ. Einigung begünstigt, die aber unmittelbar aus and. Faktoren (Montanunion, Kontrolle Deutschlands durch Verzahnung) entstand, und sicher dann eine Eigendynamik mit wichtigen Akteuren etnwickelt hat - so dass in diesem "mulit-variaten" Geflecht aus Einflussvariablen die europ. Vorreiterpolitiker und später die ganze Entwicklung der EG/EU eigenständig von zentraler Bedeutung für den Frieden war. Vielleicht könnte man ja sinnvoll von günstigen Rahmenbedingungen etwa durch den Ost-West-Konflikt sprechen, als Europas Einigung begann und später noch.

RE: Die Überwindung des Haifischbeckens | 21.10.2012 | 01:14

Das ist eine an sich, aber nicht im Fall des Preises hochproblematische Sache, s. v.a. die Verbiegung des Völkerrechts im Fall Libyen, als u.a. Frankreich das UN-Mandat zum Schutz der Bevölkerung zum Anlass nahm, das Regime dort wegzubomben!

Aber der Nobelpreis ist für *Frieden zwischen den Ländern Europas* für Jahrzehnte und dessen institutioelle u.a. Sicherung, die Einigung überhaupt nicht überdimensioniert, war sogar fällig.... Mein Artikel soll gerade einen kleinen Rückblick geben, was der frühere Zustand war.

RE: Die Überwindung des Haifischbeckens | 21.10.2012 | 01:08

Ich denke schon es ist das Richtige, für den Frieden innerhalb der EU, der gesichert ist und schon länger währt, dankbar zu sein - denn er ist keine Selbstverständlichkeit, bloß weil Viele (inkl. mir) bei Aufwachsen diesen bereits vorfanden! Dankbar wem? Vorreiter-Politikern auf dem Gebiet, aber auch denen die sich auf allen Ebenen, Bundestag, Medien, Projekte und mit ihren Wahlvoten dafür eingesetzt haben in den letzten Jahrzehnten - das ist ein Gemeinschaftsprojekt, und Anteile, wer am meisten geleistet hat, halte ich für unnötig. Seien wir froh, dass es als Riesenprojekt unter Beteiligung Vieler so geklappt hat auf diesem Fald.